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18.Juni 2019 12:32 Uhr

Maritime LNG Plattform








DGAP-Media / 18.06.2019 / 12:32



Pressemitteilung

LNG für die Schifffahrt: Ohne LNG keine maritime Energiewende



Hamburg, 18. Juni 2019



Seit fünf Jahren engagiert sich die Maritime LNG Plattform - die nationale LNG-Initiative - für eine sauberere Schifffahrt. Bei der Reduzierung von Luftschadstoffen (Feinstaub, Schwefeloxide und Stickoxide) haben Schiffsmotoren im Vergleich zum Fahrzeugmotor einen erheblichen Nachholbedarf. Die Schifffahrt hat aber auch ehrgeizige Klimaziele, so hat sich die IMO darauf verständigt, den CO2-Ausstoß bis 2050 auf 50 % zu reduzieren. Auch hier wird LNG eine wichtige Rolle spielen.



Anlässlich ihres jährlichen Presse-Sommergesprächs am 18. Juni in Hamburg hat die Maritime LNG Plattform ein Positionspapier veröffentlicht, das den Beitrag von LNG (Liquefied Natural Gas, Flüssigerdgas) zum Klimaschutz sowie zur Luftreinhaltung thematisiert. Für beide Ziele ist LNG unverzichtbar.



Die Vertreter aus der maritimen Wirtschaft und der Wissenschaft sind sich darin einig, dass eine maritime Energiewende im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens nur mit der Brückentechnologie LNG erreichbar ist. Dies gilt für den Großteil der Schifffahrt, die Handelsschifffahrt, für die mittelfristig keine alternativen Antriebstechnologien zur Verfügung stehen werden. Dabei kann das zunächst genutzte fossile LNG, das im Vergleich zu ölbasierten Kraftstoffen schon zu einer CO2-Reduktion von bis zu 20 % beitragen kann, mittelfristig und schrittweise durch synthetisch erzeugtes LNG ersetzt werden, welches mit Hilfe der

Power-to-X-Technologie erzeugt wird.



Mahinde Abeynaike, Managing Director des LNG-Lieferanten Nauticor (Hamburg) und Vorsitzender der Maritimen LNG Plattform, hebt die Bedeutung der Plattform in der aktuellen Diskussion rund um Klimaschutz und Schifffahrt hervor:
"Als maritime Branche müssen wir die Vorteile des LNG für die Verbesserung der Luftqualität in der aktuellen Diskussion immer wieder klar benennen: LNG reduziert massiv Luftschadstoffemissionen, gerade für Hafenstädte wie Hamburg ein entscheidender Faktor. Daneben leistet LNG jetzt schon einen Beitrag zur Verringerung von CO2-Emissionen. Gemeinsam mit der Politik werden wir weiter daran arbeiten, die ersten richtigen Schritte weiter auszubauen. Dazu gehört auch die Fortschreibung des LNG-Förderprogramms für die Seeschifffahrt. Wer jetzt die Schifffahrt nachhaltiger machen will und damit die Luftqualität in unseren Hafenstädten und auf unseren Wasserstraßen verbessern will, kommt an LNG nicht vorbei."

Prof. Friedrich Wirz, Leiter der Arbeitsgruppe Schiffsmaschinenbau an der TU Hamburg, forscht seit Jahren an alternativen Antriebskonzepten für Schiffe. Er hebt die Vorteile des Alternativkraftstoffs LNG für die Schifffahrt hervor:
"LNG bzw. synthetisch erzeugtes Methan hat das Potenzial, mit bereits sehr weit entwickelten Technologien sämtliche Klima- und Luftschadstoffziele zu erreichen. Abgesehen von dem Thema Methanschlupf, an dem weiter intensiv geforscht und entwickelt wird, bietet LNG als Schiffskraftstoff eine verhältnismäßig einfache Lösung, um Stickoxid-, Schwefeloxid- und Partikelemissionen dramatisch zu reduzieren. Und das ganz ohne Abgasnachbehandlung."

Ole von Beust, Initiator der Maritimen LNG Plattform und Geschäftsführender Gesellschafter der vBColl Beratungsgesellschaft, sieht auch für Hamburg Handlungsbedarf:
"Die Schifffahrt ist gerade in Hafenstädten ein Verursacher von gesundheitsgefährdenden Luftschadstoffen wie Feinstaub und Stickoxiden. Die Branche macht sich mit dem Einsatz von LNG auf den Weg: Neben der Kreuzfahrtbranche setzen nun auch immer mehr große Containerschiffe auf LNG. Der Hafen Hamburg als der wichtigste in Deutschland, da bin ich zuversichtlich, wird auch für diese Herausforderung die richtige Strategie haben - Politik und Wirtschaft sind gefordert, diese gemeinsam zu unterstützen und umzusetzen."

Georg Ehrmann, Geschäftsführer der Maritimen LNG Plattform, fasst abschließend zusammen:
"Die Schifffahrt ist bereit für mehr Umweltschutz, es bedarf dazu nun auch der passenden Rahmenbedingungen: Dies sind Investitionen in eine LNG-Infrastruktur, eine Fortsetzung der Anreizförderung des Bundes sowie die Schaffung einheitlicher rechtlicher Bestimmungen."



Über die Maritime LNG Plattform



Seit 2014 setzt sich die Maritime LNG Plattform für die Etablierung von LNG als Alternativkraftstoff in der See- und Binnenschifffahrt sowie zur Landstromnutzung ein: Dabei geht es vor allem um eine positive und marktgerechte Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Nutzung von LNG im maritimen Sektor. Mit rund 100 nationalen und internationalen Mitgliedern und Partnern, darunter Häfen, Reedereien, Motorenhersteller, Logistikunternehmen, Infrastrukturbetreiber, Gaslieferanten, Technologiekonzerne, Klassifizierungsgesellschaften, Werften sowie Schifffahrts- und Umweltverbände, wirkt die Maritime LNG Plattform erfolgreich als Vermittler zwischen Wirtschaft und Politik. Im konstruktiven und pragmatischen Dialog arbeitet die Plattform eng mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Entwicklung einer LNG-Strategie für den maritimen Sektor in Deutschland zusammen.



Das Positionspapier "XX" können sie HIER runterladen.



Weitere Informationen zur Maritimen LNG Plattform finden Sie unter: www.lng-info.de.



Pressekontakt



Georg Ehrmann

Geschäftsführer

Mobil: +49 170 1600732

E-Mail: ehrmann@lng-info.de






Ende der Pressemitteilung

Zusatzmaterial zur Meldung:

Dokument: http://n.eqs.com/c/fncls.ssp?u=SRHKIQKMRL
Dokumenttitel: Pressemitteilung_Maritime LNG Plattform_LNG für die Schifffahrt_Ohne LNG keine maritime Energiewende



Emittent/Herausgeber: Maritime LNG Plattform

Schlagwort(e): Energie


18.06.2019 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
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