Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Grenke: Konjunktursorgen dürfte beim Spezialisten für Büroleasing zu einer stark ansteigenden Nachfrage führen

Analyst: FOCUS-MONEY 32-2022
Grenke (WKN: A161N3) ist ein führender Anbieter sowohl von banken- und herstellerunabhängigen Finanzdienstleistungen im IT-Bereich. Mit mehr als 30 Jahren an Erfahrung im Leasinggeschäft ist das Unternehmen aus Baden-Baden für seine überwiegend mittelständischen und kleinen Firmenkunden ein Finanzierungspartner für deren Anschaffungswünsche bei Bürozubehör wie beispielsweise PCs, Monitore, Notebooks, Kopierer und Drucker. In der Regel liegt der Anschaffungswert von "verleasten" Wirtschaftsgütern zwischen 500 und 25.000 Euro. Seit die Gesellschaft 2009 durch eine Übernahme eine Banklizenz erworben hat, bietet sie über die Grenke Bank auch klassische Online-Bankdienstleistungen für ihre Kunden an. Neben einer deutschlandweiten Präsenz ist die Grenke Group auch mit Standorten in zahlreichen europäischen Nachbarländern aktiv. Die im SDAX gelistete Gesellschaft weist aktuell eine Marktkapitalisierung von rund 1,2 Mrd. Euro auf.

Der Spezialist für das Leasing von Büroausstattung konnte im 1. Quartal 2022 das Leasing-Neugeschäft um 36,3 % von 365,8 auf 499,2 Mio. Euro steigern. Das Factoring-Neugeschäft legte um 12,6 % von 22,4 auf 26,8 Mio. Euro zu. Der Geschäftsbereich Grenke Bank konnte das Geschäft um 7,3 % von 14,7 auf 15,8 Mio. Euro steigern. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 30,2 % von 19,7 auf 25,6 Mio. Euro. Der Periodengewinn legte um 46,8 % von 14,0 auf 20,5 Mio. Euro zu.

Das aktuelle Konjunkturumfeld mit steigenden Material- und Energiepreisen müsste Grenke laut FOCUS-MONEY in die Karten spielen. Der Spezialist für das Leasing von Bürozubehör dürfe mehr Anfragen von Unternehmen erhalten, die darauf achten müssen, ihr Kapital möglichst effizient zu verwenden. Als Marktführer für Small-Ticket-Leasing von Büroausstattungsgegenständen bis 25.000 Euro (Laptops, Telefon, 3D-Drucker, Kopierer, E-Bikes oder Medizintechnik) erziele Grenke mit einem Leasingvertragskunden im Durchschnitt rund 9.000 Euro. Im 2. Quartal 2022 habe Grenke 138.261 Leasinganfragen erhalten. Im 1. Quartal habe dieser Wert bei 117.387 Anfragen gelegen. Der Bedarf steige demnach. Durch all diese Anfragen habe Grenke im 2. Quartal 52 % in 72.192 neue Leasingverträge abschließen können. Dadurch habe das Neugeschäftsvolumen um 47,4 % auf 587 Mio. Euro zulegen können. Im Geschäftsjahr 2022 gehe Grenke von einem Leasing-Neugeschäft von insgesamt 2 bis 2,2 Mrd. Euro aus. Bis zum Jahr 2024 werde sich das Leasinggeschäft gegenüber dem Niveau von 2021 verdoppeln. Profitabel sei das Geschäft auch. Nachdem im 1. Quartal ein Gewinn von 20,5 Mio. Euro realisiert werden konnte, sei der Konzern auf Kurs, das Jahresziel von 75 bis 85 Mio. Euro zu erfüllen. Das bereinigte Ergebnis dürfe sich laut Vorstand bis 2024 gegenüber 2021 verdoppeln. Derzeit werde in der Bilanz bei Grenke ein Eigenkapital von 1,285 Mrd. Euro ausgewiesen. Angesichts eines Börsenwertes von rund 1,2 Mrd. Euro sei das attraktiv. Mit einer zuletzt ausgezahlten Dividende von 51 Cents je Aktie komme der SDAX-Wert auf eine Dividendenrendite von rund 2 %. FOCUS-MONEY rät mit einem Kursziel von 32 Euro zum Einstieg (24 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Grenke stürzte im Jahr 2020 zweimal brutal ab. Nach Kursen von über 100 Euro zum Jahresanfang 2020 ist die SDAX-Aktie nur noch ein Viertel wert. Die Bodenbildung ist noch nicht abgeschlossen. Anleger warten daher zunächst ab.
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