Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Donnerstag, 15. September 2022

BASF: Einen Produktionsstopp beim Chemiekonzern könne sich Deutschland nicht leisten, wenn es nicht zum Stillstand der Wirtschaft kommen soll

Analyst: BÖRSE ONLINE 37-2022
Die 1865 als Badische Anilin und Soda Fabrik in Ludwigshafen gegründete BASF (WKN: BASF11) zählt heute zu den weltweit führenden Chemieunternehmen. Obwohl die Chemiesparte (Chemicals) noch immer zum Kerngeschäft des Konzerns zählt, hat BASF mit den weiteren Unternehmensbereichen Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions weit mehr zu bieten. Außerdem darf man nicht vergessen, dass BASF auch im Zukunftstrend E-Mobilität mit einem starken Engagement bei Autobatterien aktiv ist. Die Marktkapitalisierung der DAX-Gesellschaft liegt aktuell bei rund 38,4 Mrd. Euro.

Im 1. Halbjahr konnte BASF den Konzernumsatz um 17,6 % von 39,2 auf 46,2 Mrd. Euro steigern. Das EBITDA legte um 11,4 % von 6,38 auf 7,11 Mrd. Euro zu. Die EBITDA-Marge betrug 15,4 % gegenüber 16,3 % im Vorjahr. Das EBIT kletterte um 11,0 % von 4,63 auf 5,14 Mrd. Euro. Nach Steuern gab das Ergebnis um 2,9 % von 3,6 auf 3,5 Mrd. Euro nach.

BASF habe laut BÖRSE ONLINE eine Schlüsselrolle für die gesamte deutsche Industrie. An der Börse werde das nicht honoriert. Die Aktie habe auf Fünfjahressicht die Hälfte des Börsenwertes verloren. An Sorgen zur Versorgungssicherheit mit Erdgas könne diese Bewertung eigentlich nicht liegen. Beim zweitwichtigsten Chemiekonzern der Welt dürfte es nicht zu einem Produktionsstopp kommen, denn das hätte einen Dominoeffekt auf alle anderen Unternehmen. Deutschland käme zu Stillstand. BASF sei mit unzähligen Grundstoffen einer der wichtigsten Lieferanten für alle erdenklichen Wirtschaftsbereiche. Übergeordnet müsse man eine Konjunkturabkühlung einpreisen, denn die Indikatoren würden Warnsignale liefern. Schwäche sich die Wirtschaft ab, treffe das Unternehmen der zyklischen Chemieindustrie meist hart. Andererseits sei BASF von heute nicht mit dem Unternehmen vor fünf Jahren zu vergleichen. Damals habe BASF einen Konzernumsatz von 65 Mrd. Euro realisiert. Im Geschäftsjahr 2021 fast 80 Mrd. Euro. Die Aktie werde aktuell mit einem 2023er-KGV von knapp 9 bewertet und weise eine Dividendenrendite von 7,6 % auf. Natürlich habe BASF durch den Krieg in der Ukraine gelitten. Der Konzern habe Abschreibungen in Milliardenhöhe auf das Russland-Geschäft der Tochter Wintershall-Dea vornehmen müssen, wegen der Investitionen in die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Allen Schwierigkeiten zum Trotz habe BASF mit den Halbjahreszahlen positiv überraschen können. Schon zur Jahresmitte habe der Chemiekonzern ein Ergebnis je Aktie von 3,65 Euro erzielt. Das reiche theoretisch aus, um die erwartete Dividende von 3,40 bis 3,50 Euro auszuschütten. Langfristig orientierte Dividendenjäger würden angesichts der zu erwartenden Rendite derzeit eine Traumkonstellation vorfinden. BÖRSE ONLINE rät mit einem Kursziel von 54 Euro zum Kauf (26 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Der Fünfjahreschart von BASF ist ein Graus für Anleger. Der DAX-Titel notiert fast am Crashtief vom März 2020. Rutscht die Aktie unter 40 Euro, dürfte eine weitere Verkaufswelle anlaufen, weil sich dort viele Absicherungen befinden dürften.
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