Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Covestro: Spezialchemiekonzerns profitiert von globaler Produktion vor Ort und kann damit zum Großteil Probleme mit Lieferketten vermeiden

Analyst: FOCUS-MONEY 13-2022
Covestro (WKN: 606214) kam im Oktober 2015 durch die Abspaltung des Geschäftssegmentes MaterialScience aus der Bayer AG an die Börse. Der Konzern zählt zu den führenden Herstellern von Hightech-Polymerwerkstoffen. Die Produkte von Covestro werden in zahlreichen Bereichen des modernen Lebens eingesetzt. Die größten Kunden kommen aus der Automobil- und Bauindustrie, der Elektro-/Elektronik-Branche sowie der Holz-, Möbel-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Rund 6.200 der insgesamt 16.500 Mitarbeiter arbeiten an Standorten in Deutschland. Die Börsenkapitalisierung der DAX-Gesellschaft beträgt gegenwärtig rund 9,3 Mrd. Euro.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte Covestro den Konzernumsatz um 48,5 % von 10,7 auf 15,9 Mrd. Euro steigern. Das EBITDA konnte mit dem Anstieg von 1,472 auf 3,085 Mrd. Euro mehr als verdoppelt werden. Beim EBIT ging es von 696 Mio. auf 2,262 Mrd. Euro um mehr als 200 % nach oben. Gleiches gilt für das Konzernergebnis mit dem Sprung von 459 Mio. auf 1,616 Mrd. Euro.

Die ehemalige Chemiesparte des Bayer-Konzerns, Covestro, habe sich laut FOCUS-MONEY dem ökologischen Wandel als Ziel verschrieben. Mit biobasierten Rohstoffen, grüner Energie und Kreislaufwirtschaft gehe Covestro das Thema Nachhaltigkeit an. Das Management des Spezialchemiekonzerns wolle den eigenen Konzern und auch seine Kunden zeitnah klimaneutral machen. Dafür werde man grünen Wasserstoff und andere regenerative Energien bei der Herstellung von Vorprodukten für Hart- und Weichschaumstoffe einsetzen. Des Weiteren lege Covestro den Fokus auf Leichtbaumaterialien für E- und Hybridfahrzeuge. Dabei behalte die Konzernleitung die Zahlen im Blick. Für das Geschäftsjahr 2022 werde eine Rendite auf das eingesetzte Kapital in einer Spanne von 19 bis 21 % in Aussicht gestellt. Beim Free Cashflow gehe man von 1,4 Mrd. Euro aus. Diese Mittel werde Covestro zum Großteil für die jährliche Dividendenausschüttung nutzen. Zwischen 35 und 55 % des Jahresgewinns werde als Dividende fließen. Für das zurückliegende Rekordjahr 2021 dürften sich Anleger über eine Dividende in Höhe von 3,40 Euro je Aktie bzw. eine Rendite von 7,1 % freuen. Covestro profitiere von der Konzernstruktur. Der DAX-Konzern sei in den Absatzmärkten mit eigener Produktion vor Ort und minimiere damit das Risiko von Lieferkettenengpässen. Während der Coronapandemie habe Covestro sogar Liquidität und Bonität erhöhen können, diese aber nicht in Anspruch nehmen müssen. Der dadurch gewonnene finanzielle Spielraum werde nun für den Umbau des Konzerns hin zur Kreislaufwirtschaft eingesetzt. FOCUS-MONEY rät mit einem Kursziel von 65 Euro zum Kauf (35 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Covestro rutschte zum Monatsbeginn unter die wichtige Horizontalunterstützung bei 50 Euro. Noch konnte die Marke nicht zurückerobert werden. Erst darüber dürften sich prozyklische Käufe wieder anbieten.
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