Kurziele-Research
In dieser Rubrik besprechen wir Aktien, die von Analysten und Börsenpublikationen als besonders aussichtsreich eingestuft und mit hohen Kurspotentialen empfohlen werden. Zu jeder Aktie geben wir eine charttechnische Einschätzung, ob ein Einstieg aktuell sinnvoll ist.
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Die TOP 10 Aktien mit den höchsten Kurspotentialen der letzen 4 Wochen.
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Donnerstag, 23. Juni 2022

GFT Technologies: Diversifizierungsstrategie habe IT-Dienstleister aus den Abhängigkeiten einzelner Großkunden befreit

Analyst: DER AKTIONÄR 26-2022
Die in Stuttgart ansässige GFT Technologies AG (WKN: 580060) ist ein ausgesprochener Branchenspezialist für die internationale Finanzindustrie und gleichzeitig ein wichtiger Partner bei Digitalisierungsprojekten. Die GFT-Experten stehen bereit, um für Kunden aus dem Bankwesen die richtigen Lösungen für die wachsenden regulatorischen Anforderungen zu finden. Außerdem begleitet GFT große Retailbanken durch den Prozess der Digitalisierung. Versicherungen hilft GFT durch Implementierung integrierter, verschlankender Geschäftsprozesse dabei, Kosten zu senken und effizienter zu werden. Die Gesellschaft wird gegenwärtig mit rund 954 Mio. Euro kapitalisiert.

Am 12. Mai veröffentlichte GFT Technologies die Zahlen für das 1. Quartal 2022. Der Konzern konnte den Umsatz um 40 % von 123,9 auf 173,4 Mio. Euro steigern. Das bereinigte EBITDA legte um 37 % von 13,55 auf 18,52 Mio. Euro zu. Das EBIT verbesserte sich um 82 % von 7,37 auf 13,45 Mio. Euro. Vor Steuern zog das Ergebnis um 91 % von 7,01 auf 13,42 Mio. Euro an. Unterm Strich legte das Ergebnis um 86 % von 5,15 auf 9,58 Mio. Euro zu.

GFT Technologies zähle laut DER AKTIONÄR zu den Aktien, die Anlegern in der 2. Jahreshälfte wieder Freude machen könnten. Die Schwaben hätten es geschafft, in den letzten Jahren die Abhängigkeit von wenigen Großkunden zu verringern. Das Geschäft sei nun viel breiter aufgestellt. Die Erfolge dieser Diversifizierungsstrategie habe man gut im jüngsten Quartalsbericht wahrnehmen können. GFT komme zunehmend in den Genuss, die Früchte der Erschließung neuer Geschäftsfelder und einer breiteren Kundenbasis zu ernten. Die starken Finanzkennziffern des 1. Quartals (Umsatz: +40 %, EBIT: +82 %, EBT: +91 %) habe die Konzernleitung gleich für die Anhebung der Jahresprognose genutzt. Für das Geschäftsjahr 2022 gehe GFT nun von einem Umsatzanstieg um 27 % auf rund 720 Mio. Euro aus. Beim bereinigten EBITDA werde ein Zuwachs von 22 % auf rund 79 Mio. Euro in Aussicht gestellt. GFT gehe dabei davon aus, dass Kunden aus der Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbranche sowie aus der Fertigungsindustrie trotz einer möglichen Konjunkturdelle und geopolitischen Krisen an den Digitalisierungsprojekten festhalten werden. Womöglich könne das aktuelle Umfeld sogar zum Impulsgeber für neue Aufträge werden. Abwegig sei das nicht, denn US-Banken und einige andere westliche Konzerne hätten bislang wesentliche Teile der IT- und Software-Entwicklung nach Russland und in die Ukraine ausgelagert. Für diese wegbrechenden Dienstleister würde jetzt händeringend Ersatz gesucht. GFT beobachte deshalb schon eine verstärkte Nachfrage. GFT werde sich die komplexen Projekte mit hohen Margen aus den Anfragen herauspicken können. DER AKTIONÄR rät mit einem Kursziel von 47,50 Euro zum Kauf (31 % Potenzial).

Charttechnische Einschätzung: Der Aktie von GFT Technologies konnte in den letzten Wochen mit relativer Stärke überzeugen. Doch nachdem vor einigen Tagen bei 49 Euro ein neues Allzeithoch markiert wurde, setzt die Aktie zurück. Trader dürften bei einem Rutsch unter 33 Euro das Handtuch schmeißen und damit für Verkaufsdruck sorgen.
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