Information zum Blog
Jörg Meyer
Diplom-Volkswirt (Univ.)
joerg.meyer[at]mastertraders.de

Herausarbeitung von Investment- und Tradingideen mit überdurchschnittlichen Kurschancen für einen Zeitraum von Tagen bis Monaten bei konsequenter Risikominimierung.

Darüberhinaus wird das "Wie" des Tradings besprochen und allgemeines Know How für erfolgreiches Handeln auf kurz- bis mittelfristiger Ebene vermittelt.

Performance im jeweiligen Jahr
2007: +220%
2008: +12%
2009: +215%
2010: +75%
2011: +23%
2012: +36% | 18.287 € (Bescheinigung)
2013: +52% | 26.281 € (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG §34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Jörg Meyer handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.

Jörg Meyers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Jörg Meyer schrieb am Mittwoch, 28.01. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Trader, ich habe am Dienstag bei Xing und MTU die Gewinne mitgenommen. Beide Aktien absolvierten mehrtägige Ausbruchsbewegungen und hatten Fahnenstangencharts gebildet. Wenn es zu einer Konsolidierung kommt, überstehen die wenigsten ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 1 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
28.01. 09:02 Uhr
*******************
27.01. 14:26 Uhr
*******************
27.01. 09:17 Uhr
Verkauft 25 Xing (XNG888) zu 109,1 Euro
27.01. 09:04 Uhr
Morning Briefing für den 27. Januar: Neue Aussagen vom Manz-Finanzvorstand! Zudem: Deutsche Bahn will Videoüberwachung ausdehnen. Das ist ein potenzieller Profiteur!
26.01. 13:08 Uhr
Teilverkauft 25 Xing (XNG888) zu 104,1 Euro
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Highperformance-Aktien
Reales 50.000 € Trading-Depot

Sonntag, 25. Januar 2015

Privatanleger misstrauen der Aktienhausse - 4 einfache Regeln! Und: Ein Top-Breakoutkandidat!

Liebe Leser,

der Jahresauftakt verlief mit den Korrekturtendenzen nicht einfach. Aber die Rallyebewegung der letzten Tage zauberte auf meine Lippen nur ein "WOW". Um gut 1.000 Punkte marschierte der DAX nach oben. Ausgelöst wurde die Rallye an dem Tag, als die SNB ihren EUR/CHF-Mindestkurs aufgab. Relativ schnell setzte sich bei den Institutionellen der Gedankengang durch, dass die EZB auf der eine Woche später folgenden Sitzung ein massives Wertpapierkaufprogramm ankündigen dürfte. Diese Erwartungshaltung erfüllte die EZB. Ab März bis September 2016 werden monatlich Wertpapiere für 60 Mrd. Euro gekauft. Statistisch haben sich die Märkte, z.B. in den USA, nach dieser Geldschwemme positiv entwickelt. Der DAX brach auf ein neues Allzeithoch aus und stürmte am Freitag auf 10.650 Punkte. Im Übrigen schaue ich mit Bewunderung auf das EUWAX-Sentiment. Denn die privaten Anleger haben der Rallye komplett misstraut. Die Mehrheit setzte auf einen sinkenden Markt. Hier ist der Chart vom EUWAX-Sentiment. Seit Januar wächst das Misstrauen und der DAX haussiert!



Quelle: Börse Stuttgart AG, Link


4 einfache Regeln

Werfen Sie Marktprognosen über den Jordan! Es ist nicht möglich die kurzfristige Richtung des Marktes vorauszusagen. Die aktuelle Rallyebewegung beim DAX ist das beste Beispiel. Sich permanent darüber Gedanken zu machen, wo der Markt in zwei Tagen steht, vernebelt die Chance auf attraktive Tradinggelegenheiten. Solche starken Impulsbewegungen, wie in den letzten zwei Wochen, treten innerhalb eines Jahres nicht oft auf. Daher sind sie eine wichtige Basis, um ein großes Stück der geplanten Jahresperformance zu sichern. Besser ist es:

Positionsorientierung am Verhalten der Depotwerte zum Gesamtmarkt! Mittlerweile habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht meinen Investitionsgrad am Kursverhalten meiner Depotwerte zu orientieren. Das heißt, wenn meine bestehenden Positionen im Gewinn notieren (in stabilen Phasen halte ich immer eine Grundpositionierung) und der Gesamtmarkt mit bullischen Avancen überzeugt, kann ich sofort ein oder zwei Titel hinzukaufen. Jetzt beginnt die spannende Phase, denn wenn die neuen Werte direkt steigen, ist der Spielraum für weitere Positionen vorhanden. Der Investitionsgrad wird nicht weiter erhöht, wenn die Depotwerte stagnieren. Bauen meine Aktien zum Gesamtmarkt sogar eine relative Schwäche auf wird die Cashquote wieder hochgefahren. Mein Verständnis für fundamentale Storys am Markt hilft mir bei der richtigen Aktienselektierung.

Diversifizierung über sämtliche Segmente! In Rallyephasen ist meistens folgende Konstellation zu beobachten. Als erstes ziehen die liquiden Aktien aus dem DAX, MDax und TecDax an. Wenn sich das Vertrauen in den Aufschwung gefestigt hat, treten die Nebenwerte im SDax und den unteren Segmenten in eine explosive Rallyephase ein. Diese Konstellation wird am deutschen Markt aktuell sichtbar. Während Dax, MDax & Co. schon vor über einer Woche neue 52-Wochenhochs markierten, zog der SDax erst am Freitag nach. Daher ist es beim Depotaufbau wichtig über sämtliche Segmente zu diversifizieren.

Jetzt nicht den Fahnenstangen hinterherjagen! Nach der mehrtägigen Rallye bietet es sich an einen verstärkten Blick auf die Nebenwerte zu richtigen, die noch vor dem Ausbruch aus einer Konsolidierung stehen. Den aktuellen Fahnenstangen bei ProSiebenSat1, BMW, Osram, Hugo Boss oder Bechtle nachzujagen, dürfte kurzfristig die falsche Entscheidung sein. Stattdessen bietet es sich an auf die unteren Segmente zu schauen. Dort könnte der ein oder andere solide Titel noch gespielt werden, weil sich der Fokus nun auch auf die Nebenwerte richtet.

Den letzten Punkt habe ich vergangene Woche begonnen im Realgeld Trading-Depot im Highperformance-Aktien Channel umzusetzen. Beispielsweise trennte ich mich am Donnerstag von meinem ProSiebenSat1-Trade. Die Aktie kaufte ich bei 30 Euro und verkaufte sie bei 39,22 Euro mit +31%. Umgeschichtet habe ich in zwei Titel, die noch vor der Auflösung einer mehrwöchigen Konsolidierung stehen. Beide Trades liefen am Freitag am "+4,5%" und "+2%" schon vielversprechend an!



Sixt VZ. auf die Breakout-Watchlist!

Ein Nebenwerte-Kandidat, der aus meiner Sicht gut in das Raster (solide Konsolidierung und noch kein Ausbruch, Story mit Wachstumspotenzial, Value dank erhöhter Dividendenrendite) passt, ist Sixt Vz.

Das Wachstum der Bevölkerung wird dazu führen, dass es in größeren Städten schwieriger ist mit dem Auto zu navigieren und die Parkplatzsituation kritischer wird. Ohnehin verliert das Auto zunehmend als Statussymbol. Ein schickes mobiles Endgerät oder eine tolle Wohnung steigen in der Gunst. Eigentlich ist Sixt Vz. vor diesem Hintergrund ein potenzieller Profiteur. Das Unternehmen hat frühzeitig auf neue Mobilitätskonzepte gesetzt und betreibt in Deutschland das führende Car Sharing-Angebot DriveNow. DriveNow hat gut 390.000 Mitglieder  - Schwerpunkt Berlin - und soll seit Frühjahr 2014 operativ profitabel sein. Die Ausdehnung im europäischen Raum steht auf der Agenda. Mit dem Wachstum großer Städte wird das Car Sharing für die Bevölkerung attraktiver, zumal es für diese Autos gesonderte Parkplätze geben dürfte. Der Kauf eines Zweitwagens kann zurückgestellt werden und auch für Studenten etc. ist es einfacher auf das Angebot zuzugreifen, statt ein eigenes Fahrzeug samt Steuern, Versicherung usw. zu erwerben.

Darüber hinaus hat Sixt begonnen in den USA den weltweit größten Autovermietungsmarkt aufzurollen. Mittlerweile gibt es rund 50 Büros. In einem Interview mit dem Handelsblatt Ende November hieß es von Alexander Sixt: "Wenn wir in Amerika die größten 100 Flughäfen erobern könnten und dort Marktanteile von fünf Prozent erreichen würden, dann würde sich der gesamte Umsatz von Sixt mehr als verdoppeln." Die Fokussierung auf das Angebot an Premium-Fahrzeugen kommt gut an. Gleichzeitig wird mit dem Limousinenservice MyDriver die Taxibranche attackiert, wobei eher Firmen die Zielgruppe sind, da deren Taxikosten häufig hoch sind. Bis 2020 könnte das Unternehmen gut 10 % des Taximarktes auf sich vereinen, was immerhin ca. 300 Mio. Euro wären. Bis 2018 wird die Profitabilität bei der Tochter angestrebt. Ein Risiko besteht aktuell im traditionellen Vermietungsgeschäft, weil dieses stark von der Konjunktur abhängig ist. Letztlich ist Sixt Vz. unter Dividendenaspekten interessant. Denn die Rendite beträgt 3,8% und Dividendentitel werden von den Marktteilnehmern aktuell besonders nachgefragt.

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Sonntag, 18. Januar 2015

Flucht in Dividendentitel: Die Top10-Aktien und wo Chancen lauern!

Liebe Leser,

am Freitag kletterte der DAX auf ein neues Allzeithoch bei über 10.100 Punkten. Angesichts der kollabierenden Rohstoffpreise, dem Druck auf die Staatshaushalte der erdölexportierenden Länder und der Aufgabe des EUR/CHF-Wechselkurses durch die SNB schauen viele dem Anstieg ungläubig hinterher. Zu volatil und schwer interpretierbar sind die makroökonomischen Entwicklungen, als dass Freude an der Hausse am deutschen Aktienmarkt aufkommt. Das Euwax-Sentiment spiegelt diese Zurückhaltung sehr gut wider, denn am Freitag notierte es bei -44,7 Einheiten und trübte sich mit dem DAX-Anstieg im Rücken ein. Das heißt, die privaten Anleger misstrauen dem Sprung auf ein neues Rekordhoch und positionieren sich eher für einen sinkenden Markt. Keine schlechte Voraussetzung für kurzfristig weiter steigende Kurse.

Die EZB wird an diesem Donnerstag mit hoher Wahrscheinlichkeit erste Details zum geplanten Staatsanleihekaufprogramm kommunizieren. Im Vorfeld haben die Dividenden-Aktien eine markante Aufwärtsbewegung eingeleitet. Eine Flucht in diese Werte ist zu beobachten, welche angesichts des niedrigen Zinsumfelds wenig verwundert. Alternativen wie Immobilien, Infrastrukturprojekte oder Windparks weisen z.T. auch akzeptable Verzinsungen auf, aber sind nicht so liquide wie Aktien. Beginnen die Währungshüter mit dem Aufkauf erstklassiger Government Bonds, dann werden deren Renditen weiter sinken. Institutionelle haben daher zunehmend weniger Möglichkeiten das Kapital rentabel anzulegen. Schon jetzt werfen beispielsweise 10jährige Staatsanleihen von Italien nur 1,65 % ab, spanische Bonds rentieren bei 1,49 %, französische Bonds bei 0,63 % und deutsche 10jährige Staatsanleihen bei 0,45 %. Schon wegen dem Zinsänderungsrisiko – Kursverluste bei Zinsanstieg – sind diese Papiere wenig interessant. Vor diesem Hintergrund wird die Akkumulation bei deutschen Aktien mit einer Dividendenrendite von über 4 % verständlich.

Welche Unternehmen sind die Top-Dividendenwerte bezogen auf die Rendite?



Seit Freitag schallt es wieder jeden Abend um 22.15 Uhr durch das Wohnzimmer "Ich bin ein Star, holt mich hier raus", wenn die RTL Group eine ihrer erfolgreichsten Formate dem Zuschauer präsentiert. Speziell die Aktie ist noch aus anderen Gründen beachtenswert. Erstens, am deutschen Aktienmarkt hat sich ein Branchentrend etabliert. Medien-Titel haben starke Aufwärtstrends ausgebildet und ziehen von Hoch zu Hoch. Die Leader sind derzeit Axel Springer und ProSiebenSat1. RTL Group notiert noch nicht auf einem neuen 52-Wochenhoch, aber die Aktie hat sich mit der Bildung eines neuen Aufwärtstrends schon dieser Branchenentwicklung angeschlossen. Zweitens, mit einer Dividendenrendite von 6,84 % (inkl. Sonderausschüttung) zählt der Wert zu den Top-Dividendenzahlern. Nach Schätzungen von FactSet dürfte auch 2015 eine Dividende von 5 Euro/Aktie fließen. Drittens, die RTL Group hat den Trend zu digitalen Inhalten nicht verschlafen. Online Videos zählen zu einer der wichtigsten strategischen Ausrichtungen in diesem Bereich. Die Video-Aufrufe des Konzerns stiegen 2014 nach ersten Unternehmensschätzungen um 138 % auf 40 Milliarden. Die Erlöse im Digitalgeschäft zogen in den ersten neun Monaten 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 16 % auf 180 Mio. Euro an. Viertens, im letzten Jahr gelang mit der Mehrheitsbeteiligung an SpotXchange der Einstieg in den rasant wachsenden Online Video-Werbemarkt. SpotXchange ist der Betreiber einer Plattform für den automatisierten Online Video-Werbeverkauf. RTL Group  will damit an der Expansion des Online Video-Werbemarktes partizipieren, der von 8,1 Mrd. USD in 2013 auf 24,8 Mrd. USD in 2018 anziehen soll. Fünftens, der deutsche TV-Werbemarkt (TV und Streaming) wächst und dürfte laut VPRT in 2014 um 3,6  % auf 4,48 Mrd. Euro zugelegt haben. Sechstens, der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium der Finanzen spricht sich für einen kompletten Verzicht der Werbefinanzierung bei den öffentlich-rechtlichen Anbietern aus. Würde sich eine derartige Umsetzung abzeichnen, wären höhere Werbebudgets für RTL Group, ProSiebenSat1 & Co. drin! Nach VPRT-Schätzungen vereinten ARD und ZDF in den letzten Jahren TV-Werbeerlöse von 280 – 295 Mio. Euro auf sich.

Die Aktie der RTL Group zeigt eine intakte Aufwärtstrendstruktur und konsolidierte in den letzten Tagen um 80 Euro in einer bullischen Konstellation. Im aktuellen Umfeld besteht die Chance zur Trendfortsetzung.



Im Übrigen habe ich diesen Trend im Mediensektor und zu Dividendenaktien schon frühzeitig antizipiert und umgesetzt. In meinem Trading-Channel - dort wird ein Echtgeld-Depot geführt - kaufte ich ProSiebenSat1 am 15. Oktober zu 30 Euro. Das Unternehmen hatte einen starken Ausblick kommuniziert und wies eine Dividendenrendite von 5,5 % auf. Mittlerweile ist mein Trade schon 26 % im Gewinn.

Hinweis: Wenn Sie wissen wollen, ob ich auch bei RTL Group einen Trade starte, dann schauen Sie in meinem Trading-Channel Highperformance-Aktien vorbei. Dort zeige ich in der Praxis die Umsetzung von fundamental begründeten Aktientrades.



Jörg Meyer, Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Positionen in der vorgestellten Aktie von ProSiebenSat1!
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Sonntag, 23. November 2014

Megatrend Cybersecurity: Dieser Profiteur muss auf die Watchlist!

Liebe Leser,

einen der stärksten Trends stellen am US-Markt die Aktien aus dem Cybersecurity-Bereich dar. Lesern Sie, warum es sich anbietet die Qualys auf die Trading-Watchlist zu setzen:

Die Welt vernetzt sich. Mit der Durchdringung von Cloud-Diensten, schnellen Telekommunikationsnetzen und neuen mobilen Endgeräten sind für Unternehmen nicht nur Vorteile verbunden. Diese zunehmende Komplexität öffnet für Cyberkriminelle Tor und Türen, damit sie Zugriff auf Unternehmensnetzwerke und kritische Daten erhalten. Zudem sorgt sie dafür, dass wichtige Zeit bis zur Identifizierung der verantwortlichen Schwachstelle vergeht.

Cybersecurity-Markt wächst

Prominente Opfer von Hackerangriffen wurden über die letzten Monate Vodafone, die Einzelhandelskette Target und jüngst das US-Finanzinstitut JP Morgan. Namen, Adressen, Telefonnummern und Mailadressen von 76 Millionen privaten Haushalten und 7 Millionen Kleinunternehmen wurden erbeutet. Angeblich konnten sich die Cyberkriminellen einen Zugang zu 100 Servern verschaffen.

Vor diesem Hintergrund ist mit einem anhaltenden Investitionsboom in Sicherheitslösungen zu rechnen. MarketsandMarkets hat eine Schätzung veröffentlicht, wonach der Cyber Security-Markt von 95,6 Mrd. USD in 2014 auf 155,74 Mrd. USD in 2019 wächst.

Der Spezialist für das Schwachstellenmanagement

Die 1999 gegründete Qualys (Kürzel: QLYS) gehört zu den führenden Anbietern von cloud-basierten IT-Sicherheits- und Compliance-Lösungen. Diese werden über ein Software-as-a-Service-Model bereitgestellt und jährlich abgerechnet.  Mit den Produkten sind die Kunden in der Lage Sicherheitsrisiken in der IT-Infrastruktur zu identifizieren, die IT-Systeme und Anwendungen vor Cyberangriffen zu schützen und Compliance-Richtlinien umzusetzen.  Beispielsweise ist es nach Unternehmensangaben möglich die "Netzwerksicherheit im Einklang mit internen Policies und externen Vorschriften zu überprüfen, durchzusetzen und zu dokumentieren". Vorteilhafterweise lassen sich mit den Lösungen Schwachstellen automatisiert erkennen und Korrekturmaßnahmen priorisieren. Damit sind eine proaktive Beseitigung von Schwachstellen und ein besserer Schutz der IT-Systeme möglich. Schließlich haben die Unternehmen eine Übersicht über aktuelle sicherheitsrelevante Erkenntnisse, welche für den Schutz notwendig sind.

Die Vorteile der Produkte liegen in der hohen Automatisierung zur Aufdeckung von Schwachstellen. Zudem müssen die Kunden keine teure Hard- und Software erwerben, weil die Produkte cloud-basiert sind.

Dynamische Geschäftsentwicklung und Prognoseanhebung

Mittlerweile greifen über 6700 kleinere bis große Kunden aus der Versicherungs-, Gesundheits-, Einzelhandels- und Technologiebranche aus über 100 Ländern auf das Know How von Qualys zurück. Alleine im zweiten und dritten Quartal kamen Allergan, BAE Systems, FireEye, NASDAQ, Philips Electronics UK und Toyota Motor hinzu. Die Cyber-Kriminalität nimmt zu und auch der NSA-Skandale hat gezeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist ihre Daten und Ressourcen zu schützen. Hinzu kommt die steigende Komplexität, denn die Zahl der Netzwerkkomponenten, wie Router, Switches, Server, Datenbanken etc. nehmen zu. Darüber hinaus werden immer vielfältigere Geräte (Laptops, Smartphones, Tablets) für einen Zugriff auf die Unternehmensnetzwerke verwendet. Daraus resultieren auch mehr potenzielle Schwachstellen, welche ein Unternehmen angreifbar machen.

Im dritten Quartal kletterten die Erlöse um 24% auf 34,4 Mio. USD. Mit 81% trug die Schwachstellenmanagement-Lösung dazu bei. Seit sechs Quartalen beschleunigt sich das Umsatzwachstum! Der Nettogewinn verbesserte sich um 88% auf 0,15 USD/Aktie. Die sehr gute Entwicklung führte das Management auf eine hohe Produktnachfrage zurück, welche u.a. von Zubuchungen bei bestehenden Kunden geprägt war. Infolge sah sich der Vorstand erneut in der Lage die 2014er Prognose zu erhöhen. Bei Erlösen von 132,5 – 133 Mio. USD (vorher: 131 – 132 Mio. USD) soll der Nettogewinn bei 0,39– 0,41 USD/Aktie (vorher: 0,30 – 0,34 USD/Aktie) landen.

Weitere Wachstumspotenziale

Zu den Wachstumspotenzialen zählen neben der Ausweitung der Kundenbasis auch die Einführung und der Verkauf neuer Produkte an bestehende Auftraggeber. Viele große Konzerne buchen zunächst nur eine der angebotenen Lösungen und setzen sie in bestimmten Teilen der IT-Infrastruktur ein. Durch den Verkauf weiterer Produkte und eine stärkere Adaption durch das gesamte Unternehmen hinweg, lassen sich für Qualys ohne eine Ausweitung der Kundenbasis weitere Erlösquellen erschließen. Sehr wichtig ist für Qualys auch die Verdrängung von herkömmlichen Sicherheitssystemen durch seine Cloud-Lösungen, zumal Firewalls und Virenprogramme gar nicht mehr ausreichend zum Schutz sind. Um die Funktionalität der Cloud-Plattform zu erweitern, schaut sich das Unternehmen nach strategischen Akquisitionen um.

Charttechnik: Test des 30er Levels abwarten!

Die Aktie brach Ende Oktober aus der Seitwärtsrange bei 30 USD aus. Wenn dieses Level im Zuge der aktuellen Konsolidierung erfolgreich getestet wird, entsteht ein neues Trading-Setup.

Hinweis: Wenn Sie verfolgen wollen, wie ich solche fundamentalen Storys auf Sicht von Wochen bis Monaten mit echtem Geld erfolgreich trade, dann empfehle ich Ihnen meinen Trading-Channel "Highperformance-Aktien".

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Sonntag, 10. August 2014

Jetzt beginnt die schöne Börsenzeit. Diese aktuelle Top-Story gehört auf die Watchlist!

Liebe Leser,

wir treten jetzt in eine Börsenphase ein, die erst so richtig schön wird. Der DAX hat seit einem Allzeithoch bei über 10.000 Punkten schon um 10% korrigiert. Hierbei ist gegenüber den amerikanischen Indizes eine deutliche relative Schwäche zu erkennen. Während die US-Wirtschaft auf annualisierter Basis um 4% wächst, keimen in Europa die rezessiven Tendenzen wieder auf. Mit Italien befand sich eine der größten Volkswirtschaften schon per zweites Quartal in einer Phase der Kontraktion. Die wirtschaftlichen Sanktionen dürften die Eurozone rund 0,3 bis 0,4% an Wachstum kosten und damit zu einer Rezession im aktuellen Halbjahr führen. Exakt dieses Szenario preisen die Märkte derzeit ein. Entsprechend finden sich die größten Verlierer in zyklischen Branchen, wie dem Bau, Maschinenbau und Fahrzeugtechnik wieder.

Warum beginnt jetzt die schöne Börsenzeit?

Korrekturphasen legen immer den Grundstein für neue mittelfristige Trendbewegungen von 50%, 100% und mehr! Wenn Sie die Märkte in den letzten Monaten verfolgt haben, dann haben Sie sicherlich bemerkt, dass fundamentale Neubewertungsprozesse nicht existierten. Es gab quasi keine Aktien, die neue Storys  boten, welche durch die hohen Bewertungsniveaus noch nicht eingepreist war. Besonders deutlich wird dieser Umstand im Zuge der Zahlensaison. Gute Ergebnisse und Ausblicke sowie Prognoseanhebungen führten nicht mehr zu Kursgewinnen. Wenn Aktien auf gute News bärisch reagieren, dann spricht das für ein eingetrübtes Umfeld und Aktienkurse, die schon eine gehörige Portion der positiven Zukunft eskomptiert haben. Vor diesem Hintergrund eröffnet die laufende Korrektur die Chance neue Potenziale zu generieren. Daher: Beschäftigen Sie sich besonders intensiv mit den Märkten, wenn diese korrigieren und den Grundstein für die nächsten Trends legen. Diese Zeit ist jetzt angebrochen!

Die richtige Aktienauswahl entscheidet über den Erfolg. Legen Sie sich Watchlisten an!

Wir sind in eine korrektive Phase eingetreten. Alleine in den letzten vier Wochen haben Aktien wie Süss Microtec (-37%), CAT Oil (-27%), Rheinmetall (-25%), DMG Mori Seiki (-22%) und Bilfinger (-22%) deutlich an Wert verloren und darunter befinden sich Milliarden-Unternehmen. Ich kann Ihnen in der aktuellen Phase nur raten mit dem Aufbau von Watchlisten zu beginnen. Welche Firmen gehören ganz oben auf eine Watchlist? Das sind Unternehmen mit:

1.) überzeugender Wachstumsstory,
2.) unangreifbaren Geschäftsmodellen (Stichwort: Burggraben-Firmen),
3.) hohen und konstanten Dividendenaussichten,
4.) speziellen Turnaroundsituationen.

Heute möchte ich Ihnen ein Unternehmen nennen, welches aus meiner Sicht zum aktuellen Zeitpunkt über eine spannende Wachstumsperspektive verfügt und daher unter dem ersten Punkt zu kategorisieren ist:

Morphosys: Die Transformation hin zu einem Pharmakonzern rückt näher!

Eine der spannendsten deutschen Biotechnologieunternehmen ist aktuell aus meiner Sicht die Morphosys. Ich möchte dafür mehrere Gründe nennen:

Produktkandidaten MOR103 und MOR202 haben Blockbusterpotenzial
Insgesamt hat Morphosys nach eigenen Angaben rund 92 therapeutische Medikamentenkandidaten in der Forschung und Entwicklung. Davon befinden sich ca. 21 in der klinischen Erprobung. Als besonders aussichtsreich gelten die verpartnerten Programme MOR103 und MOR202. MOR103 wird zusammen mit GlaxoSmithKline entwickelt. Anwendung findet die Substanz in den Indikationen Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose sowie verschiedene Leukämien. Laut Platow Börse (Nr. 69) beträgt das geschätzte Umsatzpotenzial 3,2 Mrd. p.a. Der zweite Blockbusterkandidat, welcher mit Partner Celgene vorangetrieben wird, ist MOR202 zur Behandlung des Multiplen Myeloms sowie weiterer Blutkrebsarten. Auch diese Substanz könnte Erlöse von 2,1 Mrd. USD p.a. einfahren.

Produktzulassungen würden Transformation hin zu einem Pharmakonzern initiieren
Bisher ist Morphosys bei der Entwicklung seiner Produktkandidaten auf Partner aus der Pharmabranche angewiesen mit denen sich die Entwicklungskosten und künftigen Erlöse geteilt werden, obwohl der Konzern liquide Mittel und marktgängige Wertpapiere von 374,2 Mio. Euro hat. Zu enorm sind die Kosten für die Entwicklung eines Medikaments. Schätzungen gehen von Aufwendungen i.H.v. ca. 800 Mio. USD aus. Daher arbeitet Morphosys mit anderen Unternehmen zusammen: Beispielsweise könnte die Kooperation mit Celgene bei MOR202 für Morphosys ein gesamtes Vertragsvolumen von 628 Mio. Euro bedeuten.

Milliarden Dollar-Erlöse dank Gantenerumab?
Erste Zulassungen von Blockbusterkandidaten, die mit Partnern entwickelt wurden, sind 2016/2017 möglich. Einer ist "Gantenerumab" zur Behandlung von Alzheimer, welches mit Partner Roche vorangebracht wird und sich in Phase-III befindet. Laut der FAZ (Nr. 173) beläuft sich das potenzielle Umsatzpotenzial des Präparats auf 15 Mrd. USD pro Jahr! Im Rahmen der letzten Quartalszahlen kommunizierte Morphosys, dass der Konzern 5,5 – 7% an den Verkäufen verdient. Im best case-Szenario würde der Biotechnologiekonzern Erlöse von 1,05 Mrd. USD bzw. 783 Mio. Euro erwirtschaften.

Genau das sind die notwendigen Kapitalzuflüsse, welche der Konzern zur Finanzierung benötigt, damit er in Zukunft aus eigener Kraft seine Pipeline vorantreiben kann und sich die Erlöse nicht teilen muss. Exakt diese Transformation hin zu einem Pharmaunternehmen ist die langfristige Story, welche für die Aktie Neubewertungspotenzial bedeutet, aber selbstverständlich mit Risiken behaftet ist, wenn die Produkte in der klinischen Entwicklung scheitern.

Chartcheck: Korrekturbewegung gestartet!
Das Potenzial bei Morphosys wird auch von den kapitalstarken US-Investoren entdeckt. Merrill Lynch hatte in einer kürzlichen Studie ein Kursziel von 250 Euro für das optimistischste Szenario in den Raum gestellt. Trotzdem, wenn der deutsche Markt korrigiert, dann fallen i.d.R. 90% aller Aktien. Auch Morphosys gab seit dem 52-Wochenhoch schon 14% ab. Die interessanten Kurslevels rücken näher!

Hinweis: Wenn Sie Hilfe benötigen, wie in einer Crashphase die lokalen Tiefs bei Aktien ausgelotet werden und welche Unternehmen besonders aussichtsreich sind, dann schauen Sie mir im Trading-Channel "Highperformance-Aktien" über die Schulter.

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Sonntag, 27. Juli 2014

Boom bei Energiespeichern? Diese Aktie ist mein Favorit. Das Vorgehen bei einem Real Money-Trade!

Liebe Leser,

ein neuer Boom wird bei Energiespeichern einsetzen. Gleich in drei Märkten zeichnet sich eine stark steigende Nachfrage ab:

1. Wachsender Anteil Erneuerbarer Energien: Energiespeicher stabilisieren das Netz

nach der Revolutionierung der Fahrzeugbranche mit dem Elektroauto-Pionier Tesla plant Elon Musk den nächsten Megamarkt in Angriff zu nehmen. Mit Solarcity soll die Energiebranche umgewälzt werden. Dabei dient der Kauf des Modulherstellers Silevo als Ausgangsbasis, um effiziente Solarmodule herzustellen, sodass aus Strom günstiger als mit Kohle oder Gas erzeugt werden kann. Damit wäre die Grid Parity erreicht. Eine ähnliche Entwicklung ist in China vorstellbar, wo Energiespeicher in Kombination mit Solar- und Windenergieerzeugung subventioniert werden könnten. Was ist die Folge? Es würde ein Boom bei Energiespeichern einsetzen. Die Kombination von Erneuerbaren Energien mit Energiespeichern führt dazu, dass das Netz stabilisiert wird und Strom über den Tag hinweg bereitgestellt werden kann.

2. Zunehmende Marktdurchdringung von Hybridfahrzeugen sorgt für 11%iges Wachstum p.a.

Der Markt für Erneuerbare Energie ist nicht der einzige Treiber. Hybrid- und Elektrofahrzeuge fangen an den Automobilmarkt zu durchdringen. Angesichts der starken Luftverschmutzung, z.B. in chinesischen Großstädten, dürften Anreize für einen Erwerb umweltfreundlicher Fahrzeuge geschaffen werden. Die Analysten von LUX Research prognostizieren für den Energiespeicher-Markt bis 2020 ein 8%iges Wachstum p.a. auf 50 Mrd. USD. Getrieben wird diese Entwicklung primär durch die Transportbranche z.B. mit Hybridfahrzeugen sowie technische Geräte. Transportanwendungen werden um 11% p.a. auf 21 Mrd. USD expandieren.

3. Auch die 28 bis 50 Milliarden vernetzten Geräte bis 2020 benötigen Energiespeicher

Als die nächste Welle in der Entwicklung des Internets wird das "Internet of Things" (Internet der Dinge) bezeichnet. Das Internet der Dinge beschreibt eine Entwicklung, wonach immer mehr technische Geräte mit dem Internet verbunden werden und eine intelligente Kommunikation ermöglichen. Die Zahl der vernetzten Geräte soll laut Goldman Sachs bis 2020 auf 28 Milliarden "Dinge" expandieren. Cisco Systems geht sogar von über 50 Milliarden Geräten aus, die mit dem Internet verbunden sein werden. Diese benötigen wie das Smartphone und Tablet leistungsfähige Energiespeicher.

Welche Aktie favorisiere ich?

Die Saft Group (WKN A0ER34) gehört zu den führenden Entwicklern und Herstellern von Batterien. Der Konzern ist schon jetzt in den drei genannten Boommärkten (Energiespeicher und Erneuerbare Energien, Hybridfahrzeuge sowie Internet of Things) positioniert. Erst diese Woche gab die Saft Group einen Multi Millionen Dollar-Auftrag aus Hawaii bekannt. Der Konzern wird Lithium-Ionen Batterien liefern, damit das Stromnetz im Zusammenspiel mit Erneuerbaren Energien stabilisiert und die schwankende Solarstrom-Produktion ausgeglichen wird. Weil sich die Lösungen der Franzosen in den letzten Jahren etablierten, hat Saft Group gute Chancen bei einer erneuten Erweiterung mit Aufträgen zum Zuge zu kommen. Bei Energiespeichern für das Internet of Things hat die Saft Group begonnen ein breites Produktportfolio aufzubauen, welches bei M2M-Anwendungen (machine-to-machine) sowie drahtlosen Sensornetzwerken verwendet wird. Dabei sind die Energiespeicher derart leistungsfähig und robust (z.B. gegenüber klimatischen Konditionen), sodass über die Gerätelaufzeit hinweg kein Tausch oder Wartung notwendig sind.

In dieser Woche legte der Konzern seine Halbjahreszahlen vor und es wurde an das Wachstum im ersten Quartal angeknüpft. Insgesamt summieren sich die Erlöse auf 330,1 Mio. Euro (+18,4%). Der Nettogewinn explodierte um 91% auf 0,84 Euro/Aktie. Allerdings wird sich die Wachstumsgeschwindigkeit, auch wegen der höheren Vergleichsbasis, im zweiten Halbjahr etwas reduzieren. Daher wurde die Guidance mit Erlöse von 660 - 700 Mio. Euro und einem EBITDA von 102 - 108 Mio. Euro nur bestätigt.

Wie sieht das praktische Vorgehen aus?

Fundamentale Trades bestehen aus zwei Komponenten. Erstens, die Identifizierung der Story und richtigen Aktie. Zweitens, der charttechnische Einstieg.

Ich bin aktuell (Stand: Sonntag, den 27. Juli 2014) long in der Aktie der Saft Group. Den Einstieg in solche Trades suche ich immer nach einer Korrektur im Aufwärtstrend. Fahnenstangen, d.h. wenn Aktien über mehrere Tage am Stück gestiegen sind, vermeide ich. Ganz einfach, weil scharfe Konsolidierungen auch bei Aktien aus Megamärkten eintreten. Am untenstehenden Chart erkennen Sie, dass ich am 9. Juli die erste Position eröffnete, als die Aktie ihr letztes Breakoutlevel um 27 Euro testete. Auf solchen Levels läuft der Abgabedruck meisten aus.

Durch die Halbjahreszahlen und den Millionen-Auftrag aus Hawaii hat sich ein Pivotal Point um 27 Euro gebildet. Das ist ein Niveau, welches sich zur Absicherung anbietet. Erstens, da es charttechnisch bedingt ist. Zweitens, weil auf diesem Niveau zwei gute News veröffentlicht wurden, die auf institutionelles Interesse stießen.

Hinweis: Wenn die Aktie ihren mittelfristigen Trend jetzt fortsetzt, steht folgende Frage im Raum: Wann ist die Vergrößerung der Gewinnposition sinnvoll? Diese Frage beantworte ich in meinem Trading-Channel "Highperformance-Aktien".



Jörg Meyer, Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Positionen in der vorgestellten Aktie von Saft Group.
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