Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Deutz: Motorenbauer lässt Krisenjahr 2020 mit hohem Auftragsbestand hinter sich

Analyst: BÖRSE ONLINE 11-2022
Der Name Deutz steht in der Fahrzeugindustrie für Motoren. Seit der Gründung im Jahr 1864 dreht sich bei dem Unternehmen aus Köln alles um Verbrennungsmotoren. Anspruch des heutigen Konzerns ist es, die "erfolgreichsten Motorensysteme der Welt" anzubieten. Als ausgesprochener Spezialist für Dieselmotoren bedient Deutz (WKN: 630500) viele Kundenwünsche in zahlreichen Branchen. Deutz-Motoren bewegen Traktoren und andere landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, Lkws und Baumaschinen. Sie kommen zum Einsatz bei Bahnantrieben und Aggregaten der Stromerzeugung sowie in Bohrmaschinen unter Tage. Die SDAX-Gesellschaft weist aktuell eine Marktkapitalisierung von 630 Mio. Euro auf.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte Deutz den Umsatz um 24,8 % von 1,3 auf 1,62 Mrd. Euro steigern. Der Auftragseingang legte um 52,2 % von 1,32 auf 2,01 Mrd. Euro zu. Das EBITDA vollzog einen Rebound von -0,2 auf 123,1 Mio. Euro. Auch das EBIT war mit 34,1 Mio. Euro nach einem Fehlbetrag von 106,6 Mio. Euro im Vorjahr wieder in der Gewinnzone. Die EBIT-Marge betrug 2,1 %.

Laut BÖRSE ONLINE dürfe der Kölner Motorenhersteller Deutz die schwierigen Zeiten, die schon vor der Coronapandemie bestanden, erst einmal zu den Akten gelegt haben. Nach einem erheblichen operativen Fehlbetrag im Geschäftsjahr 2020 habe man im Geschäftsbericht 2021 die Spuren des Turnarounds klar erkennen können. Mit einem Umsatzplus von knapp 25 % auf 1,62 Mrd. Euro, einem Konzernergebnis von gut 38 Mio. Euro nach einem Verlust von 107 Mio. Euro im Jahr zuvor werde nun auch die Dividendenpause des Geschäftsjahres 2020 aufgehoben. Für das zurückliegende Geschäftsjahr werde es 15 Cents je Aktie für die Anteilseigner geben. Das sei angesichts einer Eigenkapitalquote von 45,6 % gegenüber den "arg strapazierten Deutz-Aktionären nur konsequent", so BÖRSE ONLINE. Für das laufende Geschäftsjahr seien die Auftragsbücher bei Deutz gut gefüllt. Kunden aus der Landtechnik und der Baumaschinenbranche hätten ordentlich Orders abgegeben und den Auftragsbestand im Vergleich mit dem Jahr 2020 auf 680 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Eine Baustelle bleibe allerdings die E-Motoren-Tochter Torqeedo. Trotz technologisch hervorragenden Produkten habe die Tochter bei einer Absatzsteigerung von 35 % bei Bootsmotoren immer noch nicht die Gewinnschwelle überwinden können. Als Anleger müsse man sich jedoch momentan darauf konzentrieren, dass Deutz in der Ukraine kein nennenswertes Engagement habe, aber generell unter allgemeinen Lieferengpässen bei Komponenten leide, die sich durch indirekte Auswirkungen des Krieges verschärfen könnten. Für die mit einem 2023er-KGV von 6,6 sehr günstig bewertete Aktie, rät BÖRSE ONLINE mit einem Kursziel von 8,90 Euro zum Kauf.

Charttechnische Einschätzung: Der Aktie von Deutz befindet sich seit Sommer 2020 in einer Abwärtsbewegung. Auch wenn der SDAX-Titel zuletzt Boden gutmachen konnte, ist er noch nicht aus dem Schneider. Klare Anzeichen einer Bodenbildung sind noch nicht zu erkennen.
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