Liebe Leser,

während der Gesamtmarkt nicht so genau weiß, ob er in Lethargie oder Aufbruchsstimmung verfallen soll, gibt es im Nebenwerte-Segment wieder einzelne Storys, die alles versprechen was eine Bullenaktie braucht. 2G Bio-Energietechnik ist eine Aktie, die genau meinen Geschmack trifft. Das Unternehmen hat vorhin vorläufige Zahlen gemeldet, die es in sich haben. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Umsatz von 21,1 Millionen Euro um 138% auf etwa 50 Millionen Euro gesteigert. Der Börsenwert beträgt 34 Millionen Euro. Die Aktie hatte ich Ihnen schon vor einigen Monaten im Premium-Blog als Aktie mit Neubewertungspotenzial vorgestellt und damals eine erste Position mit Schnitt 5,73€ eröffnet. Es hat sich gelohnt der Aktie so lange die Treue zu halten, denn nun könnte eine Wachstumsstory beginnen, die das Unternehmen in neue Umsatz- und Ertragsdimensionen hineinwachsen lässt.

2G Bio-Energietechnik ist nach eigenen Angaben einer der Technologieführer für Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Leistung von mehr als 160 MW. BHKWs wandeln Erdgas oder Biogas in Strom und Wärme um. Dieses Konzept könnte zu einem wichtigen Stützpfeiler der dezentralen Energieversorung werden, vor allem in Hinblick auf die drastischen Kürzungen der Solarsubventionen, was andere alternative Energieformen lukrativer macht. Aus regional betriebenen Biogasanlange wird Biogas in BHKWs eingespeist und dann vor Ort in Strom und Wärme umgewandelt. Ich halte dieses Verfahren für sinnvoll und kann mir gut vorstellen, dass zukünftig eine wichtige Rolle in der dezentralen Energieversorung einnehmen wird.

Wachstumsfantasie verspricht die Expansion in die USA und Kanada. Mit führender deutscher Technologie könnte sich 2G Bio-Energietechnik einen großen Anteil am schnell wachsenden Markt sichern. Ich zitiere aus der Pressemitteilung:

    Seit Mitte Dezember 2009 hält die 2G eine Beteiligung an der
    Vertriebsgesellschaft CENERGY Power Systems Technologies Inc., um ihre
    Vertriebs- und Servicetätigkeiten auf dem US-amerikanischen Markt
    auszubauen
    . Nun folgt bereits ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der
    Auslandsexpansion.

    Anlässlich der kanadischen Messe über grüne Energie und Wirtschaft für die
    Agrar- und Lebensmittelsektoren, der ‘4th Annual Growing the Margins
    Conference & Exhibition’ in Ontario, gaben heute die European Power Systems
    Ltd., Ontario, (EPS Ltd.) und die 2G Bio-Energietechnik AG eine Kooperation
    bekannt
    . Demnach wird die EPS, gegründet von Jan Buijk und Daniel Jones,
    zwei ausgewiesenen Fachleuten mit jahrzehntelanger Branchenerfahrung,
    exklusiv für die 2G in Kanada Blockheizkraftwerke vertreiben und ist
    darüber hinaus auch für den Service verantwortlich.

    Für Christian Grotholt bietet Kanada und hier insbesondere ein Flächenstaat
    wie Ontario ein herausragendes Potential. So ist dort seit dem 01. Oktober
    2009 eine erhöhte Einspeisevergütung für Strom aus Biomasse gesetzlich
    verankert
    . Die Besonderheit des Marktsegmentes der jetzt geförderten
    landwirtschaftlichen Biogasanlagen besteht in der nicht ausreichend
    vorhandenen Übertragungskapazität der Überlandleitungen. Somit können im
    Außenbereich, dort wo die Farmen angesiedelt sind, nur Anlagenkonzepte
    mittlerer Leistung realisiert werden.

Gerade letzter Absatz hat es in sich: In Kandada ist seit dem 01. Oktober 2009 eine erhöhte Einspeisevergütung für Strom aus Biomasse gesetzlich verankert. Wie schnell ein subventionierter Markt wachsen kann, haben wir insbesondere in Deutschland mit Solarstrom in den letzten Jahren erlebt.

Fazit: 2G Bio-Energietechnik hat das Potenzial in einem schnell wachsenden Markt eine führende Position einzunehmen. Genau solche Aktien suche ich. Das große Geld lässt sich nur mit Firmen verdienen, die eine neue Innovation in die Märkte einführen und somit ein etabliertes Verfahren ablösen. Die dezentrale Energieversorgung über Biogas ist umweltfreundlich und eine wirkliche Alternative gegenüber dem Solarstrom. Ich bin long und fühle mich nach den heutigen Zahlen sehr wohl mit meiner Position!

2g bio-energietechnik


Liebe Leser,

für alle Anhänger der charttechnischen Analyse bietet TraderFox seit Anfang dieser Woche eine innovative Weltneuheit. Zu jeder Aktie werden die Trendlinien automatisch berechnet. Wenn der Aktienkurs eine Trendlinie durchbricht, wird im Signal-Ticker ein Alarm ausgelöst. Wie genau das funktioniert, lesen Sie bitte im TraderFox System Trading Newsletter Nr. 4. Ich selbst handle nicht nach charttechnischen Trendlinien. Meine Meinung dazu lesen Sie in folgemdem Beitrag: “Jetzt kommt die Wahrheit über Charttechnik ans Licht.”

Für alle Charttechniker dürfte folgende Konstellation hochinteressant sein, die TraderFox heute identifiziert hat. Roth & Rau durchbricht den langfristigen Aufwärtstrend nach unten.

Roth & Rau: Die Aufwärtstrendlinie im Jahreschart
Roth & Rau Aufwärtstrend 1

Roth & Rau: Die Aufwärtstrendlinie im Dreimonatschart
Roth & Rau Aufwärtstrend 2

Fazit: Wenn eine solche Trendlinie durchbrochen wird, löst der TraderFox Signal-Ticker einen Alarm aus. Testen Sie jetzt die TraderFox Software zum Einführungspreis von nur 29€ im Monat.


Liebe Leser,

die schwarz-gelbe Koalition hat sich nach Angaben der dpa auf eine 16%ige Kürzung der Solarsubventionen geeinigt. Damit wird endlich eine der schwerwiegendsten Fehlentscheidungen deutscher Politik in den letzten Jahrzehnten korrigiert. Selten wurde eine Subvention mit so wenig Verstand umgesetzt wie in der Solarbranche. Der deutsche Bürger bezahlte letztendlich den Aufbau riesiger Solarfabriken in China und im Ausland. Die ganze Welt hat sich über diese deutschen Wohltaten amüsiert. Dass Solarenergie förderungsbedürftig ist, um die Innovationsmaschine anzustoßen, dürfte unbestritten sein. Wie es besser und intelligenter geht, zeigen die USA bei der Förderung von Zukunftstechnologien. Die US-Regierung vergibt sogenannte “Investment Tax Credits” oder direkte Investitionssubventionen für den Bau von Fabriken in den USA. Das kann so aussehen, dass ein Unternehmen auf die Investitionssumme beispielspielsweise 30% Steuererleichterungen bekommt. Mit dieser Subventionsvariante hätten die Chinesen ihre Solarfabriken in Deutschland errichten müssen, um an das Geld der deutschen Bürger zu kommen.

Generell war es für mich in den letzten Jahren schwer zu ertragen wie die Solarenergie auch an der Börse eine massenpsychologische Gedankenvernebelung auslöste. Solaraktien wurden wie Monopolisten bewertet, die jahrelang ungestört ihre ökonomischen Renten würden einfahren können. Letztendlich setzt sich an der Börse auf lange Sicht immer die Realität durch, und Seifenblasen zerplatzen genau so schnell wie sie aufgeblasen wurden. Lesen Sie zu diesem Thema bitte einige meiner früheren Artikel:

August 2009: Solar Geldverbrennung - endlich haben es auch die anderen kapiert
Juli 2009: Solarworld und chinesische Solaraktien: Kursgemetzel zu erwarten
Oktober 2008: Untergang der Solaraktien: Sie werden nie mehr zurückkommen
März 2008: Untergang der Solaraktien: Es nimmt seinen Lauf
März 2008: Untergang der Solaraktien: Das ist der Todesstoß
März 2008: Untergang der Solaraktien IV
Februar 2008: Untergang der Solaraktien III
Januar 2008: Der Untergang der Solaraktien: Shortpositionierung

Betrachten Sie an folgenden Charts wie die einst gefeierten Solar-Highflyer im Boden versenkt wurden. Anders als in der Politik gibt es an der Börse Gerechtigkeit. Langfristig entlarven sich falsche Meinungen als falsch und richtige Meinungen erweisen sich als richtig.

Q-Cells

Solarworld


Liebe Leser,

an der Börse wird man nicht dafür belohnt, “in abstracto” Recht zu haben, sondern es kommt darauf an, genau zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die eindruckvollste Lektion in dieser Sache wurde Institutionellen erteilt, die vor zwei oder drei Jahren auf eine Annäherung zwischen Volkswagen Stämmen und Vorzugsaktien spekulierten. Heute notieren die beiden Aktiengattungen bei 60€ bzw. 63€. Ein Arbitrage-Spekulant der vor drei Jahren in die Zukunft hätte sehen können, würde wohl folgern, dass die Spekulation ein voller Erfolg war. Was in Wirklichkeit passiert ist, schmückt heute die Börsengeschichtsbücher. Bevor der 30%-Spread geschlossen wurde, weitete er sich vorher auf über 1000% aus. Das brach vielen Spekulanten das Genick.

Dass an der Börse alles auf den richtigen Zeitpunkt ankommt, wurde mir letzte Woche vor Augen geführt - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich besuchte “Avatar - Aufbruch nach Pandora“. Alles war ich vom Hörensagen über den Film wusste, ist wahr. Es war ein komplett neues Kinoerlebnis, man schaut diesen Film nicht an, sondern erlebt ihn mit. Die 3D-Technologie hat die Tür zu einer neuen Kinorevolution ganz weit aufgestoßen. Als Börsenspekulant suche ich natürlich solche Technologien, die das Potenzial haben, eine Branche von Grund auf zu verändern, die alten Erlös-und Kostenstrukturen über den Haufen zu werfen und durch neue Einnahmequellen zu ersetzen. Das Cineamxx-Kino war letzte Woche prall gefüllt. Die Besucher waren bunt gemischt, für alle Altersstufen schien dieser Film gleichermaßen faszinierend. Ich war sofort davon überzeugt, dass diese neuen 3D-Filme die Kino-Branche radikal verändern werden.

Wäre ich in Avatar schon kurz nach dem Kinostart im Dezember gewesen, hätte ich natürlich sofort die Cinemaxx-Aktie gekauft. Aber das ist nun Mal das Gesetz der Börse. Es genügt nicht, in einer Sache Recht zu haben, sondern allein der Zeitpunkt ist entscheidend, ob man mit einer Spekulationsidee Geld verdient. Seit Anfang Januar hat sich die Kursnotiz verdreifacht. Die Konturen des neuen 3D-Geschäftsmodells treten immer klarer hervor und natürlich hat diese Aussicht auf hohe Gewinne schon längst Investoren in die Aktie gelockt. Die Cinemaxx-Aktie wird derzeit mit gut 70 Millionen Euro bewertet. Ich schätze die Gesamterlöse 2010 auf 200 Millionen Euro, die große Unbekannte ist die neue Gewinnmarge, deren Höhe letztendlich die Börsenbewertung bestimmen wird.

Cinemaxx Aktie


18
Feb

Liebe Leser,

der schwärzeste Tag der Börsengeschichte war vermutlich derjenige Tag als sich eine Mehrzahl von Börsianern dazu entschieden hatte, eine Trennung zwischen fundamentaler und charttechnischer Analyse vorzunehmen. Beim Trading und bei der Börsenspekulation ist es wichtig alle verfügbaren Informationen zu berücksichtigen. Die Kursverläufe alleine sind nahezu wertlos, wenn man nicht die Story kennt, die sich dahinter verbirgt. Andererseits wäre es Trader-Selbstmord nach fundamentalen Daten zu handeln, ohne die technische Verfassung einer Aktie mit einzubeziehen, denn oft signalisiert der Kurs weit mehr als die öffentlich verfügbaren Informationen.

Letztendlich sind es fundamentale Kräfte, die Kurse bewegen. Eine Dialog Semiconductor hätte sich nicht verzehnfacht, wenn die Unternehmensentwicklung nicht eine ebenso beeindruckende Performance ausgewiesen hätte. Es gehört zum Tagesgeschäft eines jeden erfolgreichen Traders, fundamentale Entwicklungen zu verfolgen und die Storys zu kennen, die Aktien bewegen. Ich nennen Ihnen einen kleinen Auszug aus meiner Watchlist:

Rofin Sinar erwartet einen kräftigen Wachstumsschub durch LEDs. Künftig wird dieser Markt durch Raum- und vor allem Straßenbeleuchtungen dynamisches Wachstums zeigen. CEO Grünter Braun sagte letzte Woche gegenüber dem TradeCentre Börsenbrief: “Von dieser Entwicklung werden wir profitieren.” Sicherheit auf neue Marktentwicklungen reagieren zu können, hat das Unternehmen durch den Nettobarbestand von rund 100 Millionen USD.

Fazit: Die LED Wachstumsstory könnte die Aktie von Rofin Sinar in diesem Börsenjahr noch beflügeln. Nehmen Sie die Aktie bitte auf Ihre Watchlist und kaufen Sie, sobald der Chart grünes Licht signalisiert.

Rofin Sinar

Tipp24 ist trotz des kräftigen Kursanstieges in 2009 immer noch attraktiv bewertet. Der Cashbestand ist mittlerweile auf 80 Millionen Euro angewachsen. Nach den Gewinnschätzung von TradeCentre beträgt das KGV2010 günstige 7. Gewaltige Zukunftsfantasie verspricht das Auslaufen des Glücksspielvertrages in 2011. Wenn Tipp24 dann auch wieder in Deutschland Lotto anbieten darf, würde das für Umsatz und Ertrag enormes Potenzial bedeuten.

Fazit: Der Vorstand von Tipp24 hat in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen, Wachstumspotenziale unter schwierigen Bedingungen realisieren zu können. Von dieser Aktie können wir noch viel erwarten. Die Bewertung ist noch lange nicht ausgereizt.

Tipp24


Liebe Leser,

in der heutigen Financial Times wird Felix Gasser von MAN Investments mit folgender Aussage zitiert: “2009 war das schlechteste Kalenderjahr für Trendfolger seit 20 Jahren. Die Devisenmärkte liefen seitwärts, und die Rohstoff-Hausse wurde von scharfen Korrekturen unterbrochen. Das ist Gift für Future-Fonds.” Hmm, habe ich etwas nicht mitbekommen. Gibt es Parallelwelten zwischen denen man wie in Science-Fiction Filmen umherwandern kann. In der Welt, in der ich mit aufgehalten habe, war 2009 eines der besten Jahre für Trendfolger seit 2003. Und das nicht nur an den Aktienmärkten. Es gab impulsive Trends in allen Märkten. Sogar der Goldpreis, der normalerweise für seine Schankungsfreude bekannt ist, zog in der zweiten Jahreshälfte wie an einer Schnur gezogen nach oben.

Trends in Gold

Andere Rohstofffe wie Platin zeigten 2009 ähnlich starke Trendbewegungen

Platin

Wie wir spätestens seit Talebs “Narren des Zufalls” wissen, haben es Fondsmanager nicht immer ganz so genau mit der Erkenntnis. Wenn der Zufall das eigene Handelsergebnis nach oben treibt, dann war es die eigene Glanzleistung. Wenn der Zufall das Handelsergebnis in die roten Zahlen drückt, dann waren es schlechte Marktbedingungen. Aber ein bisschen peinlich finde ich es schon, wenn jemand in einem heißen Sommer behauptet, es hätte jeden Tag geregnet.


Liebe Leser,

dass Ökonomie auch spannend sein kann, beweist Ökonomieprofessor Russel Robert, auf desse Initiative ein Rap-Video über Keynes und Hayek gedreht wurde. Die Kernaussagen von John Maynard Keynes werden auch heute noch immer häufig zitiert. Auf lange Sicht sind wir alle Tod, stellte der Brite mit einem sarkastischen Unterton fest, darum bringt es nichts in der Krise Geld zu sparen, sondern der Staat müsse die Ausgaben erhöhen, um die Ökonomie wieder zu beflügeln. Im Rap Video heißt es dann auch folglich:

“John Maynard Keynes, wrote the book on modern macro, / the man you need when the economy’s off track, whoa! I had a real plan any fool can understand / The advice, real simple: Boost the aggregate demand! / C, I, G, all together get to Y / Make sure the total’s growing, watch the economy fly!

Hinter dieser Ansicht von Keynes steckt eine begründete theoretische Fundierung. In einer rezessiven Wirtschaftsphase, die von Autodeflation und fallenden Preisen gekennzeichnet ist, sorgen fallende Löhne und Preise nicht dafür, dass sich wieder ein stabiles wirtschaftliches Gleichgewicht einstellt. Damit stellte sich Keynes 1936 auf Konfrontationskurs zur etablierten klassischen Ökonomie, dernach fallende Löhne die Nachfrage nach Arbeitskräften steigern müssten. Darum muss der Staat in einer Rezession fallende Preise verhindern und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage solange stimulieren bis die privaten Investitionen wieder anspringen.

Politiker argumentieren oft mit dem Konzept der aggregierten Nachfrage um hohe Staatsausgaben zu rechtfertigen. So meinte zum Beispiel jüngst Claudia Roth von den Grünen, dass eine Erhöhung von Hartz IV ja auch die wirtschaftliche Nachfrage ankurbeln würde. Ein solche Forderung wäre aber nicht mehr im Sinne von Keynes, der den Sinn der Stabilisierungspolitik vor allem dadurch definierte, die Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals wieder herzustellen.

Hier ist das besagte Video:



Liebe Leser,

als der Statistiker Maurice Kendall 1953 seine Untersuchungsergebnisse über die Bewegungen von Aktien- und Rohstoffmärkten der Öffentlichkeit vorstellte, wurden die Ergebnisse zur damaligen Zeit mit großer Verwunderung aufgenommen. Die Datenreihen erweckten den Eindruck eines “zufälligen Wanderns“, so als ob ein Münzwurf über die Kursentwicklung von Periode zu Periode entscheiden würde. Die Erklärung für dieses Verhalten lieferte Eugene Fama 1965 mit seiner effizienten Märkte Theorie. Ein effizienter Markt liegt laut Fama dann vor wenn eine große Anzahl rationaler und profitmaximierender Akteure darum wetteifern, den zukünftigen Marktwert einzelner Wertpapiere vorherzusagen und alle wichtigen Informationen über die Wertpapiere öffentlich zugänglich sind. Dieser Wettstreit zwischen intelligenten Marktteilnehmern führt dazu, dass die Preise zu jedem Zeitpunkt alle vergangenen Informationen beinhalten und alle Geschehnisse im Kurs eskomptieren, die den zukünftigen Erwartungen der Marktteilnehmer nach stattfinden werden. Ich zitierte aus dem Artikel “Random Walks in Stock Market Prices”:

    For many years economists, statisticians, and teachers of finance have been interested in developing and testing models of stock price bevaiour. One important model that has evolved from this research is the theory of random walks. This theory casts serious doubt on many other methods for describing and predicting stock price behaior – methods that have considerable popularity outside the adademic world. For example, we shall see later that if random walk theory is an accurate description of reality, then the various “technical” or “chartist” procedures for predicting stock prices are completely without value.

    An efficient market ist defined as a market where there are large numbers of rational, profit-maximizers actively competing, with each trying to predict future market values of individual securities, and where important current information is almost freely available to all participants.

    In an efficient market, competition among the many intelligent participants leads to a situation where, at any point in time, actual prices of individual securities already reflect the effects of information based both on events, that have already occurred and on events which, as of now, the market expects to take place in the future. In other words, if an efficient market at any point in time the actual price of a security will be a good estimate of its intrinsic value.

    As stated earlier, chartist theories implicitly assume that there is dependence in series of successive price changes. That is, the history of series can be used to make meaningful predictions concerning the future. On the other hand, the theory of random walks says that successive price changes are independent, i.e., the past cannot be used to predict the future. Thus the two theories are diametrically opposed, and if, as the empirical evidence seems to suggest, the random walk theory is valid, then chartist theories are akin to astrology and of no real value to the investor.

Das Kernagument kann man am besten so zusammenfassen, dass der Wettstreit vieler intelligenter Marktteilnehmer zum Verschwinden von profitablen Mustern führt. Der Markt wird Gelddruckmaschinen sofort vernichten, oder wie man so schön sagt: “There is no free lunch!”

Was können wir uns unter eine Gelddruckmaschine vorstellen? Zum Beispiel ein Handelssystem, das systematisch auf klar definierte Chartmuster reagiert. Wenn 3000 Aktien weltweit nach Chartformationen in Echtzeit durchforstet werden und diese Chartmuster auch nur einen leicht positiven Erwartungswert hätten, dann müsste man morgens nicht mehr zum Arbeiten gehen, sondern könnte den Computer für sich handeln lassen. Wir wären alle reich. Aber es ist genau diese Jagd nach Renditen, die aus logischer Sicht unvermeidlicher Weise dazu führt, dass der positive Erwartungswert von Chartmustern verschwindet.

Ich bezeichnete die Chartmaler in der Vergangenheit öfters als Kanarienvögel, die in ihrem Käfig eingesperrt sind und ihre kleine Welt nicht verlassen können. Was für die Kanarienvögel die Gitterstäbe sind, ist für die Chartmaler der fehlende Verstand, offensichtliche Gesetzmäßigkeiten nicht einsehen zu wollen. Mit diesen Aussagen habe ich mir viele Feinde in der Trader-Gemeinde erarbeitet. Nun steht die Wahrheit unmittelbar davor ans Tageslicht zu kommen. Ist Charttechnik kompletter Unsinn oder gibt es doch Möglichkeiten, erfolgreich damit zu handeln?

Der große Showdown steht bevor

Wir haben bei TraderFox nun eine Technologie entwickelt, um klassische Chartmuster systematisch identifizieren zu können. Damit können wir alle Chartmuster der letzten 30 Jahre bestimmen und auswerten. Egal ob BASF im Jahr 1992 ein fallendes Dreieck verlassen hat oder SAP im Jahr 2001 einen langfristigen Aufwärtstrend durchbrochen hat, TraderFox weiß die Antwort die die anschließende Performance nach diesen Chartausbrüchen war.

Ich zeige Ihnen zwei Beispiele für automatisch generierte Trendlinien von gestern:

Adidas
Adidas Abwärtstrend

BASF
BASF

Wir können nun also solche eindeutigen Trendlinien definieren und zurückrechnen wie sich Aktien in den letzten 30 Jahren nach dem Bruch solcher Linien verhalten haben. Dann werden wir der Frage sehr viel näher gekommen sein, ob es möglich ist, mit klassischen Chartformationen systematische Handelsgewinne zu erzielen. Ich halte Sie hier im Blog auf dem Laufenden. Die klassischen Chartbreakouts stehen in der TraderFox-Software etwa ab Anfang März zur Verfügung.


Liebe Leser,

aufgrund einiger zeitintensiver Projekte kann ich diesen freien Blog erst wieder ab dem 12. Februar fortsetzen. Dann allerdings mit voller Motivation. Bis dahin werde ich kurze Kommentare im ClubofTraders-Forum “Real Money Trading” abgeben und mich auf die Aktualisierung des Premium-Blogs konzentrieren.

Viele Grüße
simon Betschinger


13
Jan

Liebe Leser,

im letzten Blog-Beitrag hatte ich Ihnen unseren neuen Sentiment-Indikator vorgestellt. Die Frage lautete wie wir Börsenspieler dazu motivieren können, täglich ihre wahre DAX-Einschätzung abzugeben. Über wertvolle Preise! Darauf möchte ich Sie heute hinweisen:

Der neue Preis ist ein iPod touch 32GB

Wenn Sie diesen iPod gewinnen möchte, melden Sie sich einfach an:

1. Kostenlos anmelden auf www.depotking.de
2. Sie erhalten als Neukunde 5 Gebotspunkte geschenkt!
3. Bieten Sie mit der virtuellen Spielewährung für den iPod touch 32GB


Liebe Leser,

es ist gar nicht so einfach an die Information zu kommen wie die Mehrzahl der Marktteilnehmer gerade denkt. Geht die Masse von steigenden oder fallenden Kursen aus? Ein solches Sentiment wird immer dann wertvoll, um antizyklische Schlüsse zu ziehen, wenn es in turbulenten Phasen auf Extremwerte ausschlägt.

Für das neue Depotking-Börsenspiel haben wir einen effektiven Sentiment-Indikator entwickelt. Täglich können die Börsenspieler ihren Tipp abgeben wo der DAX in einer Woche stehen wird. Erfolgreiche Tipps werden mit Preisen belohnt, so dass jede abgegebene Kursziel-Einschätzung der tatsächlichen Meinung des Spielers entsprechen dürfte. Die Gefahr der Manipulation wie bei vielen anderen Sentiment-Umfragen entfällt dadurch.

Die blaue Linie im untenstehenden Chart zeigt die voraussichtliche DAX-Entwicklung wie sie von der Masse im Durchschnitt erwartet wird. Letzte Woche haben täglich etwa 200 Börsenspieler ein DAX-Kursziel abgegeben. Man kann daher durchaus von einer statistisch repräsentativen Meinung sprechen.

Depotkin Sentiment Indikator

Fazit: Mit einem Blick erkennen Sie welche kurzfristige DAX-Entwicklung die Masse der Börsianer erwartet. Dieser Sentiment-Chart wird auf www.depotking.de (ganz unten auf der Startseite) laufend nach jeder Tippabgabe aktualisiert.


Liebe Leser,

immer wenn es besonders gut gelaufen ist und sich hohe Depotgewinne angehäuft haben, gönne ich mir das Vergnügen eine Derivate-Spekulationen zu starten. Heute habe ich ein Longzertifikat mit Hebel 5 auf Wacker Chemie gekauft. Ein Blick auf das Chartbild zeigt, dass es sich hierbei um einen bloßen Trendfolge-Trade handeln könnte, aber ich spekuliere noch auf etwas anderes: Nämlich darauf, dass in den kommenden Wochen LED-Fantasie in die Aktie kommt und für eine dynamische Kursrally sorgt. Der Hintergrund ist, dass Wacker Chemie jüngst von einem Durchbruch in der kostengünstigen Massenfertigung von LEDs gesprochen hat. Das wurde an der Börse noch kaum wahrgenommen. Lesen Sie folgenden Pressetext:

    Jetzt setzen die Hersteller moderner Hochleistungs-LEDs auf Silicon: “Siliconelastomere besitzen die erforderliche Hitze- und Lichtstabilität”, erklärt Dr. Philipp Müller, Anwendungstechniker bei WACKER in Burghausen. Der Chemiker hat jetzt ein neuartiges optisches Hochleistungssilicon entwickelt: Mit diesen neuen Siliconelastomeren, die WACKER unter der Markenbezeichnung LUMISIL® anbietet, lassen sich erstmals optische Linsen für LEDs direkt auf dem Leuchtdioden-Chip erzeugen.

    Dieser Arbeitsprozess ist besonders effizient und verringert die Prozesskosten. Bisher wurden Siliconlinsen bei den LED-Herstellern im aufwändigen Spritzguss-Verfahren hergestellt. Dazu sind nicht nur große Spritzgussmaschinen nötig, sondern auch hochpräzise Formen, Dosier-, Sortier- und Montageeinrichtungen. Und alles unter Reinraumbedingungen. “Wir sparen jetzt etwa fünf Arbeitsschritte gegenüber dem Spritzgießen”, erklärt Müller. “Die gleichzeitige Formgebung und Montage der LED-Optik ist besonders effizient. Damit haben wir einen echten Durchbruch in der kostengünstigen Massenfertigung von LEDs geschafft.”
    Quelle: Wacker Chemie Presse

Fazit: Topp, die Wette gilt!

Trendfolge-Trade Wacker Chemie


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