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Information zum Blog
Simon Betschinger
Diplom Volkswirt
Master of Science
Geschäftsführer TraderFox GmbH
Chefredakteur TradeCentre Börsenbrief

Performance
Start: April 2006 mit 100.000 Euro
2006: +58.377 Euro (Bescheinigung)
2007: +367.000 Euro (Bescheinigung)
2008: +140.000 Euro (Bescheinigung)
2009: +362.000 Euro (Bescheinigung)
2010: +236.800 Euro (Bescheinigung)
2011: +70.000€ (Bescheinigung)
2012: 142.898,85€ (Bescheinigung)
2013: 258.586,98€ (Bescheinigung)
2014: +109.136,13€ (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG §34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Simon Betschinger handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.
vitrade

Simon Betschingers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Simon Betschinger schrieb am Montag, 12.12. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Leser, iRobot dürfte ein starkes Q4 hinlegen! Nach meiner persönlichen Wahrnehmung werde ich in diesem Jahr das erste Mal überhaut mit den iRobot in meinem alltäglichen Leben regelmäßig konfrontiert. Sei es in LIDL-Prospekten, in TV-Sports ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 5 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
24.02. 10:20 Uhr
*******************
24.02. 10:06 Uhr
*******************
24.02. 09:38 Uhr
Aktuelle Trading-Depot-Übersicht und Kommentar
21.02. 10:21 Uhr
Trading-Depot-Strategie: Ich denke über 2 neue Positionen nach!
19.02. 14:58 Uhr
600 Rheinmetall gekauft zu 72,38 € (am Freitag)
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Der MasterTrader
Reales 100.000 € Trading-Depot
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Donnerstag, 27. Dezember 2012

Industrieller Boom in den USA, Niedergang in Europa. Warum?

Liebe Leser,

Amerika steht vor einem neuen industriellen Boom, Europa steht vor einer Phase der Deindustrialisierung. Die viel günstigeren Energiepreise in den USA sind ein immenser Standortvorteil für die Vereinigten Staaten. Aber viel gefährlicher für die Zukunft Europas ist der Standortnachteil, den sich die Bürger Europas gerade selbst erschaffen. Der Sozialismus kehrt zurück! In Frankreich wandert er gerade mit seiner hässlichsten Fratze durch die Boulevardpresse. Gιrard Depardieu zieht nach Belgien, in ein kleines Dorf names Nιchin und wird dafür beschimpft wie ein Schwerverbrecher und Mörder. Seitdem die Sozialisten in Frankreich die Macht haben und per Gesetz eine Zwangsenteignungskampagne mit 75 Prozent Steuerquote gestartet haben, wehren sich immer mehr Franzosen gegen ihre Unterdrücker aus Paris. Depardieu bringt es indes auf den Punkt: Er verlasse Frankreich, weil die Regierung der Ansicht sei, Erfolg und Talent müssten bestraft werden. Es schlägt ihm ein Sturm der Entrüstung entgegen, anstatt der Dankpreisung und der Anerkennung, die er eigentlich verdient hätte. In den letzten 45 Jahren hat der französische Schauspieler nach eigenen Angaben 145 Millionen Euro Steuern bezahlt, in seinen Firmen beschäftigt er 80 Leute. Die sozialistische Utopie hat es sich zu Eigen gemacht, solche Leute als Staatsfeinde zu verunglimpfen und zu vertreiben. Frankreich wird im Sozialismus eine schwerwiegende Wirtschaftskrise erfahren, wenn die letzten produktiven Unternehmer, die die Fähigkeit haben neue und profitable Firmen aufzubauen, aus dem Lande verjagt wurden.

Auch in Deutschland bremsen die Kräfte der sozialistischen Enteigner, die unsere Regierung auf höchster Ebene dominieren, bereits das Wirtschaftswachstum. Personalplaner wundern sich öffentlich über die Generation der 1980er, die offenbar nicht mehr die klassische Karriere anstrebt, sondern eine Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fordert. Woran liegt das? Haben sich die Menschen geändert? Nein, die Steuerbelastung erzwingt eine andere Verhaltensweise. Nach Jahren der kalten Progression greift der Spitzensteuersatz schon ab einer Summe von etwa 52.000€. Jeder weitere Euro, der dazu verdient wird, kommt nicht einmal mehr zur Hälfte bei denen an, die ihn erwirtschaftet haben. Macht es Sinn statt 40 Stunden in der Woche 50 Stunden zu arbeiten, wenn sich die finanziellen Möglichkeiten dadurch ohnehin kaum bessern? Diese Fragen beantworten immer mehr Arbeitnehmer mit Nein. Die Mietwohnung ist gewährleistet, das gekaufte Haus aber ist unendlich weit entfernt. Warum also sollte man sich dem Stress einer Konzernkarriere aussetzen? Wenn der Einzelne anfängt so zu denken, verliert ein Land früher oder später an Konkurrenzfähigkeit.

Viele Grüße
Simon Betschinger
Kommentar von lion11:
Diesen Bericht sollten unsere Politiker lesen.Dem stimme ich voll zu.Wenn nicht ein Umdenken stattfindet wird es Europa schwer haben.
Kommentar von Simon:
Danke für deine Zusstimmung, lion11. Schick den Beitrag doch deinem Abgeorndeten!
Kommentar von rolli:
Wie sagte mal einst Erich aus dem DDR-Land: "Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf".
Kommentar von Trader 10877:
Wobei die Änderung des beruflichen Verhaltens nicht ausschließlich auf die steuerliche Belastung zurückzuführen ist. Ich stimme voll zu, daß der Spitzensteuersatz zu hoch ist, und daß 75% eine Unverschämtheit sind. Allerdings würde ich auch bei einem Steuersatz von 30% mir keine Konzernkarriere mit 60+ Wochenstunden antun. Warum? Demographischer Wandel. Früher stand nämlich hinter einer Konzernkarriere für gewöhnlich die Hausfrau, die ihrem Mann den Rücken freihielt. In meiner Familie sieht das jetzt so aus, daß meine Frau einen Doktor in Mathematik hat, und wir beide in der IT mit 40+ Wochenstunden tätig sind. Insgesamt leistet also meine Familie pro Woche 80-90 Stunden für die Wirtschaft. Und niemand kann ernsthaft meine Frau dazu zwingen, wie in den 60ern daheim zu bleiben und Apfelkuchen zu backen, was eine massive Verschwendung von Talent wäre. Sollen wir beide jetzt etwa 50 oder 60 Stunden in der Woche schuften? Das würde schlicht irgendwann massive psychische Probleme verursachen, Burnout, Arbeitsunfähigkeit, und dann wars das mit unserem Beitrag zur Wirtschaft. Das ist auch durch noch so viel Geld nicht zu kompensieren. Wir würden beide am liebsten unsere Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden reduzieren. Damit würden wir zusammen immer noch 60 Stunden für die Wirtschaft beitragen. Reicht das nicht? Solche Überlegungen stellt nicht nur die junge 1980er Generation in Europa an, das ist ebenfalls in den USA am Kommen.
Kommentar von Trader 11058:
Ich denke es geht doch gar nicht so sehr um die Menge der Stunden, die wir irgendwo in einem Betrieb zubringen, sondern um die Tatsache, dass Engagement und Einsatz wieder belohnt werden und nicht alles vom Staat absorbiert wird. Es ist doch wie Simon schreibt, dass der Leistungsträger sozial verfolgt wird, weil er etwas geschafft hat und dabei natürlicherweise auch etwas verdienen will. Da ich selbst Unternehmer bin, kann ich ein Lied davon singen, wie die Motivation sinkt, wenn einem ständig Steine in den Weg gelegt werden.
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Samstag, 22. Dezember 2012
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Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten an alle MasterTraders-Nutzer und an alle stillen Mitleser. Es war ein schönes Jahr hier im Forum, das weitgehend harmonisch verlief und viele hilfreiche Infos hervorbrachte.

In diesem Sinne, schöne Feiertage! Und ich muss echt sagen, dass ich über fünf börsenfreie Tage am Stück froh bin. Das tut auch mal wieder gut! Lassen Sie es sich gute gehen, liebe Leser.



Kommentar von weißekerze:
Hallo Simon, auch von mir ein großes DANKESCHÖN für die geleistete Arbeit und natürlich besinnliche Weihnachten, einen guten Rutsch ins Jahr 2013 und weiterhin ein glückliches Händchen an der Börse.
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Montag, 17. Dezember 2012
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Film: Die neue Ära der Wall Street

Für alle, die "Die neue Ära der Wall Street" noch nicht gesehen haben. Hier ist das Youtube-Video:



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Montag, 17. Dezember 2012
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Nachricht von 1und1: Nokia Lumia 920 erst in 2 KW 2013 wieder lieferbar!

Liebe Trader,

ich habe mein Nokia Lumia 920 über 1und1 mit einem günstigen Handytarif bestellt. Heute habe ich folgende Nachricht erhalten:

Sehr geehrter Herr Betschinger,

vielen Dank für Ihre Bestellung und das in uns gesetzte Vertrauen. Schade, dass wir Sie telefonisch nicht erreicht haben. Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen zu Ihrer Bestellung. Wegen der sehr großen Nachfrage verzögert sich die Auslieferung Ihres bestellten Smartphones Nokia Lumia 920. Eine Anlieferung vom Hersteller erwarten wir voraussichtlich in der zweiten Kalenderwoche 2013. Natürlich wird Ihr bestelltes Gerät dann automatisch versendet.


Die Nachfrage nach dem Lumi 920 ist offenbar wirklich so groß, dass Nokia mit der Lieferung nicht nachkommt. Dass sich die Lieferung solange verzögert, spricht auch dagegen, dass die Gerüchte gezielt aus der Nokia Marketing-Abteilung gestreut wurden. Lesen Sie hier meinen Blog-Beitrag warum ich glaube, dass Windows 8 Phone die Smartphone-Welt neu ordnen kann.

Die Charttechnik der Nokia-Aktie wird von Tag zu Tag wieder bullischer. Die Konsolidierung hat seit einigen Tagen im Bereich um die 2,90€ stattegefunden. Im frühen US-Handel kommt wieder Kaufdruck in die Aktie. Ich bin zuversichtlich, dass mein Nokia-Trade mir noch viel Freude machen wird.


Wenn Ihnen meine Art über die Märke zu denken gefällt, dann lassen Sie doch mein Realgeld-Depot und meine Transaktionen zukommen. All dies ist in meinem Trading-Channel für nur 29€ im Monat möglich.

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Sonntag, 16. Dezember 2012

Neuer MasterTrader Walter Peters. Performance-Bescheinigungen sind einsehbar!

Liebe Leser,

auf MasterTraders versuchen wir die besten Trader Deutschlands zu vereinen, die seit Jahren mit Realgeld-Depots erfolgreich agieren. Ich darf herzlich bekanntgeben, dass Walter Peters nun offiziell Teil der MasterTraders-Familie geworden ist. Walter Peters, auch bekannt als "riu", erlangte in der Trader-Szene Bekanntheit als Realdepot-Trader für die Nordnet Bank. Seit 15 Jahren lebt Walter Peters ausschließlich vom Trading und kann eine konstant positive Performance vorweisen (Performance-Testate) - selbst in Krisenzeiten. Am Dienstag startet sein Trading-Channel und Walter Peters wird mit einem 50.000€ Realgeld-Depot beim Broker Vitrade vohandeln.

In den letzten Monaten konnte Walter in der MasterTraders Trading-Arena voll und ganz überzeugen. Hier hat Walter Peters im öffentlichen Bereich vorgehandelt. Die Trefferquote war absolut beeindruckend. Gehen Sie einfach die letzten Postings durch

Die Performance-Testate von Walter für die Jahre 2008 bis 2010 sind nun hier eingestellt:
http://www.mastertraders.de/premium/

Viele Grüße
Simon Betschinger
Gründer und CEO
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Sonntag, 09. Dezember 2012
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Wird 2013 ein Boom-Jahr für 2G Energy? Billiges Erdgas löst Reindustrialisierung in den USA aus!

Liebe Leser,

ich sage für die nächsten Jahren eine Wiedergeburt der USA als eine der führenden Industrienationen der Welt voraus. Zwei Faktoren sind dafür verantwortlich: Erstens die steigenden Löhne in China, die eine Produktion in den USA wieder lohnenswert machen. Zweitens die sehr günstigen Erdgaspreise in den USA und der daraus resultierende Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Industrienationen.

Zum Thema "günstiges Erdgas" hat die FAZ heute einen exzellenten Artikel veröffentlich: "Plötzlich blüht in Amerika die Industrie". Die "Fracking-Methode" ermöglicht das reichliche vorhandene Erdgas so kostengünstig wie noch nie zu fördern. Beim Fracking wird vertikal, oft mehrere kilometerweit in die Erdtiefe gebohrt. Danach werden die die Bohrungen horizontal fortgesetzt, um das im Schiefergestein enthaltene Erdgas freizusetzen.

Der Wettbewerbsvorteil für die USA aufgrund niedrigerer Energiekosten dürfte immens sein. Viele Investitionsprojekte von globalen Gropkonzernen wie BASF werden in den USA aufgrund der niedrigen Energiekosten profitabel. In einer globalen Welt sind auch die Argumente sinnlos, dass die US-Industrie den technischen Anschluss verloren hätte. Es werden auch Konzerne wie BMW, Daimler, Bayer oder Siemens sein, die neue Werke statt im Hochpreis-Energieland Deutschland einfach in den USA bauen. Nach einer Schätzung der Boston Consulting Group wird Erdgas in den USA um das Jahr 2020 ganze 50% bis 70% günstiger sein als in Europa. Der große Verlierer wird Deutschland sein, wo die Energie-Planwirtschaft der Regierung Merkel Strom fast unbezahlbar macht und Industriekonzernen wie ThyssenKrup früher oder später zu Standordverlagerungen ins Ausland zwingen wird.

KWK-Technologie als großer Gewinner des günstigen Erdgases

Günstiges Erdgas könnte der dezentralen Blockheizkraftwerk-Technologie von 2G Energy in den USA zum Durchbruch verhelfen. Der deutsche Marktführer für KWK-Technologie hatte Mitte des Jahres die Produktion in St. Austine, Florida aufgenommen. Damit will 2G Energy vom erwarteten Boom-Markt für Erdgas-BHKWs in den USA profitieren. Industriekomplexe, Krankenhäuser, Wohnblöcke oder Hotels. Für viele neuen Bauprojekte wird die Verstromung von Erdgas und die parallele Nutzung der Abwärme ein wirtschaftlich rentables Kostenargument.

Nachdem 2G Energy in diesem Jahr unter dem Rückgang des Marktes für Biogas-BHKWs zu leiden hatte, war ich von den am 30. November 2012 veröffentlichen Zahlen zu Q3 positiv überrascht. 2G Energy rechnet für 2012 nun mit Umsätzen zwischen 158 bis 163 Mio. €. Das ist nur ein kleiner Rückgang gegenüber den 167,3 Mio. € im Vorjahr. Ich hatte nach der Gewinnwarnung Anfang des Jahres mit einem deutlicheren Rückgang gerchnet.

2013 erwartet der Vorstand von 2G Energy ein "deutliches Wachstum". Dieser aggressive Ausblick hat mich hellhörig gemacht. Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass es offenbar bereits positive Indikationen für das Wachstum auf dem US-Markt geben muss. Auch an der Investitionsstrategie, die Produktionskapazitäten von derzeit 1000 Aggregaten jährlich auf 1500 jährlich bis zum Jahr 2015 auszubauen, wird weiter festhalten.

Meine Prognose: In diesem Jahr dürfte 2G Energy Umatzerlöse von 160 Mio. € und eine EBIT-Marge von etwa 10% erzielen. Der Börsenwert liegt bei 130 Mio. €. Wenn sich in Q1 2013 abzeichnet, dass "deutliches Wachstum" auf dem US-Markt erzielt wird und 2G Energy damit offensichtlich direkt vom billigen Preis des Energieträgers Erdgas profitiert, dann sehe ich als Ziel-Börsenwert für 2013 eine Kapitalisierung von 200 Mio. € als gut möglich an. Das würde einem Kurspotenzial von 53% entsprechen.

Meine Methode zum Einstieg: Treue Leser von MasterTraders ist die "Betschinger-Methode" ja schon ausgiebig bekannt. Ich stelle fundamentale Szenarien auf, handle diese aber erst, wenn die Charttechnik die gleiche Sprache spricht. Das heißt ich beobachte 2G Energy jeden Tag. Was ich sehen möchte, ist Akkumulationsvolumen, relative Stärke und einen "eigenen Willen der Aktie". Wenn sich die Aktie so verhält, dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um Positionen zu eröffnen. In meinem Trading-Channel werden Sie über alle meine Transaktionen sofort informiert.

Kommentar von märchen87:
nach deiner analyse hier bei mastertraders stieg die 2g Aktie? Das ist keine Kritik aber wie stark glaubst du ist dein Einfluss auf ein Nebenwert wenn du ihn epfiehlst
Kommentar von Simon:
Hallo märchen87, das ist falsch. 2G Energy steigt nicht wegen mir. 2G Energy ist ein Unternehmen mit 140 Mio. € Börsenwert. Die Aktie steigt, wenn sie steigen möchte und fällt, wenn sie fallen möchte. Ich versuche lediglich die Kraftverhältnisse zwischen Bullen und Bären zu beobachen, um mich dann im richtigen Moment zu positionieren. Wenn meine Beobachtungen falsch sind, was häufig vorkommt, erleide ich Verluste.
Kommentar von twc-online:
Hallo Simon, von welcher Erdgas-Preisspanne gehst du in deiner Analyse aus? Erdgas schwankt ziemlich stark, vom Tief im April 2012 bei unter 2 USD auf das Hoch Mitte November bei knapp über 4USD (falls das die für die USA wichtigen Notierungen sind). Im April war auch bei 2G Energy das diesjährige Hoch... ganz im Gegensatz zum Gesamtmarkt. Für wie sicher hälst du die langfristige Verfügbarkeit des billigen Erdgases in den USA? Es gibt auch kritische Stimmen, wie z.B. http://www.peak-oil.com/2012/11/what-the-frack/ , die behaupten, dass es zumindest noch sehr unsicher ist, ob eher für 10 oder eher für 100 Jahre. Davon abgesehen gefällt mir die 2G Energy Story sehr gut und es ist meine größte langfristige Aktienposition.
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Mittwoch, 05. Dezember 2012
Kategorie: Allgemein | 2 Kommentare

Nokia +10% auf 2,90€. Ein wunderbarer Tag. Mein Pivotal Point Prinzip ist hocheffektiv!

Liebe Leser,

Nokia steigt heute um +10% auf 2,90€. Meine Turnaround-Spekulation (Siehe Blog-Beitrag: Wird Windows 8 zum Game Changer? Nokia könnte auf der Erfolgswelle mitreiten!) gewinnt an Kontur. Es ist und bleibt ein spekulatives Zukunftsszenario, aber erstmals hinterlässt mein Gedanke, dass Windows 8 zum Game Changer werden könnte, Dellen an den Finanzmärkten. Apple verliert 6%. Nokia gewinnt +10%. Die großen Finanzportale in den USA verweisen auf den Deal von Nokia mit China Mobile. Damit scheint Nokia im größten Smartphone-Markt der Welt gegenüber Apple einen Etappensieg errungen zu haben.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf mein Pivotal Point Prinzip verweisen. Ich habe die Pivotal Point Methode von Jesse Livermore dahingegehend weiterentwickelt, dass bei mir ein Pivotal Point nicht rein charttechnischer Natur ist, sondern dass er von fundamentalen Ereignissen ausgelöst wird. Ich habe den Kursverfall der Nokia-Aktie seit 2007 verfolgt. Die Aktie fiel von 27€ auf unter 2€. Ich habe weder bei 20€, weder bei 15€, weder bei 10€, noch bei 5€ auf einen Turnaround spekuliert. Ich habe meine erste Turnaround-Spekulation in der Nokia-Aktie bei 2,12€ eröffnet. Warum? Weil auf diesem Preisniveau der erste Pivotal Point markiert wurde. Das war kein Zufall! Hier ist noch einmal der Chart, den ich am 04. November veröffentlicht hatte.



Die Börsenspekulation ist ein hartes Geschäft
. Man gewinnt nur gegen den effizienten Markt, wenn man die kurzen Monente, in denen sich bedeutsame Bewegungen ergeben können, konsequent ausnutzt. Diese Momente im Kursverlauf nenne ich Pivotal Points.

Apple verliert heute -6%. Vor dem iPhone 5 Präsentations-Termin hatte ich geäußert, dass dieser Tag ein guter Tag ist, um in der Apple-Aktie short zu gehen. So kam es. Apple verliert seitdem an Wert und viele Leute reiben sich ungläubig die Augen. Dabei wäre alles andere als eine Kurshalbierung von Apple in den nächsten 3 Jahen ein Wunder, eine Einzigartigkeit in der Geschichte des Kapitalismus. Apple arbeitet derzeit mit einer Nettogewinnmarge von 26%. Solche Gewinnmargen sind nur für einzigartige Produkte möglich. Das iPhone und das iPad waren 5 Jahre lang einzigartig. Nun aber hat die Konkurrenz aufgeschlossen. Samsung und Nokai haben ebenfalls Smartphones im Portfolio, die Apple das Wasser reichen können. Andere Tablets wie Amazon Kindle versprechen ein günstigeres Preis-Leistungsverhältnis. Noch nie in der Geschichte des Kapitalismus konnte ein Unternehmen eine Nettogewinnmarge von 26% halten, wenn andere Unternehmen vergleichbare Produkte hatten. Die Innovationsrente - so nennen wir Ökonomen das - verschwindet, die Genialität des Steve Jobs ist erloschen, die Gewinnmarge von Apple wird fallen. Das ist eine logische Kausalkette. Alles andere wäre ein Wunder, eine Singularität in unserem Universum.



Fazit:
Als Trader sollte man immer in Richtung der fundamentelen Logiken handeln.
Kommentar von kismet:
Das Pivotal Point Prinzip find ich sehr gut. Interessant wird es für mich, wie du mit heftigeren Korrekturen umgehen wirst. Bisher lagst du ganz gut mit deiner Einschätzung, doch ob das bei Nokia eine nachhaltige Erfolgsstory wird, muss sich noch zeigen.
Kommentar von Marko:
Sehr gute Analyse Simon, Glückwunsch! Habe das Ganze seit deinem ersten Beitrag verfolgt. Übriegns hat Apple gestern so viel Market Cap verloren wie noch nie zuvor an einem Tag...
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Sonntag, 02. Dezember 2012
Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar

Big Picture Outlook 2013: So geht es weiter mit Wirtschaft und Börse!

Liebe Leser,

es ist mal wieder an der Zeit für einen "Big Picture Outlook". Der Jahreswechsel ist nicht mehr allzu weit entfernt. Auch wenn man an der Börse keine voreiligen Schlüsse fällen sollte, wird 2012 als gutes Börsenjahr in die Annalen der Börse eingehen. Zumindest für die Aktien der großen DAX-Konzerne, die international aufgestellt sind und die Krise in Europa umschiffen konnten. Oh ja, das gute alte Europa, ich sehe hierfür zunehmend schwarz und muss immer häufiger an die Prophezeiung von Joseph Schumpeter denken, dass der Kapitalismus an der Wahlurne sein Ende finden wird.

Man muss lediglich zu einer der politischen Talk-Shows von Jauch, Illner, Plasberg oder Will einschalten, um die antikapitalistische Stimmung zu fühlen, die uns letzten freiheitsliebenden Menschen wie eiskalter Wind ins Gesicht peitscht. Letzte Woche war einer der Momente, an denen mein Optimismus einen neuen Tiefpunkt erreichte. Bei Maybrit Illner wurde über die teuren Mieten in Städten wie München oder Hamburg diskutiert. Da bin ich jetzt aber gespannt, dachte ich, wir können uns auch kein Büro im Stuttgarter Zentrum am Schlossplatz leisten, aber ich bin noch nicht auf die Idee gekommen, das als ungerecht einzustufen.

Um jede objektive Diskussion gleich im Vorfeld unmöglich zu machen, war bei Frau Illner eine Mutter eingeladen, die für sich und ihre Kinder die Mieterhöhung nicht mehr bezahlen kann. Sie will natürlich in einer der besten Gegenden Berlins zu Hause sein. Die Reaktion darauf war absehbar. Böser Kapitalismus, meinte einer der Gäste sinngemäß. Der Gast war ein Theater-Regisseur, der voller Wut auf die Wohnraum-Investoren schimpfte, die mit ihren Bauvorhaben ja eine Rendite erzielen wollten. Ich lachte, doch das Publikum klatschte und mein Lachen versteinerte im Gesicht zu einem Ausdruck tiefen Entsetzens. Geschäftsmann zu sein, mit dem Wunsch eine positive Rendite zu erzielen, hat in der Bevölkerung offenbar einen negativen Beigeschmack bekommen. Und eines fällt in den Talkshows auch auf. Es gibt kaum noch Verfechter einer liberalen Wirtschaftordnung, die gegen die unsinnigen Sozialismus-Thesen Einspruch erheben. Wie würde ein Sozialist den Wohnraum verteilen? Vermutlich an Genossen, die den obersten Blockführer verehren wie einen Diktator. Ich sehe schwarz für dieses Europa, das von sozialistischem Gedankengut verseucht ist.

Glücklicherweise gibt es die USA als weltweite Innovationsmaschine Nr. 1. Die Amerikaner ermöglichen Unternehmern ihre hohen Renditen, die sie für die erfolgreiche Markteinführung neuer Technologien verdient haben, einzufahren und auch nach Steuern noch hohe Gewinne zu erzielen. Das führt dazu, dass ein technisches Wunderwerk nach dem anderen von den Unternehmern Amerikas auf die Märkte geschleudert wird. Das Internet und seine Einstiegsportale werden von US-Unternehmen kontrolliert und die nächste Revolution, das Materialisieren von Gegenständen aus digitalen Daten mit 3D Druckern, wird derzeit ebenfalls in den USA auf den Weg gebracht. Ich habe das Thema "3D Drucker Aktien" Mitte des Jahres in meinem Blog ausgiebig besprochen und Titel wie "3D Systems" und "Stratasys" frühzeitig vorgestellt. Wir werden aus dieser Branche noch sehr viel zu hören bekommen. 3D Druck wird sich verbreiten wie ab den 1980er Jahren die Computertechnologie. Diese Branche steht vor einer exponentiellen Beschleunigung ihrer Wachstumsraten.

Wie ist meine Einschätzung der Aktienmärkte?

Am 04.09.2011 lautete die Überschrift meiner Big Picture Prognose "Der letzte Crash vor dem großen Bullenmarkt". Ich stellte die These auf, dass das Crashtief in 2011 nie wieder unterschritten wird. Und es kam so – bis jetzt zumindest. Nach 14 Jahren Stagnation in den großen Leitindizes ist eine Hausse nur noch eine Frage der Zeit. Am 26.02.2012 lautete meine Überschrift: "Der große Bullenmarkt." Und genau in diesem befinden wir uns jetzt. Wie passt die optimistische Einschätzung mit meiner Verachtung der sozialistischen Stimmungen in Europa zusammen?

China wird immer noch unterschätzt, genau so wie Indien. Das BIP von China wird sich bis 2020 voraussichtlich noch einmal verdoppeln. Dann wird China die USA als größte Wirtschaftsmacht weltweit abgelöst haben. Das heißt im Klartext. Die Phase des absolut stärksten Wachstums in China steht erst noch bevor. Das Wachstum wird sich in absoluter Größenordnung weiter beschleunigen. Volkswagen verkaufte von Januar bis Oktober 2012 in China über 2,2 Millionen Fahrzeuge. Anhand dieser Zahl wird offensichtlich, dass Europa kaum noch eine tragende Rolle für die Weltwirtschaft spielt. Europa wird in den nächsten Jahren weiterhin keine innovativen Unternehmungen hervorbringen, die zu Weltkonzernen heranwachsen. Europas Unternehmen werden keine Vorreiterrolle bei neuen Technologien einnehmen. Aber Europa und insbesondere Deutschlands Großkonzerne werden im Sog der wachsenden Weltwirtschaft ihre Exporte ausweiten können.

Wer in Europa investiert, sollte sich auf global agierende Großkonzerne konzentrieren. Beispiele: Die Deutsche Post AG konnte in den ersten 9 Monaten 2012 ihre Umsätze in Amerika um 12,6% und in Asien um 15,2% steigern. Diese starken Wachstumsdynamiken dürften auch noch in den nächsten Jahren anhalten. Die voraussichtliche Dividendenrendite liegt 2013 bei etwa 5%. Nicht ganz so hoch ist die voraussichtliche Rendite bei BASF, die mit 4% aber angesichts der Wachstumsaussichten immer noch attraktiv ist. Wohl kaum ein deutscher Industriekonzern profitiert so stark von der Globalisierung wie BASF. Das Unternehmen agiert als wichtiger Zulieferer in nahezu allen Industriesektoren weltweit. Als Dividendenperle muss man auch die BMZ Vorzugsaktien bezeichnen, die 2013 vermutlich um die 6% Dividendenrendite abwerfen werden. BMW gelingt es optimal die internationalen Absatzchancen zu nutzen und wird vermutlich noch viele Jahre deutliche Absatzzuwächse verzeichnen.

Fazit: Der DAX hat 2012 den großen Bullenmarkt gestartet, obwohl Europa noch in der tiefen Krise steckt. Europa wird unfähig bleiben, auf neuen Innovationswellen mitzureiten, aber die Wirtschaftslage in Europa wird sich stabilisieren. Der Weltwirtschaft sei Dank. Ich rechne in 2013 mit neuen Allzeithochs im DAX.
Kommentar von BörsenWilli:
Herr Betschinger! Was meinen SIe die Schulden wachsen weiterhin expontiell und können schon rein mathematisch niemals zurückbezahlt werden also Währungsreform oderWas meinen Sie wird es für eine Losung geben?
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vitrade