Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Freitag, 20. August 2021

BASF: Chemiekonzern erwartet im 2. Halbjahr keinen großen Einfluss durch die hoch-ansteckende Delta-Variante des Corona-Virus

Analyst: EURO am SONNTAG 33-2021
Die 1865 als Badische Anilin und Soda Fabrik in Ludwigshafen gegründete BASF (WKN: BASF11) zählt heute zu den weltweit führenden Chemieunternehmen. Obwohl die Chemiesparte (Chemicals) noch immer zum Kerngeschäft des Konzerns zählt, hat BASF mit den weiteren Unternehmensbereichen Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions weit mehr zu bieten. Außerdem darf man nicht vergessen, dass BASF auch im Zukunftstrend E-Mobilität mit einem starken Engagement bei Autobatterien aktiv ist. Die Marktkapitalisierung der DAX-Gesellschaft liegt aktuell bei rund 60 Mrd. Euro.

Im 1. Halbjahr 2021 konnte BASF den Konzernumsatz um 33 % von 29,43 auf 39,15 Mrd. Euro steigern. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) legte um starke 205 % von 1,52 auf 4,63 Mrd. Euro zu. Der Vorsteuergewinn schoss von 277 Mio. auf 4,44 Mrd. Euro in die Höhe. Nach Steuern explodierte das Ergebnis von 29 Mio. auf 3,6 Mrd. Euro.

Richtig rund sei es laut EURO am SONNTAG beim Ludwigshafener Chemieriesen BASF im 1. Halbjahr 2021 gelaufen. Die Geschäftsführung habe die starke Entwicklung (+33 % beim Umsatz, explosives Ergebniswachstum) gleich zum Anlass genommen, um die Jahresprognose anzupassen. Laut BASF dürfe auch eine mögliche Ausbreitung der hoch-ansteckenden Delta-Variante des Corona-Virus nicht die Perspektiven des Chemiekonzerns trüben. Dafür seien die Auftragsbücher zu prall gefüllt. Laut Konzern-Chef Martin Brudermüller dürfe der Konzern im laufenden Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 74 bis 77 Mrd. Euro erwirtschaften. Das käme einer Steigerung von mindestens 25 % gegenüber dem Vorjahr gleich. Beim operativen Gewinn sei vor Sondereinflüssen mindestens eine Verdopplung auf bis zu 7,5 Mrd. Euro zu erwarten. BASF verdanke das überproportionale Gewinnwachstum neben der guten Entwicklung im zyklischen Chemiegeschäft immer mehr dem Ausbau des profitableren Spezialchemiegeschäfts und den Ergänzungen des Portfolios um hochwertigere Produkte. Zuletzt habe BASF von der Erholung der Autobranche profitieren können. Rund 19 % des Gesamtumsatzes erwirtschafte der Konzern mit dieser Sparte. Die Steigerung bei den Rohstoffen habe man dabei gut kompensieren können. Mit einem 2022er-KGV von knapp 12 bleibe die Aktie weiter aussichtsreich. EURO am SONNTAG rät mit einem Kursziel von 95 Euro zum Kauf (46 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von BASF konnte zuletzt wieder auf das Vor-Corona-Niveau von über 70 Euro zulegen. Dort ging dem Titel allerdings die Luft aus. Nun droht die Aktie durch die Horizontalunterstützung bei 64 Euro zu fallen. Darunter könnte es zu einer Verkaufswelle bis in den Bereich um 55 Euro kommen.
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