Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Cherry: Anbieter von High-End-Switches für Tastaturen könnte bis 2023 deutlich wachsen und wäre mit einem KGV von 14 zu günstig

Analyst: DER AKTIONÄR 51-2021
Cherry (WKN: A3CRRN) dürfte es als Hersteller von High-End-Switches für mechanische Tastaturen und Computer Eingabegeräten wohl in fast jeden Haushalt geschafft haben zumindest, wenn es einen Gamer im Haushalt geben sollte. Mit mechanischen Tastatur-Switches für Gaming-Tastaturen zählt Cherry zu den Weltmarktführern. Aber die Peripheriegeräte werden nicht nur beim Gaming eingesetzt, sondern auch in Büro, Home-Office, Industrie sowie bei Telematiklösungen für das Gesundheitssystem und im Bereich Cybersecurity. Die Gesellschaft wird aktuell mit rund 656 Mio. Euro an der Börse bewertet.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 konnte Cherry den Umsatz um 31,3 % von 93,9 auf 123,4 Mio. Euro steigern. Das EBITDA legte um 18,2 % von 26,3 auf 31,1 Mio. Euro zu. Bereinigt um Sondereffekte ging es sogar um 36,9 % von 26,7 auf 36,5 Mio. Euro beim EBITDA nach oben. Die bereinigte Umsatzmarge betrug 29,6 % gegenüber 28,4 % im Vorjahr. Das Konzernergebnis gab allerdings um 74 % von 13,6 auf 3,5 Mio. Euro nach.

Cherry könne laut DER AKTIONÄR mit qualitativ hochwertigen Produkten bei seinen Kunden und dank dynamischer Wachstumsperspektiven bald auch bei Anlegern punkten. Mit High-End-Switches für Tastaturen sei Cherry der führende Anbieter dieser Art am Markt, mit einem Anteil von 40 %. Weil Gaming boome und durch die Lockdowns der Pandemie noch einen zusätzlichen Wachstumsschub erfahren habe, sei davon auszugehen, dass inzwischen 40 % der Weltbevölkerung daddle. Entsprechend rund laufe bei Cherry als Anbieter von Tastaturen, Mäusen und Headsets das Geschäft, wobei die Produkte oft in den High-End-Produkten der großen Konzerne wie Dell, Corsair oder Logitech verbaut werden. Mit ultraflachen, mechanischen Switches in Notebooks setze Cherry aktuell den Benchmark. Als Monopolist dürfe dieses Geschäft für Cherry ein enormes Wachstumspotenzial besitzen. Im 1. Halbjahr 2022 werde die Dell-Gaming-Tochter Alienware ihre Premium-Laptops mit diesem Produkt ausstatten. Mit einem steigenden Umsatz solle sich künftig auch die Marge nach oben bewegen. Teilweise solle die Marge bei mehr als 40 % liegen. Doch auch das Home-Office beflügle das Geschäft. Peripheriegeräte seien auch bei Autoren, Programmierern und Kreativen gefragt. Im Gesamtjahr dürfe Cherry einen Umsatz von 170 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von 30 % erreichen. 2022 dürfe es beim Umsatz prozentual zweistellig nach oben gehen. 2023 seien Erlöse von 265 Mio. Euro denkbar und bei einer EBITDA-Marge von 30 % käme Cherry mit einem KGV von 14 auf eine günstige Bewertung. DER AKTIONÄR rät mit einem Kursziel von 37,50 Euro zum Einstieg (39 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Cherry befindet sich im Abwärtstrend. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob der Titel im Bereich von 25 Euro einen Boden gefunden hat oder nicht. Prozyklisch sollten Anleger zumindest den Ausbruch über die Abwärtstrendlinie abwarten.
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