Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Samstag, 27. November 2021

Lang & Schwarz: Wertpapierhandelsbank wird mit einem 3er-KGV für 2022 sehr günstig bewertet angesichts des Wachstumspotenzials

Analyst: EURO am SONNTAG 47-2021
Lang & Schwarz (WKN: 645932) wird den meisten Anlegern als außerbörslicher Handelspartner für Wertpapiere, Zertifikate und Hebelprodukte bekannt sein. Über die 100%ige Tochtergesellschaft TradeCenter bietet die Handelsbank den Anlegern über deren eigene kontoführende Institute (Partnerbanken) die Möglichkeit zum außerbörslichen Direkthandel von in- und ausländischen Aktien und eigenen Wertpapierprodukten an. Als Wertpapierhandelsbank emittiert Lang & Schwarz eigene Optionsscheine und Zertifikate. Im Konzernbereich "Designated Sponsoring" übernimmt Lang & Schwarz im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse die Funktion des sog. Liquidity Providers, der gewährleistet, dass Anleger in der gesamten Handelszeit zu marktgerechten Kursen handeln können. An der Börse wird die Gesellschaft derzeit mit rund 265 Mio. Euro bewertet.

Am 20. August meldete Lang & Schwarz Zahlen für das beste Halbjahr der Konzerngeschichte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit legte im Vergleich zum Vorjahr um 167 % von 21,1 auf 56,3 Mio. Euro zu. Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit erhöhte sich um 124 % von 34,0 auf 76,2 Mio. Euro. Das Konzernperiodenergebnis für das 1. Halbjahr betrug 48,0 Mio. Euro gegenüber 14,4 Mio. Euro und konnte damit mehr als verdreifacht werden.

Die zunehmende Volatilität an den Märkten sei laut EURO am SONNTAG gut für das Geschäft der Wertpapierhandelsbank Lang & Schwarz. Höhere Schwankungen bei den Kursen würden zu mehr Trading-Aktivitäten führen. Mehr Trading resultiere in mehr Ordergebühren. In den zurückliegenden vier Wochen habe Lang & Schwarz ein Niveau der Handelsumsätze um 50 % über dem gleichen Zeitraum zuvor beobachten können. Aber Lang & Schwarz beobachte diese Zunahme der Aktivitäten auch bei den Kooperationspartnern. Bei der Social-Trading-Plattform Wikifolio habe man im 1. Halbjahr einen Anstieg des Handelsvolumens um ein Drittel auf 730 Mio. Euro gesehen. Beim Kooperationspartner Trade Republic dürfe der Zahl der Kunden nach einem Anstieg um 600.000 im 1. Halbjahr inzwischen bei insgesamt 1,3 Mio. liegen. Die Aktivitäten von Trade Republic würden über Lang & Schwarz abgewickelt und seien ein weiterer Grund für den Anstieg der Provisionen. Zuletzt habe die Wertpapierhandelsbank dann auch noch die neue Kooperation mit dem französischen Online-Broker Lydia gemeldet. Lydia habe einen Kundenstamm von 5,5 Mio. Usern. Diesen Nutzern werde Lang & Schwarz bei Bitpanda, einem weiteren Kooperationspartner, den Handel von Kryptowährungen und Wertpapieren ermöglichen. Die Kooperationen mit Trade Republic und Lydia dürften bei Lang & Schwarz dank der viel größeren Kundenzahl zu einen starken Basiseffekt führen. Provisionen und Handelsergebnis der Düsseldorfer Wertpapierhandelsbank sollten im kommenden Geschäftsjahr kräftig zulegen. Nach einem Gewinn je Aktie von 20 Euro im laufenden Geschäftsjahr sei 2022 ein Ergebnis je Aktie von 25 Euro drin. Angesichts eines 2022er-KGVs von 3,4 sei die Aktie spottbillig. EURO am SONNTAG rät mit einem Kursziel von 139,50 Euro zum Kauf (66 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Lang & Schwarz korrigierte im August heftig nach einer Unternehmensmeldung. Zuletzt konnte sich der Titel oberhalb des Korrekturtiefs bei 75,50 Euro stabilisieren. Diese Marke sollten Anleger als möglichen Stopp im Blick behalten. Prozyklische Käufer sollten einen Ausbruch über 95 Euro abwarten.
Hinweis
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