Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Knaus Tabbert: Wenn der Reisemobilhersteller wieder ausreichend Bauteile und Komponenten bekommt, könnte das prall gefüllte Auftragsbuch versilbert werden

Analyst: BÖRSE ONLINE 14-2022
Ein Börsengang mitten in der Coronapandemie war für den führenden Anbieter von Freizeitfahrzeugen Knaus Tabbert (WKN: A2YN50) sicherlich nicht der schlechteste Schachzug. Viele Urlauber wollten in der Pandemie in ihren eigenen 4 Wänden verreisen. Und diese 4 Wände durften sich ruhig auf 4 Rädern befinden. Knaus Tabbert ist als Anbieter von Reisemobilen, Caravans und Caravaning Utility Vehicle genau der richtige Ansprechpartner gewesen, um diese Träume zu verwirklichen. An der Börse wird die Gesellschaft mit rund 441 Mio. Euro kapitalisiert.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte Knaus Tabbert den Konzernumsatz um 8,6 % von 794,6 auf 862,6 Mio. Euro steigern. Das EBITDA (bereinigt) gab jedoch um 10,3 % von 67,7 auf 60,7 Mio. Euro nach. Die EBITDA-Marge betrug 7,0 % gegenüber 8,5 % im Vorjahr. Das EBIT sank um 17,6 % von 46,6 auf 38,4 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei 4,4 %, nach 5,9 % im Vorjahr.

Knaus Tabbert sei laut BÖRSE ONLINE zwischen zwei Extremen gefangen einerseits hocke der Anbieter von Reisemobilen auf prall gefüllten Auftragsbüchern, doch anderseits spüre das Unternehmen die Folgen der Lieferkettenprobleme und könne diese Bestellungen gar nicht abarbeiten. Entsprechend betrübt habe die Konzernleitung auf den Rekordwert von 26.000 verkauften Fahrzeugen im zurückliegenden Geschäftsjahr geblickt, denn ohne Lieferkettenproblematik hätte man noch mehr Reisemobile ausliefern können. In das neue Jahr sei Knaus Tabbert mit 32.400 Bestellungen gegangen. Im Vergleich um Auftragsbestand von 18.740 Einheiten ein gewaltiger Anstieg. Doch bestellt, sei eben nicht ausgeliefert. Ein Auftragsbestand von 1,3 Mrd. Euro wolle auch abgearbeitet werden. Ohne Fahrgestelle, Bauteile und Komponenten sei das aber ein Problem. Generell sei die Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen ungebrochen. Entsprechend optimistisch zeige sich die Konzernleitung. Laut Chef Wolfgang Speck habe Knaus Tabbert Mercedes und Ford als Zulieferer für zwei weitere Chassis gewinnen können. Neben den Marken Tabbert, Knaus, Weinsberg, T@B und Morelo spreche das Unternehmen über das Portal "Rent und Travel" spezielle junge Kunden an. Auch das erste vollelektrische Reisemobil habe Knaus Tabbert mit dem E-Power Drive im Programm. Nach einem zu erwartenden schwachen 1. Quartal handle es sich bei der Aktie um eine Spekulation auf den Wegfall der genannten Probleme bei der Produktion. BÖRSE ONLINE rät mit einem Kursziel von 65 Euro zum Kauf (53 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Knaus Tabbert steckt im Abwärtstrend. Eine Bodenbildung ist noch nicht abgeschlossen. Interessierte Anleger behalten als Stopp das jüngste Verlaufstief bei 40 Euro im Blick.
Hinweis
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