Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Fraport: Airport-Betreiber profitiert sowohl von der anhaltenden Reiselust der Urlauber als auch vom eigenen rigorosen Kostenmanagement

Analyst: DER AKTIONÄR 33-2021
Den Flughafen Frankfurt kennt wahrscheinlich jeder. Als Eigentümerin und Betreiberin des viertgrößten europäischen Luftverkehrsdrehkreuzes gehört die Fraport AG (WKN: 577330) zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business. Zum Tätigkeitsfeld der Fraport AG zählen nicht nur sämtliche Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb, die Gesellschaft ist auch verantwortlich für das Airport-Retailing (u. a. Einkaufsmöglichkeiten, Banken, Restaurants) und die Immobilienentwicklung. Neben dem Flughafen Frankfurt managt die Fraport AG in Deutschland auch den Flughafen Hannover-Langenhagen. Über Tochtergesellschaften und Beteiligungen "exportiert" die Gesellschaft ihr Geschäftsmodell und ist an zahlreichen weiteren Flughäfen weltweit aktiv, u. a. in Griechenland (14 Regionalflughäfen), Bulgarien (Burgas und Varna), Indien (Delhi), Türkei (Antalya), Peru (Lima), Slowenien (Ljubljana) und China (Xi’an Xianyuang). An der Börse wird die MDAX-Gesellschaft gegenwärtig mit 5,2 Mrd. Euro bewertet.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2021 ging der Konzernumsatz bei Fraport gegenüber dem Vorjahr um 10,9 % von 810,6 auf 810,9 Mio. Euro zurück. Das EBITDA erholte sich hingegen überproportional und machte einen Sprung um 312,7 Mio. Euro von 22,6 auf 335,3 Mio. Euro. Das EBIT lag bei 116,1 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr ein Minus von 210,2 Mio. Euro ausgewiesen wurde.

Impffortschritten und Reiselockerungen in den beliebten Zielgebieten der Urlauber sei Dank habe Fraport laut DER AKTIONÄR beim Ergebnis im 1. Halbjahr wieder schwarze Zahlen gebracht. Zusätzlich komme der Airport-Betreiber nun in den Nutzen von Kosteneinsparungen, die im Krisenjahr 2020 ausgeweitet wurden. Fraport habe seit Beginn der Corona-Pandemie rund 4.000 Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut. Der Konzern spare laut Vorstand Stefan Schulte nun nachhaltig 350 bis 400 Mio. Euro gegenüber dem Vorkrisenniveau ein. Ohne die Impffortschritte und die Wiederbelebung der Reisebranche ginge es Fraport aber nicht so gut. Inzwischen erreiche man an Spitzentagen zumindest wieder 50 % des Aufkommens aus dem Rekordjahr 2019. Die Reiselust der Deutschen sei ungebrochen. Und weil Fraport nicht nur in Deutschland aktiv sei, sondern auch Beteiligungen an 14 griechischen Flughäfen und dem türkischen Antalya halte, verdiene der Konzern sogar an beiden Enden der Flugreise in diese Zielgebiete. Während diese Airports bereits bei rund 70 % des Vorkrisenniveaus seien, würden die Flughäfen in St. Petersburg und Xi’an längst wieder unter Volllast laufen. Doch bei Fraport denke man schon über die Corona-Pandemie hinaus und arbeite an der nächsten großen Herausforderung. Rund 300 Mio. Euro werde der MDAX-Konzern in den kommenden Jahren in die Reduzierung von CO2-Emissionen investieren. Dabei gehe es um Klimatechnik von Gebäuden oder Wasserstoff-Antrieb für den Fuhrpark. DER AKTIONÄR rät mit einem Kursziel von 80 Euro zum Kauf (42 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Fraport hat zuletzt vom Jahreshoch bei 64 Euro zurück an die Aufwärtstrendlinie der letzten 10 Monate zurückgesetzt. Oberhalb von 52 Euro ist die Aktie aktuell für Trader ein Kauf. Anleger sichern ihre Positionen unter 45 Euro ab.
Hinweis
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