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Information zum Blog
Simon Betschinger
Diplom Volkswirt
Master of Science
Geschäftsführer TraderFox GmbH
Chefredakteur TradeCentre Börsenbrief

Performance
Start: April 2006 mit 100.000 Euro
2006: +58.377 Euro (Bescheinigung)
2007: +367.000 Euro (Bescheinigung)
2008: +140.000 Euro (Bescheinigung)
2009: +362.000 Euro (Bescheinigung)
2010: +236.800 Euro (Bescheinigung)
2011: +70.000€ (Bescheinigung)
2012: 142.898,85€ (Bescheinigung)
2013: 258.586,98€ (Bescheinigung)
2014: +109.136,13€ (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG §34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Simon Betschinger handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.
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Simon Betschingers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Simon Betschinger schrieb am Montag, 12.12. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Leser, iRobot dürfte ein starkes Q4 hinlegen! Nach meiner persönlichen Wahrnehmung werde ich in diesem Jahr das erste Mal überhaut mit den iRobot in meinem alltäglichen Leben regelmäßig konfrontiert. Sei es in LIDL-Prospekten, in TV-Sports ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 10 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
24.02. 16:14 Uhr
*******************
24.02. 12:31 Uhr
*******************
24.02. 11:39 Uhr
Ausblick auf US-Eröffnung: Verkauf Check Point Software und Teradyne
24.02. 11:37 Uhr
2500 ABB verkauft zu 21,23 €
24.02. 11:31 Uhr
1200 GEA Group verkauft zu 37,25 €
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Der MasterTrader
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Kategorie: Allgemein | 8 Kommentare

Montag, 25. März 2013

Dieses Zitat hat Crashpotenzial. Wann startet der Bank Run bei südländischen Banken?

Liebe Abonnenten,

Politiker sind seltsame Wesen, die meist nur bis zur nächsten Wahl denken und diese Welt regelmäßig ins Chaos stürzen. Heute gab es mal wieder ein paar Aussagen von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, die das Potenzial haben, einen Bank-Run auszulösen. Ich zitiere von Spiegel Online: "Zum ersten Mal seit Beginn der Finanzkrise im Euro-Raum müssen bei der Rettung des Bankensektors in Zypern auch Gläubiger und Kunden der Institute Verluste hinnehmen - für Jeroen Dijsselbloem ein Modell für die Zukunft: Der Euro-Gruppen-Chef hält das Vorgehen auf Zypern für einen Wendepunkt im Kampf gegen die Schulden- und Bankenkrise im Währungsraum. Kämen Institute künftig ins Trudeln, sei die Hilfe der Euro-Partner nicht automatisch garantiert, sagte Dijsselbloem in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Stattdessen müssten Aktionäre, Gläubiger und Kunden der Institute ihren Teil beitragen."

Die Kunden von Banken an Bankenrettungen zu beteiligen, ist ein politisches Vorhaben, das man einfach nur als irr bezeichnen kann. Es gibt nur eine logische Konseqenz für alle wohlhabenden EU-Bürger, die noch höhere Geldbeträge bei den Banken von Problemstaaten deponiert haben: Das Geld abziehen und zwar so schnell wie möglich. In Zypern wurden alle Vermögen von 100.000€ über Nacht quasi mit 30% enteignet. Wenn Spanier, Grieche, Portugiese oder gar Italiener wäre, würde ich mein Geld auf keinen Fall mehr bei einer Bank in meinem Land deponieren, sondern mir Banken in sicheren Ländern wie Deutschland oder gar in einem anderen Währungsraum wie in den USA suchen. Der Euro ist heute bereits schwach und ich würde das folgendermaßen interpretieren: Die Kapitalflucht hat begonnen!
Kommentar von MindOverMoney:
Warum ist es falsch, Gläubiger (Inhaber von Anleihen) und Aktionäre an den Verlusten zu beteiligen? Diese Gruppe hat nun mal die Anlageentscheidung getroffen und hat für eventuelle Verluste einzustehen. So funktioniert nun mal unserer schöner Kapitalismus! Dass gewöhnliche Bankkunden an der Rettung beteiligt werden ist der Irrsinn. ZUERST müssen die Anleihebesitzer auf ihre Forderungen verzichten und die Aktionäre einen Teil ihrer Anteile zwecks Rekapitalisierung abgeben. Diesen Jungs gehört der Laden nun mal.
Kommentar von Reblaus:
@MindOverMoney: Simon schreibt doch explizit wg. den Kunden. Dass Gläubiger und Aktionäre sich beteiligen müssen, ist klar.
Kommentar von P.V.:
Das ist die Währungsreform genannt Geldentwertung. MfG P.V.
Kommentar von Pirke:
Ich betrachte mal die Alternative: Zypern lässt seine überzüchteten Banken einfach pleite gehen und die EU Rettet den Staat und die Bürger und nicht das Vermögen RUssicher Oligarchen. Was wäre dann passiert? Alles Vermögen über 100k Euro wäre weg. So geschehen in Island und dem Land geht es mitlerweilevergleichsweise gut. Dieses gerede von Systemrelevanten Banken erachte ich sowieso als Quatsch. Keine Bank darf so wichtig sein, dass Sie eine Volkswirtschaft gefärden kann.
Kommentar von PutBull:
Schlimm ist doc auch, dass man jetzt sagt, dass das Geschäftsmodell der Zyprioten am Ende sei. Das wird von außen diktiert und niemand interessiert sich für die Folgen. Man interessiert sich ausschließlich dafür, die vermeintlichen Probleme zu beseitigen und somit den Zusammenbruch hinauszuzögern. Ohne aber mittel-langfristige Lösungen zu haben. Man stelle sich mal vor, wenn morgen die Eurostaaten Deutschland sagen würde, dass das Geschäftsmodell des Exports am Ende sei...
Kommentar von syrakus:
Wie sicher sind dann noch Einlagen bei französischen Banken ? Frankreich gilt ja auch als Wackelkandidat. Zum Beispiel gehört die ehemals deutsche Consors mit Cortalconsors (BnP) nun einer französischen Bank. Die Zypern-Lösung ist eh verlogen; viele Oligarchen konnten ihr Geld noch ohne weiteres abziehen, kleine Privatunternehmer die ihre Alterssicherung auf der Bank liegen haben schauen in die Röhre und müssen bluten. Gerecht ? Und vom Prinzip her ? Habe ich einen 200.000 Mio Kredit und ein Guthaben von 200.000 bleiben nach der Maßnahme 100.000 Guthaben und 200.000 Schulden ? Gerecht wäre hier ein Schnitt auf alles, was natürlich illusorisch ist.
Kommentar von syrakus:
Im vorhergehenden Kommentar muss es heissen 200.000.- € -Kredit nicht 200.000 Mio.
Kommentar von syrakus:
Und dann diese MEdlung vom heutigen Morgen: "EZB bestätigt: Die Bank-Guthaben in Europa sind nicht sicher Der niederländische EZB-Mann Klaas Knot bestätigt: Die Enteignung von privaten Bank-Guthaben wird künftig Teil der »europäischen Liquidierungs-Politik sein«. (Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/30/ezb-bestaetigt-die-bank-guthaben-in-europa-sind-nicht-sicher/)
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Montag, 25. März 2013
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Wall Street Trends: Neues, verbessertes Rankingsystem für die Top50-Wachstumswerte weltweit!

Liebe Trader,

im Mai 2012 starteten wir mit Wall Street Trends. Dahinter verbirgt sich ein Rankingsystem, um die Top-Wachstumsunternehmen weltweit zu identifizieren. In der neuesten Ausgabe 11/2013 kommt nun erstmals unser verbessertes Ranking-System zum Einsatz, das den Abstand zum 52-Wochenhoch erstens direkt in das Rating mit einfließen lässt und zweitens über ein Ampelsystem die stärksten Aktien farblich auf einen Blick erkennbar macht (Aktuelle Ausgabe im PDF-Format).

Die Liste der Top50-Wachstumsunternehmen weltweit setzt sich aus 4 Ratings zusammen:
  • Das Umsatz-Rating setzt sich aus den Umsatz- Wachstumsraten des letzten Quartals (Gewichtung: 50%) und des letzten Geschäftsjahres (Gewichtung: 50%) zusammen. Bei Wachstumsraten über 50% werden 100 Punkte und bei Wachstumsraten von unter 0% werden 0 Punkte vergeben.
  • Das Gewinn-Rating wird aus den Gewinn-Wachstumsraten des letzten Quartals (Gewichtung: 40%) und des letzten Jahres (Gewichtung: 60%) ermittelt. Hier werden bei Wachstumsraten oberhalb von 150% 100 Punkte und bei Wachstumsraten unter 0% sowie bei negativen Zahlen 0 Punkte vergeben. Bei der Gewichtung des Gewinnwachstums bekommt das letzte Quartal einen geringeren Stellenwert, da häufig außerplanmäßige Ereignisse das Ergebnis stark beeinflussen können.
  • Das Innovations-Potential eines Unternehmens bemessen wir daran, ob es sich in einer wachsenden Branche befindet, neue oder einzigartige Produkte vertreibt, ein neues Geschäftsmodell aufweist und wie es sich im Vergleich zur Konkurrenz schlägt.
  • Zur Ermittlung des Chart-Ratings spielt der Abstand zum 52-Wochenhoch eine Rolle: Vom maximalen Wert 100 werden pro Prozentpunkt Abstand je 2 Punkte abgezogen - weniger als 0 Punkte werden jedoch nicht vergeben. Das Gesamtrating ergibt sich anschließend aus den vier Einzelratings, die jeweils mit 25% gewichtet wurden.

Warum investieren wir so viel Zeit und Energie darauf, dieses Ranking zu erstellen? Weil man langfristig sehr viel Geld mit den Aktien der wachstumstärksten Unternehmen verdienen kann, die in einer heftigen Marktkorrekturphase mit hoher relativer Stärke als erstes auf neue Hochs laufen. Das war jetzt ein langer Satz, der aber in gewisser Weise meine bisherigen Erfahrungen auf den Punkt bringt. In Crashphasen trennt sich die Spreu vom Weizen. In einer ausgeprägten Marktkorrekturphase verlieren etwa 90% aller Aktien an Wert. Wenn es in solchen Krisenphasen Aktien gibt, die gleich am Beginn einer Markterholung neues Hochs machen, dann hat das fast immer Relevanz. Es sind dann meist keine Trader oder andere kurzfristige Spieler, die Titel nach oben kaufen, sondern gut informierte Aktionärs- und Käufergruppen. Es geht also vereinfacht gesagt darum, die besten Unternehmen der Welt gezielt zu identifizieren, wenn deren Aktien in Interaktion mit dem Gesamtmarkt starke technische Kaufsignale liefern.

Im letzteren liegt auch der wesentliche Unterschied zum CANSLIM-System von William O'Neil. Die Kernfrage ist: Wann steigt man in eine Position ein? William O'Neil hat einen Market-Timing Ansatz, der nach dem Einstieg in eine Position einen maximalen Verlust von 8% bis zum Stopp-Loss toleriert. Der Einstieg wird nach William O'Neil dabei nach bestimmten Chartformationen wie Tasse-mit-Henkel oder nach flaschen Basen gesucht. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass die Volatilität am US-Markt so gigantisch hoch ist, dass man relativ oft mit -8% ausgestoppt wird, ein solcher Rücksetzer den primären Aufwärtstrend allerdings in keiner Weise gefährdet. Wir glauben, dass ein Schlüssel darin besteht in heftigen Korrekturphasen zu kaufen, die den eigentlichen bullischen Trend nicht gefährden.

Webinar am Donnerstag zu Wall Street Trends
Am Donnerstag stellen Martin Niebuhr und ich in einem Webinar ausführlich die Strategie hinter dem Wall Street Trends Ranking-Konzept vor und besprechen einige aktuelle Top-Wachstumsunternehmen. Sie können hier kostenlos teilnehmen: http://www.mastertraders.de/webinare/

Das Wall Street Trends Magazin ist übrigens kostenlos und wird kostenlos bleiben. Sie können es hier kostenlos herunterladen:
http://www.mastertraders.de/wall-street-trends/

Unser nächstes Ziel ist es, ein automatisiertes Portfolio-Regelwerk zu bilden, nach dem automatisch in die stärksten Wachstumsaktien der Welt investiert wird. Dabei wollen wir folgende Ansätze mit einfließen lassen:
  • Kaufe nach ausgeprägten Korrekturphasen am Gesamtmarkt die ersten innovativen Wachstumsaktien, die neue 52-Wochenhochs markieren.
  • Kaufe hochvolatile Trend-Aktien dann, wenn sie eine scharfe Korrektur absolviert haben, die den primären Aufwärtstrend nicht gefährden.
  • Das relevante charttechnische Kriterium sind keine Formationen, sondern relative Stärke Anomalien, die wir als technische Pivotal Points bezeichnen.




Kommentar von P.V.:
Man muss aber vorsichtig agieren denn die Banken und Großinvestoren haben zu viel Geld und riechen auch den Braten. Was kommt weis man nicht, was war kann schmerzhaft sein. Prima Beitrag und hoffendlich ertragreich für uns. MfG P.V.
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Mittwoch, 06. März 2013
Kategorie: Allgemein | 4 Kommentare

Die 3D Drucker Revolution, Teil 2 (der Expansionspfad)

Liebe Leser,

eine Basistechnologie, die in der Wirtschaft sowohl bei den Haushalten als auch bei den Unternehmen zu ganz erheblichen Veränderungen führt, bezeichnen Ökonomen als "General Purpose Technology (GPT)". Eine GPT muss drei besondere Leistungsmerkmale erfüllen:


  1. Pervasiveness (breite Durchdringung): Die Technologie muss in einer Vielzahl von Industriesektoren Verwendung finden.
  2. Technologische Dynamik (Technological Dynamism): Die Technologie muss qualitativ und von der Kostenseite einem stetigen Verbesserungsprozess unterliegen. Ein gutes Beispiel sind Computerchips, die immer leistungsfähiger wurden und trotzdem kostengünstiger produziert werden konnten.
  3. Induzierte Innovationen (Innovational Complementaries). Die Technologie muss für neue Branchen und neue Geschäftsmodelle eine Art "Türöffner-Funktion" erfüllen und weitere Innovationen induzieren. Beispiel: Durch die Erfindung von Mikrochips und Computern wurde Software- und Internetfirmen erst die Geschäftsgrundlage geebnet.

Bei der Informations- und Computertechnologie handelte es sich ohne Zweifel um eine GPT. Das untenstehende Schaubild zeigt die zunehmende Durchdringung der US-Industrie mit Computern und Software im Zeitraum 1960 bis 2003. Die Effizienz- und Kostenvorteile durch den Einsatz von Computer waren so immens, dass jedes Unternehmen diese neue Technologie adaptieren musste.


Quelle: Agion und Durlauf (2005).

Handelt es sich bei der 3D Drucker Technologie ebenfalls um eine GPT? Die Kriterien "Technological Dynamism" und "Innovational Complementaries" sind auf jeden Fall erfüllt. Das Kriterium "Pervasiveness" würde ich nur in abgeschwächter Form als erfüllt betrachten, wobei wir an dieser Stelle über die Limitationen der Technologie nur spekulieren können. Prinzipiell ist es möglich über einen Fabber (Kurzform für digital fabricator) neben mechanischen Bauteilen und elektronische Schaltkreise aufzubauen. Ob die 3D Technologie ein solches Potenzial in absehbarer Zeit wird abrufen können, mag ich allerdings nicht zu beurteilen.

Eine ähnliche Durchdringung der Wirtschaft wie die Informationstechnologie werden 3D Drucker vermutlich nicht erreichen. Wie groß der Anteil dieser Technologie und ihrer induzierten Technologien sein wird, hängt davon ob, ob komplett neue Geschäftsmodelle darauf aufsetzen werden. Ich hatte in meinem letzten Beitrag die Vermutung geäußert, dass die Robotik ein neues Geschäftsfeld sein könnte, das maßgeblich durch die Möglichkeiten der 3D Drucker Technologie induziert wird.

Der Expansionspfad


Die Kernthese meines Theorieartikels über 3D Druck war, dass es in Folge der 3D Drucker Technologie zu einer Explosion der Innovations- und Schöpfungskraft kommen wird. Die 3D Drucker Technologie wird für Unternehmen das maßgebliche Werkzeug sein, um aus digitalen Produktideen reale Produkte zu erschaffen. Wenn ich im Folgenden versuche, Beispiele dafür zu finden, wie 3D Drucker eingesetzt werden können, dann ist das gleichbedeutend als ob ich im Jahr 1998 die Erfolge des iPhones oder von Facebook hätte voraussehen müssen. Also eigentlich unmöglich. Ich möchte dennoch versuchen, einige Einsatzmöglichkeiten der Technologie aufzuzeigen.

Der größte Markt, in dem ein exponentielles Wachstum stattfinden kann, sind 3D Drucker für den Endverbraucher. Die Wachstumsexplosion wird beginnen, sobald 3D Drucker verfügbar sind, die mit verschiedenen Materialien und Farben arbeiten können. Farbe ist das fehlende, aber gleichzeitige wichtigste Element, um schöne 3D-Figuren und Skulpturen herzustellen, die den Geschmack der Menschen treffen. Ich glaube, dass der Weg zu solchen 3D Druckern gar nicht mehr weit entfernt ist. Die Figuren können mit einem einfarbigen Material wie bisher gedruckt. Die Farbe kommt nur bei Oberflächen-Pixeln ins Spiel, die nach außen hin sichtbar sind. Untenstehendes Video zeigt eine Schleich-Figur:



Kommerzielle 3D Drucker können die Auflösung von Schleich-Figuren bereits annähernd erreichen. Lediglich für die Einfärbung ist noch ein weitere Produktionsschritt erforderlich wie das Video vom Anbieter figureprints.com zeigt.



Sobald solche 3D Drucker verfügbar sind, die die Oberfläche von Gegenständen beliebig einfärben können, wird schöpferische Zerstörung beginnen. Schöpferische Zerstörung ist der Prozess, der das Wirtschaftssystem von innen heraus revolutioniert, indem alte Produktionsstrukturen obsolet und durch neue ersetzt werden. Durch die Möglichkeit Plastik-Gegenstände in Farbe auszudrucken, werden milliardengroße Märkte unmittelbar von der schöpferischen Zerstörung bedroht sein.

In jedem Spielwarengeschäft findet man Figuren von Schleich, Modellbauflugzeuge von Revell, Barbie-Puppen von Mattel, Kontruktionskästen von Lego, Bauklötze der Marke Duplo oder Action-Figuren von Hasbro. Die klassischen Vertriebswege dieser Produktgruppen wird von 3D Druckern genauso bedroht sein wie die Musikindustrie einen radikalen Wandel durch das Aufkommen digitaler Musik-Stores erfahren hat. Eine stetig wachsende Zahl von privaten Haushalten wird 3D Drucker besitzen und die genannten Produkte nicht mehr in den Fachgeschäften kaufen, sondern die digitalen Designs herunterladen und dann zum Beispiel eine Action-Figur ausdrucken. Das Argument, dass die Massenproduktion konkurrenzlos günstig ist, zählt nur bedingt, da der Preis etwa einer Barbie-Puppe wohl ein Vielfaches über den Herstellungskosten liegt. Zudem werden 3D Drucker einer technologischen Dynamik unterliegen, die den Preis für Rohmaterial und den Drucker selbst stetig senken werden.

Dieser beschriebene Expansionspfad ist davon abhängig, ab wann mehrfarbige 3D Drucker, die Plastikgegenstände in hoher Auflösung, für unter 1000 USD zu haben sein werden. Das wird vermutlich noch zwei bis drei Jahre dauern. Aber dann wird eine Explosion der Schöpfungs- und Innovationskraft von Unternehmern und Designern beginnen, die einen vergleichbaren Nachfrage-Boom nach digitalen Designs auslösen wird wie Apples iPad die Nachfrage nach Apps angekurbelt hat. Thingiverse ist die derzeit größte Maker-Community, auf der 3D Designer ihre digitalen Produkte veröffentlichen können. Es werden heute bereits auf Basis der beschränkten technologischen Möglichkeiten Taktikspiele, Kugelbahnen, Designgegenstände, mechanische Faszinationen, Flugzeuge, Quatrokoper oder Spielzeugautos angeboten. Der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt. Und ich bin in der Tat davon überzeugt, dass der Handel mit diesen digitalen Designs explodieren will, sobald 3D Drucker den vor obigen Entwicklungsstand erreicht haben.

Schon zuvor werden sich meiner Einschätzung nach ab 2014 folgende 3D Drucker Anwendungen für Konsumenten durchsetzen: Erstens: "3D-Fotos" bzw. Skulpturen. Das Smartphone wird zum Scanner, um 3D Strukturen zu erfassen und zu digitalisieren. Vom Party-Motiv zur fertigen Skulptur ist es nur für den Konsumenten nur noch ein Klick. Die digitalen Designs werden an 3D Druck Dienstleister versendet, die dann mit leistungsfähigen, kommerziellen 3D Druckern die Skulptur materialisieren und verschicken. Zweitens werden 3D Drucker als letzter Produktionsschritt in der industriellen Fertigung integriert, um Produktdesigns zu individualisieren. Das Design wird losgelöst von der Technologie. Wenn ich heute ein Auto kaufe, kann ich unter eine Vielzahl von Individualisierungsmöglichkeiten wählen. Wenn ich in zwei Jahren ein neues Smartphone kaufe, werde ich vermutlich öfters die Wahl zwischen verschiedenen, individuellen und persönlichen Designs haben. Am Ende der Fertigungsprozesses werden in Fabriken immer häufiger 3D Drucker auftauchen, die spezifische Kundenwünsche beim Aussehen des Produkts berücksichtigen können.

Fazit:
  • 3D Drucker werden ab 2014 verstärkt in der industriellen Fertigung als letzter Produktionsschritt zum Einsatz kommen, um Produktdesigns komplett individualisierbar zu machen . Das Produktdesign wird getrennt von der Produkttechnologie. Dieser Trend wird den Markt für kommerzielle 3D Drucker enorm beflügeln.
  • Sobald 3D Drucker verfügbar sein werden, die mehrfarbige Plastikgegenstände in hoher Auflösungen drucken können, wird das exponentielle Wachstum beginnen. Ich schätze diesen Zeitpunkt auf 2015/2016. Der Prozess der schöpferische Zerstörung wird Anbieter wie Lego, Schleich, Hasbro, Revell, Mattel oder auch Ravensburger zu einer radikalen Veränderung ihrer Geschäftsmodelle zwingen. Eventuell werden sogar komplett neue Unternehmen, die sich von Anfang an auf digitale Designs spezialisiert haben, zu neuen Marktführern emporsteigen.
  • Die Maker-Community auf Thingiverse gibt heute bereits einen Vorgeschmack darauf, wie 3D Drucker die unternehmerische Schöpfungskraft beflügeln werden.
  • Die Vorstellungskraft von Menschen ist begrenzt. Es war schon immer die Aufgabe von Unternehmern, neue Produkte einzuführen, von denen die Menschen zuvor nicht wussten, dass sie sie haben wollen. Auch im Bereich 3D Drucker werden sich vermutlich Geschäftsmodelle hervortun, an die heute noch kaum jemand denkt, außer die Unternehmer, die in 10 Jahren Eigentümer neuer Milliardenkonzerne sein werden. Jede revolutionäre Technologie hat neue Unternehmen hervorgebracht, die aus dem Nichts an die Weltspitze gestiegen sind.

Ich vermute, dass der Bereich Robotik durch 3D Drucker einen unvorsellbaren Aufschwung erleben wird. Eine komplett neue Branche wird enstehen. Untenstehendes Video zeigt die ersten Versuche der Maker-Community Androiden zu erschaffen. Die Möglichkeit, einen Roboter zu erschaffen, ist nicht mehr durch das Kapital limitiert, das benötigt wird, um Maschinen zur Herstellung zu kaufen. Die einzige Limitation ist nun die Cleverness und das Know-how der Entwickler, um intelligente Roboter zu programmieren. Die Mechanik solcher Roboter oder Andoiden wird in Kürze frei in Form digitaler Designs und Produktionsanleitungen verfügbar sein. Ich kann meine Begeisterung nur schwer verbergen.



Kommentar von Arud:
hey simon, danke für den schlüssigen und gut lesbaren artikel. klar, er zeigt deine begeisterung, diese hindert dich aber nicht daran, argumentativ auf dem boden zu bleiben, was mir gut gefällt. abwegig erscheint mir dein szenario keineswegs, eher zwinged, wenn man die möglichkeiten bedenkt. auch der von dir geschätzte zeithorizont erscheint plausibel. bis dahin wird es in den entsprechenden aktien mit sicherheit noch einige verwerfungen oder "bubble-theorien" geben, die aber einfach zu einer vision oder revolution dazugehören. sammel die foren-posts und zieh spätestens im jahr 2014 bilanz ;)
Kommentar von BCK:
Hallo Simon, schließe mich dem vorherigen Kommentar an. Es erwarten uns vielversprechende, derzeit nicht richtig greifbare Veränderungen, die die Menschen bis dato noch nicht einkategorisieren können. Vielleicht macht es auch vielen Angst (vor Veränderungen), was wiederum deren Euphorie bremst und hier und da eher skeptisch dem gegenüber stehen lässt. Noch! :) Danke für deinen Bericht.
Kommentar von Trader 11907:
Im Prinzip ist das alles richtig, in diesem Zusammenhang stellt sich nunmehr die Frage, was dies für einen zukunftsorientierten Investor heisst. Wahrscheinlich wird es einen sehr kurzfristigen Boom von Firmen geben, die die erforderliche Hardware herstellen, keine Frage. Aber genauso, wie trotz aller Verbreitung von Computern professionelles Programmieren nicht zum Allgemeingut gehört, sondern nach wie vor in den Händen weniger und sehr profitabler Spezialisten liegt, wird IMO 3D-CAD immer ein komplexer und komplizierter Vorgang bleiben. Insofern werden sich Spezialisten etablieren, die die "Baupläne" für die 3D-Objekte erstellen und anbieten. Diese können mit relativ wenig Anfangsinvestitionen riesige Erfolge (und Profite) erreichen. Die Kunst wird auch sein, diese aufzuspüren und früh genug mit einem Invest in dieser Richtung beteiligt zu sein.
Kommentar von Trader 14113:
Ich kenne aus der Praxis das STL Verfahren. "Stereo Lithographie". Damit ist heute schon möglich, was mit diesen 3D Druckern möglich sein wird. Die erzeugten Gegenstände werden als Muster für Einbauuntersuchungen in der Entwicklung von Fahrzeugteilen verwendet. Genau dazu sind sie auch gut geeignet. Allerdings sind sie nur einfarbig, was bei einem Baumuster auch nicht stört. Dazu zwei Punkte: 1) Die Stabilität. Man muß diese erzeugten Modelle vorsichtig behandeln, da das Material spröde ist und wenig aushält. 2) Die Oberfläche. Die Bauteile sind rau und ohne Glanz. Die "Haptik" ist unter aller Sau. Wenn also bei diesen 3D Druckern Modelle entstehen, die leicht zerbrechen und die sich auch noch unangenehem anfassen, dann ist für Lego, Hasbro usw noch lange keine Gefahr. Eher vielleicht für den Bereich Modellbau (Märklin, Revell...)
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