vitrade
Information zum Blog
Simon Betschinger
Diplom Volkswirt
Master of Science
Geschäftsführer TraderFox GmbH
Chefredakteur TradeCentre Börsenbrief

Performance
Start: April 2006 mit 100.000 Euro
2006: +58.377 Euro (Bescheinigung)
2007: +367.000 Euro (Bescheinigung)
2008: +140.000 Euro (Bescheinigung)
2009: +362.000 Euro (Bescheinigung)
2010: +236.800 Euro (Bescheinigung)
2011: +70.000€ (Bescheinigung)
2012: 142.898,85€ (Bescheinigung)
2013: 258.586,98€ (Bescheinigung)
2014: +109.136,13€ (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG §34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Simon Betschinger handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.
vitrade

Simon Betschingers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Simon Betschinger schrieb am Montag, 12.12. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Leser, iRobot dürfte ein starkes Q4 hinlegen! Nach meiner persönlichen Wahrnehmung werde ich in diesem Jahr das erste Mal überhaut mit den iRobot in meinem alltäglichen Leben regelmäßig konfrontiert. Sei es in LIDL-Prospekten, in TV-Sports ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 5 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
13.01. 11:42 Uhr
*******************
11.01. 18:34 Uhr
*******************
10.01. 21:32 Uhr
2000 Teradyne (NYSE: TER) gekauft zu 24,91 € (Tradegate)
10.01. 20:00 Uhr
Trading-Depot: Fitbit-Aktie nimmt mein Trading-Szenario nicht an
10.01. 10:14 Uhr
5000 SGL Carbon verkauft zu 8,73 €
Archiv
1 Beitrag
Dezember 2016
1 Beitrag
November 2016
4 Beiträge
Oktober 2016
3 Beiträge
Juli 2016
1 Beitrag
Juni 2016
6 Beiträge
Mai 2016
2 Beiträge
April 2016
4 Beiträge
März 2016
1 Beitrag
Februar 2016
3 Beiträge
Januar 2016
1 Beitrag
Dezember 2015
4 Beiträge
November 2015
2 Beiträge
Oktober 2015
8 Beiträge
September 2015
4 Beiträge
August 2015
4 Beiträge
Juli 2015
4 Beiträge
Mai 2015
1 Beitrag
April 2015
1 Beitrag
März 2015
1 Beitrag
Februar 2015
2 Beiträge
Januar 2015
5 Beiträge
Dezember 2014
5 Beiträge
Oktober 2014
17 Beiträge
September 2014
12 Beiträge
August 2014
7 Beiträge
Juli 2014
2 Beiträge
Juni 2014
7 Beiträge
Mai 2014
4 Beiträge
April 2014
1 Beitrag
März 2014
2 Beiträge
Februar 2014
1 Beitrag
Januar 2014
5 Beiträge
Dezember 2013
1 Beitrag
November 2013
2 Beiträge
Oktober 2013
4 Beiträge
August 2013
3 Beiträge
Juni 2013
6 Beiträge
Mai 2013
2 Beiträge
April 2013
3 Beiträge
März 2013
2 Beiträge
Februar 2013
6 Beiträge
Januar 2013
8 Beiträge
Dezember 2012
5 Beiträge
November 2012
3 Beiträge
Oktober 2012
6 Beiträge
September 2012
6 Beiträge
August 2012
7 Beiträge
Juli 2012
3 Beiträge
Juni 2012
29 Beiträge
Mai 2012
15 Beiträge
April 2012
17 Beiträge
März 2012
9 Beiträge
Februar 2012
10 Beiträge
Januar 2012
11 Beiträge
Dezember 2011
13 Beiträge
November 2011
7 Beiträge
Oktober 2011
20 Beiträge
September 2011
43 Beiträge
August 2011
17 Beiträge
Juli 2011
13 Beiträge
Juni 2011
14 Beiträge
Mai 2011
11 Beiträge
April 2011
9 Beiträge
März 2011
9 Beiträge
Februar 2011
5 Beiträge
Januar 2011
8 Beiträge
Dezember 2010
10 Beiträge
November 2010
13 Beiträge
Oktober 2010
8 Beiträge
September 2010
9 Beiträge
August 2010
14 Beiträge
Juli 2010
12 Beiträge
Juni 2010
19 Beiträge
Mai 2010
12 Beiträge
April 2010
9 Beiträge
März 2010
7 Beiträge
Februar 2010
6 Beiträge
Januar 2010
7 Beiträge
Dezember 2009
7 Beiträge
November 2009
16 Beiträge
Oktober 2009
12 Beiträge
September 2009
14 Beiträge
August 2009
19 Beiträge
Juli 2009
25 Beiträge
Juni 2009
15 Beiträge
Mai 2009
9 Beiträge
April 2009
15 Beiträge
März 2009
13 Beiträge
Februar 2009
11 Beiträge
Januar 2009
20 Beiträge
Dezember 2008
21 Beiträge
November 2008
32 Beiträge
Oktober 2008
32 Beiträge
September 2008
18 Beiträge
August 2008
26 Beiträge
Juli 2008
9 Beiträge
Juni 2008
24 Beiträge
Mai 2008
35 Beiträge
April 2008
28 Beiträge
März 2008
28 Beiträge
Februar 2008
55 Beiträge
Januar 2008
38 Beiträge
Dezember 2007
44 Beiträge
November 2007
44 Beiträge
Oktober 2007
35 Beiträge
September 2007
54 Beiträge
August 2007
41 Beiträge
Juli 2007
34 Beiträge
Juni 2007
34 Beiträge
Mai 2007
37 Beiträge
April 2007
62 Beiträge
März 2007
88 Beiträge
Februar 2007
101 Beiträge
Januar 2007
83 Beiträge
Dezember 2006
43 Beiträge
November 2006
Der MasterTrader
Reales 100.000 € Trading-Depot
Kategorie: Allgemein | 18 Kommentare

Samstag, 25. Februar 2012

Bullenmarkt 2012: Die Entwicklungslinien laufen nun zusammen

Liebe Leser,

in diesem Jahr habe ich das Gefühl, dass viele Entwicklungslinien, die mich auf meiner Entwicklung zum Trader geformt haben, nun endlich zusammenlaufen und einen Sinn ergeben. Noch nie bin ich so gut in ein Börsenjahr gestartet wie 2012. Nach 7 Handelswochen im neuen Jahr kratzt meine Performance bereits an der Marke von 100.000€. Der Grund dafür ist, dass ich etwas gelernt habe, was ich bislang noch nicht konnte. 2009 hätte ich als Trader eigentlich eine Multimillionen-Euro-Performance abliefern müssen. Ich erkannte den Marktwendepunkt, den Pivotal Point am 12. März 2009, auf den Tag genau und ich hatte den späteren Verzwanzigfacher, Dialog Semiconductor, bei Kursen um die 0,80€ als Top-Bulle identifiziert und gekauft. Aber letztendlich scheiterte ich am großen Durchbruch, weil ich nicht zusehen konnte, wie angelaufene Buchgewinne wieder kleiner wurden. Ich konnte meine Gewinne nicht laufen lassen. Ich gab dem verlockenden Siegesgefühl, einen schnellen Gewinn einzustreichen, zu oft nach. Verkaufe keine Aktie allein aus dem Grund, dass sie stark gestiegen ist. Das ist meine neue Erkenntnis nach 13 Jahren Trader-Karriere, die ich in diesem Jahr versuche anzuwenden. Bislang erfolgreich. Ich skizziere untenstehend wie mich die einzelnen Börsenphasen im Lauf der Jahre geprägt haben:

1998 bis 2000: Nachzügler kaufen bringt es nicht
Ach was waren das doch für herrliche Zeiten. Die stärksten Aktien, die stiegen, legten fast jeden Tag um weitere 10% zu. Doch anstatt die jeweiligen Bullen-Aktien wie Intershop, EM.TV Yahoo oder Commerce One zu kaufen, investierte ich mein Geld in den "günstigen Aktien" wie Earthlink; Lycos oder S&R Systeme, die überall empfohlen wurden und meiner Ansicht nach über gigantisches Nachholpotenzial verfügten. Was diese Aktien nachholen sollten, konnte ich wohl damals schon nicht richtig beantworten. Der stagnierende Aktienkurs war meist immer das Anzeichen einer stagnierenden Geschäftsentwicklung. "Auf Nachzügler und optisch günstige Aktien zu setzten" kann nicht die Lösung sein, merkte ich dann irgendwann als der große Boom schon fast wieder vorbei war.

2001 bis 2003: Positions- und Moneymanagement | Mr. Market hat immer Recht
Noch im Rausch der Renditen von Internet- und Neuer Markt Aktien, malte ich mir in meinem Kopf die wildesten Zukunftsfantasien aus. Ich baute ein Portfolio zusammen aus Titeln wie Xoom, Intershop, Celera Genomics, Brokat, CMGI und noch zwei oder drei anderen Aktien und war der festen Überzeugung mit diesem Portfolio einer glorreichen Zukunft entgegen zu laufen. Das Ergebnis war, dass meine während des Booms durch viel Glück erzielten Aktiengewinne wieder auf ein mickriges Niveau zusammschmolzen. Die Unternehmen, von denen ich so schwärmte, legten rote Zahlen vor oder verschwanden sogar vom Kurszettel. In mir reifte sehr schnell die Erkenntnis heran, dass ein fallender Aktienkurs meist immer ein Hinweis auf eine schlechte Geschäftsentwicklung war. Eine fundamentale Meinung zu haben, ist das eine. Mit dieser Meinung komplett daneben liegen zu können, ist eine schmerzhafte Erfahrung, die Respekt und Demut lehrt.

2003 bis 2005: Kaufe die Leader
Ich hatte in dieser Phase meiner Börsenkarriere erstens gelernt, dass schwache Aktienkurse fast immer auch eine schwache Geschäftsentwicklung bedeuten und zweitens, dass Mr. Market über beeindruckende visionäre Fähigkeiten besitzt, die fundamentalen Entwicklungen über die Kurse bereits vorwegzunehmen. Warum also nicht einfach den Spieß umdrehen und die Aktien kaufen, die nach oben tendieren? Gesagt, getan. Ich konzentrierte mich fortan auf starke Aktien und begann die ersten nennenswerte Erfolge auf dem Börsenparkett zu erzielen.

2006 bis 2009: Makroökonomische Verständnis | Pivotal Points
Mit dem REpower Trade katapultiere ich mein Depot in neue Größenordnungen. Ich kaufte den absoluten Leader in einer heftigen Marktkorrektur. Die Aktie marschierte als fast einziger Titel sofort einem neuen 52-Wochenhoch entgegen. Das Unternehmen zeigte starkes Umsatzwachstum und versprach eine gehörige Portion Wachstumsfantasie. Fast alle Analysten empfahlen die Aktie aufgrund ihrer hohen KGV-Bewertung von über 20 zum Verkauf. Zwei Dinge haben mich in dieser Zeit enorm vorangebracht. Durch mein VWL-Studium wuchs mein Verständnis für die makroökonomischen Zusammenhänge. Ich begann die Funktionsweise des Kapitalismus und des Geldsystems zu verstehen. Gleichzeitig wurde mir bei der Lektüre von Jesse Livermore's Werk "How to Trade in Stocks" bewusst, dass es am Markt Schlüsselpreise gibt, an denen man mit besonders gutem Chance-Risiko-Verhältnis handeln kann. Ich entwickelte das Pivotal Point Prinzipt von Livermore weiter und begann gezielt nach Pivotal Points Ausschau zu halten. Nach der Lehman Brothers Pleite war mir aufgrund meines historischen Wissens über das Wirtschaftssystem klar, dass auch diese Krise bald wieder in den nächsten Boom übergehen würde. Mein geduldiges Warten auf das richtige Schlüsselereignis halfen mir dann letztendlich den Marktwendepunkt am 12. März 2009 auf den Tag genau als Pivotal Point zu erkennen.

2009 bis 2011: Verkaufe Aktien nicht, nur weil sie gestiegen sind.

Ich hatte den Marktwendepunkt auf den Tag genau erkannt und ich hatte den absoluten Bullen der nachfolgenden Rally, Dialog Semiconductor, absolut richtig identifiziert. Der schwerste Fehler meines Trader-Lebens war es, Dialog Semiconductor mit einem Gewinn von weniger als 40% wieder zu verkaufen, weil ich Angst hatte, dass die nächste Korrektur meine schönen Buchgewinne wieder auffressen könnte. Dieser Fehler hat mir viele schlaflose Nächte bereitet und ich quälte mich mit der Frage, wie ich es in Zukunft besser machen könnte. Die Antwort darauf war der persönliche Schwur, im nächsten Bullenmarkt Aktien nicht mehr aus dem Grund zu verkaufen, weil sie stark gestiegen waren. Ich wollte der Angst, meine Gewinne wieder zu verlieren, widerstehen.

2012: Im neuen Bullenmarkt läuft es bislang perfekt
Es hat den Anschein, dass sich die Entwicklungslinien in meinem langen Lernprozess als Trader nun optimal ergänzen. Mein volkswirtschaftliches Studium half mir die EZB-Intervention am 21. Dezember sofort richtig einzuschätzen und diesen Tag als Pivotal Point zu identifizieren. Ich ging long. Meine lange Trading-Erfahrung gab mir die Fähigkeit, die potenziellen Gewinner-Aktien ausfindig zu machen. Meine größte Depotposition, 2G Energy, befindet sich nach zwei Monaten Bullenmarkt bereits über 50% im Gewinn. Jetzt geht es einzig und allein um die Frage: Wann verkaufen?

Fazit: Gibt es etwas spannenderes als Börse? Gibt es etwas spannenderes als im Spiel der Spiele den Markt zu bezwingen? Wohl kaum. Begleiten Sie mich bei diesem Abenteuer in meinem Trading Channel.
Kommentar von maddin91:
Danke für diesen lehrreichen Blogeintrag, Simon. Meine Devise lautet: "Warum Fehler nocheinmal machen, die andere schon begangen haben". In diesem Sinne ist für mich daher nichts besser als ein solcher Beitrag :).
Kommentar von Sun Tzu:
Hallo Simon, ein schöner Beitrag mit der Quintessenz deiner bisherigen Trader Laufbahn. Ich bewundere Deine gute Nase, möchte aber Deine Euphorie ein wenig dämpfen. Wahrscheinlich werden derzeit die meisten Boardmember den besten Jahresbeginn ihrer Börsenkarriere feiern (ich übrigens auch). Aber mit unserer Performance haben wir alle vermutlich noch nicht einmal den DAX outperfomed, der schliesslich auch den besten Jahresbeginn seit langem hingelegt hat. Ich gehe mal davon aus, das Du mit rund 700k € Kapital arbeitest. Demnach könntest Du mit einem simplen DAX ETF Invesment inzwischen - völlig ohne Arbeit - schon 115.000€ im plus liegen (statt Deiner mickrigen 100k ;-) ). Was ich vielmehr an Dir schätze, ist Deine Fähigkeit in der Baisse zu bestehen. In Zeiten wie jetzt brauch man eigentlich nichts weiter tun, als irgendwelche halbwegs ordentliche Aktien zu kaufen und dem Portfolio beim erklimmen neuer Höchstmarken zuzusehen. Mach weiter so und vielen Dank für viele gute Ideen und Beiträge. Michael
Kommentar von Simon:
@Sun Tzu: Aber sicher doch. An den Stammtischen und in den Börsenforen waren alle rechtzeitig zum Crash short und alle sind am 20. Dezember in den Markt, weil ja alles so klar war. Die Wahrheit sieht meistens anders aus. Mit geringem Risiko aufgrund eines nur sukzessiven Depotaufbaus meine Performance zu erzielen, dürfte wohl nur 1% aller Trader gelungen sein. Darum lassen ich meine Euphorie nicht dämpfen. Erfolg dürfen gefeiert werden.
Kommentar von Michael:
Sehr richtig Simon, das Risikomanagement bzw. der risikoarme Depotaufbau wird von den meisten Marktteilnehmern nur allzu gerne unter den Teppich gekehrt. Die "Alles oder Nichts Jungs" verschwinden jedoch kurzfristig zu 50% und langfristig zu 90%...
Kommentar von gil:
toller Beitrag von dir Simon..spielgelt ein wenig auch meine schmerzhaften Erfahrungen wo ich die letzten 12 Jahre gemacht habe..natürlich im geringsten nicht so Erfolgreich wie du es bist..aber DLG hatte ich auch damals zu 1,30 Euro gekauft und nach 20% Gewinn wieder verkauft..deshalb hab ich mir jetzt auch vorgenommen den 2G trade so lange wie möglich durch zu ziehen ..bin mittlerweile 60% im gewinn mit 2G ..bin mal gespannt wie lange meine Nerven es durch halten...
Kommentar von Simon:
Noch ein Nachtrag: Mein eingesetztes Eigenkapital Anfang 2012 war 400.000€. Prozentual liegt die Peformance damit im Bereich um die 25%.
Kommentar von Riesenschecke:
Respekt, fast 100.000 Euro (Buch)Gewinn bis jetzt, Glückwunsch. Alles richtig erkannt und den Mut gehabt dementsprechend zu handeln und mehr noch der Versuchung zu verkaufen zu widerstehen bei den aufgelaufenen Buchgewinnen, fällt sicherlich sau schwer. Ich denke es könnte nicht verkehrt sein, diese aber per Stop abzusichern,nur wo den Stop setzen, um nicht doch vielleicht unglücklich rauszufliegen. Natürlich ist eine 400.000€ Eigenkapitalquote eine solide Basis um grosse Gewinne zu machen, wenn man richtig liegt. Nicht jeder kann auf eine so hohe Eigenkapitalquote zürückgreifen. Im Grunde kann man sagen, dass Dein Risiko mit entsprechender Stopabsicherung ´nur´ noch Gewinne einzusetzen, also relativ klein ist. Man kann sagen, dass Du es bereits in so jungen Jahren geschafft hast, niemehr finanzielle Sorgen haben zu müssen, wenn man sich jetzt nicht gerade besonders dumm anstellt. Nur noch Gewinne einsetzen um optimalerweise neue Gewinne zu generieren, weiter so und viel Erfolg, den wirst du haben, da bin ich mir zu 100% sicher, keine Frage...Gr. Riesenschecke
Kommentar von Daxler:
hi Simon, wollte mal anfragen ob bei Deinem tradingchannel auch zusätzliche Zahlmöglichkeiten geplant sind wie beim Traderfox..
Kommentar von Simon:
Hi Daxler, geplant schon, aber es wird realistisch betrachtet noch einige Monate dauern. Die Zertifizierungsprozesse sind extrem langwierig. Bei TraderFox mussten wir einige Monate warten bis alles erledigt war.
Kommentar von Trader 12175:
Hi Simon, super und lehrreicher Beitrag! Das Problem von Riesenschecke den richtigen / sinnvollen STOP Kurs zur Absicherung des Depots zu finden habe ich auch. Sicherst Du Dein Depot eigentlich mit STOP LOSS ab?
Kommentar von RussiaTrader:
Guter Beitrag, Simon. Eines ist sicher: Die Trader-Ausbildung ist noch lange nicht zu Ende, und in 20, 30 Jahren wirst Du die aufgeführte Aufstellung sicher noch erweitern können. Ich persönlich bin vor allem auf dein Tradingverhalten / Risikomanagement bei Konsolidierungen, starken Korrekturen und ggf. Dax-Abstürzen gespannt! Deine Performance 2012 wird erst dann gewürdigt werden können, wenn Du die Gewinne / dein Kapital durch sicher noch kommende Marktturbulenzen bringst. Ich freue mich auch neue Impressionen!
Kommentar von RussiaTrader:
Guter Beitrag, Simon. Eines ist sicher: Die Trader-Ausbildung ist noch lange nicht zu Ende, und in 20, 30 Jahren wirst Du die aufgeführte Aufstellung sicher noch erweitern können. Ich persönlich bin vor allem auf dein Tradingverhalten / Risikomanagement bei Konsolidierungen, starken Korrekturen und ggf. Dax-Abstürzen gespannt! Deine Performance 2012 wird erst dann gewürdigt werden können, wenn Du die Gewinne / dein Kapital durch sicher noch kommende Marktturbulenzen bringst. Ich freue mich auf neue Impressionen!
Kommentar von RussiaTrader:
Guter Beitrag, Simon. Eines ist sicher: Die Trader-Ausbildung ist noch lange nicht zu Ende, und in 20, 30 Jahren wirst Du die aufgeführte Aufstellung sicher noch erweitern können. Ich persönlich bin vor allem auf dein Tradingverhalten / Risikomanagement bei Konsolidierungen, starken Korrekturen und ggf. Dax-Abstürzen gespannt! Deine Performance 2012 wird erst dann voll gewürdigt werden können, wenn Du die Gewinne / dein Kapital durch sicher noch kommende Marktturbulenzen bringst. Ich freue mich auf neue Impressionen!
Kommentar von Trader 13035:
So gegen Ende November 2011 stand auf Traderfox im Trading Channel das Zitat "Der Markt steht an der Schwelle zu einem großen Bärenmarkt." Ja, wer ist denn da der Inhaber ? Hat sich das alles so rasend schnell und ganz fundamental geändert ?
Kommentar von Simon:
@Trader 13035. Inhaber von TraderFox sind Simon Betschinger und Martin König. Ja, nach der EZB-Intervention hat sich alles rasend schnell und fundamental geändert.
Kommentar von Steli:
Hallo Simon, ich bin grade neu hier und habe mir mal einige Beiträge (von dir) durchgelesen und muss sagen, dass ich selbst in der selben Situation war. Begleitest du deine Aktien eigentlich auch mit OS?
Kommentar von Trader 12286:
Hallo Simon guter Beitrag, deine Euphorie spiegel sicherlich die grade ablaufende Hausse wieder. Der Beitrag hat nur einen Haken die Performance sollte sich in Prozent, nicht am tatsächlichen Gewinn in geld orientieren. LG
Kommentar von cobb:
Die letzte Stufe ist dann die Erhabenheit über Korrekturen innerhalb von einem positiven big picture...die folge sind Gewinne um die 200, 300% oder auch mehr..setzt allerdings höchste gelassenheit bei hohen drawdowns und finanzielle unabhängigkeit voraus..und man muss eine exakte vorstellung haben was ein titel erreichen kann um nicht den mut zu verlieren.
bewerten10 Bewertungen
Durchschnitt: 3,8
Montag, 20. Februar 2012
Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar

Thank you Jesse!

Liebe Leser,

die folgenden Worte von Jesse Livermore haben meinen Trading-Stil mehr geprägt als jeder andere Einfluss. Es war folgende Stelle in Jesse Livermore's Buch "HOW TO TRADE IN STOCKS", die mich dazu gebracht hat mein Pivotal Point Prinzip zu entwickeln.

"Whenever I have had the patience to wait for the market to arive at what i call a "Pivotal Point" before I started to trade, I have always made money in my operations. Why? Because I then commenced my play just at the psychological time at the beginning of a move. I never had a loss to worry about for the simpule reason that i acted promptly and started to accumulate my line right at the time my guide told me to do so. All I had to do thereafter was just sit tight and let the market run its course, knowing if I did so, the action oft the market itself would give me in due time the signal to take my profits. And whenever I had the nerve and the patience to wait for the signal, it invariably did just that. It has always been my experience that I never benefited much from a move if I did not get in at somewhere near the beginning of that move. And the reason is that I missed the backlog of profit which is very necessary to provide the courage and patience to sit through a move unteil the end comes - and to stay through any minor reactions or rallies which were bound to occur from time to time before the movement had completed its course"

In diesen Worten stecken so viel Weisheit und so viel Trading-Erfahrung und dieser Ansatz widerspricht dem was man heute in der Trading-Literatur liest. In modernen Büchern steht geschrieben man müsse nicht am Anfang einer Trendbewegung dabei sein, man könne warten bis sich ein Trend entwickelt hat und so weiter. Aber Tatsache ist, und das hat Jesse Livermore in seinem Trader-Leben oft genug erfahren müssen dass der Gewinnpuffer eines Trades nur dann groß genug war, um die ganzen heftigen Korrekturen mit Geduld durchzustehen, wenn es ihm gelang, schon zu Beginn einer Bewegung investiert zu sein. Jesse hatte einen Trading-Stil, bei dem es nicht darum ging 10% zu verdienen, sondern bei dem es darum ging aus wenig Geld ein gigantisches Vermögen-s aufzubauen. Jesse steckte manchmal nahezu sein gesamtes Kapital in eine Position und stieg so aus dem Nichts zu einem der reichsten Männer der USA auf. Auch das traurige Ende seiner Karriere ist bekannt, aber das soll seine Genialität nicht weiter schmälern...

Danke für diese Worte, Jesse. Deine Gedanken zum Aktienmarkt sind uns erhalten gelieben. Und weil es so schön ist: Der DAX-Chart im Jahr 2012 mit den Pivotal Points.




Kommentar von Trader 10707:
Jesse ist auch mehrmals pleite gegangen in seinem Börsen-Lebenslauf und immer wieder auferstanden. Diese Nerven muss man erst mal haben... Andererseits: Wer nicht mindestens zweimal pleite gegangen ist, darf sich nicht Spekulant nennen. In diesem Sinne folgen wir weiter dem Rat des Oberrabbiner aus Fürth: "Kaufet, nicht verkaufet, und wir werden alle reich." Nun gut, Fasching ist vorbei ;-)
bewerten13 Bewertungen
Durchschnitt: 3,8
Montag, 20. Februar 2012
Kategorie: Allgemein | 0 Kommentare

Euphorie: Heute hat es beim Börsenpublikum "klick" gemacht

Liebe Leser,

seit 7 Wochen läuft der neue Bullenmarkt. Bislang hatten wir das Verhalten, dass zu Handelsbeginn die Ernüchterung groß war und sich die Bullen dann erst im Tagesverlauf durchsetzen konnten. Heute morgen sahen wir zum ersten Mal eine kleine Euphorie. Der DAX eröffnete mit einem 0,7% Up-Gap und die Aktien aus der zweiten Reihe schossen sofort deutlich in die Gewinnzone. Nachdem die chinesische Notenbank heute Nacht eine weitere Senkung der Mindestreservesätze beschloss und damit den Geschäftsbanken eine aggressivere Kreditvergabe ermöglicht, hat es bei den Marktteilnehmern offenbar "klick" gemacht. Das Börsenpublikum hat erkannt, dass wir uns in einer Situation befinden, die den Aktienmarkt vierfacht beflügelt:

  • Die Notenbanken weltweit schaffen eine gigantische Liquidität
  • Die EU-Schuldenkrise ist dank der EZB unter Kontrolle
  • Die Aktienbewertungen sind günstig
  • Die Wirtschaftslage verbessert sich enorm, insbesondere in den USA

Das Spiel der Spiele ist ein Denksport. Man muss die relevanten Faktoren, die den Markt treiben, vor der Masse erkennen, nur so verdient man das große Geld. Ich habe den Start des neuen Bullenmarktes auf den Tag genau antizipiert (siehe Blog-Historie). Als Belohnung dafür sind meine ersten Longpositionen, die ich nach dem Pivotal Point eröffnete, bereits deutlich im Gewinn. Meine erste 2G Energy Stücke habe ich am 17.01. zu 23,95€ gekauft. Heute steht die Aktie 50% höher. SAF Holland kaufte ich zu 3,81€. Heute steht die Aktie 44% höher. Und bei Süss Microtec tätigte ich die ersten Käufe am 12.01. zu 6,40€. Heute steht die Aktie 40% höher. Das ist die Belohnung, die Mr. Market für gute Arbeit verteilt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ausstieg?
Fakt ist, dass das Börsenpublikum seit heute die Rally erkannt hat. Damit verschlechtert sich das CRV. Dennoch: Ich werde vor dem neuen EZB-Kredittender am 28. Feburar nicht die Seite wechseln. Es dürfte extrem unwahrscheinlich sein, dass die Bären vor einer Geldinfusion der EZB, die vermutlich zwischen 500 Mrd. € und 1000 Mrd. € liegen wird, eine Chance haben. Die Rally wird von der Aussicht auf diese Liquiditätsexplosion weiter getrieben. Zudem halte ich die Aufwärtsbewegung auch fundamental für gerechtfertigt. Vor der Eskalation der Schuldenkrise notierte der DAX bei 7300 Punkten. Die Schuldenkrise ist jetzt unter Kontrolle und dürfte die Privatwirtschaft nicht mehr behindern. Darum wäre es nur logisch, wenn der DAX wieder auf das Niveau vor der Krise ansteigt. 7300 Punkte im DAX wären auch ein Kursniveau, wo ich über strategische Absicherungen mit Put-Optionsscheinen nachdenken würde, um mich vor einem plötzlich Ausbruch eines Isral-Iran-Krieges zu schützen.

Fazit: Sie sehen, liebe Leser, ich mache seit Jahren einen guten Job und erkenne regelmäßig die wichtigen Wendepunkte. Für nur 29€ im Monat können Sie meine Trades und meine Kommentare im Trading Channel verfolgen.
bewerten10 Bewertungen
Durchschnitt: 4,3
Freitag, 17. Februar 2012
Kategorie: Allgemein | 5 Kommentare

Die perfekte Rally

Liebe Leser,

so sieht die perfekte Rally aus! Aktien steigen bei geringen Umsätzen langsam aber stetig in die Höhe. Es ist keine Kaufpanik, die die Kurse treibt, sondern der Mangeln an verkaufswilligen Aktionären. Gestern trat der private Bankenverband mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit, dass sich das Vermögen der deutschen Haushalte auf den Rekordwert von 10 Billionen Euro belaufen würde. Man sieht also, es gibt nicht nur eine Schuldenkrise, sondern es gibt auch ein Guthaben-Überfluss. Die Krise ist also ein wenig surreal und hat im Prinzip die Ursache, dass das Geld in den falschen Händen aus Sicht der Sozialstaates ist. Dieses Verteilungsproblem wird von der EZB gerade angegangen und die Blockade im Wirtschaftsorganismus wird dadurch gelöst. Es mag für Sie absurd klingen, liebe Leser, aber wenn die Staaten neue Kredite aufnehmen können, weil die Notenbank sie quasi finanziert, dann ist eine hohe Staatsverschuldung kein bremsender Faktor mehr für die private Wirtschaft und damit auch nicht für die Aktienmärkte.

Den Start der Rally habe ich auf den Tag genau erkannt. Für diesen Geniestreich fahre ich nun die Gewinne ein. Werfen Sie dazu einen Blick auf meine Performance-Auflistung am linken Rand. Am 20. Dezember schrieb ich: "Ich betrachte den heutigen Tag als potentiellen Pivotal Point, weil die EZB in meinen Augen nun über die Geschäftsbanken eine massiven Intervention auf den Anleihemärkten startet. Ich werde, wenn der DAX die bullische Signalwirkung des heutigen Tages bestätigt, eine Longpositionierung aufbauen. Wie so oft bei Pivotal Points ist es zunächst eine wage Vermutung, die erst vom Markt bestätigt werden muss. Wenn der DAX wieder unter 5630 Punkte fällt, wäre die Pivotal Point These falsifiziert. "

Warum ist diese Rally perfekt?

1. Die Rally wächst im Pessimismus heran und sie wurde von vielen Marktteilnehmern immer noch nicht verstanden. Man muss sich nur in anderen Foren oder bei Facebook umschauen. Die Trader dort sind den ganzen Tag damit beschäftigt, in den steigenden Aktienmarkt hineinzushorten. Manche Trader erkennen Bullenmärkte nicht einmal, wenn sie direkt davorstehen.

2. Die Rally wird von Liquidität getrieben und der Höhepunkt der Liquiditätszufuhr steht erst noch bevor. Nachdem die Banken jetzt das Spiel begriffen haben, wird der neue Dreijahrestender der EZB am 28. Februar meiner Einschätzung nach eine neue Geldinfusion von etwa 750 Mrd. € bringen. Diese Geld wird weitgehend von Anleihen in andere Assetklassen fließen.

3. Die Wirtschaftslage in den USA verbessert sich rasant. Sowohl der Häusermarkt erholt sich, als auch der Arbeitsmarkt springt wieder an. Es kommt hinzu, dass die US-Konsumenten ihre Sparquote in den letzten 3 Jahren spürbar erhöht haben. Wenn sich die wirtschaftliche Lage jetzt wieder bessert, wird der Konsummotor in den USA wieder anspringen.

Großes Überraschungsotenzial billige ich dem Bankensektor zu. Nach der EZB-Geldinfusion Ende Februar werden die Banken in Geld nur so schwimmen und es müsste eigentlich die logische Konsequenz sein, dass die Analystenschätzungen zum Bankensektor, die oftmals noch letztes Jahr aufgestellt wurden, im zweiten Halbjahr massiv übertroffen werden. Bei TradeCentre haben wir bekanntermaßen die Commerzbank-Aktie zu 1,91€ ins Musterdepot aufgenommen.

Kommentar von JoBo999:
Hallo Simon, vor wenigen Monaten bis ich zufälligerweise über Mastertrader im Internet gestolpert. Wie der Mensch nunmal so ist; er ist vorsichtig und deshalb hatte ich versucht Kontakt aufzunehmen. Nach meinem zweiten oder dritten Versuch hatte ich dann auch tatsächlich eine Antwort erhalten. Danach sogleich auch Mitglied geworden. Aber nun im laufe der Monate habe ich einen Eindruck gewinnen können über diese Plattform. Ich bin KEIN Daytrader-Typ und brauch das auch nicht; aber ich möchte an der Börse als Privater erfolgreich sein; erfolgreicher als zuvor. Dankenswerter Weise liefert diese Plattform hier genau die Umgebung die ich lange Zeit gesucht habe. Euer Team - allesamt - machen einen phantastischen Job. Auch die Analysen von Simon finde ich grandios! Chapeau Simon !
Kommentar von RussiaTrader:
Hallo Simon! Den Rally-Einstieg habe ich sehr erfolgreich geschafft und die Rally voll mitgenommen; seit Jahresanfang 37% im Plus da gleich mit 100% in den Markt gegangen. Nun kommt aber der für mich schwierigere Teil, weswegen ich auch primär den Channel abonniert habe: "In guten Tagen sehr viel Geld verdiene" gelang mir auch vorher, aber "in schwachen Tagen kein Geld mehr zu verlieren" ist bei mir optimierungsbedürtig. Wenn irgendwann die Rally den Höhepunkt und Wendepunkt erreicht, den erneuten pivotal point nach unten zu erkennen... Bin gespannt auf deine dann hoffentlich erneut richtige Einschätzung und für mich neue Trading-Inspirationen.
Kommentar von Dude:
Das Argument, dass die EZB Milliarden in den Aktienmarkt fließt, das man immer wieder lesen kann, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ich bin zwar kein Basel 3-Experte, aber mit Solvency 2 kenn ich mich etwas aus und da bedeutet ein Aktieninvestment einen erhöhten Risikokapitalbedarf. Staatsanleihen erfordern meines Wissens gar kein Risikokapital. Das würde ich erst unterschreiben, wenn mal jemand ne nachvollziehbare Rechnung aufmacht, dass da wirklich entscheidendes Kapital in Aktien fließen kann.... dass aber sonstige Investoren (Hedgefonds, Firmen, Privatanleger, Fonds) auf Liquidität sitzen ist klar.
Kommentar von Simon:
@Dude: Die Geschäftsbanken kaufen Staatsanleihen. Wer verkauft die Staatsanleihen? Private, die eine andere Assetallokation umsetzen wollen. Das können Versicherer, aber auch reiche Bürger sein. Ein Teil der EZB-Gelder dürfte daher über diesen Umweg den Kaufdruck an den Aktienmärkten verstärken.
Kommentar von Dude:
Ok, das ist ein Punkt. Jedoch werden denke ich hauptsächlich Neuemissionen gekauft von den Banken. Versicherer sind stark begrenzt was ein Aktienengagement angeht (wegen Quotenlimits und Risikokapitalbedarf). Aber sicherlich werden sie prozyklisch etwas ausweiten wenn der Markt steigt das stimmt. Dass Liquidität in den Aktienmarkt geht ist unbestritten. Über die Stärke des Einflusses der EZB-Milliarden kann man vermutlich streiten. Ich denke viele springen einfach wieder mal prozyklisch auf.
bewerten17 Bewertungen
Durchschnitt: 4,2
Mittwoch, 15. Februar 2012
Kategorie: Allgemein | 3 Kommentare

Liquiditätshausse: Über das Gelddrucken und die Inflation!

Liebe Abonnenten,

kann es wirklich so einfach sein? Die Zentralbanken auf der Welt drucken Unmengen an Geld und die Wirtschaft kommt in Schwung. Ja, es ist in der derzeitigen Situation so einfach, weil das Gelddrucken reale Probleme beseitigt! Eine hohe Staatsverschuldung ist immer ein Anzeichen einer ungleichen Verteilungssituation. Jeder Staatsschuld steht ein Guthaben gegenüber. Das Guthaben befindet sich in den Händen von Sparern, weitgehend repräsentiert durch die alte Generation und in den Händen der Reichen, wobei ich mit "die Reichen" die Top 1%-Vermögensbesitzer meine. Durch den negativen Realzins, den die Zentralbanken gerade für Staatsanleihen erzeugen, findet eine Umverteilung statt. Von der alten Generation zur jungen Generation und von den großen Vermögen zu den Menschen, die einer normalen Erwerbstätigkeit nachgehen. Das ist eine ökonomisch gesunde Entwicklung, die hoffentlich auch eine Flucht der großen Vermögen in reale Sachwerte auslösen wird. Wenn ein Multimilliardär mit Staatsanleihen real Geld verliert, wird er sich vermutlich nicht mehr auf seinem Vermögen ausruhen, sondern das Geld in Immobilienprojekte stecken oder in aussichtsreiche Firmen investieren. "Vermögen verpflichtet" zu sinnvollen Investments abseits von Staatsanleihen.

Ich bezeichne das Prinzip der Geldschöpfung nicht umsonst als einer der größten Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Wenn die Römer schon das Prinzip der Geldschöpfung gekannt und Caesar nicht die Republik beerdigt hätte, dann wäre der Kapitalismus vermutlich 2000 Jahre früher gestartet. Gelddrucken ist immer dann eine Lösung, wenn das Produktionspotenzial einer Ökonomie nicht ausgelastet ist, was zum Beispiel anhand der Arbeitslosigkeit bemessen werden kann. Bei 8,3% Arbeitslosigkeit in den USA bringt Geldschöpfung Wachstum, bei 4% Arbeitslosigkeit würde Geldschöpfung zu Inflation führen. Diese Politik, die im Endeffekt auch der Philosophie von Keynes entspricht, wurde nach der Ölkrise in den 1970er Jahren leider von vielen Seiten verteufelt. Damals führte die Nachfragepolitik von Staat und Notebank zu Inflation, weil die Ölknappheit eine Ausweitung der wirtschaftlichen Produktion unmöglich machte. Das Produktionspotenzial wurde überschätzt, aber leider haben das viele Ökonomen immer noch nicht kapiert, weshalb Geldschöpfung oft per se als inflationstreibend eingeschätzt wird, was falsch ist!
.
Viele Grüße
Simon Betschinger
Kommentar von Pirke:
Hallo Simon, ich habe eine "Off Topic" Frage zu eurem TradeCenter Börsenbrief. Gibt es irgendwo eine Performanceübersicht des Musterdepots der letzten Jahre? Auf der Tradecenter WebSeite finde ich nur die Performanceübersicht vom Nebenwerte Investor. Vielen Dank und viele Grüße, Pirke (ein potentieller Börsenbrief Abonent)
Kommentar von Simon:
Das TradeCentre Musterdepot konnte seit Start im April 2003 um 1.007,0 % zulegen und seit Jahresanfang um 13%.
Kommentar von Dude:
Sehr richtiger Beitrag. Die meisten Leute, aber selbst viele "Fachleute" verstehen das Geldsystem nicht (und ich maße mir auch nicht an es vollständig durchdrungen zu haben ;-)), weil es viel zu komplex ist. Die einfache Gleichung "höhere Geldmenge = Inflation" stimmt eben in dieser Trivialität nicht. Es kommt vor allem darauf an, wo das Geld sitzt. Wenn das (zusätzliche) Geld irgendwo gebunkert wird und nicht in den Konsum geht ist es faktisch nicht vorhanden. Würden die Zentralbank-Milliarden gleichmässig auf die Bevölkerung verteilt werden, würde die Inflation extrem anziehen, weil der Konsum stark ansteigen würde. Solange es aber irgendwo geparkt wird (z.B. wie bei den Zentralbankeinlagen der Banken), hat es kaum Auswirkungen auf die Inflation. Was viele außerdem vergessen ist, dass das Verlagern der Produktion auf Niedriglohnländer (China als Werkbank der Welt) deflationär wirkt und den inflationären Tendenzen entgegenwirkt. Was schlecht wäre, wäre wenn die Banken verstärkt dazu tendieren würden, große Teile der Liquidität statt in Staatsanleihen in Rohstoffe zu pumpen.
bewerten13 Bewertungen
Durchschnitt: 4,1
Freitag, 10. Februar 2012
Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar

Live Trading Event von ViTrade am 9. März in Frankfurt

Liebe Leser,

der Online Broker ViTrade veranstaltet am 9. März den "TRADING DAY" in Frankfurt. Thema ist:

"Wie sieht ein Tag im Leben eines Daytraders aus? Und wie können Sie von diesen Erfahrungen antizipieren? Schauen Sie fünf erfolgreichen Daytradern über die Schulter und erleben Sie einen kompletten Handelstag live mit all seinen Facetten."

-> Anmeldung und Infos zum Trading-Day

Ich werde dabei sein und mit einem 100.000€ Realgeld-Konto vorhandeln und habe mir vorgenommen entweder mit +10.000€ oder mit -10.000€ den Trading Day zu beenden. Nicht in dem Sinne, dass ich leichtsinnig handeln werde, sondern in dem Sinne, dass ich viele Trading-Setups annehmen werde. Das heißt ich möchte Unterhaltung bieten.

Viele Grüße
Simon Betschinger
Kommentar von Trader 10892:
Hallo. Wäre auch an so einem Event interessiert. Vielleicht kann man beim Versnatlter ja mal vorschlagen den Raum Berlin/Hamburg als alternativen (zweiten) Veranstaltungsort in die Planung zu nehmen ? Thx
bewerten11 Bewertungen
Durchschnitt: 2,9
Montag, 06. Februar 2012
Kategorie: Allgemein | 8 Kommentare

Die FED plant die Wiederholung des 1950- bis 1970er-Szenarios!

Liebe Leser,

wow, was für eine Vorstellung! Diese Januar-Rally stellt alles in den Schatten, selbst die Prognosen der optimistischsten Marktkommentatoren! Wie schnell sich die Welt doch ändern kann. Noch vor 8 Wochen mussten wir Angst vor einer Eskalation der Euro-Krise haben und plötzlich überrascht der Nasdaq-Index mit einem neuen 11-Jahreshoch. Der Game Changer, der die Spielregeln zugunsten der Bullen veränderte, ist die EZB. Die massive Intervention der Notenbank, die von TradeCentre schon seit Anfang 2011 eingefordert wurde, wurde am 20. Dezember endlich gestartet. Wir haben immer betont, dass eine Schuldenkrise eigentlich eine absurde und unnötige Krise ist, weil das knappe Gut "Geld" im modernen Geldschöpfungs-Kapitalismus in unbegrenztem Umfang bereit gestellt werden kann. Eine solche Geldschöpfung hat dann auch überhaupts nicht mit irgendwelchen Hyperinflationsszenarien zu tun, sondern mit der bewussten Kalkulation, eine Inflation von 3% bis 4% in Kauf zu nehmen, um die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP zu senken.

Die FED plant das Szenario von 1950 bis 1970 ganz bewusst zu wiederholen. Damals reduzierte ein negativer Realzins den US-Verschuldungsgrad von 120% des BIP auf unter 50% des BIP. Bernanke darf es nicht laut aussprechen, aber spätestens mit der Ankündigung den Leitzins bis 2014 nicht mehr zu erhöhen, nimmt die FED ganz bewusst Einfluss auf die langfristigen Zinsen. Wenn Marktteilnehmer wissen, wo der kurzfristige Zins in 3 Jahren steht, können sie längere Laufzeiten risikofrei arbitragieren. Das hat Einfluss auf die gesamte Zinsstrukturkurve und senkt die Renditen zwangsweise ab, trotz steigender Inflationserwartungen. Ich muss immer über die Kommentatoren zum Bund-Future lachen, die in den Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen die Mutter aller Blasen sehen. Wenn die EZB der FED-Strategie ebenfalls folgt und bald ein Commitment zur Zinsentwicklung abgibt, dann werden die Renditen deutscher Staatsanleihen in den nächsten zehn Jahren nicht mehr ansteigen. Es ist ein guter Weg, den die EZB jetzt eingeschlagen hat, der die Lösung der Schuldenkrise deutlich erleichtert. Wir können von Glück sprechen, dass die letzten, deutschen Hardliner um Axel Weber das Handtuch geworfen haben. Mit der geldpolitischenHaltung der Bundesbank wären wie gerade inmitten auf dem Rutsch in eine tiefe Rezession.

Viele Grüße
Simon Betschinger

Die ist die Kolumen aus dem aktuellen TradeCentre Börsenbrief
Kommentar von Dude:
Seh ich genauso. Vor uns liegt eine wirklich lange Niedrigzinsphase in den USA und im Euro-Raum. Skandallös finde ich nur, dass man die Banken beschenkt, die vorher das System gemolken haben und Krisenauslöser waren. Die können den Zinsspread zwischen Leitzins und Rendite von Staatsanleihen nach wie vor risikolos kassieren, da sie sich darauf verlassen können, dass die Zentralbank selbst aktiv einspringt bevor das System kollabiert. Aus diesem Grund haben sie ja scheinbar auch wieder beherzt zugegriffen bei PIGS-Staatseinleihen.
Kommentar von fallstreet:
In einem Kommentar hier (im November?) hiess es, die Idee der EZB von Zinssenkungen würde uns direkt ins Verderben führen. Und jetzt sind Nullzinsen plötzlich ein guter Weg zur Lösung der Krise??? Nein, niedrige Zinsen und Anleihekäufe durch die EZB (ob direkt oder über die Banken) sind nicht die Lösung der Krise. Es ist die Behandlung der Symptome und ein Spiel auf Zeit. Denn die Hauptursache für die Krise wird nicht mal ansatzweise angesprochen: wie lassen sich so viele unterschiedliche Länder mit all ihren Geschichten, Kulturen, Mentalitäten und Wirtschaften in einem gemeinsamen Währungsraum zusammenhalten? Wie können die Ungleichgewichte ausgeglichen werden, damit eine einheitliche Geldpolitik für alle von Vorteil ist? Die berühmte "Fiskalunion" ist jetzt schon ein Witz, denn die Regeln werden aufgeweicht, Sanktionen gibt es nicht und die EZB steht als Retter bereit. OK, sie kann Geld drucken ohne Ende, die Märkte damit überfluten, die Zinsen und die Kurse anderer Assets fast beliebig manipulieren. Sie kann damit aber nicht die Ungleichgewichte beseitigen, im Gegenteil. Und solange das so ist, werden die Märkte immer Schwachstellen finden und angreifen, die gigantischen Geldmengen hin- und herschieben und durch Fehlallokation und Blasen für neue Krisen sorgen. Das aufgezeigte Szenario der FED lässt sich auf Europa nicht übertragen. Soll denn die EZB für negative Realzinsen in Spanien, Italien und Portugal sorgen? Und selbst wenn, was nutzen negative Realzinsen in diesem Umfeld? Deutschland hat sie, dazu eine boomende Konjunktur, sinkende Arbeitlosigkeit und Steuereinnahmen auf Rekordhöhe. Und? Nicht mal in diesem Umfeld schaffen es die Politiker, einen halbwegs ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Wie soll das dann in der nächsten Konjunkturschwäche gehen? Wie soll es in Spanien gehen? Oh ja, diese bösen Hardliner bei der Bundesbank. Sie sehen ihre Aufgabe nicht darin, Pleitestaaten mit der Notenpresse zu retten. Und auch nicht darin, die Gewinne privater Geldinstitute zu steigern, indem sie das Risiko ihrer Investitionen reduzieren. Sondern fühlen sich der Geldstabilität verpflichtet. Lächerlich. Naja, Geldstabilität soll zwar auch die (einzige, im Gegensatz zu der FED) Aufgabe der EZB sein und ist verbindlich in den Verträgen festgeschrieben. Na und? Verträge sind dafür da, um sie zu brechen, das hat die jungste Vergangenheit oft gezeigt. Und jemand hatte sich vor langer Zeit gefragt, wo denn der Staatsanwalt bleibt, wenn Verträge so offensichtlich gebrochen werden. Auch so ein Hardliner ;-)
Kommentar von Trader 10892:
@FallStree - BRAVO! - sehr guter beitrag. genauso sieht es aus.
Kommentar von Simon:
@fallstreet. Du schreibst richtige Dinge und ich sehe nicht einmal einen großen Widerspruch zu meiner Meinung. Eine vernünftige Wirtschaftsordnung müsste komplett anders aufgebaut sein. Aber das ist sie leider nicht und so muss sich die EZB an den Gegebenheiten orientieren.
Kommentar von Dude:
achja, für diejenigen die 2 Stunden Zeit übrig haben: http://mediathek.cesifo-group.de/player/macros/_v_f_750_de_512_288/_s_ifo/_x_s-764870657/ifo/index.html Der Vortrag von Hans Werner Sinn vom 19.12.2011 an der LMU München. Der Mann hat das Problem erkannt. Sehr guter Vortrag.
Kommentar von fallstreet:
@Simon: eine vernünftige Wirtschaftsordnung wird niemals ein Thema sein, solange kein Druck von den Märkten kommt. Denn Politiker sind in der Regel inkompetent und überblicken nicht die wirtschaftlichen Zusammenhänge und die Folgen ihres Tuns. Ihre Motivation ist die nächste Wahl und nicht eine vernünftige Wirtschaftsordnung. Das letzte Jahr hat gezeigt, dass Reformen und Veränderungen nur durch den Druck von aussen angestossen werden können. Ohne diesen Druck würde Griechenland nach wie vor Schulden ohne Ende machen und in Italien hätten wir es immer noch mit dem Clown Berlusconi zu tun. Ich halte das Eingreifen der EZB aus zwei Gründen für absolut falsch. Erstens, sie hebelt damit das grundlegendste Prinzip des wirtschaftlichen Handelns aus: dass nämlich eine Investition auch das Risiko des Scheiterns beinhaltet. Und jedes Aushebeln von Grundprinzipien führt unweigerlich zu Fehlinvestitionen und damit zu neuen Krisen. Wenn die Banken wissen, dass die EZB ihnen die Schrottpapiere abkauft, bzw. allen Banken unbegrenzte Mittel zur Verfügung stellen wird, diese zu kaufen, dann werden sie weitaus mehr Geld darin investieren, als wenn sie das Risiko vernünftig bewerten würden. Die sinkenden Zinsen in den Pletestaaten sind nicht das Ergebnis von Reformen. Sie spiegeln nur den Anlagenotstand der Banken wider, die EZB Milliarden gewinnbringend anzulegen. Zweitens, sie nimmt damit den Druck weg, Veränderungen durchzusetzen. Ohne diesen Druck wird es allenfalls ein paar kosmetische Reförmchen geben, aufgeweicht durch viele Ausnahmen und Sonderregeln. Grundprinzip wird aber sein, weitermachen wie bisher. Also bis zur nächsten Krise...
Kommentar von Simon:
@fallstreet: Eine Weltwirtschaftskrise zulassen wie in den 1930er Jahren, nur um ein anderes System herbeizuführen? Ohne die EZB-Interventionen wären Italien, Spanien, etc in die Pleite geschlittert und hätten die Banken und Versicherer mitgerissen. Chaos wäre ausgebrochen. Das kannst du nicht ernsthaft wollen. Der Wechsel zu einem besseren Wirtschaftssystem muss auf demokratischem Weg erfolgen.
Kommentar von fallstreet:
Und mit der Intervention der EZB sind wir jetzt gerettet und die Gefahr einer Weltwirtschaftskrise ist gebannt? Spanien, Italien etc. sind nicht Pleite? Einfach mal 500 Mrd. drucken und schon ist alles gut? Wer es glaubt... Ich sage nicht, die EZB hätte gar nicht eingreifen dürfen. Aber ich halte die Art und Weise, wie sie es gemacht hat, für falsch. Wenn man Staaten retten will muss man das Geld nicht den Banken geben. Denn solch ein massiver Eingriff wird zwangsläufing zu neuen Problemen führen. Und ganz nebenbei, der Wechsel zu einem neuen (nicht besserem!) Wirtschaftssystem wurde damit auf gänzlich undemokratischem Weg durch die EZB zementiert. Das System nämlich, in dem Banken unbegrenzt Gewinne auf Kosten der Steuerzahler privatisieren dürfen, aber das Risiko vollständig auf die EZB (also wiederum den Steuerzahler) abwälzen. Bisher konnten sie zwar auf eine Garantie der Staaten zählen, dass sie im Notfall gerettet werden. Aber sie mussten sich trotzdem das Geld für ihre Geschäfte auf dem Kapitalmarkt besorgen, der die Unterschiede zwischen den einzelnen Banken in Form von Risikoaufschlägen berücksichtigte. Dieser Mechanismus wurde ausgehebelt. Jetzt gibt es den gleichen Zinssatz für alle. Und wir wissen was passiert, wenn man durch Eingriffe versucht, Marktgesetze zu manipulieren und damit die Frühwarnsysteme (also die Risikoaufschläge) aussetzt. Sehr lustig wird es, wenn in drei Jahren auf einen Schlag die EZB Billionen zurückgezahlt werden müssen. Wenn also Wertpapiere unterschiedlichster Art und Qualität die Märkte fluten. Bin gespannt, welche Regeln dann zur Rettung einiger Banken gebrochen werden müssen. Denn eins ist klar. Genau wie bei den Staaten, gibt es auch Banken, die mit dem Geld umgehen können und solche, die es nicht können. Genau wie bei den Staaten werden einige ihre Bilanzen sanieren und andere Parties feiern und Boni zahlen. Und genau wie bei den Staaten werden einige in Schieflage geraten und gerettet werden müssen... Ein wenig Hoffnung besteht, wenn bis dahin zumindest die Staaten ihren Finanzbedarf und ihre Schulden reduzieren würden, also Papiere vom Markt nehmen würden. Aber das werden sie nicht schaffen. Die stärkste Volkswirtschaft der Eurozone, in der besten aller möglichen Wirtschaftswelten, mit ordentlichem Wachstum, niedrigen Zinsen und steigenden Steuereinnahmen, schafft das nicht. Wie sollen es dann die weitaus schlechter aufgestellten Südländer in einem Umfeld der drohenden Rezession schaffen? Auch der Traum, die Schulden wegzuinflationieren, wird platzen. Denn die grosse Inflation wird einfach nicht kommen! Woher auch? Das Geld fliesst doch nicht in die Wirtschaft, es ist geparkt in verschiedensten Wertpapieren. Den Staaten wird in diesem Umfeld nichts anderes übrig bleiben, als die Steuern zu erhöhen und die Investitionen zu kürzen. Niedrigeres Wachstum, sinkende Einkommen, steigende Arbeitslosigkeit sind die Folgen. Aber Moment mal... Sind das nicht die Folgen, vor denen uns gerade die EZB retten sollte???
bewerten12 Bewertungen
Durchschnitt: 3,9
Freitag, 03. Februar 2012

Die Januarperformance unserer MasterTrader

Liebe Trader-Gemeinde,

wir sind mittendrin im neuen Bullenmarkt und unsere MasterTrader haben die Chance optimal genutzt. Besonders gut geschlagen haben sich Michael Schwierz mit einem Depotzuwachs im Januar von etwa 21.500€ und Simon Betschinger mit einem Depotgewinn von fast 40.000€. Es handelt sich um Realgeld-Gewinne. Bei Mastertraders.de wird mit echtem Geld gehandelt. Für nur 29€ im Monat können Sie unsere Trading-Channels beziehen. Das ist gerade einmal die Gebühr von 3 Orders. Dafür erhalten Sie gut durchdachte Zukunftsszenarien, alle Trades in Echtzeit und Einblick in die nach allen Regeln der Kunst geführten Trading-Depots.

-> Trading-Channels können hier bestellt werden
bewerten0 Bewertungen
Durchschnitt: 0,0
Mittwoch, 01. Februar 2012
Kategorie: Allgemein | 6 Kommentare

DAX: Bullenmarkt geht in hohem Tempo weiter bis zum 28. Februar!

Liebe Leser,

heute schreibt Ihnen ein gut gelaunter, glücklicher und zufriedener Trader, der im Januar 2012 so viel Geld an der Börse verdient hat wie noch nie zuvor in seinem Leben. Selten lag ich mit einem Marktszenario zu 100% richtig, so wie in den letzten Wochen. Den großen Wendepunkt am 12. März 2009 hatte ich auf den Tag genau getroffen und den Start des neuen Bullenmarktes am 20. Dezember habe ich ebenfalls auf den Tag genau antizipiert. Wenn ich eine Stärke habe, die meine Outperformance gegenüber anderen Tradern erklärt, dann ist es diese Fähigkeit Pivotal Points am Tag ihrer Entstehung zu verstehen und zu erahnen. Manche Trader erkennen Bullenmärkte nicht einmal wenn sie direkt davor stehen, sondern verschwenden ihre Zeit damit, in den Phasen der stärksten Anstiege über Short-Chancen zu philosophieren.

Der Bullenmarkt wurde durch den Dreijahrestender der EZB am 21. Dezember eingeleitet, einem Quantitative Easing Programm auf europäische Art. Schon einen Tag davor machten sich die ersten Ausläufer der Geldinfusion positiv bemerkbar. Zusammen mit dem Fiskalpakt, der gestern verabschiedet wurde, stellen diese beiden Maßnahmen das geeignete Lösungsschema zur Überwindung der Schuldenkrise dar. Bei 3% zu erwartender Inflation (Ja, Sie lesen richtig, ich erhöhte meine Inflationsprognose fü 2013 aufgrund des neuen EZB-Konzeptes) und einem realen Wachstum von 2%, reduziert sich der Verschuldungsgrad eines Landes bereits unter einem Zinssatz für Staatsanleihen in Höhe von 5%. Diese "Schwelle zur Stabilität", wie ich sie einmal nennen möchte, dürften Italien und Spanien bereits im März mit ihren 10jährigen Staatsanleihen ereichen. Am 28. Februar findet der zweite Dreijahrestender der EZB statt und erste Schätzungen über die Kreditsumme, die Banken aufnehmen werden, belaufen sich auf bis zu 1 Billion Euro. Diese Summe wird eine gewaltige Kaufkraft auf den Anleihemärkten entfachen und die Renditen nach unten treiben.

Die Pivotal Points dieses Bullenmarktes sind:

  • Initiation Pivotal Point: Am 20. Dezember 2011 halbierte sich der Zinssatz, den Spanien und Italien für die Emission neuer Staatsanleihen bezahlen mussten. Grund: Für den Folgetag war der dreijährige EZB-Kredittender angekündigt. Marktteilnehmer fühlten, dass sich nun etwas schlagartig ändern könnte. Diese EZB-Aktion war der erste Baustein in meinem geforderten Lösungschema zur Überwindung der Schuldenkrise.
  • Am 10. Januar 2012 meldete Aloca schlechte Zahlen. Die Börse atmete jedoch erleichtert auf, weil die Erwartungen extrem niedrig lagen.
  • Continuation Pivotal Point I. Am 13. Januar 2012 stufte Standard & Poors die Kreditwürdigkeit von mehreren EU-Staaten, darunter auch Frankreich, deutlich ab. Die Börse reagierte nur einen einzigen Tag panisch. Am darauffolgenden Monatag konnte der DAX deutlich zulegen.
  • Continuation Pivotal Point II, 31. Januar 2012: Die EU-Länder einigen sich auf einen neuen Fiskalpakt, der Schuldenbremsen in den nationalen Verfassungen vorsieht. Dies ist der zweite Baustein im Lösunggschema zur Überwindung der Schuldenkrise.

Fazit: Am 28. Februar wird die EZB den Bankenmarkt vermutlich mit einer Summe in Höhe von unvorstellbaren 1 Billion Euro fluten. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Bären im Vorfeld dieser gigantischen Geldinfusion eine Chance haben. Ich reite den Bullen!


Kommentar von Jonathan Hart1:
Guten Abend Simon, Du hast hier und auch in Deinem Thema (Produktionsrekord) nochmals die bullische Tendenz beschrieben, Glaubst Du, daß es noch zu einem deutlichem Rücksetzer kommt? So langsam könnte sich bei der starken Entwicklung vielleicht eine Überhitzung abzeichnen. Es ist doch schon eine äußerst seltene Konstellation; die Institutionelles haben die letzte Dezember- und ersten beiden Januarwochen mehr oder minder nur zugesehen und somit den Grundstein im Prinzip verpaßt, weil eben die Jahreendrallye ausfiel. Jetziges Einsteigen ist mit höherem Risiko bei niedriger Rendite verbunden. Andererseits geht man doch hier im Forum mehrheitlich davon aus, daß eben diese Leute nun unter Zugzwang stünden. Sofern diese eben kaufen, kann es gar keinen ordentlichen Rücksetzer geben, was dann nur zu steigenden Kursen führen würde.
Kommentar von kismet:
Du bist einer der wenigen, die die Massnahme der EZB korrekt als Umkehrpunkt erkannt haben. Der Markt hat dich ja genug belohnt.Super Timing.
Kommentar von TradingAsket:
Alles was die EZB kann ist noch mehr Geld drucken und das soll die Lösung der Schuldenproblematik sein? Da lach ich mich kaputt. Klar mehr Geld bedeutet erstmal höherer Preise, aber das dicke Ende ist unvermeidlich ... http://www.kingworldnews.com/kingworldnews/Broadcast/Entries/2012/1/29_Gerald_Celente.html
Kommentar von TradingAsket:
The European Super Highway of Debt http://demonocracy.info/infographics/eu/debt_piigs/debt_piigs.html
Kommentar von TradingAsket:
US Debt Stacked in $100 bills http://demonocracy.info/infographics/usa/us_debt/us_debt.html
Kommentar von fallstreet:
Wenn mit "Lösung der Krise" die Ausweitung der Staatsschulden und die Übertragung von Werten vom Steuerzahler an die Banken gemeint ist, dann ja, es ist die Lösung. Denn die gigantische Nachfrage der Banken wird nicht nur für höhere Kurse der Staatsanleihen sorgen, sondern auch für höheres Angebot (sprich, für noch mehr Verschuldung). Welchen Grund hätten denn die Politiker eines Pleitestaates, die Verschuldung zurückzufahren, Reformen durchzusetzen und sich beim Wähler unbeliebt zu machen, wenn die Zinsen sinken und die Anleihen reissenden Absatz finden? Das Modell ist praktisch risikolos. Ein kleines Problem gibt es nur mit dem gemeinen Steuerzahler, weil er vielleicht doch irgendwann merkt, dass in seiner Nachbarschaft das Schwimmbad und der Kindergarzen zumachen, dafür aber ein neues Hochhaus einer Bank entsteht. Aber Thema wird dann wieder aus den Schlagzeilen verschwinden und die nächste Staffel des Dschungelcamps die Nachrichten bestimmen. Ja, der DAX kann dieses Jahr durchaus auf ATH steigen oder 5stellig werden. Die Zinsen für Spanien und Italien können auf 3% oder weniger fallen. Mit unbegrenztem Geld lassen sich beliebige Kurse erreichen, denn alles, was mehr als 1% p.a. verspricht, ist geschenketer risikoloser Gewinn. Auch die Inflation lässt sich so nach unten drücken, denn das Geld kommt ja nicht bei der Wirtschaft an, es ist in Wertpapieren gebunden. Und wenn doch Inflation, dann hilft es den Staaten, sich zu entschulden. Die einzige Frage ist nur: wie lange geht das Spiel gut?
bewerten14 Bewertungen
Durchschnitt: 4,0
vitrade