Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Heidelberger Druck: Ein möglicher Wachstumstreiber könnten die Wallboxen für Elektroautos sein

Analyst: DER AKTIONÄR 25-2022
Seit Jahrzehnten ist Heidelberger Druck (WKN: 731400) einer der wichtigsten Partner für die globale Druckmaschinenindustrie. Noch immer führt im Bereich des Bogenoffsetdrucks fast kein Weg an dem deutschen Maschinenbauer der Druckindustrie vorbei. Bedingt durch die Finanzkrise 2008 und den Wandel in der Printmedienindustrie hat die Gesellschaft in den vergangenen Jahren das Geschäftsfeld ausgeweitet und hat sich als Entwickler und Hersteller von Anlagen und Technologien für den Werbe- und Verpackungsdruck etabliert. Als ein zweites neues Standbein baut der Konzern das Geschäft mit Wallboxen zur Ladung von Elektrofahrzeugen auf. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit rund 500 Mio. Euro.

Im Fiskaljahr 2021/2022 verzeichnete Heidelberger Druck einen Zuwachs beim Auftragseingang um 23 % von 2,000 auf 2,454 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand erhöhte sich um 42 % von 636 auf 901 Mio. Euro. Beim Konzernumsatz ging es um 14 % von 1,913 auf 2,183 Mrd. Euro nach oben. Das EBITDA stieg um 68 % von 95 auf 160 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge betrug 7,3 % gegenüber 5,0 % im Vorjahr.

Heidelberger Druck habe zuletzt laut DER AKTIONÄR an der Prognose für das laufende Fiskaljahr 2022/2023 festgehalten. Trotz Kostendrucks wolle der Druckmaschinenhersteller und Anbieter von Wallboxen sowohl Umsatz als auch Gewinn bis zum Abschluss des Geschäftsjahres Ende März 2023 steigern. Beim Umsatz sei ein Anstieg um rund 5,5 % von 2,18 auf 2,3 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden. Die Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) solle laut Prognose bei mindestens 8 % liegen und damit den Vorjahreswert von 7,2 % übertreffen. Diese Einschätzung gehe konform mit dem Analystenkonsens. Heidelberger Druck werde versuchen, die teils deutlichen Kostensteigerungen bei Material, Energie, Logistik und Personal durch eigene Preissteigerungen bei den Produkten zu kompensieren. Außerdem hoffe der Konzern, weitere Erfolge aus einem laufenden Sparprogramm zu realisieren. Gestützt werde die "verhalten optimistische" Prognose des Konzerns durch den höchsten Auftragsbestand der vergangenen 10 Jahre. Wachstumsfantasie habe der Konzern insbesondere aufgrund des Geschäfts mit Wallboxen. Über die Entwicklung im 1. Quartal des Fiskaljahres 2022/2023 werde Heidelberger Druck am 10. August berichten. DER AKTIONÄR nennt ein Kursziel von 3,15 Euro (91 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Heidelberger Druck bricht aktuell durch die Nackenlinie einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation und löst somit ein frisches Verkaufssignal aus. Nur eine zeitnahe Rückkehr der Notierung über 2 Euro könnte dieses Signal wieder zurücknehmen.
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