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21.September 2018 12:00 Uhr

MediaAnalyzer Software & Research GmbH








DGAP-Media / 21.09.2018 / 12:00



Menschen wünschen sich realistischere Berichterstattung über Gefahren



Das Hamburger Marktforschungsinstitut MediaAnalyzer hat 200 Personen ab 18 Jahren gefragt, wie sie Gefahren einschätzen und was von Medien und Politik erwartet wird, um die Verbreitung irrealer Ängste zu reduzieren. Es zeigt sich, dass insbesondere die größten Gefahren für Leib und Leben massiv unterschätzt werden. Eine überwältigende Mehrheit ist daher dafür, dass sich die Berichterstattung mehr an Fakten und Realität orientieren sollte.



Die Befragten sollten zunächst einschätzen, wie viele Todesfälle es für verschiedene Todesursachen jährlich ungefähr in Deutschland gibt. Um dies zu erleichtern, wurde die häufigste Todesursache vorgegeben: Rund 350.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.



Die Befragten schätzen zunächst Krebs korrekt als zweithäufigste Todesursache ein. Jedoch wurde das Verhältnis zu den 350.000 Toten durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen massiv unterschätzt. Während die Probanden 25-50.000 Fälle pro Jahr schätzen, sind es in Wirklichkeit rund 225.000 Fälle im Jahr. Die Gefahr, an Krebs zu erkranken und damit auch die Gefahr, die von den Hauptverursachern Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel und Übergewicht ausgeht, wird also deutlich zu gering wahrgenommen.



Auf Platz Drei der Todesursachen stehen bei den Probanden etwa gleich auf Verkehrsunfälle und (zusammengefasst) Verletzungen, Stürze und Vergiftungen mit jeweils geschätzten 5-10.000 Fällen. Dies ist erneut ein sehr interessantes Ergebnis.



Denn die Anzahl der Toten durch Verletzungen, Stürze und Vergiftungen beträgt in Wirklichkeit in Deutschland rund 48.000 pro Jahr, also mehr als das Fünffache! Die Anzahl der Verkehrsunfälle hingegen beträgt 'nur' etwa 3.000 pro Jahr, also sogar etwas weniger, als geschätzt wurde.



Ähnlich weit auseinander liegt die Schätzung für die laut statistischem Bundesamt mit rund 39.000 Fällen ebenfalls sehr häufige Todesursache 'Krankenhauskeime'. Die Probanden gehen davon aus, dass diese nur für 1.000 bis 2.500 Tote verantwortlich sind.



Im Hinblick auf die öffentliche Wahrnehmung ist unter den seltenen Todesursachen der Punkt 'Mord' von Bedeutung. Hier liegen die Befragten mit der Schätzung von 500-1.000 Fällen gar nicht so weit von der Realität (ca. 300 Fälle) entfernt. Offenbar gibt es hier also eine innere Diskrepanz zwischen Ängsten und dem durchaus vorhandenem Wissen.



Dies gilt ebenfalls für den Punkt ,Terror'. Dieser nimmt in der öffentlichen Diskussion einen hohen Stellenwert ein, womit leider genau das passiert, was Terroristen beabsichtigen. Die Einschätzung über die real im Verhältnis zu Erkrankungen oder Verletzungen sehr geringe Gefahr ist auch hier recht präzise.



Angesichts dieser Diskrepanz zwischen realen Gefahren und Präsenz in den Medien wurden im zweiten Teil der Befragung sechs Thesen zu diesem Thema vorgestellt:



- Die Medien sollten mehr über die Themen berichten, die echte Gefahren darstellen



- Die Medien sollten darauf hinweisen, wenn eine Gefahr, über die berichtet wird, gering ist



- Die Medien haben eine Mitverantwortung dabei, welche Themen diskutiert werden



- Die Politik sollte sich mehr den realen Gefahren widmen, statt den unwahrscheinlichen



- Die Politik sollte sicherstellen, dass mehr über wissenschaftliche Fakten berichtet wird



- Die Politik sollte dafür sorgen, dass klar irreführende Berichte korrigiert werden müssen



Alle sechs Thesen erhielten überwältigende Zustimmung von den Befragten.



Bei den Medien wird also generell eine große Mitverantwortung darin gesehen, welche Themen diskutiert werden. Der Wunsch lautet daher, dass mehr über die Themen berichtet wird, die ,echte' Gefahren darstellen, dass ggf. darauf hingewiesen wird, wenn über etwas berichtet wird, dass real eine sehr geringe Gefahr darstellt.



In gleicher Weise wird auch die Politik in der Verantwortung gesehen. Die Befragten bejahen den Wunsch, dass diese sich mehr auf reale Gefahren konzentriert und dass sie sicherstellt, dass mehr über wissenschaftliche Fakten berichtet wird und irreführende Berichte korrigiert werden müssen.



Die Ergebnisse zeigen klar, dass wahrgenommene Bedrohungen und reale Gefahren häufig stark auseinanderklaffen. Da die öffentliche Diskussion stark davon bestimmt wird, welchen Themen sich in den Medien gewidmet wird, kann eine Mitverantwortung an teilweise verschobenen Wahrnehmungen nicht geleugnet werden. Ein guter Journalist oder Politiker verantwortet die Themen, denen er sich widmet und orientiert sich nicht an jenen, die am lautesten brüllen.



Die Stimmung gegenüber Medien und Politik ist somit völlig eindeutig: Die große Mehrheit wünscht sich eine wesentlich stärkere Orientierung an den Themen, die tatsächlich relevant sind.



MediaAnalyzer ist spezialisiert auf Medien und Werbewirkung und berät seit 2002 zahlreiche namhafte Kunden aus Deutschland und der Welt. Das Institut mit Sitz mitten in der Hamburger City schaut regelmäßig über den Tellerrand hinaus und stellt interessante Forschungsergebnisse oder methodische Innovationen vor.






Ende der Pressemitteilung

Zusatzmaterial zur Meldung:

Bild: http://newsfeed2.eqs.com/medianalyzer/726019.html
Bildunterschrift: Breite Mehrheit wünscht sich Zuwendung zu relevanten Themen



Emittent/Herausgeber: MediaAnalyzer Software & Research GmbH

Schlagwort(e): Politik


21.09.2018 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Medienarchiv unter http://www.dgap.de



72601921.09.2018



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