Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Mittwoch, 25. Mai 2022

Orsted: Windkraftkonzern profitiert von Investitionsplänen in der Nordsee

Analyst: DER AKTIONÄR 22-2022
Orsted (WKN: A0NBLH) ist ein Spezialist für On- und Offshore-Windparks, Solarparks, Energiespeicher, Wasserstoffprojekten und Bioenergieanlagen mit Sitz in Dänemark. Mit nachhaltigen und innovativen Energielösungen trifft der Konzern einen Nerv der Zeit. Der Konzern bezeichnet sich selbst als das einzige Energieunternehmen mit einem wissenschaftlich fundierten Netto-Null-Emissionsziel. Im Corporate Knights Index 2022 wird Orsted als das nachhaltigste Energieunternehmen der Welt geführt. An der Börse wird die Gesellschaft gegenwärtig mit rund 44,4 Mrd. Euro bzw. 330,7 Mrd. DKK kapitalisiert.

Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2022 konnte Orsted den Konzernumsatz um 78 % von 18,944 auf 33,762 Mrd. DKK steigern. Das EBITDA legte um 94 % von 4,863 auf 9,429 Mrd. DKK zu. Beim EBIT wurde ein Anstieg um 149 % von 2,933 auf 7,301 Mrd. DKK realisiert. Das Periodenergebnis erhöhte sich um 257 % von 1,598 auf 5,701 Mrd. DKK.

Orsted dürfe laut DER AKTIONÄR vom Ausbau der Offshore-Windanlagen in der Nordsee profitieren. Das politische Bekenntnis zur Forcierung alternativer Energien dürfe den dänischen Konzern mittel- bis langfristig zu einem der größten Profiteure in diesem Bereich machen. Gemeinsam mit Dänemark, Belgien und den Niederlanden habe die Regierung von Olaf Scholz das Ziel, die Nordsee zum Kraftwerk Europas auszubauen. Die Leistung von Offshore-Windparks solle bis 2023 auf mindestens 65 Gigawatt vervierfacht werden. Im Jahr 2050 sei eine Leistung von 150 GW das Ziel eine Verzehnfachung gegenüber dem heutigen Stand. Investitionspakete in Milliardenhöhe dürften von den vier Anrainern der Nordsee verabschiedet werden. Orsted dürfe gleich doppelt profitieren. Einmal als Anbieter von Offshore-Windanlagen. Zweitens als Spezialist für die Speicherung von Windenergie als grüner Wasserstoff. Mit Windkraftanlagen als sogenannten Floatern, die auf dem Wasser schwimmen und nicht fest im Meeresgrund verankert werden, dürfen Offshore-Windparks auch jenseits flacher Küstengewässer errichtet werden und die Energie der zunehmend öfter auftretenden Stürme nutzen. Mit den Partnern Falck Renewables und Blue Float Energy habe Orsted bereits die Rechte für Windparks auf Meeresflächen vor der Küste Schottlands sichern können. Zuletzt habe Orsted allerdings unter steigenden Rohstoffpreisen und einer angekündigten Sondersteuer der britischen Regierung auf hohe Gewinne von Stromerzeugern gelitten. Insgesamt dürfe die derzeitig brenzlige Versorgungslage am Energiemarkt für zunehmende Unterstützung seitens der Politik sprechen. DER AKTIONÄR rät mit einem Kursziel von 150 Euro zum Kauf (42 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Weil es bei Auslandsaktien immer wichtig ist, für charttechnische Analysen auf die Notierung der Heimatbörse zurückzugreifen, blicken wir hier auf die Kursentwicklung von Orsted in Dänischen Kronen. Die Aktie hat nach dem Rallyhoch bei 1355 DKK zum Jahresende 2020 einen Abwärtstrend ausgebildet. Aktuell erfolgt wieder eine Annäherung an die Trendlinie. Doch erst bei Notierungen über 850 DKK könnte derzeit von einem Ausbruchsversuch über diese Hürde ausgegangen werden. Anleger sichern Positionen bei einem Rutsch unter 630 DKK ab.
Hinweis
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