Der Slogan Interserohs lautet: Verwertung statt Vernichtung – Recycling statt Entsorgung. Rund um dieses Thema bietet der Konzern Systemdienstleistungen an und ist selbst als Händler von Sekundärrohstoffen tätig.

Am 29. März wird Interseroh auf die Bilanzpressekonferenz seine Zahlen für das abgelaufene Jahr präsentieren und vielleicht auch einen konkreten Ausblick für das laufende Geschäftsjahr geben. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres konnte das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 46,7 Prozent auf 1.336,6 Mio. Euro und einer Verdopplung des operativen Ergebnisses auf 53,6 Mio. Euro glänzen.

Vorstandsvorsitzender Johannes-Jürgen Albus gab sich im Interview mit ECOreporter.de zuletzt optimistisch:

ECOreporter: Herr Albus, künftige Knappheiten bei Primärrohstoffen zeichnen sich immer deutlicher ab. Gleichzeitig wächst weltweit der Hunger nach Rohstoffen. Die Märkte reagieren vor diesem Hintergrund wie Seismographen und folgen den marktwirtschaftlichen Gesetzen – die Preise steigen. Wie sehen Sie die zukünftigen Entwicklungen?
Johannes-Jürgen Albus: Dieser Trend dürfte, von zwischenzeitlichen Atempausen abgesehen, langfristig Bestand haben. Die Konsequenz: Das Thema Sekundärrohstoffe gewinnt weiter an Bedeutung. Alles deutet darauf hin, dass der Markt für Sekundärrohstoffe eine stetige und steile Aufwärtsentwicklung nehmen wird. Die ursprünglich aufgrund ökologischer Überlegungen initiierten Recyclingmaßnahmen sind zunehmend ökonomisch relevant – und das weltweit. Neben den klassischen Sekundärrohstoffen wie Stahl- und Metallschrotten, Papier, Holz oder Kunststoffen, aus denen neue Produkte hergestellt werden, werden auch Stoffe wie Altfette verwertet. Was nicht für neue Produkte verwendet werden kann, geht in die thermische Verwertung zur Gewinnung von Energie oder Wärme.

In welchem Geschäftsfeld erwarten Sie in den nächsten Jahren das stärkste Wachstum?
Wir wollen in den kommenden Jahren in allen drei Segmenten wachsen – sowohl im Segment Stahl- und Metallrecycling als auch in den Segmenten Dienstleistung sowie Rohstoffhandel. Während das Wachstum im Stahl- und Metallrecycling durch Unternehmenserwerbe geplant ist, wollen wir in den Geschäftsbereichen Dienstleistung sowie Rohstoffhandel vornehmlich organisch wachsen.

Wie ist die Umsatzplanung der Interseroh-Gruppe für die nächsten drei Jahre?
Die Umsatzplanung ist bei Interseroh aufgrund der hohen Volatilität der Rohstoffpreise schwierig. Das Preisniveau von 2007 unterstellt, soll der Umsatz bis Ende 2010 auf über 2,5 Mrd. Euro anwachsen.

Die Aktie der Interseroh AG hat nach dem Crash im Januar eine satte Rally aufs Parkett gelegt. Nach einer Konsolidierung, in der sich die Aktie unbeeindruckt von weiteren Börsenturbulenzen zeigte, könnte sich der Trend bei einem positiven Marktumfeld jetzt fortsetzen. Das KUV von ca. 0,3 auf Basis des letzten Jahres gibt der Aktie durchaus Luft nach oben.

Ein Kommentar zu “Interseroh: Vorstand sieht positive Zukunft”

  1. […] Erinnern Sie sich an Interseroh - Ich hatte Ihnen die Aktie am 25 März ans Herz gelegt. Schon da war der Vorstand im Interview sehr optimistisch und sah der Zukunft positiv entgegen. Heute steht die Aktie 20 Prozent höher und ist immer noch heiß. Die Aktie läuft langsam aber stetig nach oben!!! […]

Schreiben Sie einen Kommentar!