Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Dürr: Nach der operativen Trendwende im Geschäftsjahr 2021 könnten jetzt die Rekordwerte des Jahres 2017 wieder erreicht werden

Analyst: BÖRSE ONLINE 04-2022
Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr (WKN: 556520) ist globaler Marktführer für Lackieranlagen. Insbesondere bei Unternehmen der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern kommen die Anlagen zum Einsatz. Aber auch die Branchen Maschinenbau sowie Chemie- und Pharmaindustrie zählen zu den Abnehmern der Produkte. Mit der Tochtergesellschaft Homag adressiert der MDAX-Konzern die holzverarbeitende Industrie. Die Gesellschaft wird gegenwärtig mit rund 2,7 Mrd. Euro an der Börse bewertet.

In den ersten neun Monaten des zurückliegenden Geschäftsjahres 2021 konnte Dürr beim Auftragseingang einen Anstieg um 38,8 % von 2,309 auf 3,206 Mrd. Euro verzeichnen. Der Umsatz erhöhte sich um 4,2 % von 2,431 auf 2,534 Mrd. Euro. Das EBITDA schoss um 75,2 % von 115,8 auf 202,9 Mio. Euro in die Höhe. Das EBIT legte von 31,6 auf 112,9 Mio. Euro zu. Die EBIT-Marge betrug 4,5 % gegenüber 1,3 % im Vorjahr.

Vielen Anlegern sei Dürr laut BÖRSE ONLINE immer noch als Anlagen- und Maschinenbauer für Lackieranlagen ein Begriff. Dabei sie der schwäbische MDAX-Konzern inzwischen viel breiter aufgestellt und habe die Abhängigkeit von der Autoindustrie durch die Übernahme von Homag reduziert. Diese breitere Aufstellung habe sich im zurückliegenden Börsenjahr für den Konzern ausgezahlt. Wachstumstreiber sei dabei die Tochter Homag gewesen. Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen trage zu gut einem Drittel des Gesamtumsatzes bei. Beim Ergebnis dürfe der Anteil noch ein wenig höher liegen. Wenn die Analysten recht behalten, könne sich diese Entwicklung noch einmal beschleunigen. Im Jahr 2025 sei davon auszugehen, dass die Tochter Homag über die Hälfte zum Betriebsergebnis beitragen werde. Ein weiterer Wachstumsmarkt für Dürr dürfe das Geschäft mit dem Zukunftstrend Elektromobilität werden. Gerade für die Fertigung von Batterien seien Anlegen des MDAX-Konzerns gefragt. Nachdem im zurückliegenden Geschäftsjahr dem Konzern die operative Trendwende gelungen sei, dürften insbesondere die Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis durch die Holzverarbeitungssparte auch in diesem Jahr zu weiterer Dynamik sorgen. Die Konsensschätzung der Analysten gehe davon aus, dass Dürr im laufenden Geschäftsjahr das Rekordjahr 2017 übertreffen werde. BÖRSE ONLINE rät mit einem Kursziel von 60 Euro zum Kauf (54 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Dürr hat einen neuen Aufwärtstrend seit dem Corona-Crash-Tief 2020 ausbilden können. Aktuell steckt die Aktie in der Korrektur. Der Trend ist aber noch intakt. Prozyklisch wird ein neues Kaufsignal bei einem Ausbruch über 42,50 Euro generiert. Unter 34 Euro dürfte der Trend gebrochen werden.
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