Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Klöckner & Co.: Stahl- und Metallhändler könne im laufenden Geschäftsjahr die Analystenerwartungen deutlich übertreffen

Analyst: BÖRSE ONLINE 08-2022
Klöckner & Co. (WKN: KC0100) zählt nach eigenen Angaben zu den größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metalldistributor in Europa und Nordamerika und sieht sich selbst als Bindeglied zwischen Stahl- und Metallproduzenten sowie kleinen und mittelgroßen Kunden. Zu den vertriebenen Produkten zählen Profil-/Langstahl, Flachstahl, Rohre und Qualitätsstahl/Edelstahl. Dazu kommt noch der Handel mit Aluminium und Nicht-Eisen-Metallen sowie mit Produkten für den professionellen Handwerkermarkt. Mit rund 7.900 Mitarbeitern ist der Duisburger Stahlhändler an 160 Standorten in 13 Ländern weltweit vertreten. Der im SDAX gelistete Konzern wird gegenwärtig mit rund 1,1 Mrd. Euro bewertet.

Am 17. Februar meldete Klöckner & Co. per Ad hoc, dass man dank der anhaltend positiven Entwicklung im 4. Quartal 2021 das beste operative Ergebnis (EBITDA) für ein Gesamtjahr seit dem Börsengang im Jahr 2006 erzielt habe. Vorläufigen Zahlen zufolge beläuft sich das EBITDA für das Geschäftsjahr 2021 auf 848 Mio. Euro. Für das laufende 1. Quartal gehe man vor wesentlichen Sondereffekten beim EBITDA von einem Wert zwischen 130 und 180 Mio. Euro aus (Vorjahr: 130 Mio. Euro).

Der große konzernunabhängige Stahlhändler Klöckner & Co. habe laut BÖRSE ONLINE im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021 eine herausragende Entwicklung erlebt und mit einem EBITDA von 848 Mio. Euro das höchste operative Ergebnis seit dem Börsengang 2006 realisieren können. An der guten Geschäftsentwicklung im Vorjahr werde Klöckner & Co. auch die Aktionäre beteiligen. Bereits bei der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen sei angekündigt worden, die Dividende von 90 Cents auf bis zu 1,10 Euro je Aktie zu erhöhen. Bei einem geschätzten Gewinn je Aktie von mehr als 5 Euro für 2021 könne der Stahlhändler diese Ausschüttung auch stemmen. An der Börse werde derzeit aber das Szenario gespielt, dass Klöckner & Co. im laufenden Geschäftsjahr gar nicht an die Performance in 2021 anknüpfen könne. Doch das sei sehr pessimistisch, weil die ersten Kennziffern für das Auftaktquartal zeigen. Nach einem EBITDA von 130 Mio. Euro im 1. Quartal 2021 gehe die Konzernleitung von einem operativen Ergebnis zwischen 130 und 180 Mio. Euro in 2022 aus. Einige Analysten würden diesen Gewinn für das Gesamtjahr erwarten. Vergessen werde auch, dass Klöckner & Co viele Prozesse inzwischen digitalisiert habe und damit weit weniger den vorherrschenden Zyklen der Branche ausgesetzt sei. Der Konzern verstehe es, den Onlineanteil am Gesamtgeschäft weiter zu erhöhen. Selbst von einer steigenden Inflation könne Klöckner & Co. profitieren, denn das Stahllager werde dadurch tendenziell aufgewertet. Die gute Konjunktur und neue Infrastrukturprogramme sowie die anhaltend rege Bautätigkeit würden ebenfalls für eine beständige Nachfrage sorgen. Im weiteren Jahresverlauf sei auch mit einem Nachholeffekt aus der Autobranche zu rechnen. BÖRSE ONLINE rät daher mit einem Kursziel von 16,50 Euro zum Kauf des SDAX-Titels mit Neubewertungspotenzial (59 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Klöckner & Co. befindet sich nach der starken Rally von knapp 3 auf 13 Euro in der Korrektur. Oberhalb von 9 Euro ist diese aber bullish zu werten. Mit einem Ausbruch über 11,50 Euro könnte die nächste Kaufwelle starten.
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