Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Montag, 26. September 2022
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Dienstag, 13. September 2022

Biofrontera: Wenn sich Ameluz als Standardtherapie für leichten Hautkrebs durchsetzt, könnten Zeiten des stetigen Wachstums anbrechen

Analyst: FOCUS-MONEY 38-2022
Biofrontera (WKN: 604611) hat sich auf die Entwicklung von Medikamenten und medizinischer Kosmetik zur Behandlung von Hautkrankheiten/Hautkrebs und für die regenerative Pflege von geschädigter Haut spezialisiert. Seit Februar 2012 vertreiben die Leverkusener das verschreibungspflichtige Medikament Ameluz® zur Behandlung der aktinischen Keratose am deutschen Markt. Im Mai 2012 folgte dann die Zulassung für den wichtigen US-Markt. Das Produkt wird in anderen europäischen Ländern von Lizenzpartnern vertrieben. Für juckende und entzündete Haut vermarktet Biofrontera als medizinisches Wirkkosmetikum die Produktlinie Belixos®. Zudem hat das Unternehmen mit der Rotlichtlampe BF-RhodoLED® ein Produkt für die photodynamische Therapie (PDT) im Programm. An der Börse wird der Nebenwert gegenwärtig mit rund 77 Mio. Euro bewertet.

Im 1. Halbjahr 2022 konnte Biofrontera den Umsatz um 15,1 % von 13,1 auf 15,1 Mio. Euro steigern. Das EBITDA lag bei 3,37 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr ein Minus von 5,77 Mio. Euro angefallen war. Das EBIT belief sich auf 2,99 Mio. Euro, nach -7,39 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern weitete sich der Verlust allerdings auf 36,75 Mio. Euro aus, nach einem Fehlbetrag von 8,87 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2021.

Eine spannende Langfristwette auf steigenden Kurse hat FOCUS-MONEY beim deutschen Nebenwert Biofrontera ausgemacht. Biofrontera sei mit der Salbe Ameluz zur Heilung von aktinischen Keratorsen (leichte Form von Hautkrebs) in Europa und den USA am Markt aktiv. Diese Methode zur Behandlung von Hautkrebs solle zukunftsweisend sein. Im Gegensatz zu anderen Therapien gelte die Behandlung mit Ameluz als schonend und äußerst effektiv. Biofrontera habe abgesehen von Ameluz weitere Produkte in der Pipeline. Die Coronapandemie habe den Konzern aber dazu gezwungen, viele Projekte auf Eis zu legen. Im 2. Quartal sei der Umsatz um rund 5 % zurückgegangen. Das EBIT sei tiefrot gewesen. Ohne den Börsengang der US-Tochter Biofrontera Inc. hätte das Unternehmen keinen Nettogewinn von 69 Cents je Aktie ausgewiesen. Doch gerade dieses US-IPO der Tochter dürfe als finanzieller Befreiungsschlag angesehen werden. Der Leverkusener Mutterkonzern halte weiterhin 34 % der Anteile an der US-Tochter, werde ab jetzt Lizenzeinnahmen aus Amerika erhalten. Das operative Betriebsergebnis dürfe dadurch sogar im laufenden Geschäftsjahr noch positiv ausfallen. Mittel- bis langfristig wolle die Konzernleitung Biofrontera durch das hohe Marktpotenzial von Ameluz dazu nutzen, um das Unternehmen zu einem führenden Anbieter im Bereich dermatologischer Therapien zu machen. Anleger sollten berücksichtigen, dass dafür womöglich noch einmal eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden könnte. Spätestens im Geschäftsjahr 2023 wolle Biofrontera den Turnaround beim Nettoergebnis erreichen. Danach wolle man das Wachstums verstetigen. Denkbar wäre auch eine Kooperation mit einem starken Partner, die die Entwicklung beschleunigen würde. Denn noch kümmere sich Biofrontera um das operative Geschäft sowie den ganzen Vertrieb in Eigenregie. Setze sich Amelux am Markt durch, dann dürfe Biofrontera auch rasch ein Übernahmeziel für einen größeren Konzern aus der Branche werden. FOCUS-MONEY rät mit einem langfristigen Kursziel von 3 Euro spekulativen Anlegern zum Kauf (121 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Biofrontera versucht sich einer langjährigen Talfahrt an der Bodenbildung. Ein erstes Achtungszeichen wäre der Ausbruch über 1,50 Euro. Dann wäre viel Platz für eine Annäherung an das 52-Wochenhoch bei 2,50 Euro. Unter 90 Cents dürfte sich der Traum von einer Trendwende jedoch in Luft auflösen.
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