Kategorie "Kolumne"

Als Trader müssen Sie versuchen immer eine neutrale Haltung einzunehmen, egal wie überzeugt Sie von einer fundamentalen Situation eines Unternehmens sind.

Wenn die Technik Ihnen sagt, dass eine bestimmt Aktie sich nicht so verhält, wie es für einen Bullen üblich ist, muss man sich von dieser Position trennen.

Das ist eine der wichtigsten Grundprinzipien im Trading: Zu wissen, wann man falsch liegt und sich diese Fehler auch eingestehen !
Nicht jeder Trade kann ein Winner sein. Deswegen muss man früh die Leine ziehen, wenn es nicht so läuft wie die Analyse es prognostiziert.

Trennen Sie sich von Aktien, die sich nicht so verhalten wie sie sollten !

Q-Cells:

Die Aktie hätte schon längst über dem 52€-Bereich stehen müssen.
Nach dem Break der 49 € folgten deutliche Gewinne, jedoch kann die Aktie nicht wirklich Momentum entwickeln.

Insider verkaufen hier immer mehr Aktien, am 10.04 wurden auf einen Schlag 7 Mio. € versilbert.
Es gibt Faktoren, die man nicht observieren kann und nur Insider wissen was wirklich los ist.
Deswegen geht die Technik der fundamentalen Situation immer voraus.

Ich habe meine Position jetzt glattgestellt.

KWS:
Die Aktie gefällt mir zwar fundamental, aber auch hier hätte es schon längst deutlicher nach oben gehen müssen. Ich nehme Gewinne mit.

LHS:
Die einstigen Käufer haben das Parkett längst verlassen. Die verstreuten Übernahmegerüchte sind wohl vorerst verpufft.
Hier bleibt ein kleiner Gewinn. Die Hälfte lasse ich dennoch drinnen.

Dennoch, löschen Sie die Titel nicht von ihrer Watchlist, möglicherweise werden Sie doch wieder interessant.

Weiter dabei bleibe ich bei:

Nordex
Schmack
Cat OIL
Open BC

DAX Rekord im Sommer?

Der April bescherte dem DAX eine schöne Rallye. Die Kursteigerungen kamen einigen Playern allerdings sehr ungelegen. Wie ich in Frankfurt höre, sind einige Jungs immer noch ziemlich short im Markt (spekulieren auf sinkende Kurse). Wer nicht aktiv auf sinkende Kurse spekuliert, hat zumindest seine Aktienquote erniedrigt im Verlauf der März-Korrektur. Folge: Bei steigenden Märkten steigt auch der Nachholbedarf der Nichtinvestierten.

Kaum jemand traute dem DAX und auch den anderen Weltmärkten eine so schnelle Erholung zu. Dennoch: Nun haben wir einen Stand erreicht, wie wir ihn zuletzt im Sommer des Jahres 2000 erlebten. Mit einem Unterschied:
Damals gerieten die Kurse ins Rutschen, der Markt war nach dem Rekord im März 2000 im Abwärtstrend.

Heute dagegen zeigen die Pfeile klar nach oben. Und viele Investoren sind nicht dabei. Das Sentiment ist eher negativ. Von Euphorie keine Spur! Also sentimenttechnisch ebenfalls das Gegenteil von dem, was wir im Jahr 2000 erlebten.

Ausserdem: Beruhigung am Golf, nachdem die britischen Soldaten freigelassen wurden. Das Gerangel um die Urananreicherung im Iran dürfte in Zukunft sicherlich auch einer friedlichen Lösung zugeführt werden.

Und last but not least: Deutsche Aktien sind auch für internationale Investoren sehr attraktiv. Dem Vernehmen nach sollen auch viele Chinesen einsteigen. Die Bewertungen der Unternehmen sind niedrig, die Gewinne auf Rekordniveau! Der DAX ist derzeit ein klarer Outperformer. Nichts deutet darauf hin, dass sich dies in Zukunft schnell ändert.

FAZIT: 8000 im DAX kommt schneller als gedacht!

Ja, die warnenden Stimmen der meisten “Profis” waren in letzter Zeit wirklich deutlich. Sogar der Oberoptimist Staud war sich nicht mehr ganz sicher, ob eine solche Korrektur den Bullstatus gefährden würde.

Die meisten Marktteilnehmer sitzen jetzt entweder auf hohen Cashposten, sind gar nicht mehr investiert oder aber haben in sehr risikoaversen Wertpapieren umgeschichtet.

Sprich: “Die Hausse ohne Gewinner!”
Erinnern Sie sich ?

Je schneller eine Korrektur in einem Bullmarkt beendet wird, desto dynamischer geht es auch danach weiter.
Der Europäische Markt wird regelrecht durch Branchenkonsolidierungen und Übernahmespekulationen der Private-Equity-Firmen getrieben. Das ist es was den DAX letztendlich so attraktiv macht, nicht von ungefähr kaufen DAX-Vorstände wieder vermehrt eigene Aktien zurück.

Wie geht es nun weiter ?

Der Mai steht vor der Tür und die Erinnerungen an die letzte Mai-Korrektur dürften wieder wach werden. Die saisonalen Zyklen sprechen also in nächster Zeit nicht wirklich für Aktien, jedoch denke ich, dass sich der Markt dieses Jahr für “Sell in May and Go Away” nicht interessieren wird.

Die letzte und entscheidende Bullphase, die außerordentliche Gewinne abwirft wurde nun eingeleitet und die wenigsten sind dabei.
Wie auch, die Verunsicherung bleibt groß.

Hätte es der Markt besser verantstalten können als in dieser Weise ?

Wir setzen seit 6.500 Punkten kontinuierlich auf steigende Kurse, kaum jemand wird Ihnen dazu geraten haben. Schauen Sie auch weiter hinten im Blog.

… höre ich es aus dem Telefonhörer rauschen.
Ein guter Freund mir, der gelegentlich am Aktienmarkt aktiv ist, berichtet mir wie düster doch alles aussieht.
Er führt fort von seinem waghalsigen Shortengagement im DAX und versucht mir deutlich zu machen, dass der Markt schon längst hätte herunterbrechen müssen, vergliche man doch nur die Bewegungen des DOWs zum DAX.

Autsch !

Machen Sie nicht den gleichen Fehler. Versuchen Sie nicht den DAX mit dem DOW kurzfristig zu vergleichen.

Laut einer umfassenden Eurex-Statistik der letzten Jahre, kommt das höchste Transaktionsvolumen aus der UK und den USA.

Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass den DAX vor allem ausländische Investoren und die großen Investmentbanken bewegen.
Kleinanleger haben nicht wirklich viel zu melden und dienen lediglich als Stimmungsindikatoren.

Die guten Jungs reiben sich bereits die Hände, wenn sie einen Blick auf die Berichterstattung der Medien richten.

Schlechter könnte die Stimmung kaum sein und dennoch verlässt der Markt das Konsolidierungshoch seit dem Mini-Crash.
Die Investitionskanäle am Deutschen Aktienmarkt verdichten immer mehr, Private Equity-Firmen gehen die Kaufobjekte aus und Shorteindeckungen geben dem Markt den Rest.

Und wer von den hiesigen Marktteilnehmer ist investiert ?
Wir ! ….schauen jetzt nur noch zu und sichern unsere Gewinne.

Es tut so gut ein Bulle zu sein, während ich das Tape lese…

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
Ihr
Mazyar Abrar

In den letzten Tagen erreichen mich wieder zahlreiche Weltuntergangsszenarien. Besonders die Spannungen am Golf treten hierbei in den Vordergrund. Wenn’s dort knallt - so heisst es - explodiert der Ölpreis und die Aktienmärkte kollabieren.

Selbst der Angriffszeitpunkt soll angeblich schon feststehen: Ostersamstag um 0 Uhr 40.

Wird es eine böse Osterüberraschung geben? Ich glaube nicht. Ein anderes glaubwürdiges Szenario besagt nämlich, dass es keinen Angriff geben wird.
Auch wenn noch so viele Kriegsschiffe am Golf zur Schau gestellt werden.
Hunde, die bellen, beissen nicht!

Sollte der Iran mit seinem Atomprogramm nicht aufhören, so wird es im Laufe des Jahres wahrscheinlich lediglich gezielte Angriffe auf die Atomanlagen geben. Damit ist das Ziel erreicht. Mehr noch: eine gewisse Destabilisierung des Landes dürfte sogar zum Sturz des Mullahregimes führen.

Die Iraner sind dem Westen mehr zugetan, als es hier in den Medien wider geben wird. Iraner sind auch keine “Araber”. Wenn man einen Iraner “Araber”
nennt, so gilt dies in Teheran als Beleidigung. Die Bevölkerung hat kein Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen, die Wirtschaft des Landes ist am Boden.

Auch die Arbaber auf der anderen Seite der Strasse von Hormuz (die ich übrigens jüngst besuchte) wollen keine Atombomben in der Gegend. Insofern ziehen alle an einem Strang.

Es spricht also einiges dafür, dass der Konflikt in Zukunft entschärft wird. Und das ist positiv - nicht nur für die Börsen!

Fazit: Immer optimistisch bleiben!

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Ich schätze die Meinung von Herrn Mross und schließe mich ihm an.
Wie sie wahrscheinlich wissen, bin ich selbst persischer Herkunft, auch wenn Deutschland meine Heimat ist.
Meines Erachtens hätte es längst zu einer Eskalation kommen müssen, zu viel Zeit ist nun verstrichen.

Heuschrecken lieben DAX Unternehmen!

Die Aktienmärkte scheinen sich von ihrem Einbruch schneller zu erholen, als manch einem Pessimisten lieb ist. Bald ist die 7000 wieder im Visier!

Die Daten, welche DAX Unternehmen in diesem Jahr meldeten sind einfach brilliant. Kaum ein Unternehmen, welches die Analystenprognosen nicht übertraf. Höhere Gewinne, höhere Dividenen, Aktienrückkaufprogramme, gute Aussichten. Und dabei haben die Unternehmen noch längst nicht alles “rausgekehrt”. Das heisst, dass die tatsächliche Lage womöglich noch besser ist, als es im Zahlenmaterial durchschimmert.

Hedgefonds haben dies offensichtlich schon längst erkannt. Immer wieder sickern Gerüchte durch, dass ein DAX Unternehmen komplett aufgekauft werden könnte, um es einfach nur zu besitzen oder um es zu zerschlagen - weil die einzelnen Teile mehr wert sind als alles zussamen. Fast jedes Unternehmen ist davon betroffen.

Sogar vor DAX Riesen wie DaimlerChrysler macht die Spekulation nicht halt.
Immer wieder tauchen Gerüchte auf, dass der Stern aus Stuttgart aufgekauft wird. Offentsichtlich gibt es zumindest Interesse für Chrysler. Dies ist aus Detroit zu hören.

Selbst die viel geschmähte Deutsche Telekom scheint interessant. Jedenfalls die Russen lieben die Deutsche Telekom. Wenn es die Politik nicht gäbe, wäre sich schon längst in russischer Hand! Bisher hat sich Blackstone mit mageren 4% beteiligt.

Auch TUI und Bayer sollen angeblich auch auf der Kaufliste von Hedgefonds stehen, genauso wie Volkswagen, Continental und SAP. Sogar die Deutsche Bank wird genannt! Die Deutsche Börse AG, MAN und Dauerübernahmekandidat Commerzbank runden das Bild ab. Ganz aktuell ranken sich auch Gerüchte um eine Übernahme der Metro.

Warum interessieren sich Hedgefonds für solche Aufkäufe? Doch wahrscheinlich nicht, weil sie zu teuer sind. Im Gegenteil. Das Interesse der Hedgefonds signalisiert eine Unterbewertung. Und das ist positiv für den Gesamtmarkt. Spätestens dann, wenn das erste DAX Unternehmen komplett aufgekauft wird, wird manchem Anleger ein Licht aufgehen, wie billig der DAX ist.

FAZIT: Gut dass es Heuschrecken gibt!

Michael Mross
(Ex-Berichterstatter N-Tv und Börsenexperte)

Meines Erachtens hat der Deutsche Aktienmarkt nach Abschluss der letzten Korrektur, alle denkbaren TopBildungsfantasien verdrängt. Die mittelfristigen Ziele liegen jetzt weitaus höher (6.700, 7.100, 7.400 und letztendlich 8.000).

Je mehr wir diesen Zielen dynamisch folgen, ohne nennenswerte Korrekturen, muss man im Laufe der nächsten Jahre mit kurzen kleinen MiniCrashs rechnen, die anschließend durch noch höhere Hochs getopt werden.

Laufen wir allerdings so gesund weiter, wie es aktuell der Fall ist (immer wiederkehrende neue Hochs, gefolgt durch kleine Korrekturen) wird es nicht einmal annähernde MiniCrashs geben (was vor allem an dem schlagartigen Pessimismus-Anstieg des Sentiments liegt, welcher nach jedem kurzen Rücksetzer zu erkennen ist).

Die letzte Baisse liegt immernoch so schwer in den Knochen der Marktteilnehmer, dass ex post betrachtet die letzte AktienmarktBubble zu einer noch nie dagewesenen Bubble führen könnte.

Mein Fazit:
Die Linie des geringsten Widerstands zeigt deutlich nach oben und man sollte diese Welle solange wie möglich mitreiten.
Kurskorrekturen kann man Shorten, in der Hoffnung einen MiniCrash zu erwischen, jedoch sollte die Motivation nur eine HedgeFantasie bzw. Risikoverminderung sein.

Glauben Sie mir, wenn wir ein signifikantes Top vorliegen haben, reicht es vollkommen aus 10 % tiefer sich auf eine Baisse einzustellen und Shortengagements einzugehen.

Verschwenden Sie nicht Ihre Zeit das Top ausfindig zu machen, das gelingt sowieso keinem,
nicht einmal dem “notorischen Bären”.

Ernstzunehmende Warnsignale liefert der Dow Jones erst, wenn er wieder unter 11.750 Punkten notiert.


Viel Erfolg wünscht Ihnen
Mazyar Abrar

UBS/Gallup Index of Investor Optimism - News Alert
www.ubs.com

NEW YORK, November 27, 2006 – Investor optimism surged 14 points to reach its highest point since January, according to the November UBS/Gallup Index of Investor Optimism. The Index has risen 40 points over the past three months and currently stands at 93. In August, optimism hit a low for the year at 53. The Index is conducted monthly and had a baseline score of 124 when it was established in October 1996.

Investor concerns about high energy prices continued to decline in November as the percentage of investors saying they believe energy prices are hurting the investment climate “a lot” fell to 54 percent – its lowest level since measurement began in March 2004. As recently as August, 78 percent of investors said energy prices were hurting the U.S. economy “a lot.” Currently, approximately the same percentage of investors considers the federal budget deficit (53 percent) and international tensions (52 percent) as harmful to the investment climate as energy prices.With the November increase in the Index came increases in both the Personal and Economic Dimensions of the Index. The Personal Dimension, which measures people’s optimism about their own portfolios over the next 12 months, increased six points to 68 in November and is up 14 points since August. The Economic Dimension, which measures people’s optimism about the economy over the next 12 months, increased eight points in November to reach 25 – its highest level since June 2004. Investors as a whole have gone from being essentially neutral on the economy just three months ago to being somewhat optimistic about economic outlook over the next 12 months.

“The recent stabilization in gasoline prices has clearly impacted investors’ outlook on the economy as more money has been kept in investors’ pockets. The continued stock market rally is also fueling investor optimism, offsetting worries about other sectors, especially the housing market,” said Mike Ryan, Head of UBS WealthManagement Research Americas.

Investors’ perceptions of the U.S. economy also improved in November as the percentage of investors saying we are experiencing a “recovery” or an “economic expansion” rose to 46 percent, up from 38 percent in September to 43 percent in October. Another 41 percent say the economy is in a “slowdown,” down from 44 percent who held this view in October. Only one in ten investors believes the U.S. is in a recession. This data suggests that investors increasingly believe that the U.S. economy is headed towards a so-called “soft landing.”

Although investors are more optimistic about the economy overall, they remain concerned about conditions in the residential real estate market. Most investors seem to believe that the real estate market will continue to worsen before improving, both nationally and in their local communities. Sixty-four percent of investors rate conditions in today’s residential real estate market nationwide as “only fair” (45 percent) or “poor” (19 percent), up from 59 percent in October. Seventy percent say economic conditions in the residential real estate market nationwide are getting worse, up slightly from October. In contrast, only 25 percent say conditions are improving, slightly lower than last month.

When considering their local real estate markets, nearly one in four investors (23 percent) rate conditions in their local residential real estate market as “poor,” up from 18 percent who held this view last month and 16 percent in September. Another 36 percent rate conditions in their local residential real estate market as “only fair.” Six in ten investors (59 percent) say conditions in the local residential real estate market are getting worse – the same as the percentage of investors who felt this way last month. In this regard, it is unsurprising that three in four investors believe that the potential for a real estate crash in some local markets is hurting the currentinvestment climate.