Information zum Blog
Jörg Meyer
Diplom-Volkswirt (Univ.)
joerg.meyer[at]mastertraders.de

Herausarbeitung von Investment- und Tradingideen mit überdurchschnittlichen Kurschancen für einen Zeitraum von Tagen bis Monaten bei konsequenter Risikominimierung.

Darüberhinaus wird das "Wie" des Tradings besprochen und allgemeines Know How für erfolgreiches Handeln auf kurz- bis mittelfristiger Ebene vermittelt.

Realisierte Performance im jeweiligen Jahr
2007: +220%
2008: +12%
2009: +215%
2010: +75%
2011: +23%
2012: +36% | 18.287 (Bescheinigung)
2013: +52% | 26.281 (Bescheinigung)
2014: +19% | 9.415 (Bescheinigung)
2015: +32% | 15.904 (Bescheinigung)

Zuletzt beendete Trades im Trading-Channel

Steico: +20%
W&W: -2,5%
Windeln.de: +5%
Sixt: +16,5%
Biotest Vz.: +15%
Verbio: +5%
OHB: -2,3%
Jenoptik: -1,7%
GFT: -3,2%
Ströer: +8%
Hugo Boss: +3,2%
Wacker Chemie: -8%
Nordex: +7,2%
Lufthansa: +6,5%
Datagroup: -4,3%
TeleColumbus: +7%
Freenet: +12%
WCM: +25%
Süss Microtec: +40%

Hinweis nach WPHG 34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Jörg Meyer handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.

Jörg Meyers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Jörg Meyer schrieb am Montag, 25.04. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Trader, für Breakout-Trader ergibt sich heute eine Chance bei Sixt. Die Aktie hatte vor einigen Wochen einen Pivotal Point gebildet. Was war geschehen? Die Dividende von 1,50 Euro/Aktie lag über den Erwartungen. Man hat ein kleines ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 0 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
31.12. 16:24 Uhr
*******************
29.12. 11:07 Uhr
*******************
20.12. 13:20 Uhr
Gekauft 400 H&R (775700) zu 15,60 Euro
15.12. 10:06 Uhr
Verkauft 60 MTU zu 107,45 Euro (+38%)
05.12. 16:20 Uhr
Zugekauft 600 Kontron (605395) zu 2,855 Euro
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Highperformance-Aktien
Reales 50.000 Trading-Depot

Dienstag, 25. Januar 2011

Rebound-Setup für berufstätige Börsianer - Praxisbeispiel

Liebe Leser,

Reboundtrading kann eine ertragreiche Tradingmethodik sein. Aber weil man antizyklisch gegen eine starke Bewegung handelt, ist auch das Risiko erhöht. Abwärtsbewegungen vollziehen sich immer schneller als der vorangegangene Anstieg, deshalb ist beim Reboundtrading die Konsequenz zur Verlustbegrenzung extrem wichtig. Wenn Aktien in Crashphasen ohne News um 10% und mehr fallen, dann liegt häufig eine risikoärmere Situation für einen Kauf vor. Allerdings ist die Timing-Frage entscheidend, da es auf Sekunden bzw. wenige Minuten ankommt, wo der perfekte Einstiegszeitpunkt vorliegt. Leider haben die wenigsten Börsianer permanent Zugriff auf das Depot. Deshalb ist die Frage, wie ein Rebound-Setup für Berufstätige aussieht?

Es bietet sich an Trend-Aktien zu identifizieren, die an den Vortagen stärker konsolidiert haben (Konsolidierung innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends). Danach beginnt die Suche nach Kursmustern, welche auf eine Gegenbewegung hindeuten. Ein adäquates Muster ist der klassische "Hammer", d.h. eine Candle mit langer Lunte und kleinem Kerzenkörper in der oberen Handelsspanne. Diese Candle deutet darauf hin, dass sich das Kräfteverhältnis kurzfristig zu Gunsten der Bullen verschoben hat. Wir können hier auch auf die Methodik von Jeff Cooper (Hit and Run-Strategie) zurückgreifen. Sein Kursmuster des "Lizards" entspricht genau dem, was wir suchen. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Sowohl die heutige Eröffnung, als auch der heutige Schluss müssen im oberen Viertel der Tagesspanne sein.
  • Das Tagestief muss ein 10-Tage-Tief darstellen.
  • Gekauft wird am Folgetag bei Überschreitung des Vortageshochs.

Beim Stoppkurs nannte Jeff Cooper einen Punkt - hier einen Euro. Alternativ kann man ihn auch unter dem Tagestief platzieren, wenn dieses nicht zu weit weg ist.

Am Chartbild von Leoni ist das Setup perfekt sichtbar. Die Aktie hatte über mehrere Tage konsolidiert und bildete am gestrigen Montag einen "Lizard". Die Vorgehensweise für berufstätige Börsianer, die auf einen weiteren Rebound spekulieren wollen, sieht folgendermaßen aus:

  1. Stopp-Buy-Order über dem Vortageshoch bei 31,31 Euro.
  2. Stoppkurs bei maximal 29,73 Euro platzieren.
  3. Aktie verkaufen, wenn sie am Tagesende im Minus notiert, aber den Stoppkurs nicht unterschritten hat. (Hintergrund: Wir wollen eine sofortige Bewegung nach oben sehen)

Kommentar von Georg von Frundsberg:
Hallo, "Reboundtrading kann eine ertragreiche Tradingmethode sein". Aber eben nur kann!... Wenn Aktien in Crashphasen ohne News übermäßig viel Prozente abgeben, sind es meißt Gewinnmitnahmen auf Grund von Chartkonstallationen, die ein Mitreißeffekt für viele andere Trader darstellen und auch, in dem diese Entwicklung viele Stoppkurse reißt. Für mich bedeutet es keinesfalls eine risikoärmere Situation, sondern im Gegenteil, eine risikoreiche Situation, ganz nach der Devise: "Greife niemals in ein fallendes Messer". News sind nur bedingt für Handelsentscheidungen heranzuziehen. Und wenn, dann aber nur mit ganz engen Stopploss Marken, ganz nach Regel, kein Trade ohne Stoppmarke. Ziemlich oft muß man erleben, das gerade auf Grund von News, auch von sehr guten News, extrem abverkauft wird. Den perfekten Einstiegszeitpunkt erwischt man in der Regel nie. Am Hilfsreichsten sind die Charts und deren Analyse, um persönlich abschätzen zu können, wann für jemanden ganz persönlich der Einstiegszeitpunkt gekommen ist. Es gibt mittlerweile viele Methoden und Strategien, die angeblich funktionieren sollen. Aber wenn man mal einige von denen ausprobiert hat, wird man aber schnell feststellen, das so einige das Gegenteil bewirken, was sie versprechen, was nicht heißen soll, das diese zur Hilfe herangezogen werden können. Für mich persönlich ist wichtig, das die Aktie einen gesunden Trend aufweist und nach Konsolidierungen und Korrekturen, den Trend weiter beibehält. Deshalb wird bei einer Trendaktie, jeder Korrektur/Konsolidierungsverlauf im Chartbild genau verfolgt und analysiert, um Widerstände und Unterstützungen zu lokalisieren, wo ich die Handelsmarken festlege. Für Berufstätige, die nicht die Zeit haben den Markt Tag für Tag zu beobachten und dementsprechend zu Handeln, sieht es schwieriger aus. Für diese Börsianer sollten nur Aktien in Frage kommen, die allgemein einen gesunden Trend aufweißen und die bereit sind, diese Papiere auch einen längeren Zeithorizont zu halten. Da kommt es weniger darauf, einen günstigen Einstieg zu erwischen, sondern das man dabei ist, wo fast jeder Tag, Kauftag ist. Hinweise zu diesen Dauertrendaktien bietet unter anderen diese sehr gute "MastersTraders Seite" wo man sich als Premium-Mitglied gute Tipps holen kann, um sein Handeln zu optimieren. "Es gibt nie einen Grund, einen Gewinn-Trade zu einem Verlust-Trade werden zu lassen". Mit freundlichen Grüßen Mario
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Durchschnitt: 4,7
Dienstag, 16. November 2010

Zum Umgang mit Verlusten nach der Positionseröffnung: Mein Vorgehen!

Liebe Leser,

entscheidend für den Börsenerfolg ist der Umgang mit dem Risiko bei der Positionseröffnung. Ziel muss es sein, dass der Trade möglichst zügig in die Gewinnzone läuft. Verliereraktien haben im Depot nichts zu suchen, denn sie sperren wichtiges Kapital und engen den Handlungsspielraum für Neuengagements ein. Nachfolgend möchte ich mein Vorgehen schildern. Damit habe ich über Jahre hinweg ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.

Bereits im Vorfeld definiere ich eine maximale Verlustgrenze. Den eher kurzfristigen Tradingpositionen werden drei bis fünf Prozent Anfangsverlust eingeräumt. Bei den mittelfristigen Spekulationen sind es sieben bis zehn Prozent. Adjustiert werden diese Marken mit charttechnischen Unterstützungsniveaus (Unterstützungszonen, ein lokales Tief, Ausbruchsniveau). Der Vorteil davon ist, dass im Endeffekt eindeutige Levels vorliegen, wo die Position glattgestellt wird. Gerade für berufstätiger Börsianer ist die Definition von festen Stoppniveaus sinnvoll.

Häufig nehme ich mir die Zeit für intensive Marktbeobachtungen. Wenn Sie jahrelang den Ticker verfolgt haben, dann wird ein Gefühl für Bewegungen entwickelt, sodass Sie diesen antizipativ vorgreifen können. Hauptsächlich bei kurzfristigen Positionen, wo man häufig auf schnelle 10% setzt, reduziere ich das Risiko durch ein aktives Management. Kommt bei einem Long-Versuch kein Akkumulationsverhalten auf, sondern viel schlimmer entgegen meiner Erwartung Verkaufsdruck, dann wird die Position schon vor dem Erreichen des Stoppniveaus glattgestellt. Danach wird die Aktie im Auge behalten und sollte sich das Kauf- und Verkaufsverhalten wieder optimal gestalten, erfolgt der Rückkauf. Ein praxisbezogenes Beispiel, welches man öfters erlebt:

Sie kaufen eine Aktie als Reboundspekulation nachdem diese um acht Prozent gefallen ist und setzen den Stoppkurs drei Prozent unter Kaufkurs. Der Gesamtmarkt dreht nach oben, aber die Aktie bleibt trotzdem am Boden kleben und erholt sich nicht. Jetzt liegt eine gefährliche Situation vor! Wenn der Gesamtmarkt wieder schwächelt, wird sich der Verkaufsdruck bei der Aktie mit hoher Wahrscheinlichkeit verstärken. Beim ersten Anzeichen der Marktschwäche wird auch die Reboundposition aufgelöst. Es ist besser die Reißleine zu ziehen, bevor das Stoppniveau erreicht wird.

Ein offenes Geheimnis ist das konsequente Kleinhalten von Verlusten. Dadurch wird man in die komfortable Lage versetzt, profitabel zu Handeln auch wenn die Verlusttrades mal überwiegen. Mit wenigen gut getimten Manövern lassen sich die entscheidenden Gewinne einfahren.

Es ist immer leicht gesagt, dass man Verlust minimieren muss. In Wirklichkeit ist dies in den Anfangsjahren als Börsianer sehr schwierig. Man wird von vielen Meinungen beeinflusst und häufig führt die fundamentale Überzeugung zu einem zu langen Festhalten an einer Verlustposition. Man muss versuchen Verluste zu hassen, denn diese Zerstören den Traum ein Vermögen aufzubauen. Irgendwann wird ein Punkt erreicht, wo die Erkenntnis Verlust klein zu halten aufgrund von positiven Erfahrungswerten einsetzt.

Wird an Verlusten zu lange festgehalten, so ergeben sich zwei negative Effekte: Erstens wird das Kapital unnötig gesperrt. Es steht nicht für aussichtsreichere Titel zur Verfügung, d.h. bessere Kurschancen können verpasst werden. Zweitens sollte der Positionsaufbau im Depot prozyklisch erfolgen. Dies bedeutet wenn die Käufe in die Gewinnzone laufen, können weitere getätigt und damit der Investitionsgrad erhöht werden. Ein wichtiges Vorgehen aus Risikosicht. Hat man hingegen zu viele Verlierer im Depot, so wird das Risiko durch neue Positionen unnötig erhöht, c.p. verbieten sich "aussichtsreiche Neukäufe".

Bei dieser ganzen Betrachtung darf das Timing der Positionseröffnung nicht vernachlässigt werden. Schon dieses ist risikoentscheidend! Denn es macht einen großen Unterschied, ob man den Start einer Aufwärtsbewegung gut getroffen hat (die Position läuft dadurch sofort in den Gewinn) oder ob man als einer der letzten auf den fahrenden Zug springt (das Risiko einer starken Korrektur und damit die Verlustwahrscheinlichkeit ist erhöht).

Zusammenfassung
  • Tradingpositionen: Stoppkurs 3-5% unter Kaufkurs
  • Mittelfristige Spekulationen: Stoppkurs 7-10% unter Kaufkurs
  • Optimierung des Stopplevels durch charttechnische Marken
  • Risikoreduzierung für Fortgeschrittene: Aktives Management bei ständiger Marktbeobachtung --> antizipatives Handeln


Bezogen auf den kürzlich vorgestellten Sartorius Vz-Trade lag der Stoppkurs - wie ich Ihn für Abonnenten angegeben hatte - im unteren Bereich der Bodenbildung bei 17,30 Euro. Bei einem Fehltrade wäre der Verlust minimal gewesen und hätte das Depot nur marginal beeinflusst.

Kommentar von laxmi25:
Hallo Jörg, ein super Beitrag! "Man muss versuchen Verluste zu hassen, denn diese Zerstören den Traum ein Vermögen aufzubauen. Irgendwann wird ein Punkt erreicht, wo die Erkenntnis Verlust klein zu halten aufgrund von positiven Erfahrungswerten einsetzt." Damit sprichst Du mir aus der Seele, aber es ist tatsächlich so, die Erkenntnis allein nützt nichts ohne die nötige Erfahrung. Schon Richard Dennis sagte (sinngemäß) .. selbst wenn man diese Wahrheiten täglich in der Zeitung veröffentlichen würde, nur die wenigsten wären in der Lage auch konsequnet danach zu handeln. viel Grüße laxmi25
Kommentar von Adolescent:
Wirklich guter Beitrag, danke! Ich bin erst seit 11 Monaten an der Börse und hab mich anfangs sehr schwer mit dem kleinhalten von Verlusten durch Stoppkurse getan. Mittlerweile hat sich natürlich die Erkenntnis, dass Stopkurse und konsequentes Moneymanagement tatsächlich unerlässlich sind durchgesetzt ;-) Die Zeit bis zur Einsicht hat natürlich einiges an Lehrgeld gekostet ...
Kommentar von maddin91:
Danke für den Beitrag Jörg. Mit dem Kleinhalten von Verlusten in Einzelpositionen habe ich nicht so viele Schwierigkeiten. Was mein Depot gerade auseinandernimmt ist die Tatsache, dass an manchen Tagen oder Wochen fast alle Positionen gegen mich laufen. Wie soll man da vorgehen?
Kommentar von Jörg:
Hallo laxmi25, man muss es sich quasi antrainieren im Zuge des täglichen Tradings.
Kommentar von Jörg:
Hall maddin91, es ist empfehlenswert sich eine Intraday-Verlustgrenze für das Gesamtdepot zu setzen. Wenn diese überschritten wird, muss mit der Liquidation von Positionen begonnen werden. Meine Grenze liegt bei zwei bis drei Prozent. Wenn das Gesamtdepot in dieser Höhe verliert, fange ich mit der Risikoreduktion an.
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Durchschnitt: 4,8
Mittwoch, 10. November 2010

Das Lauern auf günstige Einstiege hat begonnen!

Liebe Leser,

in den letzten Tage fehlte dem Markt die Leichtigkeit. In einer Haussephase kann man anhand des Funktionierens von Breakout-Strategien recht gut erkennen, wie die aktuelle Verfassung ist. Finden Vorstöße auf neue Hochs statt und führen diese zu Anschlussgewinnen, dann lässt sich das Umfeld als gesund einstufen. Kommt es hingegen während des Ausbruchsversuch zu Verkaufsdruck, sodass die Breakouts gar nicht gelingen bzw. nach einer sehr kurzen Bewegung wieder abverkauft werden, dann ist Vorsicht geboten.

Werfen wir dazu einen Blick auf den Dax-Chart. Als die quälende Seitwärtsbewegung am 13.10. bei 6400 Punkten verlassen wurde, liefen die Ausbrüche bei Einzelaktien ohne Probleme (siehe Bechtle, Continental, Gildemeister United Internet, Volkswagen Vz, VTG). Nunmehr haben wir eine Situation, wo es nur noch wenige Aktien mit einer ausgedehnten Konsolidierung nahe des 52-Wochenhochs gibt. Und genau bei diesen Verlaufen die Ausbruchsversuche extrem schwerfällig. Aktuelle Beispiele sind Deutz und Indus Holding. Die Breakouts starten kurz an, aber werden sofort zu Gewinnmitnahmen genutzt. Das war vor einigen Woche gegenteilig. Hinzu kommt die starke Korrekturanfälligkeit. Ich hatte es vor einigen Tagen schon im Trading-Channel geschrieben, dass immer mehr Aktien zu kurzen und heftigen Konsolidierungen neigen. Das ist zwar in starken Aufwärtsphasen nicht ungewöhnlich, lässt aber beim prozyklischen Kauf von Trend-Aktien das Risiko deutlich ansteigen.



Die erfreuliche Perspektive ist die baldige Wahrscheinlichkeit für antizyklische Trading-Käufe. Meisten fallen Konsolidierungen fiel heftiger aus, als der vorangegangene Anstieg. Binnen drei oder vier Tagen kann ein Großteil der Gewinn, welche über Wochen aufgebaut wurden, negiert werden. Gleichzeitig stellen diese Bewegungen eine hervorragende Kaufchance dar, denn in einer Haussebewegungen setzt sich die übergeordnete Trendbewegung im Anschluss fort. Durch die Konsolidierung ergeben sich schnell wieder Kurschancen von 30-50%. Rein vom Muster, wie derartige Bewegungen ablaufen, sind gut am Chart von LPKF Laser zu sehen. Mithilfe antizyklischer Trading-Techniken wird versucht das lokale Tief zu treffen.



Fazit: In der nächsten Konsolidierung ist es das Ziel einige Aktien günstig abzustauben, um sich für die Jahresendbewegung optimal zu positionieren. Im Trading-Channel können Sie mein Vorgehen verfolgen.
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Durchschnitt: 4,5
Donnerstag, 14. Oktober 2010

Ausbruch verpasst? Was nun?

Liebe Leser,

manchmal wartet man eine Ewigkeit auf eine signifikante Bewegung, und wenn diese plötzlich kommt, partizipiert man nur unzureichend. Gründe können ein zu niedriger Investitionsgrad, oder eine fehlende Dynamik bei den vorhandenen Depotpositionen sein. In solchen Fällen trübt sich die persönliche Gemütslage spürbar ein und man ist gewillt möglichst doch an den Gewinnen teilhaben zu wollen. Von überhastetem Handeln nach dem Motto: "Dann renne ich dem Ausbruch eben hinterher." halte ich wenig. Aggressive Positionseröffnungen bei Aktien, die aufgrund einer Gesamtmarktbewegung schon deutlich über dem letzten lokalen Hoch notieren, können schnell ins Auge gehen. Es braucht nur eines simplen Pullbacks und man kommt sofort in Bedrängnis, weil einem die Verluste um die Ohren fliegen.

Risikoärmer ist aus meiner Sicht folgendes Vorgehen:
  • Konzentration auf Nachzügler: Das können Aktien sein, die zwar einen charttechnischen Aufwärtstrend aufweisen, aber noch nicht ausgebrochen sind. Oder aber Titel, welche in den Vorwochen vernachlässigt wurden, weil beispielsweise die Branche "out" war. (Bechtle, Comdirect, Dürr, Jungheinrich, Klöckner&Co, Krones etc.).
  • Pullbacks kaufen: Die zweite Möglichkeit besteht darin, die erste stärkere Konsolidierung bei Momentumaktien für den Positionsaufbau zu nutzen, wenn die Kurse auf die Startlevels der Ausbruchsbewegung zurückkommen.
Bei frischen Ausbruchsbewegungen des Gesamtmarktes ist häufig zu beobachten, dass zuerst die liquiden Titel aus Dax, MDax und TecDax akkumuliert werden. Festigt sich der eingeleitete Impuls, dann schwappt die Euphorie auch auf die dritte Reihe wie den SDax und tiefer über . Das war gestern gut sichtbar. Während die drei erstgenannten Indizes zwischen 1,8-2,7% zulegten, kam der SDax nur 0,83% voran. Das Kapital wird rotieren - einmal zu den kleineren Werten und zusätzlich innerhalb der größeren, d.h. nach schnellen Kursgewinnen richtet sich der Fokus auf Aktien, die sich zwar bullisch verhalten, jedoch noch keine großen Sprünge vollziehen konnten.

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Durchschnitt: 4,7
Sonntag, 10. Oktober 2010

Zum Thema Momentumtrading: Nachbesprechung des Adva-Trade!

Liebe Leser,

mit Adva konnte ich kürzlich einen sehr erfolgreichen Momentum-Trade durchziehen. Im Forum hatte ich versprochen den Trade nochmal nach zu besprechen, um meine Gedanken ausführlicher zu schildern. Das möchte ich mit diesem Beitrag:

Betrachten wir zunächst den Verlauf. Die Position wurde am 24.09. zu 4,78 Euro eröffnet. Am 29.09 erfolgte zu 5,54 Euro die Gewinnmitnahme. Bilanz: +16%!



Explosive Ausbrüche vollziehen sich häufig, wenn eine Aktie während eines schwächeren Gesamtmarktes kaum nachgibt. In solchen Phasen sieht man, wo Investoren mit Überzeugung an Bord sind, die aufgrund von fundamentalen Faktoren permanent Stücke nachfragen. Diese reagieren auf kurzfristige Schwankungen vom Markt nicht, sondern bauen über einen längeren Zeitpunkt ihre Positionen auf. Zu erkennen ist dies an:

  • Größeren Kauforders auf der Geld-Seite, die erneuert werden.
  • Im Gegenzug kommt es nicht zu Intraday-Rücksetzern, wenn bei einer Aktie wie Adva 70.000 Stück auf die Brief-Seite zum Verkauf gestellt werden. Wenn diese in einem schwächeren Markt weggekauft werden, ist das ein Signal für Akkumulationsinteresse.
  • Aktien reagieren nicht 1:1 mit dem Markt, sondern entwickeln bei einem angemessenen Handelsvolumen ein Eigenleben und notieren um das Vortagesniveau oder im Plus.

Als der Dax am 20.09. und 21.09 positive Akzente setzte, zog Adva sofort mit an. Am 22.09. und 23.09. war der Markt von Verkaufsdruck geprägt. Adva hatte sich vom schwächeren Gesamtmarkt nicht anstecken lassen, sondern notierte um das Vortagesniveau. Das ist bei einem Titel, der an den Vortagen eine positive Korrelation und einen hohen Betafaktor aufwies, keine Selbstverständlichkeit (rechnerisch lässt sich vom Korrelationskoeffizient auf den Betafaktor schließen). Am Tag der Positionseröffnung (24.09) startet der Aktienmarkt erneut leichter, aber Adva notierte im Plus und deutete damit die Fortsetzung des jüngsten Momentums an. Das war für mich das Signal eine Tradingposition zu eröffnen, weil sich die relative Stärke sofort in höheren Kursen niederschlagen würde, sobald der Markt freundlicher wird. Die Spekulation ging auf: Adva brach bei 5 Euro aus der mehrmonatigen Seitwärtsbewegung aus, zog das Interesse weiterer Anleger auf sich und vollzog eine dynamische Aufwärtsbewegung.

Am 29.09. wurde die Gewinnmitnahme getätigt, da der Dax erneut an der oberen Begrenzung seiner Trading-Range scheiterte. Ich hatte nach den schnellen Kursgewinnen Angst, dass Adva einen stärkeren Kursrücksetzer vollziehen würde. Sicherlich hätte man der Aktie die Chance auf eine "bullische Konsolidierung" geben können, aber man muss einen Trade auch immer in Relation zum Gesamtdepot sehen. Wenn man bereits zu 70% im Markt vertreten ist und dieser Schwäche zeigt, muss die Cashquote erhöht werden. Am ehesten werden in solchen Fällen die Gewinne bei kurzfristigen Tradingpositionen realisiert, wo ohnehin nur auf eine schnelle charttechnische Bewegung spekuliert wurde. Das war bei Adva der Fall und 16% binnen vier Börsentagen waren einfach zu verlockend.
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