Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Mittwoch, 18. August 2021

Progress-Werk Oberkirch: Autozulieferer hat den operativen Turnaround geschafft und die Aktie könnte bald nachziehen

Analyst: BÖRSE ONLINE 33-2021
Progress-Werk Oberkirch (WKN: 696800), kurz PWO, ist ein Zulieferer der Automobilindustrie mit einer 100-jährigen Unternehmensgeschichte. Der Konzern ist weltweit bekannt als Entwickler und Produzent anspruchsvoller Metallkomponenten im Bereich Umform- und Verbindungstechnologie, Fahrzeugsicherheit und Automobilkomfort, wie beispielsweise Bauteilen für Antiblockiersysteme, Schiebedächer oder Fensterheber und Verriegelungssysteme für Fahrzeugsitze. Neben dem Stammsitz am Rande des Schwarzwaldes ist der Konzern mit Produktionsstandorten in Kanada, der Tschechischen Republik, Mexiko und China in zahlreichen Wachstumsmärkten global vertreten. Der Automobilzulieferer wird aktuell an der Börse mit knapp 95 Mio. Euro bewertet.

Am 2. August veröffentlichte PWO die Halbjahreszahlen. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahre 2021 konnte der Autozulieferer den Konzernumsatz um 36 % von 157,1 auf 213,7 Mio. Euro steigern. Das EBIT (inkl. Währungseffekten) betrug 13,2 Mio. Euro, nach einem Fehlbetrag von 1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Das Periodenergebnis lag bei 8,8 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr ein Minus von 3,8 Mio. Euro realisiert worden war.

Progress-Werk Oberkirch könne laut BÖRSE ONLINE nun in eine Phase des Branchenzyklus kommen, in dem der Autozulieferer von Kostensenkungsmaßnahmen, Straffung der Produktpalette und einer daraus resultierenden höheren Effizienz vom kommenden Aufschwung profitieren sollte. U. u. habe die Aktie von PWO auch das rund 60 % über den aktuellen Notierungen liegende Rekordhoch vom Mai 2017 wieder im Visier. Darüber entscheiden dürfe, wie gut der Autozulieferer das Produktportfolio auf das rückläufige Geschäft mit Verbrennungsmotoren ausgerichtet habe. Prinzipiell sei PWO mit Bauteilen für Instrumententräger oder Elektromotorengehäusen auch für den kommenden Trend der E-Mobilität gut aufgestellt. Als Spezialist für Leichtbauweise könne man auch auftrumpfen. Die Nachfrage habe bereits im 1. Halbjahr angezogen. Ein Umsatzplus von rund einem Drittel zeuge davon. Bei den Ergebniskennziffern habe der Konzern den kompletten Turnaround geschafft. Der Verlust von 1,2 Mio. Euro im Krisenjahr 2020 beim EBIT sei Geschichte. Zwischen Januar und Juni habe PWO einen operativen Gewinn von 13,2 Mio. Euro erwirtschaftet. Daraufhin habe der Konzern sowohl Umsatz- als auch Ertragsprognose für das Gesamtjahr angehoben. Doch selbst die erhöhte Prognose von 400 Mio. Euro beim Umsatz und einem EBIT zwischen 15 und 18 Mio. Euro lasse noch Spielraum für eine weitere Anpassung nach oben. Angesichts des 2022er-KGVs von knapp 7 sei der Titel günstig bewertet. BÖRSE ONLINE rät mit einem Kursziel von 45 Euro zum Einstieg (48 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von PWO hat einen frischen Aufwärtstrend seit Jahresbeginn ausbilden können. Der langjährige Abwärtstrend wurde ebenfalls deutlich gebrochen. Nach dem Rücksetzer an den neuen Aufwärtstrend in den letzten Wochen könnte mit einem Anstieg über 31 Euro die nächste Kaufwelle in Richtung des Jahreshochs bei 36 Euro starten. Unter 27 Euro ist Vorsicht angesagt.
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