Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Donnerstag, 02. Juni 2022

Infineon: Investitionszyklus werde von 4-5 auf 2-3 Jahre angesichts der hohen Nachfrage nach Halbleitern verkürzt

Analyst: DER AKTIONÄR 23-2022
Infineon Technologies (WKN: 623100) entwickelt und produziert Halbleiterprodukte und komplette Systemlösungen für Automotive-, Industrieelektronik-, Chipkarten- und Sicherheitsanwendungen sowie zahlreiche weitere Anwendungsbereiche. Seit Jahren gilt Infineon als Weltmarktführer bei Leistungshalbleitern, die insbesondere dort zum Einsatz kommen, wo elektrische Energie umgewandelt wird, oder elektrische Geräte, Maschinen und Anlagen gesteuert werden. Typische Anwendungsbeispiele finden sich in der Automobilherstellung, wo Leistungshalbleiter im Antriebsstrang, in der Komfortelektronik (z. B. Fensterheber) oder in Sicherheitssystemen (Servolenkung usw.) eingesetzt werden. Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten finden sich in Komponenten von Hybrid oder Elektroautos sowie bei der Motorsteuerung von Hochgeschwindigkeits-, Regionalzügen oder S- und U-Bahnen. Auch in der Windkraft oder Fotovoltaik werden Leistungshalbleiter gebraucht. Und natürlich sind Halbleiter unverzichtbar bei der Stromversorgung von Servern, Notebooks, Smartphones, Tablets, Unterhaltungselektronik und Mobilfunkinfrastruktur. Der DAX-Konzern wird gegenwärtig mit rund 38,3 Mrd. Euro kapitalisiert.

Im 1. Halbjahr 2022 konnte Infineon den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 21 % von 5,331 auf 6,457 Mrd. Euro steigern. Das Segmentergebnis legte um 54 % von 960 Mio. auf 1,478 Mrd. Euro zu. Die Segmentergebnis-Marge betrug 22,9 % gegenüber 18,0 % im Jahr zuvor. Nach Steuern erhöhte sich das Ergebnis um 102 % von 460 auf 927 Mio. Euro.

Laut DER AKTIONÄR habe Infineon einen Tritt aufs Gaspedal beim Investitionstempo angekündigt. Produktionsvorstand Rutger Wijburg zufolge wolle der deutsche Halbleiterhersteller "künftig () alle zwei, drei Jahre über eine große Investition entscheiden". Bislang habe Infineon nur alle vier bis fünf Jahre einen neuen Produktionsstandort errichtet. Nun sorge die hohe Nachfrage nach Halbleitern für einen Sinneswandel. Laut Wijburg müsse man keine Bedenken wegen "strukturellen Überkapazitäten" haben in einer Welt, in der sozusagen jede Innovation den Bedarf an Halbleitern wachsen lasse. Investitionen dürften daher nicht ins Leere laufen. Aktuell sei für die steigende Nachfrage nach Chips der Megatrend Elektromobilität verantwortlich. Infineon habe sich auf Hochleistungshalbleiter auf Basis von Siliziumcarbid (SiC) zur Stromversorgung von E-Fahrzeugen spezialisiert. Durch die Übernahme von Cypress sei der DAX-Konzern zur Nummer 1 in diesem Bereich aufgestiegen. Nun werde man die Produktionskapazitäten am Standort in Villach weiter ausbauen. DER AKTIONÄR rät mit einem Kursziel von 42,50 Euro zum Kauf (44 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Infineon könnte mit dem Ausbruch über 28,70 Euro die Bodenbildung der jüngsten Korrektur abgeschlossen haben und wieder nach oben durchstarten. Anleger sichern Positionen mit einem Stopp unter 25 Euro ab.
Hinweis
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