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Information zum Blog
Simon Betschinger
Diplom Volkswirt
Master of Science
Geschäftsführer TraderFox GmbH
Chefredakteur TradeCentre Börsenbrief

Performance
Start: April 2006 mit 100.000 Euro
2006: +58.377 Euro (Bescheinigung)
2007: +367.000 Euro (Bescheinigung)
2008: +140.000 Euro (Bescheinigung)
2009: +362.000 Euro (Bescheinigung)
2010: +236.800 Euro (Bescheinigung)
2011: +70.000€ (Bescheinigung)
2012: 142.898,85€ (Bescheinigung)
2013: 258.586,98€ (Bescheinigung)
2014: +109.136,13€ (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG §34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Simon Betschinger handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.
vitrade

Simon Betschingers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Simon Betschinger schrieb am Montag, 12.12. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Leser, iRobot dürfte ein starkes Q4 hinlegen! Nach meiner persönlichen Wahrnehmung werde ich in diesem Jahr das erste Mal überhaut mit den iRobot in meinem alltäglichen Leben regelmäßig konfrontiert. Sei es in LIDL-Prospekten, in TV-Sports ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 2 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
19.02. 14:58 Uhr
*******************
14.02. 20:23 Uhr
*******************
13.02. 17:02 Uhr
Neues fokussiertes Investing-Depot: 2000 Corning gekauft zu 25,36 € (Tradegate)
13.02. 11:27 Uhr
1500 Leoni gekauft zu 38,28 €
11.02. 12:00 Uhr
Neues fokussiertes Investing-Depot: 1 Aktie habe ich bereits im Visier
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Der MasterTrader
Reales 100.000 € Trading-Depot
Kategorie: Allgemein | 4 Kommentare

Dienstag, 28. Juni 2011

Wahrnehmungsstörungen bezüglich des Staatsmonstrums

Liebe Leser,

noch nie wurde den Deutschen so unmittelbar vor ihrer Haustür das Scheitern sozialistisch ausgelegter Staatssysteme vor Augen geführt. Es ist ein Paradoxon, das ich wohl nie verstehen werde, dass der kollektive Wille der Bevölkerung angesichts der Erfahrungen in Griechenland, Portugal und Spanien eine weitere Ausdehnung des Staatsapparates befürwortet. In Griechenland haben Staatsunternehmen über Jahrzehnte jedes ökonomische Kalkül vermissen lassen. In Spanien wurden Arbeitsmarktgesetzte etabliert, die es Unternehmen nahezu unmöglich machten, Angestellte vor die Tür zu setzen. Die Quittung dafür kommt jetzt: Innovationslose, verrostete Großkonzerne, die einen siechenden Untergang durchleiden und eine Arbeitslosenquote junger Uni-Absolventen von über 20%.

Ursula von der Leyen hat den Vogel abgeschossen was alternativloses Denken und eine herablassende Behandlung der Bürger betrifft. Sozialschwachen Bürgern, die ihre Bildungsinitiative nicht nutzen, will sie die Sozialarbeiter direkt vor die Haustür schicken. Frau Ministerin, wäre es nicht einfach besser auf dieses bürokratische Monstrum zu verzichten und stattdessen einfach mehr Lehrer einzustellen, die sich um lernschwache Kinder intensiv kümmern können?

Egal wie naheliegend die Lösungen auch sind, Politiker scheinen zielstrebig auf eine Vergrößerung des Administrationsapparates, sowie neue Gesetze und Formulare hinzuarbeiten. Fragen Sie sich nicht auch ständig, liebe Leser, warum Deutschland trotz Konjunkturbooms immer noch einen negativen Haushalt vorweisen muss? Ein Blick in den Haushaltsplan offenbart es. Das Geld versickert in einem gigantischen Ministerien- und Beamtenapparat. Der Staat hat ein Monstrum geschaffen, das weitgehend damit beschäftigt ist, sich selbst zu verwalten. In der Energiewirtschaft wurde nach den neuesten Regulierungs-entwürfen nun endgültig die Planwirtschaft etabliert. Strom verkauft nicht mehr, wer ihn am kosteneffizientesten produzieren kann, sondern wer am meisten buchhalterisches Geschick besitzt, um sich seine Kostenstrukturen vom Ministerium bezahlen zu lassen. Es sind schwere Zeiten für Leute wie mich, die Liberalismus und ökonomische Vernunft zu schätzen wissen. Denn das Bitterste ist: Wenn das Staatsmonstrum nahe am Abrund ist, heißt der Schuldige beim Volk Kapitalismus.

Viele Grüße
Simon Betschinger
Kommentar von Withoutname:
Danke Simon für den treffenden Beitrag. Schade nur, dass es nicht bei den richtigen Leuten ankommt.
Kommentar von Obama:
"Frau Ministerin, wäre es nicht einfach besser auf dieses bürokratische Monstrum zu verzichten und stattdessen einfach mehr Lehrer einzustellen, die sich um lernschwache Kinder intensiv kümmern können?" ...genauso ist es !
Kommentar von Wavre:
"noch nie wurde den Deutschen so unmittelbar vor ihrer Haustür das Scheitern sozialistisch ausgelegter Staatssysteme vor Augen geführt" Ähmm.. doch. Und zwar direkt im eigenen Haus. Erinnert sich noch jemand an die DDR? Das praktisch jeder Staat eine überdehnte Bürokratie hat ist leider wahr und bedauerlich. Aber da wird sich erst etwas ändern, wenn eben nichts mehr geht.
Kommentar von Spieglein:
Ihre Beschreibungen sind nicht falsch, dem kann ich schon so zustimmen. Das ist aber nicht alles , es währe schön, wenn alles so einfach währe. Dann könnten wir den Staat gleich ganz abschaffen. Es reichen doch dann die Ackermänner und alles wird gut. Lege mein Geld schon 30 Jahre an der Börse an Haltedauer ein bis 4Jahre Wie verückt auch Spekulanten die Wirtschaft erschüttern können wissen wir leider nicht erst seit 1929 Wie offt mußte in der Vergangenheit die Zinsen sagenhaft Hoch geschraubt werden nur wegen Spekulanten, beispiel Geb Hunt.Da hatte ich auch dann keine Aktien gekauft, bekam Zinsen bis 11% .Kannte ein Unternehmer Er sagte, Eigenkapital wird ja bestraft , nehme ich Kredite ,kann ich noch Abschreiben.Was war mit den Aktien des neuen Marktes, weiss wohl jeder. Er kaufte für sein Geld lieber amerikanische Wertpapiere Über die Letzte Finanzkriese die ja auch zum Großenteil die Schulden vieler Länder unerträglich gemacht hat,müßte eigendlich jeder Wissen Richtig ist man darf nicht alles einfach zulassen, von dem jeder Weiss, das es falsch ist. Der Markt so fern Wettbewerb vorhanden ist, sollte sich frei entwickeln können. Was sich schädlich daraus entwickelt , muß überdacht werden Nur Bei Utopisten gibt es keine Fehlentwicklungen Die Natur selbst ist das beste Beispiel, auch für fehlerhafte Entwicklungen.Hoffe nur, daß der Mensch keine Fehlentwicklung ist.
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Freitag, 24. Juni 2011

NEUER TRADER: Holger Kopp tradet den S&P 500 mit einem Echtgeld CFD Depot!

Am kommenden Montag startet auf MasterTraders der US Index Trading Channel von Holger Kopp. Holger Kopp ist seit fast 20 Jahren als Trader aktiv. In diesem Trading Channel werden die U.S.-Indizes, hauptsächlich der S&P500, auf SwingBasis gehandelt. Dies können größere Swings auf IntradayBasis sein, aber auch Swings über mehrere Tage sind möglich. Die Haupthandelszeit ist 18 bis 22 Uhr was auch Berufstätigen eine optimale Nachbildbarkeit ermöglicht.

  • Ziel: Jeden Monat 1.000€ mit CFD-Trading verdienen
  • Gehandelt wird der S&P 500 zwischen 8 Uhr und 22 Uhr
  • Charttechnische Tagesanalysen zeigen wichtige Preismarken
  • Aktive Kommentierung der Indexentwicklung
  • Klares Moneymanagement und eindeutige Stopp-Kurse

-> Infos und Bestellmöglichkeit für US Index Trading


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Freitag, 24. Juni 2011
Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar

Crème de la Crème des Automobilbaus: Unser Top Pick startet durch!

Liebe Leser,

Porsche hebt ab. Inmitten der Turbulenzen um die Kapitalerhöhung, kauften wir unsere Stück zu 45,10€ für das TradeCentre Musterdepot. +19% Kursgewinn verbuchen wir nun. Wir fühlen uns gut positioniert. Unter der Porsche Holding verbirgt sich die Crème de la Crème des deutschen Automobilbaus. Mit dem TradeCentre Musterdepot, das unsere Abonnenten komplett nachbilden können, weil alle Orders schon viele Stunden vor Börseneröffnung publiziert werden, liegen wir seit Jahresbeginn +15% vorne. Eine Leistung, die uns in diesem Jahr niemand so schnell nachmacht.

Hinweis: Am Montag tätigen wir eine weitere Musterdepot-Aufnahme. Der TradeCentre Börsenbrief kann für günstige 199€ pro Jahr bestellt werden.

Kommentar von maddin91:
15% ist für 2011 echt eine Hammer-Leistung. Da können andere Musterdepots nur von träumen!
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Dienstag, 21. Juni 2011

Perfekter DayTrade mit Leoni. Simon Betschinger erzielt 1170€ Gewinn!

Was für ein schöner Börsentag! Der DAX kann heute 1,9% zulegen. Unser MasterTrader Simon Betschinger beobachtete bereits gestern zahlreiche bullische Divergenzen und eröffnete gestern eine erste Long-Position. Heute bewies er mit einem Leoni-Daytrade gutes Timing. Betschinger kaufte 1300 Leoni zu 37,80€ und verkaufte die Position einige Stunden später zu 38,70€. Der Trading-Gewinn beträgt 1170€.

Hinweis: Wenn Sie alle Trades von Simon Betschinger live verfolgen wollen, informieren Sie sich hier über den Trading-Channel "Der MasterTrader."

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Montag, 20. Juni 2011
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Big Picture und ein realistischer Blick in die Zukunft: Die US-Ökonomie wird abheben!

Liebe Leser,

bei der Nachrichtenlage, die über uns hereinbricht, besteht die Gefahr, dass wir eine zu skeptische Grundhaltung entwickeln. Ich möchte darum meine heutige Kolumne einem realistischen Blick in die Zukunft widmen und ich darf Ihnen mitteilen, liebe Leser, dass dieser ganz und gar nicht negativ ist. Die europäische Schuldenkrise ist ein lösbares Problem, das durch Politikversagen nur etwas in die Länge gezogen wird. Früher oder später wird eine Haircut-Lösung in der Form kommen, wie ich sie schon vor einem Jahr vorgestellt habe und meinem Schema entsprechend wird die EZB in der Lage sein, gefährliche Kettenreaktionen im Finanzsektor zu vermeiden.

Der eigentliche Grund warum wir langfristig extrem optimistisch sein sollten, ist ein anderer: Die Lokomotive der Weltwirtschaft, die USA, wird schon bald wieder gewaltig an Fahrt aufnehmen. Die Gesundung der US-Ökonomie schreitet in riesigen Schritten voran. Der amerikanische Konsument, der 70% der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, ist drauf und dran sich gesund zu sparen. Seit der Finanzkrise konnte die Gesamtverschuldung der privaten Haushalt in fünf Quartalen absolut reduziert werden. Aufgrund von Wirtschaftswachstum und Inflation sank die Verschuldung seit 2009 von 130 Prozent auf 115 Prozent des verfügbaren Einkommens. Bei diesen Schuldenständen müssen amerikanische Verbraucher momentan nur noch 11,7 Prozent ihres Einkommens zur Schuldentilgung aufwenden. Der niedrigste Wert seit 1998. Es wird nicht mehr lange dauern bis die Mehrzahl der US-Haushalte ihre Sparquote deutlich reduziert und die amerikanische Binnenwirtschaft wieder auf einen strammen Wachstumskurs übergeht.

Eines der größten Probleme der USA ist die extrem ungleiche Vermögensverteilung. 25% des Vermögens befindet sich in den Händen von 1% der Amerikaner. Diese Spitze ist zu extrem, um gesund zu sein. Ben Bernanke steuert diesem Missstand mit voller Kraft entgegen. Die FED kauft US-Staatsanleihen auf und entzieht den reichsten Amerikanern damit die Möglichkeit, ihr Geld sicher zu parken. Durch die gleichzeitige Erhöhung der Inflationserwartung zwingt Bernanke reiche Amerikaner nach Investitionsmöglichkeit für ihre Geldvermögen zu suchen. Seien Sie sicher, liebe Leser, die US-Wirtschaft wird bald abheben!

Viele Grüße
Simon Betschinger
Kommentar von Trader 10956:
Hallo Herr Betschinger, ... das beudeutet, wie von Ihnen schon mal angekündigt, dass Sie / wir dann bald auch auf dem US-Markt investieren? Gruß 10956
Kommentar von riffraff:
Hallo Herr Betschinger, ich schätze Ihren Optimismus sehr und auch das was Sie hier leisten, verdient Respekt. Ich bin eigentlich kein Pessimist, aber ich frage mich, wo der Aufschwung herkommen soll? Der Binnenkonsum kann doch eigentlich nur von denen angefeuert werden, die einen Job haben. Das sind ja auch offiziell nicht mehr so viele. Kein Job kein Kredit. Und von denen die Arbeit haben, werden so viele nicht so viel übrig haben, um die Konjunktur nachhaltig anzutreiben. Da ja durch Inflation, hohe/steigende Rohstoff- und Lebensmittelpreise vermutlich bei den meisten nicht viel übrig bleibt. Und von dem, was dann noch für den Konsum bleibt, wird doch dann etwas gekauft, was importiert wurde, weil es billig ist. Der Staat und die Kommunen sind doch auch pleite. Was stellt den Amerika außer Lebensmittel noch selber im eigenen Land her? Es wird doch so viel importiert, weil es einfach billig ist und es sich die Mittelschicht zumindest teilweise noch leisten kann.Und warum sollten reiche Amerikaner zwingend ihr Geld in Amerika investieren? Und selbst wenn, heißt das noch lange nicht das dadurch viele Arbeitsplätze entstehen. Vieles kann, muß aber nicht. Man darf gespannt sein wie sich die Lage entwickelt. Gruß riffraff
Kommentar von Manu:
Ja Simon, das entspricht dem Sentiment, das ich in den USA bei den Leuten einfangen konnte. Der große Aufschwung steht noch bevor! Gruß Manuel
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Freitag, 17. Juni 2011
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Zwei DAX-Aktien proben den bullischen Aufstand

Liebe Leser,

Tristesse am Aktienmarkt, wohin das Auge schaut. Zwei DAX-Aktien wollen sich der Traurigkeit des restlichen Marktes jedoch nicht anschließen. Diese Titel kennen keine Griechenlandängste und keine Konjunktursorgen, sie machen den Eindruck in Kürze so richtig durchstarten zu wollen. Die Kursstärke in diesem Umfeld mag verwundern, aber sie ist verständlich, denn der Autosektor ist die Paradeindustrie der Bundesrepublik. Keine andere Branche profitiert so sehr von den neuen Absatzmärkten in China.

Volkwagen ST: Das 2011er KGV beträgt 7,4 (Marktkonsens). Die letzte Konsolidierung verlief weit stabiler als noch der Kurseinbruch im März. Ich bin mir sicher: Hier wird gerade das Fundament für einen neuen Hausse-Move gelegt!



BMW ist der deutsche Autokonzern, mit der überzeugendsten Elektroautostrategie - meiner Meinung nach. Bereits Ende 2012 will BMW mit den ersten Elektrofahrzeugen in Serie auf den Markt gehen. Die Aktie lässt sich von schwachen Gesamtmarkttagen kaum noch beeindrucken und startet an freundlichen Tagen sofort durch.
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Freitag, 17. Juni 2011

DayTrader-King Interviews: Gastronom und Freizeittrader Tommaso Trigilia spricht er über seine Vorgehensweise

Gastronom und Freizeittrader Tommaso Trigilia befindet sich regelmäßig in der Top3 unseres Index- und Forex-Börsenspiels DayTrader-King. In einem Interview mit uns spricht er über seine Herangehensweise und seine schlechten Erfahrungen mit den Empfehlungen von Bankangestellten.

MasterTraders: Guten Tag, Herr Trigilia. Sie sind hauptberuflich Gastronom und beschäftigen sich nur hobbymäßig mit der Börse, aber liefern dennoch eine hervorragende Performance ab. Mit welcher Strategie können Sie das beides unter einen Hut bringen?

T. Trigilia: Guten Tag, erstmal freue ich sehr, dieses Interview geben zu dürfen. Meine Strategie basiert hauptsächlich auf Erfahrung: Ich schaue mir den Chart an und achte dabei besonders darauf, wo Widerstände und Unterstützungen im Stunden-, Tag- und Wochenbasis liege. Anschließend handele mit einem Indikator, den ich auf meine Bedürfnisse angepasst habe. Sehr oft gehe ich dabei gegen die Masse, wenn es der Indikator anzeigt.


MasterTraders: Handeln Sie real neben Indizes und Währungen auch weitere Instrumente?

T. Trigilia: Bevorzugt handle ich hier Aktien und Optionen.

MasterTraders: Wie gehen Sie hier genau vor?

T. Trigilia: Es ist sehr wichtig zu wissen, was man bei welcher Jahreszeit kaufen muss. Jetzt zum Beispiel ist das Risiko beim Kauf einer Aktie sehr hoch, ich würde die Wahrscheinlichkeit gegen mich auf etwa 70% schätzen. Wenn ich trotzdem dazu entscheide, eine Aktie oder Option zu kaufen, ist mit bewusst, dass ich diese wahrscheinlich nur für eine kurze Zeit halte, da sehr schnell eine Korrektur kommen kann. Wenn ich einen Kauf plane, dann schaue ich, welche Aktie mir in den Monaten September und Oktober am besten gefällt und ob der Markt schon korrigiert hat. Anschließend kann ich die ersten Käufe tätigen und es sind dann auch mal gut 100-500% drin. Dies gilt aber sowohl bei einem guten nach oben, aber auch bei einem schlechten Markt nach unten. Bis jetzt hatten wir einen sehr guten Markt - vielleicht schon etwas zu gut.

MasterTraders: Das klingt ja erst einmal sehr simpel. Können Sie ein Beispiel für diese Methode nennen?

T. Trigilia: Ja, ein gutes Beispiel ist noch gar nicht so lange her: Im September 2010 habe ich meine Analyse durchgeführt und nach den bis dahin am besten gelaufenen Aktien gesucht. Dies führte mich unweigerlich zu BMW. Mein Gedanke war nun, dass ich im Monat Oktober BMW genauer beobachte und den Einstieg plane, denn welcher Fonds kann sich schon erlauben, am Ende des Jahres schon erlauben sagen zu können, bei der besten Aktie nicht dabei gewesen zu sein? Folglich kaufte ich mehrmals Optionen von BMW und verkaufte immer mit Gewinn. Für mich ist besonders der Chart wichtig: Ich achte hier dabei auf den langfristigen Chart und untersuche meinen Indikator auf Divergenzen.

MasterTraders: Haben Sie weitere Beispiele für diese Strategie?

T. Trigilia: Ein ganz junges Negativbeispiel habe ich noch zu bieten: Im Februar diesen Jahres sagte mir ein Bekannter, sein Berater hätte ihm E.on- und RWE-Aktien wegen der hohen Dividendenrendite empfohlen. Ich hatte gerade den Computer an und betrachtete die Charts: Ich hatte keine Ahnung warum, aber beide Aktien bildeten immer neue Tiefs und danach kam auch noch Japan mit seinem Atom-Unfall. Daher ist meine Meinung zu Bankern: Die haben oft keine Ahnung, was sie da verkaufen und die meisten Empfehlungen kommen auch noch im Monat Mai bis Juli, in denen saisonal ein hohes Risiko von 70% besteht.

MasterTraders: Sie scheinen, die Märkte schon seit Längerem zu beobachten. Wann sind Sie zur Börse gekommen?

T. Trigilia: Ich beschäftige mich schon sehr lange mit der Börse und hatte auch schlechte Erfahrungen gemacht. Zur Börse kam ich Mitte der 90er. Mein Berater rief mich damals mehrmals an und weckte bei mir Interesse - bis ich ihm eines Tages einen Geldbetrag anvertraute. Das war mein größter Fehler. Ich begann mich anschließend selbst mit der Börse zu beschäftigen indem ich Bücher und Zeitschriften las und so die Chartanalyse lernte. Man sollte sich aber auch etwas mit Politik und Wirtschaft auskennen, denn hier gibt es viele Zusammenhänge mit der Börse. Seitdem bin ich aber ruhiger und erfolgreicher geworden, denn ich plane alles im Voraus. Ich habe auch sehr viele Bücher von Kostolany gelesen: Seine Erfahrung spiegelt sich in den Märkten immer wider.

MasterTraders: Haben Sie einen Trade aus Ihrer Börsenkarriere in besonders guter Erinnerung?

T. Trigilia: Einen besonders schönen Trade hatte ich mit SAP: Vor einigen Jahren war sie die Lieblingsaktie der Börsianer und aus irgendeinem Grund fiel das Papier - der Chart zeigte ohnehin schon Überhitzungen. Ich schaute mir den Chart sehr genau an und dachte mir: ,In einer Woche kommen die Quartalszahlen. Was kann passieren, wenn diejenigen, die jetzt verkaufen falsch liegen?‘. Wir hatten auch Divergenzen im Chart und ich beschloss gegen den Trend zu gehen. In diesem Fall lag ich richtig und freute mich über schnelle 200% mit einer Option an nur einem Tag, denn die Zahlen fielen besser aus als erwartet und SAP sprang 18% nach oben. An der Börse ist alles möglich, aber man kann auch alles verlieren, daher würde ich Trades dieser Art immer nur mit kleinem Einsatz durchführen.

MasterTraders: Welche weiteren Tipps können Sie Anfängern geben?

T. Trigilia: Mein Tipp an Anfänger und Dummköpfe - ich war selber einer von euch - ist, auf keinen Fall alles zu glauben und nicht dem nachzurennen, was empfohlen wird und schnell steigt, denn die wollen nur euer Geld. Sucht euch lieber einen Indikator, mit dem ihr am besten zurechtkommt und handelt nur nach diesem, dann habt ihr mit Sicherheit mehr Erfolg. Und Erfolg wünsche ich auch aus ganzem Herzen jedem, der hart für sein Geld arbeiten muss.

MasterTraders: Wir bedanken uns bei Ihnen für das Gespräch!
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Donnerstag, 16. Juni 2011
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Warten auf den Staatsbrankrott von Griechenland. Kommt die Umschuldung bereits in zwei Wochen?

Liebe Leser,

jetzt ist es soweit. Auch griechische und deutsche Banken stoßen im großen Umfang griechische Staatsanleihen ab. Es ist davon auszugehen, dass insbesondere deutsche Banken im engen Kontakt zur Bundesregierung stehen und daher einen guten Draht zu politischen Planspielen haben. Die nächste Kredittranche aus dem EU-Rettungsschirm über 12 Milliarden Euro muss Ende Juni ausgezahlt werden, damit Griechenland solvent bleibt. Ich halte es für möglich, dass dann bereits private Gläubiger an den Kosten beteiligt werden und auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen. Daher die plötzliche Flucht der Banken aus den Anleihen.

So hysterisch wie sich die Marktteilnehmer bereits während der Finanzkrise aufgeführt haben, ist nicht davon auszugehen, dass ein griechischer Staatskonkurs besonnen hingenommen würde. Die altbekannte Spirale aus Kursverlusten, Untergangsängsten und irrationaler Panik könnte wieder die Oberhand gewinnen. Wie Sie in meinem Trading-Channel verfolgen konnten, habe ich meinen Cashbestand auf mittlerweile 80% erhöht und halte lediglich noch Spezialstorys wie 2G Bio-Energietechnik. Bei diesem Titel ist indes eine komplette Neubewertung möglich, wenn die Bundesregierung Subventionen für erdgasbetriebene BHKWs beschließen sollte. Der Vorstand von 2G Bio-Energietechnik hatte entsprechende politische Gerüchte am Dienstag in die Welt gesetzt (zur ad-hoc).



Bis die Börsen reif für Panik sind, bedarf es eines Reifeprozesses. Stetige kleine Kursverluste über Wochen hinweg schüren die Nervosität. Irgendwann erreichen die Verluste ein Ausmaß, in dem die Tendenz zum Cashaufbau und zur Risikominierung unter den Marktteilnehmern den Vorrang über fundamentale Meinungen gewinnt. Ein Kursverlust induziert dann den nächsten und schon sind wir drin im sich selbst nährenden Baissetrend. Wie gut dieses Börsenjahr noch wird, hängt weitgehend davon ab wie tief es jetzt nach unten geht. Je tiefer die Kurse fallen, desto höher ist das anschließende Erholungspotenzial.

Vor allem Aktien, bei denen im letzten halben Jahr Kapitalerhöhungen oder größere Umplatzierungen durchgeführt wurden, leiden. Ich kann mich des Eindruckes nicht erwähren, dass bei vielen Umplatzierungen die Aktien aus den Händen von antizyklischen Langfristinvestoren in die Hände kurzfristiger Zocker übergingen. Die Capital Pivotal Points entfalten seit Wochen ausschließlich eine bärische Wirkung.

Eine Cancom: Der Überhang an Aktien, vermutlich immer noch aus der großen Umplatzierung, drückt den Kurs jetzt steig nach unten


SAF Holland: Die gewaltige Kapitalerhöhung zu 7€ dürfte die Kurse bald in die Tief reißen. Über 20,5 Mio. Aktien wurden im März zu 7€ platziert. Da werden viele Institutionelle noch auf Buchgewinnen sitzen, die sie in unruhiger Marktlage einstreichen wollen.
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Mittwoch, 15. Juni 2011

Betschinger erzielt 10.000€ Gewinn mit Teilverkauf von 2G Bio-Energietechnik. Er hält jetz 80% Cash!

Unser MasterTrader Simon Betschinger rechnet in den nächsten Wochen mit einem griechischen Staatsbankrott. Auch wenn er als Ökonom einen Staatsbankrott rational betrachtet und die Auswirkungen für überschaubar hält, glaubt Betschinger, dass die Marktteilnehmer in ihrer Gesamtheit panisch auf eine Zuspitzung der Situation reagieren könnten. Betschinger realisierte letzte Woche über einen Teilverkauf von 2000 2G Bio-Energietechnik einen Trading-Gewinn in Höhe von 10.000€. Die restlichen Stücke (2000) möchte er im Depot belassen und hält ein Kursziel von 30€ für möglich. Mit einem Cashbestand von 80% und einer sehr vorsichtigen Trading-Haltung wartet er jetzt auf sein bevorzugtes Szenario: Einen crashartigen Ausverkauf!
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Dienstag, 14. Juni 2011
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Bericht Trading Expo in Aschaffenburg: Wo sind die erfolgreichen Forex-Trader?

Liebe Leser,

wir waren auf der diesjährigen Trading Expo in Aschaffenburg mit einem TraderFox-Stand vertreten. Unter dem schönen Ambiente des Schloss Johannisburg wurde in der Stadthalle am Schloss Tradern ein interessantes Vortrags- und Seminarprogramm präsentiert. Die am Freitag anschließende Traderparty im Schlossgarten bietet eine gute Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Wir können die Trading Expo interessierten Tradern im nächsten Jahr auf jeden Fall empfehlen.

Für uns als Aussteller war etwas verblüffend, dass nahezu alle Standbesucher nach Software-Lösungen für die Forexmärkte gefragt haben. Für das klassische Aktien-Trading war das Interesse ausgesprochen gering. Das Interesse an den Forex-Märkten verwundert mich deshalb, weil es kaum Trader gibt, die wirklich konstant den Devisenmärkten ihr Geld verdienen. Es gibt keine Trader-Vorbilder in diesem Segment, über die man sagen kann: Schaut, der hat es geschafft. Kaum jemand verdient Geld, die meisten verzocken ihre niedrig kapitalisierten Depots innerhalb einer Frist von ein bis zwei Jahren. Das hat uns auch ein Forex-Broker bestätigt.

Ich möchte einen Aufruf starten: Wer kennt dauerhaft erfolgreiche Forex-Trader, die seit Jahren mit einem Eigenkapital im sechsstelligen Bereich an den Devisenmärkten ihr Geld verdienen? Ich kenne keinen einzigen. Alle Forex-Trader, die mir bislang begegnet sind und vorgaben so mega erfolgreich zu sein, handelten beim näheren Nachfragen mit Depotgrößen von maximal 30.000€. Wenn jemand einen Forex-Trader kennt, der mit sechsstelligen Beträgen schon seit Jahren erfolgreich handelt, bitte Nachricht an mich.

Viele Grüße
Simon
Kommentar von Raupe:
Hallo Simon, mir fällt da nur Carl-Wilhelm Düvel ein, den ich übrigens auch bei einem Vortrag in Aschaffenburg (ob es die tradingexpo war, weiß ich nicht mehr) live erlebt habe und dessen Buch ich mir dann gekauft habe. Seine Kontogröße kenne ich allerdings nicht. Trotz Vortrag und Buch halte ich persönlich mich allerdings immernoch vom Forexmakt fern. Grüße, R.
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Dienstag, 07. Juni 2011
Kategorie: Allgemein | 6 Kommentare

Abwärtsspirale - die gleiche Geschichte, erlebt von anderen Menschen!

Liebe Leser,

der Börsenmoderator Markus Koch sagte einst: "Es sind nicht die Zeiten, die sich ändern, sondern immer nur die alte Geschichte, die von immer neuen Menschen erlebt wird". Nichts trifft auf diese Feststellung besser zu als das kopflose Vorgehen der Politik in Sachen der Staatsschuldenkrise. Was sich in den europäischen Perhipherie-Staaten momentan abspielt, ist ja nicht die erste Staatsschulden- und Wirtschaftskrise, die sich in der Geschichte des Kapitalismus zugetragen hat. Wie solche Krisen am besten zu lösen sind, hat bereits John Maynard Keynes vor 80 Jahren ausführlich niedergeschrieben. Aber dieses Wissen, so scheint es, ist in Vergessenheit geraten. Keynes stellte fest, dass Bevölkerung und Arbeiter einer Geldillusion unterliegen. Faktisch ist es genau dasselbe, ob die Arbeiterlöhne bei null Inflation um 10% gekürzt werden oder ob bei 10% Inflation die Arbeiterlöhne konstant bleiben. Während jedoch im ersten Fall die Arbeiter sofort in den Streik treten, nehmen sie im zweiten Fall ihren Kaufkraftverlust viel gelassener hin. Weiter hat Keynes formal bewiesen, dass Lohn- und Ausgabenkürzungen in einer Wirtschaftskrise die Lage weiter dramatisch verschlechtern, weil der Rückgang der Kaufkraft die wirtschaftliche Produktion weiter verringert.

Was machen die Politiker in Spanien, Portugal und Griechenland angetrieben von der EU-Kommission? Sie kürzen wie einst Kanzler Brüning die Löhne rigoros zusammen, mit der Konsequenz, dass das Volk wie derzeit in Griechenland die Arbeit niederlegt und das Land immer tiefer in die Rezession rutscht. Kenyes wusste wie es besser geht, aber wer liest heute noch die Allgemeine Theorie? Vermutlich kaum ein Ökonom hat die Ausführungen des Briten wirklich selbst gelesen, sondern stattdessen wird Keynes immer auf den so oberflächlichen Begriff "deficit spending" reduziert. Keynes Lösung für das europäische Problem wäre, wenn ich seine Theorie einmal auslegen darf, die Löhne und Gehälter in Spanien, Portugal und Griechenland statt zu kürzen für einige Jahre einzufrieren. Bei 2% Produktivitätsfortschritt und 3% Inflation im Jahr, wäre der Reallohn nach 10 Jahren um fast 40% gesunken und die Wettbewerbsfähigkeit wiederhergestellt. Genau diesen Weg ist Deutschland in den Jahren 1995 bis 2007 gegangen. Die Löhne stagnierten, die Wettbewerbsfähigkeit stieg, die deutsche Wirtschaft boomte. Was aber nützen die besten Erkenntnisse, wenn sie von der nächsten Generation wieder vergessen wurden? Nichts!

Viele Grüße
Simon Betschinger
Kommentar von Trader 10772:
Dem wäre nichts entgegenzusetzen,hätten die dortigen Löhne nicht jeglichen Realitätsbezug verloren. Neulich ist in einer TV-Sendung berichtet worden, dass ein Nachtwächter beim staatlichen Ölkonzern im Jahr 77000 Euro verdient, ein Busfahrer in Athen 6000 im Monat. Das ist das Doppelte oder noch mehr als das was man in Deutschland für so einen Job bekommt. - Das knn nicht die Zeit lösen- da muss, so sehe ich das- gekürzt werden. Gruss, Trader 10772
Kommentar von Simon:
Hallo Trader 10772, ich bin ganz deiner Meinung. Solche extremen Lohnspitzen müssen natürlich gekürzt werden. Es geht bei der bei keynsianischen Problemlösung, um die Durchschnittslöhne. Wir bringt man den Griechen am besten bei, dass ihre Löhne zu hoch sind, weil die Produktivität ihrer Wirtschaft zu niedrig ist? Auf die harte Tour sehen sie es nicht ein und legen ihre Arbeit nieder.
Kommentar von maddin91:
Prinzipiell finde ich deine Ausführung (bzw. die von Keynes) einleuchtend und stimme ihr auch zu. Aber im konkreten Fall Griechenland kann das allein nicht die Lösung sein, denn einerseits haben wir das Problem, durch die Währungsunion die Inflationsrate in einem Land nicht direkt steuern zu können und andererseits kann sich Griechenland an den Märkten nicht mehr (re-)finanzieren und ist daher - wenn man vom Haircut absieht - von fremden Krediten abhängig. Und die Deutschen wollen verständlicherweise nicht einfach zahlen, wenn sich dafür nicht angestrengt wird. Also meiner Meinung nach in der Tat eine verzwickte Situation: Einerseits sollten die Griechen für ihr Leben auf Pump "büßen". Die Inflation wäre theoretisch dafür eine Lösung, aber ist aufgrund der Währungsunion und der hohen Verschuldung, die allein nicht mehr getragen werden können, nicht durchzuführen. Eine Kürzung der Löhne dagegen führt in die Depression.
Kommentar von Trader 10707:
Was mir auffällt bei den Nachrichten aus Griechenland: Immer wieder ist von haarsträubenden Zuständen zu lesen, von Korruption, Betrug, Steuerhinterziehung und "Fakelaki". Ich fürchte, solange das Übel nicht an der Wurzel gepackt wird und das heisst "Korruption", werden auch Wirtschaftsmaßnahmen im Sinne von Keynes nicht viel bewirken.
Kommentar von Simon:
@Trader 10707: Weder Keynes Theorie noch irgendjemand anderes bestreitet, dass die von dir genannten Zustände geheilt werden müssen. Es macht keinen Sinn diese Thematik in einen entweder-oder Zusammenhang zu meiner Kolumne zu stellen.
Kommentar von Trader 10963:
Die Lohnkürzungen sind okay und teils bitter notwendig. Und ebenso die Inkaufnahme einer Rezession. Das geht leider nicht anders, wenn man auf die Schnelle versuchen muss, das Land umzustrukturieren. Und wieso ist denn eine Rezession immer schlimm? Hier kommt es zu längst notwendigen Anpassungen. Mittelfristig wird sich das für die betroffenen Länder und für die Eurozone insgesamt auszahlen. Was die Krise um Griechenland angeht, so scheint jeder nur das Negative zu sehen. Deutschland profitiert doch enorm von dieser Krise, wenn man einmal einen Blick auf die Refinanzierung unserer Staatsschuld heute und in den nächsten Jahren sieht. Bis 2016 muss Deutschland rund 70% seiner Schulden refinanzieren und solange durch diese Panik die Zinsen so niedrig bleiben, solange sparen wir uns zwischen 100 und 200 Mrd. Euro an zusätzlichen Zinsen in den nächsten 10 Jahren. Was wir hier erleben, ist eine künstlich befeuerte Krise. Immer wenn der Euro in Richtung 1,50 läuft, wird wieder verstärkt die Krisentrommel gerührt. "Financial Repression" nennt man das. Bis auf Kapitalmarktkontrollen sind eigentlich alle Zutaten vorhanden: negative Realzinsen, höhere Inflationsdosis, Zinscap, stringentere Bankenregulation (Basel II und III), etc. Die Politiker machen das im Prinzip schon richtig. Einzig was ich nicht so gut finde sind die Experimente mit der offiziellen Umschuldung. Ich kann zwar verstehen, dass sie damit Zeit bei der Reduktion der Schulden sparen wollen, doch das kann auch böse ins Auge gehen.
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Dienstag, 07. Juni 2011
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Wie eine Dampfwalze machen China-Aktien auf dem Weg nach unten alles platt!

Liebe Abonnenten,

ich wurde von einer Dampfwalze überrollt. In den letzten Tagen verlor die Kinghero-Aktie 20%! Die Art des Kursverlustes ist in zweifacher Sicht ungewöhnlich. Zum einen weil erst letzte Woche zu 23€ eine Kapitalerhöhung platziert wurde und dem Unternehmen Bruttoemissionserlöse von 15 Mio.€ zuflossen. Ein Preis, der unter so hohem Volumen gebildet wurde, ist normalerweise eine stabile Marke, ein Capital Pivotal Point. Doch nun wird die Kinghero-Aktie von einem dramatischen Käuferstreik heimgesucht. Auf den Geldseiten herrscht gähnende Leere. Ich dachte eigentlich mit 23€ einen guten Einstieg für ein mittelfristiges Engagement gefunden zu haben, doch diese Meinung wurde von Mr. Market brutal widerlegt.

Was ist los mit den China-Aktien? Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, sind diese erdrutschartigen Kursverluste direkt nach der KE eigentlich kaum erklärbar...

Kommentar von wincor:
einige analysten sehen eine von china ausgehend neue finanzkrise auf uns zurollen. begründet werden diese einschätzungen mit den preisblasen auf den dortigen immobilienmärkten. imho als begründung für den kursverfall sehr weit hergeholt - im hinterkopf sollte man das aber doch behalten.
Kommentar von Trader 10776:
Rein charttechnisch hat sich ein sechsmonatiger Abwärtstrendkanal gebildet und der Kurs ist auf die untere Kanallinie gefallen. Angedeutet hat sich das durch ein abfallendes Dreieck in den letzten drei Monaten. Nachdem dreimal die Unterstützung bei 22 Euro getestet wurde ist Sie beim vierten mal mit dem fallenden Gesamtmarkt durchgebrochen. Insgesamt sehr lehrbuchmäßig. Charttechnisch hat es hier nie ein Kaufsignal gegeben.
Kommentar von Simon:
@Trader10776: Die charrtechnischen Trends zeigten nach unten, das stimmt. Aber es ist ja der Sinn der Pivotal Points charttechnische Trendwechsel zu antizipieren. 2009 und 2010 konnte ich damit gutes Geld verdienen, momentan gewinnen andere Faktoren die Oberhand. Ich muss meine Positionsgrößen und Aktivität also deutlich reduzieren, bis die Strategie wieder zu guten Ergebnissen führt.
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Donnerstag, 02. Juni 2011
Kategorie: Allgemein | 6 Kommentare

Zwei Denkfehler

Liebe Leser,

bei 126.000€ Jahreseinkommen werden nach dem Abgabenrechner des Bundesfinanzministeriums Steuern in Höhe 47.209,14 Euro fällig. Es verbleiben monatlich 6.566 Euro Nettoeinkommen. Die FAZ hat letzte Woche vorgerechnet, dass nur 1% aller Deutschen monatlich über ein solches oder höheres Einkommen verfügt. Das ist eine Menge Geld, aber nicht genug, um in guter Gegend ein schönes Haus auf großem Grundstück bauen zu können. Wenn dieser ursprünglichste aller Familienträume selbst den einkommensstärksten Deutschen verwehrt ist, dann spiegelt sich darin eine tiefe Generationen- und Klassenungerechtigkeit wider. Wer bei Null anfängt, hat selbst in exponierten Berufen nur schwer die Möglichkeit in noch jungen Jahren zu einem klassischen Wohlstandsbild zu gelangen. Wer schon vom Start weg auf die Unterstützung einer gut situierten Familie zählen kann, bewegt sich in anderen Welten. Was ich damit sagen will: Ob ein Steuersystem den sozialen Aufstieg von Null aus eigener Kraft ermöglicht, wird bei der Gerechtigkeitsfrage des Verteilungssystems leider immer außen vor gelassen.

Der Atomausstieg ist beschlossene Sache und reflexartig - was sollte man auch anderes erwarten - wird in zahlreichen Börsenmedien wieder die Einstiegstrommel für Solaraktien geschlagen. Weil ich ein Mensch bin, der an die Kraft des rationalen Arguments glaubt, möchte ich die Solaraktien-Fans über zwei ihrer Denkfehler aufklären. Denkfehler eins ist, dass Solarmodulproduzenten irgendwann in ferner Zukunft vernünftige Gewinnmargen verdienen werden, wenn der Markt bereinigt ist. Nein! Die Überkapazitäten werden nicht geringer werden. Aufgrund der Produktivitätsfortschritte bei Solarfabriken wird es zu jedem zukünftigen Zeitpunkt bei freiem Wettbewerb einen potenziellen Angebotsüberhang geben. Der zweite Denkfehler ist, dass Solarunternehmen, die gerade mit schön klingenden Meldungen über neue Fabriken und Produktionsausweitungen aufwarten, mit diesen Investitionen Geld verdienen werden. Nein! Bei sämtliche Investitionsprojekten im Solarsektor, die ich verfolge, komme ich auf negative Kapitalwerte. Das heißt die Entscheidung Produktionskapazitäten aufzubauen ist eine Entscheidung Geld zu vernichten. Mögen die Anleger, die Solarmodulproduzenten noch Geld geben, in einigen Jahren bitte nicht allzu sehr enttäuscht sein. Etwas anderes außer Kursverluste sind nicht zu erwarten! Das sagt das rationale Argument.

Viele Grüße
Simon Betschinger
Kommentar von hg67:
Zur Steuer: genauso ist es..wenn man Leuten vorschlägt, mal über eine Lebenssteuer nachzudenken erntet man immer nur Lächeln. Weshalb werden schon Steuern bei Studenten-, Schülerjobs fällig. Weshalb erlaubt man den Leuten nicht erst mal (z.B.) 1mio Euro zu verdienen bevor Steuern fällig werden. Das jeder Deutsche beim Einkaufen dann immer noch mind. 7/19% bezahlt sollte doch eigentlich reichen, oder? Aber es fehlt in D der politische Wille, alle Parteien verteilen lieber um! Wie kann es sein, dass eine Familie mit 40k brutto und 3 Kindern Lohnsteuern zahlen muss, auf der anderen Seite dann aber Wohngeld beantragen kann... ich habe jetzt 2x FDP gewählt (ach ja: Arbeit muss sich wieder lohnen)..da spare ich mir demnächst die Zeit des Wählens...traurig aber wahr
Kommentar von Yank:
Abgesehen von der Mastertraders-Gemeinde :-) habe ich nur einen einzigen Deutschen kennengelernt, der Millionär werden wollte. Mir scheinen die Durchschnittsbundesbürger mit ihrem Mittelschichtsexistenz und 30 Tage bezahltem Urlaub bestens zufrieden. Deshalb wird die von Dir angesprochene Ungerechtigkeit nicht als solche von den Massen wahrgenommen wird. Reduziere dagegen Hartz IV - da gäbe es Proteste!
Kommentar von BullyBear:
Hallo hg67, du hast 2x FDP gewählt? Ja, ich auch, nämlich letztes mal, das war gleichzeitig das erste mal! Das wird sich nicht wiederholen! Aber warum sparst du dir die Zeit wählen zu gehen? Es gibt genug Alternativen, der regierenden und der opponierenden Mischpoke nen Denkzettel zu erteilen. Solange sich in diesem Schmarotzer- und NAchtwächterstaat sich nichts ändert, bleibe ich definitiv Protestwähler! "Wie kann es sein, dass eine Familie mit 40k brutto und 3 Kindern Lohnsteuern zahlen muss, auf der anderen Seite dann aber Wohngeld beantragen kann" Wieso KANN? Der Skandal ist, dass sie es MUSS! Nämlich deswegen, dass sie vor lauter Steuern und Soz.-Abgaben auf Wohngeld-Berechtigungs-Niveau gedrückt wird. Eine Hartzer-Bagage mit 0 k brutto kann ungestraft 3, 6, oder 10 Gören hecken, und der Staat zahlt für diese unversorgte und verzogene Brut auch noch! Warum wird für Kinder, warum wird für nichtarbeitende Ausländer überhaupt H4 gezahlt!?! Warum wird H4 nicht befristet gezahlt, so wie in den USA!?! Die Sozialetats wachsen absolut und auch relativ zum Gesamtbudget. Das muss ein Ende haben, sonst geht dieser Scheißstaat endgültig vor die Hunde! Schönen Rest-Feiertag. BullyBear
Kommentar von maddin91:
Ich sage mal: Die Leute, die wirklich das Ziel haben reich zu werden und bei 0 anfangen, haben es wirklich schwer in unserer Gesellschaft, ihr Ziel zu erreichen. Ich kann hier aus Erfahrung sprechen: In der Zeit zwischen meinem Ziviende im Februar und meinem Studiumbeginn im Oktober hatte ich die Wahl, mich zu Hause durchfüttern zu lassen ohne einen Handschlag dafür zu tun, oder selbst für meinen kompletten Lebensunterhalt zu sorgen. Ich habe mich für zweiteres entschieden und versuche, freiberuflich über die Runden zu kommen. Leider wird es einem extrem schwer gemacht: Die Krankenkasse will sehr viel Geld; um weiterhin Kindergeld beziehen zu können, darf ich ein bestimmtes Einkommen nicht überschreiten und die Lebenshaltungskosten müssen auch noch bezahlt werden. Ich bin ein Mensch, der wirklich gerne arbeitet und unabhängig für sich sorgen will, aber ich muss sagen, es wird einem extrem schwer gemacht und es bleibt so gut wie nichts über. Leicht haben es dagegen meine Altersgenossen, die "chillend" zu Hause rumsitzen und warten bis ihr Studium beginnt - Mama und Papa oder das Amt zahlen ja alles. Ich spreche mich für ein klares "Leistung muss sich lohnen aus". Jeder sollte die gleichen Chancen haben. Weder sollte das Sozialschmarotzertum zu stark subventioniert werden, noch sollte es möglich sein, ohne einen Handschlag zu tun, ein Vermögen zu erben.
Kommentar von Feng:
und genau deswegen werde ich im sommer in die schweiz gehen ..
Kommentar von kaufkraftschutz.de:
Deine Überlegungen zu den unerschwinglichen Immobilien habe ich hier aufgegriffen: http://www.kaufkraftschutz.de/was-gegen-die-immobilie-als-inflationsschutz-spricht/153 Zu den Denkfehlern hinsichtlich der Solarbranche hier ein bestätigender Beitrag auf WiWo: http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/deutsche-solarbranche-wird-ueberrannt-466782/
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