Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Montag, 26. September 2022
EURO am SONNTAG 38-2022: Evotec: US-Tochter des Biotechkonzerns erhält Regierungsauftrag in den USA
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Donnerstag, 11. August 2022

Fraport: Airport-Betreiber profitiert von der Rückkehr der Reiselust und verzeichnet ein stark steigendes Passagieraufkommen

Analyst: DER AKTIONÄR 33-2022
Den Flughafen Frankfurt kennt wahrscheinlich jeder. Als Eigentümerin und Betreiberin des viertgrößten europäischen Luftverkehrsdrehkreuzes gehört die Fraport AG (WKN: 577330) zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business. Zum Tätigkeitsfeld der Fraport AG zählen nicht nur sämtliche Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb, die Gesellschaft ist auch verantwortlich für das Airport-Retailing (u. a. Einkaufsmöglichkeiten, Banken, Restaurants) und die Immobilienentwicklung. Neben dem Flughafen Frankfurt managt die Fraport AG in Deutschland auch den Flughafen Hannover-Langenhagen. Über Tochtergesellschaften und Beteiligungen "exportiert" die Gesellschaft ihr Geschäftsmodell und ist an zahlreichen weiteren Flughäfen weltweit aktiv, u. a. in Griechenland (14 Regionalflughäfen), Bulgarien (Burgas und Varna), Indien (Delhi), Türkei (Antalya), Peru (Lima), Slowenien (Ljubljana) und China (Xi’an Xianyuang). An der Börse wird die MDAX-Gesellschaft gegenwärtig mit 4,5 Mrd. Euro bewertet.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2022 legte der Umsatz bei Fraport um 66,3 % von 810,9 Mio. auf 1,349 Mrd. Euro zu. Das EBITDA erhöhte sich um 21,8 % von 335,3 auf 408,3 Mio. Euro. Beim EBIT ging es um 56,7 % von 116,1 auf 181,9 Mio. Euro nach oben. Unterm Strich wurde ein Minus von 53,1 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Gewinn von 15,4 Mio. Euro im Vorjahr.

Laut DER AKTIONÄR habe man es schon am 13. Juli ahnen können, dass der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport keine enttäuschenden Halbjahreszahlen am 9. August vorlegen würde. Die Passagierzahlen in den ersten sechs Monaten hätten eine Erholung signalisiert. Die starken Halbjahreszahlen seinen die Bestätigung für die Annahme gewesen. Dank des stark gestiegenen Passagieraufkommens habe der Umsatz um 66,3 % auf 1,35 Mrd. Euro zugelegt und das EBIT einen Sprung um fast 57 % auf 181,9 Mio. Euro geschafft. Gegenüber dem Vorjahr sei das Passagieraufkommen in Frankfurt um den Faktor 3 gestiegen. An den griechischen Flughäfen des Konzerns habe man sogar 3,4 % mehr Passagiere abgefertigt als im Vor-Coronajahr 2019. Natürlich sei noch längst nicht alles Gold, was glänzt, bei Fraport. Der Krieg und die anhaltenden Lockdowns in China hätten beispielsweise das Frachtvolumen um 11,5 % fallen lassen. Außerdem sei eine Wertberichtigung in Höhe von 163 Mio. Euro vorgenommen worden. Dennoch habe sich die Konzernleitung optimistisch gezeigt und für einige Finanzkennziffern die Jahresprognose angehoben. Sowohl EBITDA als auch EBIT dürften die Erwartungen übertreffen. Die Passagierzahlen in Frankfurt dürften noch weiter zulegen. Fraport mache das Beste aus der einfachen Rechnung: steigende Reiselust = höhere Kauflust. DER AKTIONÄR rät mit einem Kursziel von 60 Euro zum Kauf (23 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Fraport konnte sich zuletzt vom Jahrestief bei 38,50 Euro nach oben absetzen und läuft nun den Widerstand bei 52,50 Euro an. Gelingt ein Ausbruch darüber, könnte es weiter bis in Richtung von 65 Euro gehen. Prallt der Titel aber an der Hürde nach unten ab, ist Vorsicht angesagt.
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