Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
Kursziel-Radar
Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Aktuelle Kurziele
Montag, 26. September 2022
EURO am SONNTAG 38-2022: Evotec: US-Tochter des Biotechkonzerns erhält Regierungsauftrag in den USA
Montag, 26. September 2022
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BÖRSE ONLINE 33-2022: Gesco: Beteiligungsgesellschaft will bis 2025 die Umsatzmilliarde erreichen
Donnerstag, 02. Juni 2022
DER AKTIONÄR 23-2022: Medios: Specialty-Pharma-Konzern will Ergebnismargen deutlich steigern
Montag, 11. April 2022

Sartorius: Laborausrüster will bis 2025 Konzernumsatz von 5 Mrd. Euro realisieren

Analyst: EURO am SONNTAG 14-2022
Sartorius (WKN: 716563) ist ein weltweit führender Anbieter auf dem Gebiet der Labor- und Prozesstechnologie. Das traditionsreiche, bereits 1870 gegründete Unternehmen ist bei Kunden der Labor-, Pharma-, Biotech- und Nahrungsmittelindustrie beliebt als Lieferant für Membrane, Filter und Laborwaagen. Insbesondere im Geschäftssegment "Bioprocess Solutions" gilt die Sartorius-Produktpalette rund um Probleme zur "Filtration, Fluid Management, Fermentation und Purification" weltweit als führend. Im Geschäftsbereich "Lab Products & Services" konzentriert sich Sartorius auf die Produktion von Laborinstrumenten und Verbrauchsmaterialien. Zudem ist Sartorius ein Anbieter von qualitativ hochwertigen Instrumenten der industriellen Wägetechnik, Kontroll- und Plattformwaagen sowie Systemen zur Fremdkörpererkennung und Qualitätssicherung. Sartorius verfügt über eigene Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien und Amerika. Der Börsenwert der Vorzugsaktien (37,18 Millionen Stück), die im TecDAX und DAX notieren, beträgt gegenwärtig knapp 13,25 Mrd. Euro.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte Sartorius den Konzernumsatz um 47,7 % von 2,336 auf 3,449 Mrd. Euro steigern. Das EBITDA legte um 69,7 % von 692,2 Mio. auf 1,175 Mrd. Euro zu. Die EBITDA-Marge betrug 34,1 % gegenüber 29,6 % im Vorjahr. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 84,9 % von 299,3 auf 553,4 Mio. Euro.

Sartorius sei in der Coronapandemie laut EURO am SONNTAG schnell von den Anlegern als ein Profiteur von vielen Aufträgen von Impfstoffherstellern ausgemacht und entsprechen favorisiert worden. Zuletzt sei der Aktienkurs aber aus "schwindelerregenden" Kursregionen wieder zurückgekommen und böte damit nunmehr wieder eine Einstiegsgelegenheit. Der Kursrückgang sei insofern etwas verwunderlich, weil das Geschäft bei Sartorius weiterhin brumme. Im zurückliegenden Geschäftsjahr habe der Laborausrüster ein Umsatzplus von rund 50 % realisiert. Laut Vorstandschef Joachim Kreuzburg könne man rund ein Fünftel des Umsatzwachstums auf Sondereffekte durch die Pandemie zurückführen. Im Umkehrschluss bedeute das aber wiederum, dass andere Geschäftsbereich auch eine extrem gute Wachstumsdynamik zeigen. Der Bereich Bioprocess Solutions habe ein Umsatzplus von nahezu 55 % gesehen nicht schlecht für einen Geschäftsbereich, der rund 79 % zum Gesamtumsatz des Konzerns beitrage und sowieso schon die höchsten Margen liefere. Weiteres Wachstum werde von der Konzernleitung in Aussicht gestellt. Der Umsatz werde im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahreswert von 3,45 Mrd. Euro um 15 bis 19 % zulegen. Positiv sei, dass Sartorius nicht nur beim Umsatzwachstum glänze, sondern auch die Margen zu steigern verstehe. Eine EBITDA-Marge von 34 % könne sich sehen lassen. Wachstumsimpulse erwarte sich der Konzern aus den USA und Asien. Außerdem werde man das Wachstum noch durch Akquisitionen beschleunigen. Das habe bei den Göttingern schon Tradition. Bis 2025 wolle Sartorius einen Umsatz von 5 Mrd. Euro realisieren und die EBITDA-Marge solle auf dem hohen aktuellen Niveau von 34 % bleiben. EURO am SONNTAG rät mit einem Kursziel von 470 Euro zum Kauf (21 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Vorzugsaktie von Sartorius hat nach dem Höhenflug der beiden Coronajahre in diesem Jahr spürbar zurückgesetzt. Solange die Unterstützung bei 350 Euro hält, könnten Anleger versuchen, auf eine Wiederaufnahme des übergeordnet intakten Aufwärtstrends zu spekulieren.
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