vitrade
Information zum Blog
Jörg Meyer
Diplom-Volkswirt (Univ.)
joerg.meyer[at]mastertraders.de

Herausarbeitung von Investment- und Tradingideen mit überdurchschnittlichen Kurschancen für einen Zeitraum von Tagen bis Monaten bei konsequenter Risikominimierung.

Darüberhinaus wird das "Wie" des Tradings besprochen und allgemeines Know How für erfolgreiches Handeln auf kurz- bis mittelfristiger Ebene vermittelt.

Realisierte Performance im jeweiligen Jahr
2007: +220%
2008: +12%
2009: +215%
2010: +75%
2011: +23%
2012: +36% | 18.287 (Bescheinigung)
2013: +52% | 26.281 (Bescheinigung)
2014: +19% | 9.415 (Bescheinigung)
2015: +32% | 15.904 (Bescheinigung)

Zuletzt beendete Trades im Trading-Channel

Steico: +20%
W&W: -2,5%
Windeln.de: +5%
Sixt: +16,5%
Biotest Vz.: +15%
Verbio: +5%
OHB: -2,3%
Jenoptik: -1,7%
GFT: -3,2%
Ströer: +8%
Hugo Boss: +3,2%
Wacker Chemie: -8%
Nordex: +7,2%
Lufthansa: +6,5%
Datagroup: -4,3%
TeleColumbus: +7%
Freenet: +12%
WCM: +25%
Süss Microtec: +40%

Hinweis nach WPHG 34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Jörg Meyer handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.

Jörg Meyers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Jörg Meyer schrieb am Montag, 25.04. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Trader, für Breakout-Trader ergibt sich heute eine Chance bei Sixt. Die Aktie hatte vor einigen Wochen einen Pivotal Point gebildet. Was war geschehen? Die Dividende von 1,50 Euro/Aktie lag über den Erwartungen. Man hat ein kleines ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 6 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
25.05. 09:05 Uhr
*******************
24.05. 13:57 Uhr
*******************
23.05. 11:41 Uhr
Trade-Update: Biotest Vz. verhält sich mustergültig - der Bulle ist zurück!
23.05. 09:21 Uhr
Depotübersicht und Kommentar
23.05. 09:05 Uhr
Zugekauft 200 Biotest Vz. (522723) zu 15 Euro
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Highperformance-Aktien
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Montag, 16. Mai 2016

Virtual Reality-Profiteur Activision Blizzard: Neue Phantasie durch eSports?

Liebe Trader,

vergangene Woche thematisierten wir an dieser Stelle u.a. die Activision Blizzard (ATVI) vor dem Hintergrund von Virtual Reality. Das viel realitätsgetreuere Erlebnis dieser neuen Computertechnologie wird eine erste wesentliche Anwendung bei Games finden. Neue Verbraucher könnte sich für Video-Spiele interessieren. Entsprechend hat ein Game-Anbieter wie Activision Blizzard beste Chancen zu profitieren und noch mehr Games abzusetzen. Da immer mehr digitale Zusatzinhalte (Spieleerweiterungen) angeboten werden, kann der Konzern seine hochmargigen Erlöse ausbauen. Entsprechend wird die Profitabilität mit einer wachsenden, aktiven Spielerbasis (aktuell monatliche aktive User: 544 Millionen!) steigen.

Doch für den Konzern eröffnet sich ein neuer, wachstumsträchtiger Markt. eSports! Die jüngere Generation verfolgt heutzutage über Streaming-Plattformen die Spieleduelle der Pros bei League of Legends, Dota 2 und Heroes of the Storm. Teilweise werden bis zu 18 Mio. USD unter den Teilnehmern ausgeschüttet. Pros verdienen 9000 USD im Monat. Ein regelrechter Boom hat eingesetzt und die Zuschauerzahlen explodieren. Am 11. Mai veröffentlichte Newzoo einen neuen Marktreport. Demnach wird die jährliche Zahl der globalen Zuschauer von 230 Millionen in 2015 auf 427 Millionen in 2019 zulegen. Vor allem China ist ein wichtiger Markt. Diese Entwicklung ruft die Werbeindustrie auf den Plan. Denn um diese junge Zielgruppe zu adressieren, muss auf genau den Streaming-Plattformen geworben werden. Activision Blizzard will sich als Entertainment- und Medienhaus positionieren und bei eSports ein gewichtiges Wort mitreden. Mit mlg.tv hat der Konzern schon eine eigene HD-Plattform am Start. Dort versucht man sich mit einem speziellen Algorithmus zu differenzieren, der Spielstatistiken in Abhängigkeit vom Interesse einblendet. Dabei hat man sich renommierte Unterstützung durch Facebook gesichert, wo Events live übertragen werden können und auf eine große Zielgruppe treffen. Activision Blizzard hat eine gute Chance neben youtube und twitch eine wesentliche Rolle einzunehmen. Die Erlöse der eSports-Industrie dürften von 463 Mio. USD in 2016 auf 1,1 Mrd. USD in 2019 steigen. 2020 erwarten die Analysten von Baird schon 1,8 Mrd. USD.

Die Aktie beginnt diese Wachstumsphantasie einzupreisen. Der neue Report von Newzoo erschien am 11. Mai 2016. Einen Tag später gab Activision Blizzard den Ausbau einer Plattform und die Facebook-Zusammenarbeit bekannt. Seither befindet sich der Titel in einer kraftvollen Momentumbewegung. Das 52-Wochenhoch um 40 USD sollte diese Woche attackiert werden.

Fazit: eSports ist ein neuer Wachstumsmarkt. Unternehmen wie Activision Blizzard können bei einer erfolgreichen Etablierung ihrer Streaming-Plattform auf zusätzliche Einnahmen durch Werbung, kostenpflichtige Streams und eine bessere Vermarktung ihrer eigenen Spiele hoffen.

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Montag, 09. Mai 2016

Zwei Virtual Reality-Profiteure mit Pivotal Points. Jetzt Trading-Buy?

Liebe Trader,

Virtual Reality beschreibt die Darstellung sowie Wahrnehmung der Wirklichkeit in einer virtuellen Umgebung. Diese neue Computertechnologie wird im laufenden Jahr ihre Marktdurchdringung feiern. Denn endlich kommen mit der Oculus Rift, PlayStation VR und HTC Vive die Highend-Brillen auf den Massenmarkt. Mit deren Verbreitung wird die Grundlage für den Virtual Reality-Boom mit über 200 Mio. verkauften Einheiten bis 2020 gelegt - laut Tractia. Virtual Reality wird nicht nur die soziale Interaktion verändern, sondern auch neue Möglichkeiten in der medizinischen Therapie, einzigartige Erlebnisse von Games und Filmen, eine veränderte Arbeitswelt oder in der Produktentwicklung und -präsentation ermöglichen. Beispielsweise testet Media-Saturn in einem Pilotprojekt die Produktpräsentation in der Virtual Reality. Nachdem sich der Kunde seine Küche im virtuellen Raum zusammengestellt hat, kann er diese mittels einer VR-Brille betrachten. Ziel ist das Einkaufserlebnis zu erweitern und zu intensivieren. Doch die ersten zwei wesentlichen Anwendungen werden Games und Videos sein.

In den letzten Tagen kam es bei zwei Virtual Reality-Profiteuren zur Bildung von Pivotal Points. Diese sind bedeutsam, weil sie die Aktien in Richtung 52-Wochenhoch katapultiert haben während der Aktienmarkt eine Konsolidierungsphase durchläuft. Institutionelle Anleger sind von der Story überzeugt und akkumulieren!

Facebook: Schon 12% der Gesamterlöse mit VR bis 2020!

Für Marc Zuckerberg ist Virtual Reality die nächste große Computerplattform. Freunde könnten in der virtuellen Welt interagieren oder 360 Grad-Videos teilen und somit entfernte Erlebnisse ebenfalls hautnah erleben, indem sie sich im Video umschauen. Facebook hat er auf diesen Megamarkt rechtzeitig mit der 2 Mrd. USD-Übernahme von Oculus vorbereitet ein genialer Schachzug. Die Auslieferungen der ersten Oculus Rift-Brillen haben begonnen. Da es sich um eines der besten High-End-Produkte handelt, dürfte Facebook einen größeren Teil der Hardware-Verkäufe auf sich vereinnahmen. Später kann das Unternehmen durch das Betreiben eigener virtueller Welten und Werbung innerhalb dieser zusätzliche Milliarden-Potenziale erschließen. Alleine die Verkäufe der Oculus Rift sollen in den nächsten Jahren zu einem bedeutsamen Wachstumstreiber werden. Die Analysten von Cantor unterstellen folgende Stückabsätze und Erlöse im Zeitraum 2016 bis 2020:

2016: 0,666 Mio. Einheiten und 400 Mio. USD Umsatz
2017: 2,28 Mio. Einheiten und 1,596 Mrd. USD Umsatz
2018: 4,693 Mio. Einheiten und 3,12 Mrd. USD Umsatz
2019: 7,839 Mio. Einheiten und 4,95 Mrd. USD Umsatz
2020: 11,11 Mio. Einheiten und 6,67 Mrd. USD Umsatz

Analysten taxieren die Gesamtumsätze von Facebook auf 54,43 Mrd. USD in 2020. Demnach könnten auf das VR-Geschäft, welches nur die Verkäufe aus Hardware berücksichtigt, schon 12% der Gesamterlöse entfallen. Das ist bedeutsam, weil es sich wie oben ersichtlich um ein ganz neues Business handelt, das bisher noch keine Erlöse beisteuert. In den Folgejahren würden durch Werbung, kostenpflichtige VR-Welten und -Spiele die wichtigen hochmargigen Umsätze hinzukommen und auch dem Gewinn einen Boost verleihen.

Vor zwei Wochen brach die Facebook-Aktie auf ein neues Allzeithoch aus, weil sich im letzten Quartal das Gewinnwachstum erneut beschleunigte. Der Nettoertrag kletterte um 83% auf 0,77 USD/Aktie. Die dritte Zunahme der Dynamik infolge, weil die Steigerungsraten der Vorquartale nur 16%, 33% und 46% betrugen. Weil Facebook Virtual Reality als die bedeutsamste neue Computerplattform sieht, wird man in diesen Bereich weiter kräftig investieren.

Fazit: Facebook gehört zu den Leader am US-Markt und ist ein bedeutsamer Virtual Reality-Profiteur. Trader folgen dem hohen Momentum. Ein geeignetes Absicherungslevel ist der Pivotal Point bei 108,89 USD.



Activision Blizzard: Phantasie durch mehr VR-Gamer. Aktie springt nach Zahlen in Richtung 52-Wochenhoch!

Facebook sieht in Games eine der ersten wichtigsten VR-Anwendungen, weil es ein viel realitätsnäheres Erlebnis ist, wenn man seinen gesamten Körper bewegen muss, um sich in der virtuellen Welt durchzukämpfen. Entsprechend könnte Virtual Reality die globale Basis an Spieler steigern, weil sich Konsumenten dafür begeistern lassen, die bisher keine Video-Games spielten. Für Activision Blizzard bedeutet dies ein zusätzliches Marktwachstum. Ohnehin soll der Gaming-Markt nach Unternehmensangaben von 86 Mrd. USD auf 112 Mrd. USD in 2019 zulegen. Damit könnte diese Guidance zu konservativ sein. Activision Blizzard beobachtet wie schnell sich VR-Brillen verbreiten und steht bereit bei einer ausreichend großen installierten Basis eigene VR-Games auf den Markt zu bringen.

Die Aktie formte am Freitag bei 34,91 USD einen Pivotal Point nachdem man mit seinen Q1-Zahlen die Schätzungen pulverisierte und die Jahresprognose anhob. Die Erlöse wuchsen um 14% auf 1,455 Mrd. USD. Der Nettogewinn schnellte um 44% auf 0,23 USD/Aktie (Konsens: 0,12 USD/Aktie) nach oben. Der 2016er Nettogewinn wird bei 1,78 USD/Aktie statt 1,75 USD/Aktie erwartet. Mit der Übernahme von King Digital ist ein neues Gaming-Powerhouse entstanden, das auch bei Mobile Games eine bedeutsame Rolle einnimmt. Zudem vereint man eine große Community mit 544 Mio. monatlich aktiven Usern, die beispielsweise für das Zukunftsstandbein eSports wichtig ist. Für Phantasie sorgt der bevorstehende Launch von Overwatch. Dem Ego-Shooter wird eine ähnliche Bedeutsamkeit wie Diablo eingeräumt. Daher könnte selbst die neue Gewinnprognose zu konservativ sein.

Fazit: Unter den Spielewerten ist Activision Blizzard aus technischer Sicht und wegen der breiten Aufstellung der Leader. Die Aktie stürmt in Richtung 52-Wochenhoch um 40 USD. Trader folgen dem Aufwärtsdrang mit einer Absicherung am Pivotal Point.

Hinweis: Wie man Trades nach Pivotal Points in der Praxis umsetzt, können Sie in meinem Trading-Channel anhand eines Realgeld-Trading-Depots verfolgen.

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Sonntag, 01. Mai 2016

Nebenwerte-Storys geben den Ton an - 4 Beispiel. Was diese Aktie nach zwei Pivotal Points so spannend macht!

Liebe Leser,

in den letzten Wochen war die Puste bei vielen hochliquiden Titeln raus. Dynamische Vorstöße auf neue 52-Wochenhochs oder impulsive Aufwärtsbewegungen waren Mangelware. Stattdessen zeigen Nebenwerte einen enormen Aufwärtsdrang. Titel wie Mensch&Maschine, Energiekontor, Bet-at-Home oder SLM Solutions legten starke Rallyebewegungen hin. Es scheint eine Zeit gekommen zu sein in der sich der Markt auf ausgewählte Storys im Nebenwertesegment konzentriert:

  • Mensch&Maschine: Die Q1-Zahlen zeigten mit einem Umsatz von 50,3 Mio. Euro und einem Nettogewinn von 0,14 Euro/Aktie, dass Unternehmen auf bestem Weg ist die 2016er Ziele von 170 Mio. Euro und 0,50 Euro/Aktie zu erreichen. Bis 2018 dürfte man bei 200 Mio. Euro und 0,80 Euro/Aktie landen. Die Fokussierung auf eigene Software und weniger Abschreibungen wirken sich positiv aus, das Profitabilitätslevel steigt.
  • Energiekontor: Der Projektierer legte starke 2015er Zahlen vor. Der Nettogewinn stieg um 43% auf 18,5 Mio. Euro. Selbst für 2016 plant der Vorstand trotz des unsicheren Projektierungsgeschäfts ein stabiles bis leicht steigendes Ergebnis. Damit könnte Energiekontor für 2015 und 2016 eine Dividende von jeweils 0,80 Euro/Aktie (Rendite: 5,2%) zahlen. Dividendenjäger lockt das an.
  • Bet-at-Home: Im Sommer findet die Fußball-EM statt. Bet-at-Home hat beste Chancen auf ein gutes Geschäft und wird entsprechend viel ins Neukundenwachstum investieren. Der Vorteil, dann kann das Unternehmen in den Folgejahren von einer höheren Anzahl aktiver Kunden profitieren. Die EBITDA-Guidance von 30 Mio. Euro gilt als konservativ. Die jüngste Dividendenankündigung von 4,50 Euro/Aktie (Rendite: 3,3%) überraschte.
  • SLM Solutions: Der 3D-Metalldruck wird im Flugzeugbau zunehmend in die Massenproduktion von Teilen für die Kabine oder das Triebwerk überführt. Daher werden die 3D-Druck-Kapazitäten in den nächsten Jahren steigen müssen HSBC rechnet mit einem 30%igen Marktwachstum p.a. bis 2023. Für SLM bedeutet das die Chance auf hochvolumige Orders und einen massiven Anstieg beim Auftragseingang. Laut HSBC hat SLM auch die technologische Führerschaft und könnte "bis zu viermal so schnell produzieren als die Konkurrenz". Zudem hat man durch den Einstieg ins Pulvergeschäft ein hochmargiges und wiederkehrendes Business erschlossen. Das ist die Story bei der mit einem KUV17e von 3,7 schon ambitioniert bewerteten Aktie.

Eine spannende Story im Nebenwertesegment ist Nanogate. Die Aktie hat nach zwei wichtigen Pivotal Points in einen neuen Aufwärtstrend gewechselt.

Nanogate ist auf die Veredelung von Hochleistungsoberflächen spezialisiert. Ziel ist es Oberflächen aus Keramik, Beton, Metall, Textil, Glas oder Kunststoff mit Hilfe von chemischen Lösungen aufzuwerten. Neben den typischen Materialeigenschaften sollen neue Charakteristika hinzukommen. Das können die Kratzfestigkeit, Antihaftung, chemische Beständigkeit, Abschirmung elektromagnetischer Strahlung oder der UV-Schutz sein. Kunden erhalten damit neue Produkte, die sich gegenüber denen der Konkurrenz differenzieren, leistungsfähiger und umweltfreundlicher sind.

Ein simples Beispiel ist die Veredelung von Frontscheinwerfern beim Fahrzeug. Nanogate kann die Kunststoffverkleidungen kratzfest und antihaftende machen, sodass es zu keiner Beeinträchtigung der Ausleuchtung kommt. Textilen, wie die Autositze, lassen sich beschichten, sodass sie einfacher zu reinigen sind. Schaltknaufplaketten eines schwedischen Fahrzeugherstellers werden gegen Kratzer und Umwelteinflüsse veredelt, um Abnutzungserscheinungen zu verhindern. Der positive Nebeneffekt ist eine Verminderung des Gewichts, da leichte Kunststoffe mit neuen, überlegenen Eigenschaften beispielsweise Glas substituieren. Entsprechend kann Nanogate auf einen großen Kundenstamm aus der Automobilbranche blicken. Als Referenzen werden u.a. Audi, BMW, Continental, Land Rover, Mercedes Benz, Porsche und VW genannt. Im wettbewerbsintensiven Umfeld ist mit einer zunehmenden Penetration der Nanogate-Technologie zu rechnen, weil sich die Hersteller damit auf einfache Art und Weise von der Konkurrenz abheben und zu verhältnismäßig niedrigen Kosten individuelle Produkte kreieren. Dadurch lassen sich speziell im Premium-Segment überdurchschnittliche Qualitätsstandards und Designanwendungen realisieren. Nanogate sieht alleine bei Komponenten aus innovativen Kunststoffen mit glasartigen Eigenschaften ein Marktpotenzial im dreistelligen Millionenbereich

Das Spannende an Nanogate ist, dass sich die Anwendungsbereiche der Veredelungstechnologie noch deutlich ausweiten lassen, sodass das Unternehmen bei einer erfolgreichen Umsetzung auf Jahre hinaus stark wachsen kann. Zielbranchen sind der Maschinen- und Anlagenbau, Gebäude, Elektronik, Haushalt sowie Freizeit. So gelang es Nanogate bei Haushaltsgeräten und im Bereich Energieeffizienz stärker Fuß zu fassen. Für den Gerätehersteller Miele werden Einbauherde mit einer Metallveredelung versehen, die einen besonderen Korrosionsschutz bieten. Eine ähnliche Veredelung wird bei Gas-Brennwertgeräten aus Aluminium für einen international führenden Thermotechnik-Hersteller vorgenommen. Ziel ist die Auftragung eines Korrosionsschutzes und Verlängerung der Lebensdauer. Somit ist es möglich Aluminium als Wärmetauscher einzusetzen und Edelstahl zu substituieren. Dadurch entstehen Kostenvorteile. Innovative Anwendungen für die Möbelindustrie, indem Kunststoff-Oberflächen multifunktional beschichtet werden, ist einer der neusten Märkte. Für einen führenden Zulieferer aus der Möbelindustrie werden Küchenmöbel beschichtet, um deren Kunststoffe glasartige Eigenschaften zu verleihen dadurch sind bei Küchenmöbeln die Glasfronten ersetzbar. Wie auch in der Automobilindustrie lassen sich mit der Veredelung von Oberflächen neue Produkte schaffen, die einen Wettbewerbsvorteil aufweisen.

Zwei neue Pivotal Points lassen die Aktie ihre kurzfristige Aufwärtstrendstruktur festigen. Das sind Schlüsselpunkte mit bedeutsamen neuen Nachrichten, die noch nicht im Kurs eingepreist waren.

  • Am 07. April gab Nanogate bekannt seine 2015er Umsatzprognose von mind. 84 Mio. Euro mit über 90 Mio. Euro deutlich übertroffen zu haben. Die EBITDA-Guidance von mehr als 9 Mio. Euro wurde mit über 10 Mio. Euro ebenfalls getoppt.
  • Am 27. April kommunizierte Nanogate den Ausblick auf 2016. Die Erlöse sollen bei mehr als 105 Mio. Euro liegen. Damit wurde die mittelfristige Planung eher als erwartet erreicht. Analysten hatten dieses Umsatzlevel erst für 2017 angepeilt. Das EBITDA soll mit 12 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen herauskommen.

Die KUV-Bewertung liegt bei 1,18. Das ist nicht teuer. Das KGV kommt wegen hohen Investitionen noch auf 60, aber dürfte in Richtung 2018 auf 23 sinken, sobald mehr Wert auf die Profitabilität gelegt wird.

Fazit: Ein technologisch spannendes Unternehmen mit gutem Newsflow noch vertretbarer Bewertung. Jetzt hat auch die Charttechnik auf Grün geschaltet!

Hinweis: Im Realgeld-Depot meines Trading-Channels habe ich in dieser Woche auch zwei Nebenwerte neu gekauft. Verfolgen Sie dort mein Vorgehen in der Praxis.

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Durchschnitt: 5,0
Sonntag, 17. April 2016

Warum ich bei Bertrandt eine strategische Position eröffnet habe. Mittelfristig 50%iges Potenzial!

Liebe Trader,

beim Aktien-Trading erzielte ich immer dann die besten Ergebnisse, wenn es mir gelang eine fundamentale Story möglichst frühzeitig zu identifizieren. Daher beschäftigte ich mich mit den Unternehmen selbst und lese aufmerksam die täglich eintrudelnden News. Nur durch diesen sehr zeitaufwendigen Rechercheprozess wird man auf strukturelle Entwicklung, vorherrschende Konsenserwartungen und letztlich aussichtsreiche Storys aufmerksam.

Im Realgeld-Trading-Depot meines Trading-Channels habe ich eine strategische Position in Bertrandt für 10.000 Euro aufgebaut. Ich möchte nachfolgend meine Gedankengänge schildern.

Bertrandt ist ein deutscher Entwicklungsdienstleister mit einem Schwerpunkt auf der Automobilindustrie. Zudem wird der Flugzeugbau adressiert. Immer wenn es um neue Entwicklungen in den Bereichen Interieur, Karosserie, Powertrain, Fahrwerk oder Elektronik geht, kommt das Know How von Bertrandt zum Einsatz. Dabei unterstützt der Engineering-Konzern seine Kunden in allen Prozessschritten von der Konzeption, Konstruktion, Fahrzeugbau bis hin zur Fertigungsplanung sowie dem Serienanlauf. Beispielsweise tritt Bertrandt beim Karosseriebau als Lösungsfinder, Ideengeber und Umsetzer auf, um durch Leichtbau und Aerodynamik eine CO2-Reduzierung zu erreichen. Wegen seiner breiten Aufstellung ist Bertrandt ein Profiteur von vielen strukturellen Trends in der Automobilindustrie:

  • CO2-Emissionsgrenzen sinken und müssen eingehalten werden,
  • Die Nachfrage nach fortschrittlichen Assistenz- und Komfortfunktionen steigt,
  • Neue Antriebstechnologien, wie Brennstoffzellen, Hybrid- und E-Antriebe, gewinnen an Bedeutung,
  • Vernetzung und autonomes Fahren,
  • Die Modellvielfalt wächst.

Diese Trends führen zu einem Wachstum des für Bertrandt relevanten Marktes um 8-11% p.a. über die nächsten Jahre. Denn alle Automobilkonzerne müssen sich diesen Themen widmen. Um im wettbewerbsintensiven Umfeld nicht den Anschluss zu verlieren, werden die F&E-Budgets mindestens stabil bleiben, eher sogar steigen. Global dürfte das Volumen laut McKinsey/VDA bei 100 Mrd. Euro liegen. Auf Deutschland entfallen rund 34 Mrd. Euro. Doch Bertrandt profitiert nicht nur von den allgemein hohen F&E-Budgets, sondern auch von deren zunehmender Fremdvergabe, d.h. Entwicklungsdienstleistungen werden immer häufiger an Spezialisten outgesourct. Das bedeutet, auf Bertrandt kann mehr Budget entfallen auch, wenn die F&E-Ausgaben nur stagnieren. Eine gute Perspektive!

Dass die deutschen Hersteller bei E-Autos einen deutlichen Nachholbedarf haben, beweist Tesla. Die Amerikaner haben mit dem "Tesla Model 3" ein Massenmarkt-E-Auto vorgestellt. Davon ist die deutsche Konkurrenz noch meilenweit entfernt. Bertrandt wird von steigenden F&E-Ausgaben in diesem Bereich profitieren, damit die Hersteller die Lücke zum Wettbewerber schneller schließen können. Ohnehin ist das Unternehmen bei den deutschen OEMs stark positioniert. Wichtigste Kunden mit zweistelligen Erlösanteilen sind BMW, VW, Audi und Porsche. Auf BMW entfallen nach Schätzungen rund 15-20% der Umsätze. Und die Bayern haben erst Mitte März angekündigt auch in den nächsten Jahren viel Geld ausgeben zu wollen. Gut für Bertrandt! Geplant ist:

  • Die Zielquote der F&E-Kosten soll 5-5,5% vom Umsatz sein. Höhere Zielquoten schließt der Vorstand in einzelnen Jahren nicht aus. Weil die Erlöse laut Konsensschätzungen von 95,03 Mrd. Euro auf 102 Mrd. Euro in 2018 zulegen sollen, wird auch bei einer konstanten Quote mehr Geld in F&E investiert.
  • Mit dem "Project I 2.0" strebt BMW die technologische Führerschaft beim autonomen Fahren an.
  • Die Modellpalette wird ausgeweitet und neue Assistenzsysteme eingeführt. So soll der 7er BMW dank Remote Control Parking sogar auf Knopfdruck und ohne Fahrer in der Garage einparken können.
  • Signifikante Weiterentwicklung soll es bei der Diesel-Technologie sowie Brennstoffzellenautos geben. Bei letzterem wird ab 2025 ein Auto für Privatkunden erwartet. Schon jetzt erzielen Testwagen eine Reichweite von 700 Kilometern.

Bertrandt profitiert auch davon, dass in Zukunft mehrere Antriebsformen parallel existieren werden. Und dass BMW seinen Entwicklungsdienstleister austauscht, ist unwahrscheinlich, da Bertrandt ein langjähriges Branchen Know How hat, große Projekte bewältigen kann und auch hochqualifizierte Arbeitskräfte hat, die eher Mangelware sind. Somit kann man bei Bertrandt sogar von einem Burggraben sprechen. Dieser schützt vor nennenswerter Konkurrenz.

Seit Anfang 2015 befindet sich die Bertrandt-Aktie in einer Konsolidierung und hat jetzt ein moderates Bewertungslevel erreicht, das aus meiner Sicht wegen den oben genannten Entwicklungen wieder Aufwärtspotenzial verspricht. Das Unternehmen sollte 2016 einen Umsatz 1,02 Mrd. Euro einfahren. Bis 2018 ist mit einem Anstieg auf 1,18 Mrd. Euro zu rechnen. Zeitgleich dürfte der Nettogewinn von 6,94 Euro/Aktie auf 8,21 Euro/Aktie steigen. Perspektivisch wird die Bewertung bei einem KGV18e von 12 und einem KUV18e von 0,86 liegen. Das ist moderat. In der Vergangenheit wurde Bertrandt schon mit KGVs um 18-20 und einem KUV von 1,4-1,8 gepreist. Das heißt, auf mittelfristige Sicht ist wieder eine Ausdehnung auf diese Bewertungslevels zu erwarten, wenn das Unternehmen die Umsatz- und Ertragssteigerungen realisiert. Die Aktie hätte die Chance auf eine 50%ige Rallybewegung.

Fazit: Mir gefällt die Kombination aus moderater Bewertung und einem strukturell bedingten Branchenwachstum über die nächsten Jahre. Für mich ist Bertrandt die geeignete Aktie mit der sich an den Veränderungen in der Automobilbranche (Digitalisierung, autonomes Fahren, alternative Antriebe, Vernetzung) partizipieren lässt. Daher habe ich eine strategische Position mit einer 10-12%igen Risikotoleranz aufgebaut.

In meinem Trading-Channel können Sie den Bertrandt-Trade und weitere fundamental orientierte Aktien-Trades auf Sicht von Tagen bis Monaten verfolgen.



Jörg Meyer, Hinweis nach WPHG 34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte: Der Autor dieses Artikels besitzt zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung Positionen in der vorgestellten Aktie von: Bertrandt.
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Sonntag, 03. April 2016

Tesla feiert Megaerfolg mit Model 3 - schon 253.000 Vorbestellungen. Diese Zulieferer könnten profitieren!

Liebe Trader,

habt ihr das gelesen? Tesla kreiert den Markt für Elektro-Autos und lässt die deutschen Hersteller am Straßenrand stehen. Das neue Tesla Model 3 für den Massenmarkt schlägt sämtliche Erwartungen. 253.000 Vorbestellungen sind schon eingegangen, obwohl eine Anzahlung von 1.000 USD notwendig ist. Die Elektro-Autorevolution beschleunigt sich. Wie können wir Trader davon profitieren?

Kuka lieferte für die Produktion des Model S schon die Roboter. Vermutlich wird dieser Haus und Hof-Lieferant auch stark vom Kapazitätsausbau für die Model 3-Fertigung in Frage kommen. Neue Millionen-Aufträge sind zu erwarten. Die israelische Mobileye (Kürzel: MBLY) hat wiederum gute Chancen Hardware für die Autopilot-Funktion beizusteuern. Die Software entwickelt Tesla wohl selbst. Laut Reuters soll LG Display (sind börsennotiert) das Display für die Mittelkonsole liefern. Vorteil: Im Automobilmarkt sind die Margen etwas höher. Doch es gibt noch ein deutsches Unternehmen, welches die Wenigsten auf der Rechnung haben dürften. Dabei handelt es sich um Stabilus!

Stabilus ist der global führende Herstellern von Gasfedern und Dämpfern. Diese werden für das geschmeidige Öffnen der Motorhaupe, Heckklappe und sogar Seitentüren verwendet. Apropos Seitentüren: Das Tesla Model X (SUV) hat die Besonderheit über Flügeltüren zu verfügen. Diese öffnen sich nach oben. Für das reibungslose Funktionieren ist die POWERISE-Technik von Stabilus verantwortlich. Des Weiteren soll Stabilus für den elektrischen Heckklappenantrieb und die Gasfedern für die Motorhaupe der Zulieferer sein. Als Marktführer liegt die Vermutung nah, dass Stabilus auch beim Model 3 mit dabei sein dürfte.

Die Aktie zeigt eine schöne Aufwärtsbewegung und gehört zu den charttechnisch stärksten Automobilzulieferern am deutschen Markt. Mit einem KGV16e von 15,8 ist die Bewertung für einen Automobilzulieferer schon recht hoch. Hier spiegelt sich das Wachstumspotenzial bei elektromechanischen Antrieben wider, die zunehmend auch in Volumenmodellen der Mittelklasse eingesetzt werden.

Für uns Trader ist die Bewertung zunächst nebensächlich. Unter kurzfristigen Aspekten bietet es sich an dem nächsten prozyklischen Signal mit einer 5%igen Risikotoleranz zu folgen. Das wäre beispielsweise bei einem Anstieg über 43 Euro der Fall.

Hinweis: In meinem Trading-Channel können Sie verfolgen, wie ich solche Trading-Ideen in der Praxis umsetze.

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