Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Dräger: Familienunternehmen aus Lübeck sieht Zukunft angesichts der starken Marktstellung im Bereich Medizin- und Sicherheitstechnik optimistisch

Analyst: FOCUS-MONEY 46-2021
Dräger (WKN: 555063 Vorzugsaktie) hat zwei wichtige Standbeine: Medizin- und Sicherheitstechnik, wobei die Medizintechnik gemessen am Konzernumsatz der bedeutendere der beiden Bereiche ist. Der in Lübeck ansässige Konzern gehört als Entwickler des weltweit ersten Narkoseapparates im Jahr 1902 zu den Pionieren der Medizintechnik und hat sich als ein global angesehener Anbieter von Geräten zur Messung von Vitalfunktionen im klinischen Akutbereich etabliert. Neben Anästhesiearbeitsplätzen gehören Beatmungsgeräte für Intensivmedizin, Geräte für Intensiv- und Transportbeatmung sowie Wärmetherapie für Neugeborene und Patientenmonitoring zum Produktprogramm des Konzerns. Mit dem Unternehmensbereich "Sicherheitstechnik" bietet Dräger seinen Kunden Produkte und Lösungen für ein ganzheitliches Gefahrenmanagement, insbesondere für den Personen- und Anlagenschutz. Darunter fallen beispielsweise stationäre und mobile Gasmesssysteme, Atemschutzausrüstung, Brandübungsanlagen, professionelle Tauchtechnik sowie Alkohol- und Drogentestgeräte. Die Marktkapitalisierung der im SDAX gelisteten Gesellschaft beträgt aktuell rund 1,15 Mrd. Euro (Vorzugs- und Stammaktien).

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2021 erhöhte sich der Konzernumsatz bei Dräger um 4,9 % von 2,291 auf 2,403 Mrd. Euro. Das EBITDA stieg um 11 % von 319,1 auf 354,3 Mio. Euro. Beim EBIT ging es um 12,6 % von 228,3 auf 257,0 Mio. Euro nach oben. Die EBIT-Marge betrug 10,7 % gegenüber 10,0 % im Vorjahr. Nach Steuern legte das Ergebnis um 26,2 % von 135,2 auf 170,6 Mio. Euro zu.

Die Corona-Pandemie habe Dräger laut FOCUS-MONEY erst so richtig in den Fokus von Aktionären gebracht, denn als Anbieter von Beatmungsgeräten war der Anbieter von Medizin- und Sicherheitstechnik plötzlich sehr gefragt. Dräger habe schnell auf die neue Nachfrage mit einer Verdopplung der Produktionskapazitäten reagiert, darüber aber auch das weitere Geschäft mit Lösungen für Gesundheits- und Rettungswesen nicht vernachlässigt. Neben Produkten zum Patientenmonitoring sie dabei in erster Linie an Feuerwehrhelme und Chemikalienschutzanzüge zu denken. Auch wenn der Nachfrageboom bei Dräger seit diesem Jahr abgeflacht sei, dürfe man weiterhin von einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung ausgehen. Für das laufende Geschäftsjahr könne ein Gesamtumsatz von rund 3,3 Mrd. Euro erwartet werden (Vorjahr: 3,5 Mrd. Euro). Der Gewinn je Aktie dürfe mit 10,76 Euro sogar etwas über dem Niveau des Vorjahres von 10,22 Euro liegen. Die weitere Geschäftsentwicklung werde solide sein, auch wenn ab 2022 eine Normalisierung der Nachfrage nach Produkten gegen die Pandemie zu erwarten sei. Rückgänge in diesem Bereich dürfe Dräger durch die breite Produktpalette in gewissem Maße ausgleichen können. Auch die starke Marktposition des Medizintechnik-Spezialisten mache das Familienunternehmen zu einem attraktiven Investment für Anleger. FOCUS-MONEY rät mit einem Kursziel von 90 Euro zum Kauf (30 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Vorzüge von Drägerwerk befinden sich seit dem Sommer in einer Abwärtsbewegung, die zuletzt oberhalb von 68 Euro einen Boden gefunden zu haben scheint. Ein Kauf drängt sich allerdings erst bei einem Ausbruch über die Abwärtstrendlinie bei 71,50 Euro auf.
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