Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Dürr: Gelinge es dem Anlagenbauer mittelfristig die Ziele zur erreichen, wäre der Titel mit einem einstelligen KGV günstig bewertet

Analyst: FOCUS-MONEY 24-2022
Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr (WKN: 556520) ist globaler Marktführer für Lackieranlagen. Insbesondere bei Unternehmen der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern kommen die Anlagen zum Einsatz. Aber auch die Branchen Maschinenbau sowie Chemie- und Pharmaindustrie zählen zu den Abnehmern der Produkte. Mit der Tochtergesellschaft Homag adressiert der MDAX-Konzern die holzverarbeitende Industrie. Die Gesellschaft wird gegenwärtig mit rund 1,85 Mrd. Euro an der Börse bewertet.

Im 1. Quartal verzeichnete Dürr ein Plus beim Auftragseingang von knapp 36 von 1,032 auf 1,401 Mrd. Euro. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 14,7 % von 789,8 auf 905,7 Mio. Euro. Das EBITDA legte um 39,6 % von 53,5 auf 74,7 Mio. Euro zu. Beim EBIT ging es um 81,3 % von 24,1 auf 43,7 Mio. Euro nach oben. Die EBIT-Marge betrug 4,8 % gegenüber 3,0 % im Vorjahr.

Dürr habe sich laut FOCUS-MONEY als Anlagenbauer für eine Vielzahl an Branchen etabliert und liefere Systeme zur Abluftreinigung und Lackiertechnik sowie Holzbearbeitungsmaschinen für Kunden aus dem Fahrzeugbau und deren Zulieferern, die Möbelindustrie und dem Maschinenbau. Durch die Pandemie und nun auch den Krieg in der Ukraine sei Dürr zu einem der Opfer von Lieferkettenproblemen geworden. Zuletzt habe der Anlagenbauer auch die Kosteninflation bei Vormaterialien zu spüren bekommen. Weil die Konzernleitung für das laufende Geschäftsjahr keine signifikante Verbesserung bei den Lieferketten erwarte, sei die Erwartung an die Geschäftsentwicklung gedämpft. Es würde von einem Umsatz von rund 4 Mrd. Euro ausgegangen und ein Rückschlag bei der Marge erwartet. Das bereinigte EBIT dürfe zwischen 170 und 240 Mio. Euro liegen, nachdem im Vorjahr bei einem Umsatz von 3,54 Mrd. Euro ein EBIT von 176 Mio. Euro realisiert worden sei. Die unzufriedenstellende Geschäftsentwicklung dürfe laut Vorstand aber nur temporärer Natur sein. In den Geschäftsjahren 2023 und 2024 werde von einer Normalisierung der Bedingungen ausgegangen. Dafür spreche der starke und nachhaltige Ordereingang. Gelinge es Dürr laut Planvorgabe im Jahr 2024 mindestens 350 Mio. Euro beim EBIT zu erzielen und netto je Aktie einen Gewinn von mindestens 3 Euro zu realisieren, werde der Titel mit einem einstelligen KGV unter 10 günstig bewertet und nur aufgrund der Marktstimmung momentan kurstechnisch abgestraft. FOCUS-MONEY rät mit einem Kursziel von 38 Euro zum Kauf (42 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Dürr versucht sich an der Bodenbildung. Wer auf ein Gelingen spekulieren will, sichert Positionen mit einem Stopp unter 25 Euro ab.
Hinweis
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