Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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BioNTech: Nach dem Durchbruch der mRNA-Technologie wollen die Mainzer nun die Pipeline mit weiteren Wirkstoffkandidaten füllen

Analyst: FOCUS-MONEY 05-2022
BioNTech (WKN: A2PSR2) wurde 2008 in Mainz gegründet, um neue Therapien zur individuellen Behandlung von Krebspatienten zu entwickeln. Einer breiten Öffentlichkeit ist das Biotech-Unternehmen durch die Corona-Pandemie zum Begriff geworden, weil die Mainzer in Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Pfizer an einem Impfstoff gegen Covid-19 forschen. Im Oktober 2019 erfolgte das IPO von BioNTech an der Nasdaq. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit rund 38,9 Mrd. USD.

Am 30. März wird BioNTech die Zahlen für das Gesamtjahr 2021 vorlegen. Schon jetzt dürfte klar sein, dass diese gut ausfallen sollten. In den ersten neun Monaten des zurückliegenden Geschäftsjahrs 2021 konnten die Mainzer den Konzernumsatz von 136,9 Mio. auf 13,444 Mrd. USD steigern das ist kein Zahlenfehler! Der Nettogewinn belief sich auf 7,126 Mrd. USD, nach einem Plus von 351,7 Mio. USD in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

Nachdem BioNTech mit der ersten Entwicklung eines Impfstoffs auf Basis der bis dahin weitgehend unbekannten mRNA-Technologie im Jahr 2020 der Durchbruch gelungen war, werde die Aktie der Mainzer laut FOCUS-MONEY inzwischen attraktiv aufgrund der Fantasie von innovativen Medikamenten zur Behandlung von Krebs. BioNTech wolle dem Impfstofferfolg baldmöglichst auch mit Forschungserfolgen im Bereich Onkologie für Aufmerksamkeit sorgen. Im Vordergrund stehen dürften dabei individuelle Lösungen der Krebstherapie. Mit dieser Fokussierung auf Krebstherapien werde die Aktie interessant für Langfristanleger, die sich auch nach einem (möglichen) Ende der Covid-19-Pandemie neue Wachstumsimpulse ausrechnen. Die Pipeline der Mainzer habe einige interessante Projekte zu bieten. Vier Studien zu Krebsindikationen, die alle auf der mRNA-Plattform basieren, zählten zu den am weitesten fortgeschrittenen Projekten. In frühen Studienphasen befänden sich 23 weitere Forschungsarbeiten, bei denen aber auch andere Plattformen abseits der mRNA-Technologie zu Einsatz kommen. 18 der insgesamt 28 Wirkstoffkandidaten entwickle BioNTech noch in Eigenregie. Bei einem Forschungserfolg mit Marktzulassung dürften daher hohe Umsätze in Mainz auflaufen. Wer die nötige Geduld für weitere Forschungsarbeiten aufbringe, könne laut FOCUS-MONEY angesichts des jüngsten Kursrutsches mit einem Ziel von 240 Euro erste Positionen aufbauen (79 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von BioNTech hat ihren Höhenflug zunächst beendet und notiert inzwischen gut 67 % unter dem 12-Monatshoch vom August 2020. Noch sind keine Anzeichen einer Bodenbildung oder Trendumkehr zu sehen. Anleger sollten daher zunächst weiter abwarten oder sich ein Ausstiegsszenario zurechtlegen, falls die Kurse noch einmal stark nachgeben sollten.

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