Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Mittwoch, 23. März 2022

Traton: Aktie des Nutzfahrzeugeherstellers wird eigentlich zu günstig bewertet mit einem 2023er-KGV von lediglich 4,3

Analyst: BÖRSE ONLINE 12-2022
Mit Traton (WKN: TRAT0N) spaltete Volkswagen Ende Juni 2019 die Nutzfahrzeugsparte ab und brachte das Geschäft mit den Marken MAN, Scania, Volkswagen Caminhões e Ônibus, RIO und Navistar als eigenständige Gesellschaft an die Börse. Mit einem Anteil von 89,72 % ist Volkswagen weiterhin der größte Aktionär. Der Anspruch von Traton ist es, ein global agierender Champion im Truck- und Transportdienstleistungsgeschäft zu sein. Die SDAX-Gesellschaft wird gegenwärtig mit rund 9 Mrd. Euro kapitalisiert.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte Traton den Auftragseingang um 66 % von 216.251 auf 359.975 Einheiten steigern. Der Umsatz erhöhte sich um 36 % von 22,58 auf 30,62 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis legte um 312 Mio. Euro von 81 auf 393 Mio. Euro zu. Die operative Rendite betrug 1,3 % gegenüber 0,4 % im Vorjahr. Die bereinigte operative Marge lag bei 5,2 %, nach 0,6 % im Vorjahr.

Während andere Anbieter von Elektro-Lkws aus den USA nicht mehr als eine Idee für ihre Fahrzeuge, aber noch keine nennenswerte Anzahl gebaut hätten, könne Traton laut BÖRSE ONLINE in diesem Zukunftsgeschäft längst messbare Zahlen präsentieren. Im Geschäftsjahr 2021 habe Traton bereits Bestellungen für 1.717 reine Elektro-Nutzfahrzeuge erhalten. Insgesamt liege der Auftragseingang des Lkw- und Busherstellers bei 360.000 Fahrzeugen zum Stand Ende Dezember. Mit den Marken MAN, Scania, Volkswagen Caminhões e Ônibus, RIO und Navistar sei Traton nicht nur operativ, sondern auch geografisch gut aufgestellt. Ziel in den kommenden Quartalen und Jahren müsse es jetzt aber sein, die sehr unterschiedlichen Margen auf ein einheitlich hohes Niveau zu hieven. Vorzeige-Tochter sei Scania mit einer Gewinnmarge von 10 5. Bei MAN (2,3 %) und Navistar bestehe noch reichlich Aufholpotenzial. Doch auch ohne das Aufholpotenzial bei der Marge sei Traton günstig bewertet. Das 2023er-KGV betrage lediglich 4,3. Grund dafür dürfe teilweise der geringe Streubesitz von gerade einmal knapp 5 % sein. Der Börsenwert entspreche mit 9 Mrd. Euro nicht einem Drittel des Jahresumsatzes. Könne Traton im laufenden Geschäftsjahr die Entwicklung des Vorjahres wiederholen und Sonderbelastungen vermeiden, sei die Aktie deutlich zu günstig und habe ein Aufwertungspotenzial von rund 60 %. Die große Unbekannte für eine Prognose sei der Krieg in der Ukraine. Mögliche Folgen für Lieferketten und Rohstoffpreise seien nicht kalkulierbar und im Falle einer Rezession würde das Traton sicherlich belasten. Dennoch rät BÖRSE ONLINE mit einem Kursziel von 28 Euro zum Kauf (55 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Traton wird erst seit dem 28. Juni 2019 gehandelt. In der noch jungen Historie kam der Titel noch nicht vom Fleck. Markante Kursmarken sind das Allzeittief bei 11,30 Euro vom Frühjahr 2020 und das Allzeithoch bei 28,30 Euro aus dem Sommer 2021. Kurzfristig beachten Anleger einen Stopp unter 15 Euro, um neue Positionen abzusichern.
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