Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
Kursziel-Radar
Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Aktuelle Kurziele
Freitag, 22. April 2022
DER AKTIONÄR 17-2022: Cenit: Product-Lifecycle-Management-Spezialist mit neuem Firmenchef
Montag, 07. März 2022
EURO am SONNTAG 09-2022: Verbio: Biokraftstoffproduzent wird Nettogewinn dieses Jahr verdoppeln
Mittwoch, 12. Januar 2022
BÖRSE ONLINE 02-2022: Vitesco: Orders aus den USA, China und Japan könnten Comeback einläuten
Montag, 10. Januar 2022
EURO am SONNTAG 01-2022: Grenke: Anbieter für IT-Leasing verbreitet Hoffnung mit ersten 2021-Zahlen
Mittwoch, 22. Dezember 2021
BÖRSE ONLINE 51-2021: Dermapharm: Grünwalder Pharmahersteller profitiert von Impfstoffproduktion
Donnerstag, 05. Mai 2022

CTS Eventim: Konzernchef Schulenberg zeigt sich verhalten optimistisch und geht erst 2023 von Finanzkennziffern auf Vor-Krisen-Niveau aus

Analyst: DER AKTIONÄR 19-2022
CTS Eventim (WKN: 547030) ist mit ihren Tochtergesellschaften ein in Europa führender Händler von Eintrittskarten und Konzertveranstalter. Vor Ausbruch der Coronapandemie vermarktete die Gesellschaft im Segment "Ticketing" mehr als 250 Millionen Veranstaltungstickets über ein Netz von europaweit mehr als 20.000 Vorverkaufsstellen, mehreren Call-Centern und in zunehmendem Maße auch über Internetplattformen. Im Segment "Live Entertainment" übernimmt die Eventim-Gruppe alle Aufgaben von der Planung, Organisation und Abwicklung von Konzertveranstaltungen, Künstlertourneen, Festivals und ähnlichen Live-Events. Die im MDAX gelistete Gesellschaft weist aktuell eine Marktkapitalisierung von rund 6,2 Mrd. Euro auf.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte CTS Eventim den Konzernumsatz um 58,8 % von 265,84 auf 407,82 Mio. Euro steigern. Von den erwirtschafteten Erlösen (2019: 1,44 Mrd. Euro) vor der weltweiten Pandemie ist man damit aber noch weit entfernt. Beim EBITDA konnte die Verlustzone (2020: -7,12 Mio. Euro) mit einem Gewinn von 203,08 Mio. Euro deutlich verlassen werden. Die EBITDA-Marge betrug 49,8 %.

Nachdem zwei Jahre lang ein Festival nach dem anderen abgesagt, Konzerte storniert und Events gecancelt wurden, könne der Ticketverkäufer Europas und Veranstaltungsexperte CTS Eventim laut DER AKTIONÄR in diesem Jahr vor einem Neustart stehen. Den großen Anfang mache CTS Eventim in einigen Wochen mit den mehrtägigen Live-Events "Rock am Ring" in der Eifel und "Rock im Park" in Nürnberg. Mitte Juni dürften wieder Tausende Gäste zum "Hurricane Festival" nach Scheeßel pilgern. Nach zwei Jahren Zwangspause wolle das Partyvolk wieder raus. Entsprechend hoch sei die Nachfrage nach Tickets. CTS Eventim rechne in 2022 mit einem vollen Terminkalender für Kultur- und Sportveranstaltungen. Nach Europa werde der MDAX-Konzern nun auch den nordamerikanischen Markt erschließen und plane auch eine Expansion in den asiatischen Live-Entertainment-Markt. Konzernchef Klaus-Peter Schulenberg habe sich angesichts von der gebremsten Konjunkturerwartung für 2022 nur verhalten optimistisch für die Geschäftsentwicklung gezeigt. Erst im kommenden Geschäftsjahr erwarte er wieder ein Vor-Corona-Niveau bei den Finanzkennziffern. CTS Eventim habe die Zwangspause durch Corona zur Kostenoptimierung genutzt und den Online-Verkauf von Tickets gestärkt. Daher dürfte man in diesem Segment künftig noch höhere Margen erzielen. Außerdem könne die Gesellschaft durchaus mit einer Millionenentschädigung rechnen, die aufgrund der abgesagten Pkw-Maut nach einem aktiven Gerichtsverfahren ausgezahlt werden könne. Laut den Analysten von Jefferies dürfe sich diese Entschädigung auf rund 125 Mio. Euro belaufen. DER AKTIONÄR rät mit einem Kursziel von 85 Euro zum Kauf (32 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von CTS Eventim hat den Kurseinbruch des Frühjahrs 2020 inzwischen gänzlich egalisiert und läuft in Schlagdistanz zum Allzeithoch bei gut 71 Euro seitwärts. Anleger könnten einem Ausbruch über 70 Euro mit einem Stopp unter 60 Euro folgen.
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