Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Energiekontor: Solar- und Windparkprojektierer sollte von größeren Anstrengung in Sachen Energieautarkie profitieren

Analyst: DER AKTIONÄR 26-2022
Energiekontor (WKN: 531350) zählt zu den führenden Projektierern und Betreibern von Windparks in Deutschland. Die in Bremen ansässige Gesellschaft bietet dabei Komplettlösungen aus einer Hand. Die Wertschöpfungskette deckt von der Standortakquise, Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb oder Verkauf der Windkraftanlagen alles ab. Neben Windparks in Deutschland betreibt Energiekontor auch Anlagen in Portugal und Großbritannien. Auch in Griechenland hat der Konzern schon Projekte realisiert. Lange Zeit sahen sich die Bremer als Vorreiter im Bereich von Projektierung großer Offshore-Windparks. Doch bis 2014 veräußerte Energiekontor die Projekt- und Ausbaurechte für geplante Offshore-Windparks in der Nordsee. Seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 1990 wurden 131 Windparks und 13 Solarparks mit einer Gesamtleistung von über 1 Gigawatt realisiert. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt rund 1,1 Mrd. Euro.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte Energiekontor den Umsatz um 6,8 % von 146,6 auf 156,5 Mio. Euro steigern. Das EBITDA legte gegenüber dem Umsatz überdurchschnittlich um 24,9 % von 65,4 auf 81,7 Mio. Euro zu. Das EBIT verbesserte sich um 34,1 % von 46,0 auf 61,7 Mio. Euro. Beim Konzernergebnis ging es um 77,4 % von 20,4 auf 36,2 Mio. Euro nach oben.

Energiekontor dürfe laut DER AKTIONÄR zu den Profiteuren eines Umdenkens in der Energiepolitik stehen. Die Rückendeckung für Vorhaben im Bereich erneuerbarer Energien steige angesichts der geopolitischen Spannungen und der Möglichkeit von Öl- und Gasstopps aus Russland. Auch wenn Deutschland bei der Energiewende und der damit angestrebten Ablösung fossiler Energieträger durch erneuerbare Energiequellen gerne als Vorreiter gesehen werde, sei dieser Wandel längst nicht so weit, wie es wünschenswert wäre. Energiekontor habe in den letzten Jahrzehnten bereits zahlreiche Solar- und Windparkprojekte realisiert, und damit einen Beitrag zur Entkopplung von der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas geleistet. Doch es warte weiterhin viel Arbeit auf das Unternehmen aus Bremen. Das Geschäftsjahr 2021 habe Energiekontor Lieferengpässen zum Trotz mit einigen Rekorden abschließen können. Der Erfolg von Energiekontor lasse sich schnell erklären. Das Unternehmen verfüge über ein geballtes Know-how, weil es schon seit 1990 aktiv sei. Die beiden Gründer seien noch immer mit mehr als 50 % aller Aktien am Unternehmenserfolg beteiligt und entsprechend motiviert bei der Sache. Es sei wenig verwunderlich, dass die Aktie zu den wenigen Wertpapieren zähle, die noch immer auf Jahressicht mit einer deutlich positiven Performance zu überzeugen wisse. Der nun zu beobachtende politische Rückenwind für die Branche der erneuerbaren Energien dürfe für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte sprechen. DER AKTIONÄR rät mit einem Kursziel von 125 Euro zum Kauf (57 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Die Aktie von Energiekontor befindet sich in einem intakten Aufwärtstrend und hat damit Seltenheitswert im aktuellen Marktumfeld. Oberhalb von 62 Euro sollten Käufer weiterhin im Vorteil sein.
Hinweis
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