Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Sartorius: Erfolgsgeschichte des Laborausrüsters wird mit DAX-Aufstieg abgerundet ist aber längst noch nicht ausgereizt

Analyst: DER AKTIONÄR 45-2021
Sartorius (WKN: 716563) ist ein weltweit führender Anbieter auf dem Gebiet der Labor- und Prozesstechnologie. Das traditionsreiche, bereits 1870 gegründete Unternehmen ist bei Kunden der Labor-, Pharma-, Biotech- und Nahrungsmittelindustrie beliebt als Lieferant für Membrane, Filter und Laborwaagen. Insbesondere im Geschäftssegment "Bioprocess Solutions" gilt die Sartorius-Produktpalette rund um Probleme zur "Filtration, Fluid Management, Fermentation und Purification" weltweit als führend. Im Geschäftsbereich "Lab Products & Services" konzentriert sich Sartorius auf die Produktion von Laborinstrumenten und Verbrauchsmaterialien. Zudem ist Sartorius ein Anbieter von qualitativ hochwertigen Instrumenten der industriellen Wägetechnik, Kontroll- und Plattformwaagen sowie Systemen zur Fremdkörpererkennung und Qualitätssicherung. Sartorius verfügt über eigene Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien und Amerika. Der Börsenwert der Vorzugsaktien (37,18 Millionen Stück), die im TecDAX und MDAX notieren, beträgt gegenwärtig knapp 20,2 Mrd. Euro.

In den ersten neun Monaten legte der Auftragseingang bei Sartorius um 72,3 % von 1,957 auf 3,286 Mrd. Euro zu. Der Umsatz zog um 53,9 % von 1,680 auf 2,527 Mrd. Euro an. Beim EBITDA ging es um 81 % von 488,7 auf 866,4 Mio. Euro nach oben. Die EBITDA-Marge betrug 34,3 % gegenüber 29,1 % im Vorjahr. Unterm Strich verbesserte sich das Periodenergebnis um 92,7 % von 211,2 auf 406,9 Mio. Euro.

Bei Sartorius handle es sich laut DER AKTIONÄR um eine der besten Erfolgsstorys der letzten Jahre, die mit dem DAX-Aufstieg im September längst noch nicht die Grenzen erreicht habe. Der Göttinger Laborausrüster habe im Kampf gegen das Covid-19-Virus eine Schlüsselrolle eingenommen. Sartorius habe mit den Produkten erst die reibungslose Massenproduktion der Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna und Co. möglich gemacht. Kein Wunder also, dass die Finanzkennziffern für die ersten neun Monate stark ausgefallen seien. Ein Umsatzzuwachs von 53,9 % auf 2,53 Mrd. Euro sei zu verzeichnen gewesen, obwohl nur rund 20 % davon durch Produkte im Zusammenhang mit der Pandemie gestanden hätten. Nicht alles Wachstum der Göttinger sei also mit der Sonderkonjunktur durch die Pandemie zu begründen. Vielmehr erfahre Sartorius eine Nachfrage nach allen Produkten aus dem breiten Sortiment und generiere damit das hohe organische Wachstum. Das solle auch mittelfristig so weiter gehen. Bis 2025 wolle der DAX-Konzern einen Jahresumsatz von rund 5 Mrd. Euro und eine ambitionierte EBITDA-Marge von 34 % erreichen. Die Pandemie habe nur deutlich gemacht, dass Sartorius mit der Pharma- und Biotech-Industrie eine Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts adressiere. Ein Innovationsschub im Bereich Biotechnologie dürfe langfristig auch ein hervorragendes Wachstumsumfeld für Sartorius bedeuten. DER AKTIONÄR rät dazu, Kursschwäche zum Kauf mit einem Ziel von 800 Euro zu kaufen (36 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Vorzugsaktie von Sartorius hat einen intakten Aufwärtstrend vorzuweisen und schickt sich gerade an, auf ein neues Allzeithoch auszubrechen. Über 595 Euro würde ein prozyklisches Kaufsignal ausgelöst. Rücksetzer oberhalb von 500 Euro wären allerdings unter Chancen-Risiko-Gesichtspunkten bessere Einstiegsmöglichkeiten.
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