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Information zum Blog
Simon Betschinger
Diplom Volkswirt
Master of Science
Geschäftsführer TraderFox GmbH
Chefredakteur TradeCentre Börsenbrief

Performance
Start: April 2006 mit 100.000 Euro
2006: +58.377 Euro (Bescheinigung)
2007: +367.000 Euro (Bescheinigung)
2008: +140.000 Euro (Bescheinigung)
2009: +362.000 Euro (Bescheinigung)
2010: +236.800 Euro (Bescheinigung)
2011: +70.000€ (Bescheinigung)
2012: 142.898,85€ (Bescheinigung)
2013: 258.586,98€ (Bescheinigung)
2014: +109.136,13€ (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG §34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Simon Betschinger handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.
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Simon Betschingers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Simon Betschinger schrieb am Montag, 12.12. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Leser, iRobot dürfte ein starkes Q4 hinlegen! Nach meiner persönlichen Wahrnehmung werde ich in diesem Jahr das erste Mal überhaut mit den iRobot in meinem alltäglichen Leben regelmäßig konfrontiert. Sei es in LIDL-Prospekten, in TV-Sports ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 10 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
24.02. 16:14 Uhr
*******************
24.02. 12:31 Uhr
*******************
24.02. 11:39 Uhr
Ausblick auf US-Eröffnung: Verkauf Check Point Software und Teradyne
24.02. 11:37 Uhr
2500 ABB verkauft zu 21,23 €
24.02. 11:31 Uhr
1200 GEA Group verkauft zu 37,25 €
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Der MasterTrader
Reales 100.000 € Trading-Depot
Kategorie: Allgemein | 26 Kommentare

Dienstag, 24. April 2012

CANSLIM von William O'Neil: Die Regeln des Erfolgs!

Die besten Aktien Amerikas mit der CANSLIM-Strategie von William O'Neil identifizieren
Diesen Artikel habe ich für den Anlegerplus Newsletter geschrieben

In der Börsengeschichte Amerikas gibt es unzählige Unternehmen, die von kleinen Gesellschaften mit wenigen Mitarbeiten zu multinationalen Großkonzernen heranwuchsen und ihre jeweiligen Branchen auf Jahre hinweg dominierten. Die Aktienkurse dieser Unternehmen vervielfachten sich. Welche entscheidenden Merkmale hatten diese Aktiengesellschaften, deren Kurse teilweise um mehrere tausend Prozent stiegen, am Beginn ihrer großen Kursrallys? Das ist die Frage, der US-Börsenlegende William O'Neil nachging. Das Ergebnis seiner Recherchen ist die CANSLIM-Methode, ein siebenstufiger Investmentprozess, um die besten Aktiengesellschaften Amerikas ausfindig zu machen.

Was den erfolgreichen vom erfolglosen Anleger unterscheidet
"Ein erfolgreicher Anleger lernt, das zu tun, was die meisten Anleger nicht zu tun bereit sind", schreibt O'Neil. Die meisten Anleger verwenden keine Charts als Hilfe für ihre Investmententscheidungen. Sie schaffen es nicht, Aktien zu kaufen, die neue Hochs erreichen und haben nicht den Mut, alle Verluste konsequent auf 8% zu begrenzen. Und noch weniger Anleger bringen es übers Herz, eine Aktie zu einem höheren Preis zurückzukaufen, die sie zuvor zu einem günstigeren Preis mit Verlust verkauft hatten. So verhalten sich 90% der Anleger und diese 90% sind bei ihren Börsengeschäften meist nicht sonderlich erfolgreich. O'Neil hat folgendes gelernt:

  • Der erfolgreiche Anleger kauft Aktien, wenn sie auf dem Weg nach oben sind, nicht wenn sie fallen. Er verbilligt auch niemals eine Aktie, wenn sie gefallen ist, sondern kauft erst dann nach, wenn die Aktie über dem Kaufpreis notiert.

  • Der erfolgreiche Anleger kauft Aktien, die in der Nähe ihrer Jahreshochs notieren und verfällt nicht dem psychologischen Irrtum, Aktien für günstig zu halten, die stark gefallen sind.

  • Der erfolgreiche Anleger hat gelernt, dass es viel wichtigere Größen gibt als Buchwert, Dividendenrendite oder das KGV einer Aktie. Bei der Identifizierung der erfolgreichsten Unternehmen Amerikas und der erfolgreichsten Aktien hatten diese häufig verwendeten Standardgrößen so gut wie keinen Vorhersagewert. Viel wichtiger ist es sicherzustellen, dass das Unternehmen in seiner Branche die Nr. 1 ist, über ein starkes Gewinnwachstum verfügt und die Aktie positive Preis- und Volumenänderungen zeigt.

Große Kursrallys in der US-Börsengeschichte

In seinem Buch "Wie man mit Aktien Geld verdient" stellt William O'Neil 100 kommentierte Charts der größten Gewinneraktien an der Wall Street von 1880 bis 2008 vor. Durch das Studium dieser außergewöhnlichen Kursanstiege und insbesondere welche Merkmale und Gemeinsamkeiten die Titel im Vorfeld ihrer Kursrallys aufwiesen, konnte O'Neil die Eckpunkte seiner Anlagestrategie entwickeln. Es folgen einige Beispiele legendärer Börsengewinner:

  • Xerox brachte den ersten vollautomatischen Kopierer für Normalpapier auf den Markt, der die Bürowelt revolutionierte. Von 1957 bis 1962 verzwanzigfachte sich die Aktie.
  • Die Aktie von Flightsafety International stieg ab Juni 1977 innerhalb der nächsten vier Jahre von 3,20 USD auf über 50 USD. Das Unternehmen entwickelte eine neue Art von Hightech-Simulatoren für Flug- und Schiffskapitäne. Trotz der heftigen Baisse-Phase 1977 erreicht die Aktie Mitte 1997 ein neues 52-Wochenhoch und setzte ihren Kursanstieg daraufhin fort.
  • Der schnelle Aufstieg des Unternehmens Wal-Mart Stores begann im Juni 1980 als die Aktie über die 8 USD-Marke ausbrach und in den darauffolgenden drei Jahren unter einer massiven Zunahme des Handelsvolumens akkumuliert wurde. Im Juni 1983 überschritt Wal-Mart Stores die Marke von 80 USD. Eine Verzehnfachung in drei Jahren. Das Discount-Markt Prinzip bescherte den Konsumenten günstige Preise und brachte 1,5 Millionen Amerikanern neue Arbeitsplätze.
  • Der Aktienkurs von Home Depot verhundertfachte sich von 1981 bis 2000. Aus einer anfänglichen Investmentsumme von 1000 USD wurden 100.000 USD. Das Unternehmen wurde von zwei entlassenen Arbeitern eines Eisenwarenladens gegründet. Home Depot verkörpert die klassische Story des amerikanischen Traums und machte viele Aktionäre zu Millionären.
  • Bill Gates revolutionierte mit der von ihm gegründeten Firma Microsoft den Computermarkt beziehungsweise erschuf diesen Markt neu. Der Aktienkurs von Microsoft verhundertfachte sich von 1986 bis 1999. Die Aktie hatte am Beginn ihres großen Anstieges alle Eigenschaften, die einen Gewinner ausmachten. Ein neues Produkt, hohe Umsatz- und Gewinnzuwächse sowie eine hohe Eigenkapitalrendite. Im Herbst 1986 brach die Aktie, begleitet von einem massiven Anstieg des Handelsvolumens, auf neue Hochs aus und begann ihre sagenhafte Rallybewegung. Der durchschnittliche Wochenumsatz vervierfachte sich während der Ausbruchsbewegung.

CANSLIM: Der siebenstufige Investmentprozess von O'Neil, um die besten Aktiengesellschaften Amerikas zu identifizieren.

C = Current big or accelerating quarterly earnings per share
Die Unternehmen sollten einen deutlichen Gewinnzuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal vorweisen. Je höher desto besser. O'Neil erwähnt einige Beispiele für den Gewinnanstieg, den Firmen vor dem großen Kursanstieg der Aktie gemeldet hatten. So stieg der Gewinn von Dell um 74 bzw. 108 Prozent in den beiden Quartalen vor der großen Kursrally. Google meldete in den beiden Quartalen vor dem atemberaubenden Kursanstieg Gewinnzuwächse von 112 und 123 Prozent. Apple meldete ein Quartal vor der großen Kursexplosion einen Gewinnzuwachs um 350 Prozent. Wenn behauptet wird, dass die Börsen manchmal nicht die Fundamentaldaten widerspiegeln, so ist diese Aussage langfristig falsch. Große Kursanstiege von Aktien wachstumsstarker Unternehmen gingen in der Börsengeschichte Amerikas so gut wie immer mit dynamischen Steigerungen der Unternehmensgewinne einher.

A = Annual earnings increases
Ein einzelner guter Quartalsgewinn kann sich im Nachhinein nur als Strohfeuer entpuppen. Um dies auszuschließen, sollte auch der jährliche Gewinnzuwachs so hoch wie möglich sein.

N = New product, new enterprise or new service
Was hatten 95% der größten Kursgewinner, die O'Neil untersuchte, gemeinsam? Das Neue! Neue Unternehmen, neue Produkte, neues Management! Amerika wurde von tatkräftigen Unternehmern aufgebaut, die neue Produkte und neue Dienstleistungen ins Wirtschaftsleben einführten. Aktionäre sollten also gezielt nach Unternehmen suchen, die bedeutende neue Produkte entwickelt haben.

S = Supply and demand

Wenn eine Aktie steigt, ist es für gewöhnlich positiv, wenn dieser Kursanstieg von steigendem Volumen begleitet wird. Ein charttechnischer Ausbruch aus einer Konsolidierungsformation sollte von einem Volumenanstieg begleitet werden, der in etwa 40 oder 50 Prozent über dem normalen Umsatz liegt.

L = Leader or laggard
Aktionäre sollten die Marktführer einer Branche kaufen, deren Aktienkurse hohe relative Stärke zeigen und die Sektorbewegung anführen. Die Marktführer haben meist die höchsten operativen Margen und gewinnen am schnellsten weitere Marktanteile hinzu. Sie dominieren die schwächeren Unternehmen. Oft suchen Börsianer sogenannte Nachzügler-Aktien, die noch am Boden liegen, während die "Leader-Aktie" täglich neue Hochs macht. Diese Methode, Nachzügler zu suchen, ist selten von Erfolg gekrönt.

I = Institutional sponsorship
Die Investmentfonds Amerikas verwalten unzählige Milliarden von US-Dollar. Es ist positiv für Aktien, wenn sich zunehmend mehr Fonds und Institutionelle in dem Papier einkaufen und die Anzahl institutioneller Unterstützer Quartal für Quartal seigt. In den USA gibt es viele Finanzdienstleister, die solche Daten veröffentlichen. Morningstar.com veröffentlicht zum Beispiel die 24 größten Positionen aller Fonds.

M = Market direction
Was nützt die beste Analyse einer Aktie nach den oben genannten Kriterien, wenn sich der Gesamtmarkt in einem Baisse-Trend bewegt und stark fällt? Etwa drei von fünf Ihrer Aktien würden in einem solchen Fall vermutlich unter die Räder kommen. Es ist darum wichtig, die Marktrichtung zu bestimmen. O'Neil nennt hierfür mehrere Möglichkeiten. Wenn Sie wissen wollen, wie die Marktrichtung bestimmt werden kann, besuchen Sie bitte www.traderfox.de.
Kommentar von Gundula Gause:
hi simon, das buch lese ich gerade, sehr gute lektüre....
Kommentar von Lazard001:
Wo kann man das Buch in deutscher Sprache kaufen? Bei Amazon wohl nicht..
Kommentar von maddin91:
http://www.amazon.de/Wie-man-Aktien-Geld-verdient/dp/3942888432/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1335294295&sr=8-1
Kommentar von kismet:
Danke für den Link. Muss noch ne größere Bestellung bei Amazon machen und da ist das auf jeden Fall dabei!
Kommentar von kismet:
@ Simon: fänd das echt gut, wenn du öfter mal US Aktien posten würdest.
Kommentar von Rudykaals:
Interessant! Werde ich mir auch durchlesen! Könnte man Aktien anhand dieser Kriterien mit der Traderfox Software rausfiltern? Gerade die N, L und I Kriterien sind schwer zu automatisieren, und bräuchten manuelle Arbeit, oder?
Kommentar von Simon:
Ein fundamentaler Screener in TraderFox für die C und A Krieterien ist in Vorbereitung. Auch I dürfte möglich sein. Für N benötigen wir menschliche Research-Arbeit!
Kommentar von Rudykaals:
Schön! Google finance gibt den I Wert für die meiste Amerikanische Aktien. Man kann in deren Stock Screener "Institutional percent held" als Suchkriterium eingeben. Man sollte bloß noch die Veränderung der Institutionellen über die Zeit messen können.
Kommentar von maddin91:
Sind denn die C- und A-Screener sowohl für den US- als auch für den deutschen Markt geplant?
Kommentar von Sönke:
Was weder Simon noch William dabei beachten: CANSLIM identifiziert sehr riskante Aktien mit hohem Beta. Nur weil alle Aktien die mal 1000% gemacht haben, diese Kriterien erfüllen, heißt das im Umkehrschluss überhaupt nicht, dass Aktien, die diese Kriterien erfüllen, besser laufen als der Markt. Tatsächlich zeigen historische Studien eher das Gegenteil.
Kommentar von Simon:
Ha ha, Sönke, das ist aber keine feine Art anderen Menschen Unwissenheit zu unterstellen. Auf deine historichen Studien bin ich gespannt. Name, Autor, Titel, Verlag, Veröffentlichungsjahr bitte! Oder bist du ein Schaumschläger?
Kommentar von maddin91:
@Sönke: Ich konnte eher beobachten, dass die CANSLIM-Aktien zumindest in Deutschland ein geringeres Beta haben. Siehe Nexus und Gerry Weber.
Kommentar von Sönke:
@Simon: Ich verstehe ja, dass man ein großes Ego braucht als Trader, aber nur weil ich Dich auf etwas hinweise, was du nicht beachtet hast, musst du das nicht gleich als Beleidigung auffassen.
Kommentar von Simon:
@Sönke. Die Behauptung, ich würde so etwas nicht beachten, ist unverschämt. Zudem mag ich es nicht, wenn Leute mit erfundenen Fakten argumentieren. Ich behaupte, es gibt "diese historischen Studien nicht", von denen du besprichst. Nenn deine Quellen, bitte!
Kommentar von Sönke:
Es gibt natürlich keine Studien für CANSLIM Aktien, aber für den Ansatz Aktien mit hohem Gewinnwachstum und positiver pas Performance gibt es sie und das ist ja der Ansatz.Für die Outperformance von Value vs growth gibt es unzählige Quellen. Vieles geht auf Fama&French zurück. nach kurzem googeln hab ich die hier gefunden: http://www.jstor.org/discover/10.2307/3203307?uid=3737864&uid=2129&uid=2&uid=70&uid=4&sid=47698933844097 und http://starcapital.de/files/KBV-Value-Strategie_Keimling.pdf
Kommentar von Sönke:
Mich auszulachen und als Schaumschläger zu bezeichnen ist unverschämt, aber ich reagiere auf Kritik nicht so empfindlich wie du. Worum es mir geht: du hast die CANSLIM Strategie nur einseitig beschrieben. Nur die Chancen und nicht die Risiken. Das ist unprofessionell. Dann auf einen entsprechenden Hinweis in unangebrachtem Tonfall zu reagieren zeugt neben fachlicher auch von charakterlicher Schwäche.
Kommentar von Simon:
Ok, das heißt also deine Behauptung, die CANSLIM-Strategie würde Aktien mit hohem Beta identifizieren, ist eine persönliche, nicht verifizierte Einschätzung von Dir? Deine zitieren Studien, die du jetzt durch schnelles googeln hervorgebracht hast, sind nicht sachdienlich. Wenn du dich für das Thema interessierst, welche Auswirkungen neue Technologien und Innovatoren an den Finanzmärkten entfalten, empfehle ich dir für den Anfang: a) Laitner John und Stolyarov Dmitriy ( 2003), "Technological Change and The Stock Market.” The American Economic Review, 93 (4), 1240 – 1267. und b)Pastor Lubos und Veronesi Pietro (2009), "Technological Revolutions and Stock Prices.” American Economic Review, 99 (4), 1451-1483.
Kommentar von Sönke:
Ich versuche mal ganz objektiv zu sein: CANSLIM sagt unter anderem:"Aktien mit hohem Gewinnwachstum kaufen" Meine Quellenangaben belegen: "Hohes Gewinnwachstum trägt nicht zu positiver Performance bei". Du hälst das für nicht sachdienlich.Ob meine Quellenangaben zu wissenschaftlich fundierten Fakten, die man in jedem Finanzstudium lernt, sachdienlich sind, kann ja der objektive Leser selber entscheiden. Dir fehlt offensichtlich die Fähigkeit eine einmal getroffene Meinung zu überdenken-deshalb brauchst du ja auch Stop-Orders:) Dass die CANSLIM Aktien mit hohem Beta einhergehen ist tatsächlich meine persönliche Einschätzung. Ich habe vor Jahren die ibd 100 Liste verfolgt und analysiert. Insgesamt fast 1 Jahr lang. Die Aktien hatten ein überdurchschnittlich hohes Beta und das wurde auch bei der Performance bestätigt. Ich halte es nicht für anmaßend das hier zu posten, auch wenn es nicht positiv über das CANSLIM Modell ist. Findest du denn nichts negatives daran? Kein Schwachpunkt? Kein erhöhtes Risiko?
Kommentar von Simon:
@Sönke: CANSLIM hat nichts und rein überhaut nichts mit einer Studie zu tun, die untersucht, wie die Korrelation von einer Einzelgröße "Gewinnwachstum" auf die Kursentwicklung wirkt. CANLSIM untersucht die relative Stärke von Aktien, das Verhalten einer Aktie zum gesamten Sektor, die Entwicklung des Handelsvolumens, es wird mit Stopp-Kursen gearbeitet, es setzt voraus, dass die Unternehmen neue Produkte auf den Markt bringen, dass es sich um neue Branchen handelt und so weiter. Du hast dich hier als Klugscheißer positioniert, ohne auch nur ein einziges sachdienliches Argument zu haben. Darüber hinaus berufst du dich auf Studien, die es offensichtlich gar nicht gibt.
Kommentar von Sönke:
Und nochwas. Duschreibst: "Der erfolgreiche Anleger kauft Aktien, die in der Nähe ihrer Jahreshochs notieren und verfällt nicht dem psychologischen Irrtum, Aktien für günstig zu halten, die stark gefallen sind." Das ist falsch, was auch in historischen Studien belegt ist. Studie werd ich jetzt aber nicht googeln. Kommt von Bond und Thaler.
Kommentar von Sönke:
@mein letztes Posting. Das ist falsch bezieht sich natürlich darauf, dass stark gefallene Aktien tendeziell günstig sind
Kommentar von Simon:
@sönke. Du bist ein pseudowissenschaftlicher Dummlaberer! Jeden weiteren Kommentar werde ich von Dir löschen.
Kommentar von maddin91:
@Sönke: CANSLIM ist viel mehr als nur das Kaufen von Aktien mit hohem Gewinnwachstum. Die Faktoren N, L und M haben eine immense Bedeutung, die du überhaupt nicht berücksichtigst.
Kommentar von Sönke:
@maddin: ich darf hier ja eigentlich nicht mehr schreiben, aber ich denke die Faktoren NL korrelieren mit den Faktoren CA. M ist unabhängig von der Aktienanalyse und gehört auf eine andere Analyseebene. Alleine die Kritikpunkte an A und C halte ich aber auch ohne die anderen Faktoren für gerechtfertigt. Leider hat Simon für sein Originalposting keine Quellen genannt. auch ibd nennt keine Quellen oder Studien.
Kommentar von RussiaTrader:
Natürlich hat das System seine Stärken und Schwächen - wie übrigens jedes System. Es gibt und wird wohl auch nie ein System geben, dass ohne "unerwünschten Beifang" auskommt. Um diesen dann auszusortieren bedarf es Erfahrung und Disziplin (Verlustbegrenzung). Das System ist kein heiliger Gral (den gibt es nicht), man kann daraus jedoch Inspirationen für das eigene Trading ziehen. Ich habe das Buch jedenfalls diese Woche verschlungen, es hat mir sehr gut gefallen und mich auch in einigen Punkten inspiriert - empfehlenswert! Simons Artikel zu dem Buch finde ich auch gut gelungen. Kritische Hinweise sind - wie zu jedem Buch - auch angebracht, sollten aber nie die Sachebene verlassen.
Kommentar von Achim:
Um mal etwas mehr Objektivität in die Diskussion zu bringen. Ein Performancevergleich der bekanntesten Strategien findet ihr hier: http://www.aaii.com/stock-screens/performance
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Dienstag, 24. April 2012
Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar

Brief an Mario Draghi

Lieber Mario,

in diesen Zeiten braucht Europa Männer mit Führungsstärke und dem Mut, voranzugehen und unangenehme Dinge, die keine Mehrheiten finden, auzusprechen. Wenn der absolute Schuldenstand einzelner EU-Schuldenstaaten mit 5% wächst, die nominale Wirtschaftsleistung aber nur unter 3% zulegt, führt das rein mathematisch zum Bankrott. Nur die EZB kann mit Zuckerbrot und Peitsche dort für Vernunft sorgen, wo reiner Populismus und ökonomische Ahnungslosigkeit regiert. Darum, lieber Mario, solltest Du sehr schnell folgendes EZB-Statement veröffentlichen:

"Die EZB wird sich solange mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen und insbesondere Anleihekäufen zurückhalten, bis der EU-Fiskalpakt von allen 17 Euro-Ländern in den jeweiligen Landesverfassungen fest verankert wurde. Ein EU-Land, das gegen den Fiskalpakt verstößt, muss entweder aus der Euro-Zone austreten oder den nationalen Haushalt unter die Obhut eines Gremiums aus IWF und EZB stellen. Sobald der EU-Fikalpakt in den Verfassungen der 17 Euro-Länder fest verankert wurde, erkärt sich die EZB bereit, bis 2017 ein Zinsniveau von 4% bei Anleihen zehnjähriger Laufzeit sicherzustellen, sowie ein einmaliges Konjunktur-Stimulationsprogramm in Höhe von 1 Billion Euro zu finanzieren, dessen genaue Ausgestaltung derzeit erarbeitet wird."

So könnte eine Lösung der EU-Schuldenkrise aussehen.

Kommentar von lion11:
Ja,so könnte es gehen.Jetzt muss abgewartet werden bis die Präsidentschaftswahlen in Frankreich beendet sind.Sollt Hollande gewinnen wird der Fiskalpakt neu verhandelt,so seine Anmerkung zu diesem Thema.Das wiederum würde die jetzige Situation nochmals verschärfen.
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Dienstag, 24. April 2012
Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar

Börse 24. April 2012: Ein Spannungsverhältnis wie vor einem großen Erdbeben!

Liebe Leser,

ich würde verstehen, wenn der DAX auf 8000 Punkte durchstartet, aber ich würde auch verstehen wenn der DAX auf 6000 Punkte einbricht. Das ist mein Problem!

Nach einer Krise in 2011 (?!) als der Autoabsatz in China lediglich um 2,5% gestiegen ist, soll die chinesische Autobranche in diesem Jahr wieder durchstarten und ein Wachstum von sieben bis acht Prozent erreichen. Das prognostiziert der chinesische Fahrzeugherstellerverband. Das lese ich in diesen Tagen in den Zeitungen und dann werfe ich einen Blick auf die Zahlen der deutschen Automobilbranche wie diese ich in der "Krise" geschlagen hat. Volkswagen steigerte die Umsatzerlöse um +25,6% und BMW um +13,7%. Und nun soll 2012 die Krise auf dem mittleweile wichtigsten Wachstumsmarkt der Autobauer vorbei sein? Dann müsste ich doch massiv long gehen, denn viele Titel im Sektor werden mit tief einstelligen KGVs bewertet, wie zum Beispiel Leoni mit einem 2012er KGVe von etwa 7. Einstellige KGVs und Wachstumsbeschleunigung. Das passt eigentlich nicht so ganz zusammen.

Die deutsche Wirtschaft macht mir losgelöst betrachtet also keine Sorgen. Aber dann ist da auf der anderen Seite wieder das Problem, mit dem alle westlichen Demokratien zu kämpfen haben. Das Volk wählt Staatsoberhäupter, die Geldgeschenke versprechen. In den Niederlanden, einem wirtschaftlich starken Land, ging die Regierung in die Brüche beim Versuch den EU-Fiskalpakt einzuhalten. In Frankreich haben sich die Wähler ebenfalls von der Aussicht auf die große Umverteilung locken lassen und in Spanien steht der Fiskalpakt wohl auch auf der Kippe.

Das Problem ist gravierender als es auf den ersten Blick erscheinen mag, denn wenn der Fiskalpakt nicht eingehalten wird, kann die EZB nicht mehr intervenieren. Sie müsste es zwar, um einen Kollaps der Staatsfinanzen von Ländern wie Spanien und Italien aufzuhalten, sie kann es aber nicht mehr, wenn keine Haushaltsdisziplin gewahrt wird, denn dann wäre der Punkt erreicht, ab dem eine Monetarisierung der Staatsschuld in Inflation umschlagen würde. Ohne die EZB wird es aber nicht funktionieren. Die Anleihemärkte zeigen doch, dass die Privaten den Staaten nicht mehr Vertrauen. Die Dreijahrestender im Dezember und im Februar haben ihre Wirkung verloren, aber das Vertrauen ist nicht zurückgekehrt. Rationale Anleger kaufen von Schulenstaaten keine Staatsanleihen mehr im großen Umfang. Das ist das neue Investment-Paradigma, das sich so schnell nicht ändern wird.

Da stehe ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor (Danke Goethe). Ich halte einen Cashbestand von 60% und warte auf etwas, das ich als ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis identifizieren kann. Zum Beispiel auf einen neuen Pivotal Point, gesetzt von der EZB, ober auf einen panischen Ausverkaufen an den Aktienmärkten.
Kommentar von Verci:
Man könnte in diesem Spannungsverhältnis auf einen weiteren Spread zwischen DAX und ESTX50 setzen. 1 Dax-Future-Kontrakt long gegen 7 Kontrakte ETX50 short.
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Montag, 23. April 2012

CFD-Trading: Ganz knapp am großen Gewinn vorbei

Heute bricht der DAX um -1,7% ein. Ich hatte es förmlich im Blut. Mein DAX-Shorts wurden ganz knapp bei meinem 30-Punkt Stopp-Loss gerissen. So unglücklich kann es manchmal laufen!
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Sonntag, 22. April 2012
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Das Märchengebilde über die Rating-Agenturen bricht in sich zusammen!

Liebe Leser,

das hatten sich die Herren in der EU-Komission so schön vorgestellt. Eine europäische Rating-Agentur würde den Schuldenstaaten gute Bonitäten ausstellen und schon könnten sich Spanien, Italien Griechenland und Co wieder zu günstigen Zinsen an den Märkten refinanzieren. Heureka! Die Schuldigen der EU-Schuldenkrise sind ja ohnehin nur die amerikanischen Agenturen, die mit ihren bösartigen Ratings den Geldverschwendern den Spass verderben wollen. Es gibt nichts was eine Lüge derart entlarvt, wenn selbst der Lügner nicht an sie glaubt. Finanzminister Schäuble hat seinen Poltikerkollegen in der EU letzte Woche die Leviten gelesen: "Eine vom Staat gegründete Ratingagentur, oder auch von der Europäischen Kommission, wird sich niemals in dem harten Wettbewerb mit den erfolgreichen Ratingagenturen durchsetzen". Geld vom deutschen Staat, so Schäuble weiter, wird es für eine EU-Ratingagentur nicht geben. Der Satz von Schäuble hat es in sich. Er gibt den US-Agenturen das Attribut "erfolgreich". Das passt so gar nicht ins Märchengebilde des europäischen Meinungskonsens, der die Rating-Agenturen am liebsten zum Sündenbock der Schuldenkrise abstempeln würde.

Wer will schon Ratings einer Agentur kaufen, die die Kreditwürdigkeit europäischer Schuldenstaaten politisch gewollt positiv beurteilt? Den Ratings dieser EU-Agentur würde von Anfang niemand trauen und geschweige denn würde jemand für solche Lügen-Ratings Geld bezahlen. Es gibt in dieser Welt so viele wirre Meinungen und so viele Stammtischparolen, aber es ist immer wieder schön zu sehen, im Großen und im Kleinen, wie diese Meinungsseifenblasen zerplatzen, sobald es darum geht, mit Geld aus dem eigenem Geldbeutel eine wirre These zu untermauern. Die Reihe derer, die auf Bühnen die US-Ratingagenturen verteufelt haben, ist lang. Die Zahl derer, die jetzt bereit sind, Geld für den Aufbau einer EU-Ratingangentur zu investieren, ist dafür umso geringer. Warum ist das so? Weil tief im Herzen jeder erbitterte Kritiker von Standard & Poors und Moodys weiß, dass diese Unternehmen mit ihren Einschätzungen der Bonität europäischer Staaten die Wahrheit exakt auf den Punkt gebracht haben. Und wieder einmal fällt es mir wie Schuppen von den Augen, wie froh wir sein müssen, dass wir einem System leben, in dem den Vorstellungen wirrer Politiker von der Rationalität des Marktes Einhalt geboten wird.

Viele Grüße
Simon Betschinger
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Freitag, 20. April 2012

CFD-Trading: Eindeckungskauf 10 DAX zu 6760 Punkte

Verlust 300€
Angedachter Stopp-Kurs wurde erreicht. Der Versuch eine Hedge-Position aufzubauen, ist fehlgeschlagen. Zur weiteren Strategie veröffentliche ich am WE wieder einen ausführlichen Trading Tagebuch Artikel.
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Freitag, 20. April 2012

Verkauf 10 DAX zu 6730 PUnkte

Das ist der erste Versuche eine Hedge-Position aufzubauen. Der DAX hat Intraday gerade am Stück gerade fast 100 Punkte zugelegt. Wenn der Markt bärisch ist, dann müsste er jetzt langsam wieder nach unten drehen.

Risiko des Trades etwa 30 Punkte. Das heißte, wenn der Index einige Minuten über 6760 Punkten notiert, gehe ich wieder raus.

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Freitag, 13. April 2012
Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar

DayTrader: Das werdet ihr lieben!

Liebe Trader,

wir haben soeben das neue TraderFox Trading-Desk mit erweiterten Echtzeit-Kurslisten eingespielt. Einen ersten Überblick über den neuen Funktionsumfang seht ihr in der unten angehängten Grafik. Die neuen Funktionen:

- Der Abstand zu relevanten Kursmarken wird in Echtzeit berechnet (Tageshoch, Gestriges Hoch, 52-Wochenhoch,..)
- Die Handelsspanne innerhalb eines Zeitraumes wird in Echtzeit berechnet (z.B. Handelsspanne der letzten 3 Tage)
- Die Relative Stärke auf verschiedenen Zeitebenen wird in Echtzeit berechnet (z.B. relative Stärke der letzten Stunde)
- Die Performance von Aktien innerhalb bestimmter Zeiträume wird in Echtzeit berechne (z.B. seit der letzten Stunde)

Eine ausführliche Vorstellung der neuen Funktionen erfolgt im Webinar am Dienstag:
http://www.mastertraders.de/webinare/


Kommentar von maddin91:
Nicht nur DayTrader lieben das, sondern auch alle, die CANSLIM auf dem deutschen Markt traden wollen. Endlich kann man auf dem deutschen Markt übersichtlich nach der Relativen Stärke auf allen Zeitebenen screenen. Top!
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Donnerstag, 12. April 2012

Morning Briefing für den 12. April (Beispiel für den neuen Service von Jörg Meyer)

Morning Briefing für den 12. April
täglich lesen im Trading-Channel "Highperformance-Aktien"

Liebe Leser,

die deutlich über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen von Alcoa sowie die leichten Rückgänge bei den Anleiherendite führte am gestrigen Mittwoch zu einer Gegenbewegung. Nun deutet der französische EZB-Direktor Benoit Curé das Eingreifen der EZB an. "Wir haben ein Instrument für Interventionen, das Kaufprogramm SMP, das zuletzt nicht benutzt wurde, aber das existiert." Über diese Securities Markets Programme wurden in den letzten zwei Jahren schon Anleihen von Problemländern im Volumen von über 200 Mrd. Euro erworben. Diese Aussage könnte den Markt stabilisieren.

Am gestrigen Abend veröffentlichte die US-Notenbank ihr Beige Book. Demnach wachse die US-Wirtschaft mäßig bis schwach. Stark expandieren die Autozulassungen und auch der Konsumausblick sei ermutigend. Belastend wirken sich der hohe Ölpreis und die steigenden Benzinpreise aus. Zu einer nennenswerten Marktreaktion führte das Beige Book nicht.

Am heutigen Donnerstag wird sich der Blick avor allem auf die Bondauktion von Italien (11 Uhr) und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA (14.30 Uhr) richten.

Spannende Aktien-Storys aus der Finanzpresse

C.A.T. Oil ist ein Ölfeld-Service-Unternehmen mit dem regionalen Fokus auf Russland und der GUS. In den letzten Wochen wurden hohe Auftragseingänge berichtet. Beispielsweise erhielt C.A.T. Oil vom bestehenden Kunden Gazprom neue Orders im Volumen von 17 Mio. Euro. Zum jetzigen Zeitpunkt beläuft sich der Orderbestand für 2012 auf 284 Mio. Euro. Der Aktionärsbrief hebt diese Auftragslage sowie die charttechnisch relative Stärke hervor. Demnach profitiere das Unternehmen von der steigenden Ölnachfrage sowie der Abnutzung bestehender Gerätschaften. Zudem sollte C.A.T Oil in den nächsten drei Jahren prozentual zweistellige Wachstumsraten zeigen können. Für 2013 schätzt der Aktionärsbrief das EpS auf 0,66 Euro/Aktie. Der Analystenkonsensus sieht ihn bei 0,61. Damit würde das KGV bei 10 liegen.



Ein Kursziel von 13 Euro sieht DerAktionär bei Villeroy&Boch. Die Aktie gehört im Nebenwertesegment zurzeit zu den stärksten Werten und markierte erst letzte Woche bei 8,8 Euro ein neues 52-Wochenhoch. Das Unternehmen ist für seine Keramikartikel für das Bad und den "Essenstisch" bekannt. Gleich mehrere Gründe sollten sich positiven auf den weiteren Kursverlauf auswirken. Erstens könnte das Unternehmen mit dem Verkauf seines Grundstücks in Luxemburg bilanziell stille Reserven heben und einen Sonderertrag erwirtschaften. Zweitens ist die Rückzahlung einer 40 Mio. Euro Kartellstrafe möglich. Drittens trifft einer der zuvor genannten Umstände ein, so wäre die Ausschüttung einer Sonderdividende wahrscheinlich.



Aussichtsreiche Trading-Ideen

BMW hat im ersten Quartal 425.528 Autos abgesetzt und damit gegenüber dem Vorjahreszeitrum um 11,2% zugelegt. Eine ähnliche Steigerungsrate verzeichnete VW. Dem Konzern gelang ein Absatzplus von 10,5% auf 1,36 Millionen Fahrzeuge. Vor diesem Hintergrund war es nicht verwunderlich, dass die Autoaktien die gestrige Aufwärtsbewegung mit anführen.

Einen besonders starken Eindruck hinterließ SHW, weil die Aktie schon an den Vortagen eine relative Stärke zeigte und heute eine für Trendaktien typische 1-2-3-Korrektur beendete. Verbrauchsreduzierende Komponenten liegen angesichts der hohen Spritpreise voll im Trend und dürften das auch bleiben. Damit ist die Grundlage für ordentliche Geschäfte gelegt, zumal SHW nahezu alle namenhaften Autohersteller als Kunden hat. Dazu zählen Audi, BMW, Ford, General Motors, Mercedes, Porsche, VW und Volvo. Trading-Käufe bieten sich auf aktuellem Niveau mit einem Stoppkurs um 25 Euro an.



Mit Leoni weist ein zweiter Automobilzulieferer ein überzeugendes Kursverhalten auf. Die Aktien der Autohersteller sind in ausgedehnte Konsolidierungen übergegangen, die schon mehrere Wochen anhalten. Leoni markierte vor Ostern oberhalb von 40 Euro ein neues Zwischenhoch und legte an den folgenden drei Tagen eine kleine Pause ein. Angesichts des schwachen Gesamtmarktes war der Rücklauf in der Konsolidierung sehr gering. Aus charttechnischer Sicht entsteht ein Kaufsignal, wenn Leoni über 39,10 Euro steigt. Als Stoppkurs ist die Marke von 37,70 Euro zu empfehlen.



Nach Unternehmensangaben sind die Modelle, wo die Bordnetztechnik von Leoni zum Einsatz kommt, nicht von einem schwächeren Wachstum in China betroffen. Außerdem sollen in Peking und Vietnam zwei neue Werke entstehen. Analysten erwarten für 2012 ein EpS von 5,36 Euro und 5,64 Euro im darauffolgenden Jahr. Angesichts der guten Branchenstimmung sollte die Aktie bei einem stabilen Markt ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

Einen richtig bullischen Eindruck macht der Luftfahrtsektor. Die beiden Vertreter EADS und MTU bewegen sich schon seit vielen Wochen in Aufwärtstrends. Aber sogar die jüngste Korrektur steckten die zwei Aktien ohne Blessuren weg. Durch die enormen Auftragsbestände bei den Flugzeugbauern dürfte auch der Triebwerksspezialist MTU vor guten Wachstumsjahren stehen. Für 2011 wird ein Zuwachs beim Umsatz im prozentual mittleren einstelligen Bereich erwartet sowie eine 8 bis 10%ige Verbesserung beim EBIT. Ehrgeizig ist die Langfristprognose. Im Jahr 2020 möchte MTU einen Umsatz von 6 Mrd. Euro (2011: 2,9 Mrd. Euro) stemmen. Analysten schätzen die EBIT-Marge dann auf rund 12% (2011: 11,2%). Stoppkurs bei 59 Euro.

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Mittwoch, 11. April 2012

NEU: Jörg Meyers Trading-Dienst nun mit täglichem Morning Briefing!

Jörg Meyer hat seinen Trading-Channel "Highperformance Aktien" um ein tägliches Morning Briefing ergänzt. Im Morning Briefing wird die Marktentwicklung besprochen sowie täglich eine Watchlist mit aussichtsreichsten Aktien aufgestellt. Besonders wertvoll für Sie, liebe Leser, ist der Zugang von Jörg Meyer zu hochwertigen Börseninformationsdiensten. Er durchforstet täglich wichtige Börsenbriefe und Börsenpublikationen und teilt sofort mit, wenn es besonders interessante, neue Storys gibt, die man beachten sollte.

Infos zum Trading-Channel Highperformance Aktien:
  • Ideal für Depotgrößen zwischen 3.000€ und 50.000€
  • Tägliches Morning Briefing für optimale Handelsvorbereitung
  • Je nach Marktphase: Aktives Momentum-, Trend- oder Reboundtrading
  • Präzise Trading-Ideen inklusive Stoppkursen
  • Schwerpunkt: Deutsche Mid- und Smallcaps
  • Anlagehorizont: Tage bis Monate (Kurz- und mittelfristiges Trading)

Der Service von Jörg Meyer kann für hier für günstige 24,95€€ pro Monat abonniert werden:
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Mittwoch, 11. April 2012
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Big Picture DAX: Der neue Fahrplan!

Liebe Leser,

es ist Zeit eine neue Big Picture Analyse für den DAX aufzustellen. Bislang konnte sich mein Market-Timinig in diesem Bullenmarkt-Zyklus sehen lassen. Im Bereich von 5700 DAX-Punkten eröffnete ich am 20. Dezember 2011 meine ersten Long-Positionen (Pivotal Point) und bei 6170 Punkten am 16. März (Hexensabbat) ging ich im DAX-Short und begnügte mich leider mit einem kleinen Gewinn von knapp 200 Punkten. Letzte Woche dann baute ich den Cashbestand auf über etwa 70% aus. Heute schildere ich meine weitere Perspektive für die Marktentwicklung.

Die Welt wird von der Innovationskraft mutiger Unternehmen immer weiter vorangepeitscht. Solange es Unternehmertum gibt, kann die Weltwirtschaft gar nicht anders als zu wachsen. Neue Produkte dringen unaufhörlich in das Wirtschaftsleben hinein. Die Osterfeiertage verbrachte ich in Paris und ich nutzte zum ersten Mal einen virtuellen Reiseführer auf dem iPhone mit "Augmented Reality" Funktion. "Augmented Reality" bedeutet übersetzt in etwa "Erweiterte Realität". Der Begriff steht für die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Wenn ich in Paris zum Beispiel vor einem monumentalen Bauwerk stehe, halte ich das iPhone davor und mir werden sofort weitere Infos zu diesem Bauwerk angezeigt. Wenn ich wissen möchte, wo sich ausgehend von meinem Standort die nächsten Monumente befinden, drehe ich mich einfach um 360 Grad und auf dem iPhone Display werden jeweils in Blickrichtung die Entfernungen zu den nächsten Sehenswürdigkeiten eingeblendet.

Diese Innovationen und neue Produktschöpfungen, die Jahr für Jahr den Möglichkeits- und Handlungsraum der Menschheit erhöhen, schreiten stetig voran. Hindernisse auf diesem Wachstumspfad wie die Schuldenkrise werden im langen Verlauf der Geschichte völlig unbedeutend sein. Die Schuldenkrise ist ihrem Kern ein gesellschaftliches Umverteilungsproblem. Die Bevölkerungen von Ländern wie Griechenland oder Spanien wurden jahrzehntelang von ihren sozialistischen Regierung an der freien Entfaltung ihrer Wachstumskräfte gehindert. Nun befindet sich ein Großteil des Vermögens in den Händen wohlhabender Bürger, die Anleihen halten (direkt oder indirekt z.B. über Lebensversicherungen) und der Staat sitzt auf Schulden. Dies sorgt für Spannungen und über den Bankensektor drohen diese Spannungen auch in die Realwirtschaft überzuschwappen, wenn aus Angst vor Zahlungsausfällen der wirtschaftliche Handel unter den Akteuren reduziert wird. Die Schuldenkrise ist demnach kein Problem des Kapitalismus, dieser schreitet voran, denn er manifestiert sich in Unternehmen, die in privater Eigeninitiative Produkte entwickeln. Die Schuldenkrise ist ein verdammtes Politik -und Umverteilungsproblem und darum werden ihre Auswirkungen nur kurze Abwärtswellen der Angst sein, die sich an den Märkten sichtbar machen, aber kein Ingenieur wird die Fähigkeit verlieren, Maschinen zu bauen oder Gebäude zu errichten.

Selten war ich dermaßen hin- und hergerissen zwischem dem Handeln eines mittelfristigen Bullenszenarios und dem Cashaufbau aufgrund des Risikos kurzfristiger Panikwellen. Ich bin ein derart überzeugter Langfristbulle, dass mir der Cashaufbau sichtlich schwer fiel. Aber ich weiß nicht wie irrational die Anleger reagieren werden, wenn sich die Situation an den Anleihemärkten in Italien und Spanien weiter verschärfen wird und irgendwann eine der nächsten Anleiheemissionen auf nicht genügend Nachfrage trifft. Ganz irrational sind die Ängste auch nicht, denn wenn von Seiten der Politik falsch auf die Krise reagiert wird, kann aus einer Schuldenkrise schnell eine Rezession werden. Die falsche Reaktion ist, so lehren uns die Geschichtsbücher, über extreme Sparprogramme die Wirtschaftsaktivität komplett zum Erliegen zu bringen. Genau das sehen wir derzeit in Spanien, Griechenland, Portugal etc. Die richtige Reaktion ist, und auf diesem Pfad bewegen sich die USA, Strukturreformen mit Ausgabenprogrammen und einer expansiven Geldpolitik zu verbinden.

Im untenstehenden Chartbild habe ich ein Fragezeichen in den Chart gesetzt. Darum geht es jetzt. Ich muss nach meinem Cashaufbau den Einstieg wieder finden. Momentan favorisiere ich Crash-Szenario, an dessen Ende Kapitulations-Opening-Gaps den Wendepunkt und den Höhepunkt der Angst markieren. Die andere Long-Variante wäre ein klares Bekenntnis der EZB zu unbegrenzten Anleihekäufen ab einem gewissen Renditeniveau, also ein neuer Pivotal Point. Wenn meine kurzfristige, pessimistische Markteinschätzung falsch ist, würde ich mich nur langsam mit steigenden Kursen an Positionen von Aktien heranwagen, die neue Bewegungshochs markieren.

Die erste großte Aufwärtswelle in diesem Bullenmarkt reichte im DAX von knapp 5000 Punkten auf fast 7200 Punkte. Jetzt durchläuft der Markt die erste ausgeprägte Korrekturphase. An deren Ende wird die zweite große Aufwärtswelle des neuen Bullenmarktes beginnen, mit einem DAX-Kursziel von etwa 8000 Punkten. Das ist mein Marktszenario, das ich handeln möchte. Wie erfolgreich ich dabei sein werde, hängt jetzt davon ab mit welcher Treffsicherheit ich den unteren Wendepunkt der laufenden Korrekturbewegung (das Fragezeichen) im Chart, erwischen werde!

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Dienstag, 10. April 2012
Kategorie: Allgemein | 2 Kommentare

Der Crash ist im Gange! Der Cashaufbau war richtig! Kapitulations-Opening-Gaps dürften in Kürze folgen!

Liebe Leser,

die Anleihrenditen von Italien und Spanien sind weiter auf dem Vormarsch. Ich hatte diese Entwicklung letzte Woche bereits mit Sorge beobachtet und mich dann zum Cashaufbau entschlossen (siehe letzer Blog-Eintrag und Trading-Channel). Heute erfasst die Angst vor einem Hochkochen der Staatsschulden-Krise das breite Börsenpublikum. Die Kursverluste wurden in den meisten Titeln bislang nicht von hohen Umsatzvolumina begleitet, was bedeutet, dass es noch keinen Katalysator für die neu hochkochenden Ängste gab. Zusammen mit dem starken Verkaufsdruck auf den Futures, dürfte das zu den altbekannten Kapitulations-Opening-Gaps führen, bei denen Aktien bereits zur Eröffnung fast zweistellig im Minus notieren und danach im Tagesverlauf zu einer starken Erholungsbewegung ansetzen. Den größten Teil meiner 2011er Handelsperformance habe ich mit dem Trading dieser Panik-Gaps im August verdient als die Panik an den Märkten erneut hochkochte.

Der Bullenmarkt ist intakt, aber die Korrektur wird soweit gehen bis das Börsenpublikum den Glauben an die Hausse verloren hat. Es ist schon jetzt absehbar, dass die Anleihemärkte früher oder später von der EZB aufgefangen werden. Anders geht es nicht. Die Politik ist unfähig und private Gläubiger trauen Ländern wie Spanien und Italien nicht. Die Zeitspanne von heute bis zum nächsten klaren EZB-Commitment wird bestimmt wie heftig diese Marktkorrektur ausfallen wird. Ich glaube nicht daran, dass sich die Anleihemärkte wieder von allein stabilieren werden.

Wie kann es sein, schrieben einige Leser, dass ich Anfang letzter Woche noch bullisch war und dann auf einmal bärisch? Die Börse ist ein sich dynamisch entwickelndes System. Beim Trading stellt man Szenarien auf und hält diese nur solange aufrecht wie man vom Markt nicht eines Besseren gelehrt wird. Wenn die eigene Einschätzung mit der von Mr. Market harmoniert, springen Gewinne heraus. Wenn Mr. Market einen anderen Plan hat, schützt das Positionsmanagement, das mich letzte Woche aus meinen Positionen herausdrängte, vor harten Verlusten. Dann gilt es neu zu kalkulieren, neue Szenarien aufzustellen und den Einstieg in den Markt wieder zu finden. That's trading!

Kommentar von maxfel2001:
hallo herr betschinger, ich teile ihre auffassung, dass die anleihemärkte nicht ohne hilfe der ezb auf die beine kommen. ich bin aber der überzeugung, dass weder die politik noch die notenbanken dieses problem werden lösen können. die niedrigzinspolitik der vergangenen jahre haben den usd und den euro ausgehölt. jetzt ist die situation eingetreten, dass die zinsen steigen müssen. kranke geschäftsmodelle und überchuldete staaten werden, wie schon immer in der geschichte abgewickelt. ihr ruf nach dem staat (beispiel solarsubventionen etc. ) wird da nichts fruchten. die kreditpyramide muss abgebaut werden Und das wird geschehen. die wachstumsfunktion (e hoch x) ist nur in der mathematik denkbar. in der physik eben nicht. deshalb fürchte ich, dass wir noch ganz andere entwicklungen sehen werden als das was aktuell abläuft.
Kommentar von Simon:
Hallo maxfel2011, die EZB kann per Staaten wie Spanien und Italien problemlos finanzieren, indem sie zum Beispiel sagt, keine Anleiherenditen über 5% zu akzeptieren. Jede Anleihe, die unter das festgesetzte Kursniveau fällt, könnte die EZB aufkaufen. Das wäre eine Form der Seignorage, der Staatenfinanzierung über die Druckerpreisse. Der Trade-Off dieser Politik lässt sich am besten über die Begriffe Moral Hazard und Inflation beschreiben. Sie haben ja vollkommen richtig geschrieben, dass kranke Geschäftsmodelle und überschuldete Staaten die Ursache der Krise sind und die einzig richtig Vorgehensweise die Abwicklung wäre. Ich glaube jedoch, dass die Politik den Mut dazu erst in vielen Jahren aufbringen wird. Bis das der Fall ist, wird zuerst ein Lösungsversuch über die Monetarisierung der Staatsschuld erfolgen. Davon bin ich überzeugt.
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Donnerstag, 05. April 2012

Neues Webinar: Vorstellung der professionellen Trading-Plattform HTX

Diesen Termin sollten sich alle vormerken, die einmal wissen wollen wie die professionelle Trading-Plattform HTX aussieht und welche Handelsmöglichkeiten man mit HTX hat.
Dienstag, 17. April 2012 | 18:00 Uhr
Referent: Simon Betschinger
Vorstellung der professionellen Trading-Plattform HTX
http://www.mastertraders.de/webinare/
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Donnerstag, 05. April 2012
Kategorie: Allgemein | 5 Kommentare

Die Anleihemärkte kündigen wieder Unheil an. Bis zur nächsten EZB-Interventionsankündigung bin ich ein Bär!

Liebe Abonnenten,

ich habe mich heute zu 70% aus dem Markt verabschiedet (siehe Trading-Channel). Der Grund ist: Die Märkte für Staatsanleihen geraten deutlich unter Druck. Die Renditen zehnjähriger spanischer Staatsanleihen notieren wieder auf dem Niveau vor der ersten EZB-Intervention im Dezember. Der Renditeanstieg hat sich in den letzten Tagen deutlich beschleunigt. Gleichzeitig zeigen Bankaktien eine hohe relative Schwäche.


Quelle des Charts ist bloomberg.com

Dieser Renditeanstieg dürfte nicht von alleine wieder stoppen. Die EZB muss ein neues Rettungspaket beschließen. Wenn Sie zögert, besteht die Gefahr, dass die Turbulenzen an den Märkten täglich zunehmen. Für mich ergibt sich damit kurzfristig kein gutes Chance-Risiko-Profil mehr. Mein Jahresgewinn 2012 habe ich bei +91.000€ stabilisiert. Jetzt kann ich aller Ruhe die nächsten Manöver planen.
Kommentar von kismet:
deinen Beitrag lese ich so: -das "geniale" Lösungskonzept von Herrn Draghi fruchtet nicht: es hat eine Katastrophe verhindert, Zeit verschafft, eine grundlegende Änderung hat es nicht bewirkt -ein wirkliches Lösungskonzept (nicht eine Krisenbremse) ist in weiter Ferne : man erinnere sich an die Diskussionen zwischen Politik/ EZB -der Anstieg der letzten Monate ist eher der "spendierten" Liquidität zuzuschreiben als den fundamentalen Bewertungen -die rezessiven Tendenzen in Südeuropa werden noch eine lange Zeit brauchen, bis eine Trendwende einkehrt
Kommentar von Simon:
@kismet Mario Draghi macht alles richtig. Es ist die Politik, die in dieser Krise nahezu alles falsch macht.
Kommentar von Dude:
Fragt sich nur was die EZB noch machen soll, wenn sie nicht selbst kaufen will...
Kommentar von Reblaus:
Will sie ja. Es sind die Banken, die das Geld wieder zurückgeben wollen bei nächster Gelegenheit. Teils, weil behauptet wird, es besteht bei privaten Kreditnehmern kein Bedarf bzw. weil Basel III Kriterien mancherorts bald erfüllt werden.
Kommentar von Lucie:
Hallo Simon, Glückwunsch zur 1. Million! Nach meiner Rechnung müsstest sich dein Startkapital seit 2006 mehr als verzehnfacht haben. Wie ist deine weitere Strategie, tradest du weiter mit der gesamten Summe? Es dürfte in diesem Summenbereich schwieriger werden gerade im Nebenwertebereich zu agieren. Wie gehts du weiter vor?
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Dienstag, 03. April 2012
Kategorie: Allgemein | 19 Kommentare

Das Ende des Liberalismus ist der Beginn sozialer Ungerechtigkeit

Liebe Leser,

warum soll der Stadtbewohner, der sich umweltfreundlich verhält und jeden Tag mit der U-Bahn zur Arbeit fährt, dem Landbewohner seine tägliche Fahrt zur Arbeit subventionieren? Dass solche sozialen Ungerechtigkeiten von den Volksparteien bisweilen befördert wurden, um Wählerstimmen zu kassieren, liegt in der Natur der Sache. Dass neuerdings aber auch eine Partei, die sich selbst als liberal bezeichnet, eine Erhöhung der Pendlerpauschale fordert, ist Sinnbild des traurigen Untergangs des politischen Liberalismus in Deutschland. Es gibt keine Partei mehr, die Interessen von liberal denkenden Bürgern überzeugend vertritt. Und es ist sogar noch viel schlimmer: Ich habe den Eindruck, dass kaum noch ein Politiker die Grundphilosophie des Liberalismus versteht. Niemand entlarvt die sozialen Ungerechtigkeiten staatlicher Eingriffe.

Der Begriff "liberale Politik" wird mittlerweile mit sozialer Kälte in Verbindung gebracht, weil es keine politischen Führungsfiguren mehr gibt, die vermitteln können, dass liberale Politik tiefgehende Gerechtigkeit abseits der Presseschlagzeilen ermöglicht. Warum wäre es sozial ungerecht, die ehemaligen Mitarbeiter von Schlecker mit Steuergeldern zu subventionieren und künstlich in Jobs zu halten? Weil dadurch dem Langzeitarbeitslosen eine Chance verbaut wird, endlich in ein festes Beschäftigungsverhältnis zu finden. Das Drogeriegeschäft in Deutschland wird nach der Schleckerpleite nicht schrumpfen. Andere Unternehmen werden anstelle von Schlecker die Marktanteile unter sich aufteilen. Wenn eine Schlecker-Filiale schließt, wird - um ein Beispiel zu nennen- irgendwo anders eine DM Drogeriefiliale aufmachen und neue Mitarbeiter einstellen.

Ein Politiker, der eine Schlecker-Filiale besucht und dort den Mitarbeitern Rettung verspricht, schlägt gleichzeitig einem unbekannten Arbeitslosen, der dringend freie Stellen auf dem Arbeitsmarkt benötigt, ins Gesicht. Der Wutausbruch des SPD-Politikers Kurt Beck bei Maybrit Illner ist Sinnbild für die unglaubliche Arroganz sozialistisch denkender Politiker, die für sich herausnehmen, Menschen nach ihrem eigenen Gutdünken zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Der Liberalismus bevorzugt nicht nur die Menschen im Scheinwerferlicht, sondern sieht die Ungerechtigkeiten, die durch staatlich verordnete Bevorzugung entstehen. Leider gib es offenbar keine Politiker mehr, die das verstanden haben und dafür eintreten.

Viele Grüße
Simon Betschinger
Kommentar von khp:
Warum? Weil auch das Landei dem Städter, der seine Pendlerpauschale genauso kassiert, seine U-Bahn mitfinanziert, die ohne die Subventionen des ÖPNV gar nicht fahren würde.
Kommentar von Porch:
Wieso subventioniert der Stadtbewohner den Landbewohner? - er partizipiert doch selbst an einer Erhöhung, teilweise bei kurzen Entfernungen sogar relativ mehr (s.u.). Subventionierung der RV durch die Ökosteuer ist doch der eigentliche Skandal, der in der öffentlichen Diskussion aber wie selbstverständlich hingenommen wird... "Heute kann jeder Arbeitnehmer seine Fahrtkosten wieder ab dem 1. Kilometer geltend machen. Grundsätzlich ist dabei die Art der Fortbewegung unerheblich... Falls Arbeitnehmern durch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nachweisliche höhere Kosten als wie die durch die anrechenbare Pendlerpauschale entstehen, können sie diese jedoch in vollem Umfang als Werbungskosten ansetzen."
Kommentar von Wavre:
Das ist eine etwas merkwürdige Vorstellung von Liberalismus. Der Drogerie(Angebots-)Markt wird tatsächlich schrumpfen, und zwar um den Betrag, der nicht von den anderen Drogerien übernommen wird. Statt dessen wird er sich vorraussichtlich weiter konzentrieren, weg von den Dörfern, hin zu den Ballungszentren. Ich kenne mehrere ganz konkrete Fälle von Schlecker-Filialen, die ganz sicher nicht von dm oder sonstwem ersetzt werden. Die Angestellten werden nun arbeitslos, die Dörfer haben keinen Einkaufladen mehr und die Folge ist, das ab jetzt die Dorfgemeinschaft mit dem Auto fahren muss um die Einkäufe zu erledigen. Dieser Tatsache stehen jetzt ca. 10000 Menschen gegenüber, von denen ganz gewiss nicht alle wieder in Lohn und Brot kommen werden, sondern von Sozialhilfe leben werden müssen. Das Gerangel um die Schleckerpleite hat nichts mit Liberalismus zu tun. Liberalismus steht für Freiheit und Chancengleichheit egal welcher Herkunft. Das was die FDP macht, kann man bestenfalls als Sozialdarwinismus bezeichnen.
Kommentar von Trader 10571:
Das ist alles sehr undiffenziert betrachtet. Ich habe jahrelang in der Hauptstadt gelebt und sehr gut bei einer Privatbank verdient. Der Preis meiner Jahreskarte für die Öff. verkehrsmittel war überschaubar. Nun lebe ich schon seit 10 Jahren im ländlichen Bereich der NBL, verdiene in der gleichen Branche viel weniger. Musste mir ein Auto kaufen, was -auch wenn ich es nicht bewege- durch Versicherung, Steuern u.s.w. mehr kostet als meine Jahreskarte. Dazu kommt Benzin /Diesel. Jeden Tag eine lange Fahrt. Alles ist hier teurer. Es ware nur fair, wenn durch eine Erhöhung der Pendlerpauschale eine kleine Entlastung eintritt, auch wenn das irrgendwann an anderer Stelle wieder genommen wird.
Kommentar von Adolescent:
Super Beitrag, thumbs up!
Kommentar von HeJe:
Wenn hier schon das Wort Chancengleichheit fällt, dann muss auch gesagt werden, dass es jedem zusteht, den Wohnort selbst zu wählen. Wer sich dazu entschliesst, die Stadt zu verlassen, profitiert von niedrigeren Grund- und Immobilienwerten. Es ist bestimmt nicht die Aufgabe der Allgemeinheit, den Umstand bzw. den Nachteil des in die Stadt fahren müssens, aufzufangen. Ausserdem gibt es bestimmt auch Busverbindungen zum Arbeitsplatz. Das Argument "ich wohne ausserhalb und muss nun ein Auto haben" zählt nicht!
Kommentar von RussiaTrader:
Über die Höhe der Pendlerpauschale und auch deren Geltungsbereich kann man sich sicherlich streiten. An derer Berechtigung besteht aus meiner Sicht keinerlei Zweifel. Sie ersetzt nur einen überschaubaren Teil der tatsächlichen Fahrtkosten, die ggf. weite Anfahrt und dadurch bedingten Zeitverlust trägt trägt der Arbeitnehmer zusätzlich - sicherlich nicht aus langeweile. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Entfernungen bis etwa 10Km (alte Regelung) durchaus zumutbar sind, und erst ab 10Km die Förderung greifen sollte. Werbungskosten privater Arbeitnehmer wie auch der Unternehmen sollen steuerlich absetzbar sein - alles andere wäre sozial ungerecht. Was "Schlecker" angeht, so bin ich auch gegen eine Auffanggesellschaft - wenn auch mit anderer Begründung. Sehe primär die Sonderbehandlung der "großen" Pleiten gegenüber kleinen Insolvenzen kritisch - nichts als Profilierungsbühne für Politiker. Wenn Entlassenen durch Fortbildungsmaßnahmen etc. geholfen werden soll, dann bitte gleiches Recht ohne Ausnahme für ALLE Arbeitlosen. Für den Erhalt von Arbeitslosengeld würde ich zudem halbtags eine Fortbildungsmaßnahme / gemeinnützige Arbeit zur Pflicht machen, um die Arbeitsunwilligen unter den Arbeitslosen den Reiz der "Arbeitlosigkeit" zu reduzieren.
Kommentar von RussiaTrader:
Über die Höhe der Pendlerpauschale und auch deren Geltungsbereich kann man sich sicherlich streiten. An derer Berechtigung besteht aus meiner Sicht keinerlei Zweifel. Sie ersetzt nur einen überschaubaren Teil der tatsächlichen Fahrtkosten, die ggf. weite Anfahrt und dadurch bedingten Zeitverlust trägt trägt der Arbeitnehmer zusätzlich - sicherlich nicht aus langeweile. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Entfernungen bis etwa 10Km (alte Regelung) durchaus zumutbar sind, und erst ab 10Km die Förderung greifen sollte. Werbungskosten privater Arbeitnehmer wie auch der Unternehmen sollen steuerlich absetzbar sein - alles andere wäre sozial ungerecht. Was "Schlecker" angeht, so bin ich auch gegen eine Auffanggesellschaft - wenn auch mit anderer Begründung. Sehe primär die Sonderbehandlung der "großen" Pleiten gegenüber kleinen Insolvenzen kritisch - nichts als Profilierungsbühne für Politiker. Wenn Entlassenen durch Fortbildungsmaßnahmen etc. geholfen werden soll, dann bitte gleiches Recht ohne Ausnahme für ALLE Arbeitlosen. Für den Erhalt von Arbeitslosengeld würde ich zudem halbtags eine Fortbildungsmaßnahme / gemeinnützige Arbeit zur Pflicht machen, um die Arbeitsunwilligen unter den Arbeitslosen den Reiz der "Arbeitlosigkeit" zu reduzieren.
Kommentar von Trader 10707:
Wenn es eine Partei gäbe, die den Liberalismus konsequent vertreten würde, würde ich sie wählen. Keine Eingriffe des Staates würde auch heißen, keine Bankenrettung durch den Staat! Die FDP vertritt nicht wirklich den Liberalismus, sie fällt sich selber in den Rücken durch Klientel-Politik. Wenn sie sich wenigstens für einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz einsetzen würde, schon hier versteht niemand mehr, warum manche Warengruppen einen bestimmten Mehrwertsteuersatz haben.
Kommentar von hg67:
ich möchte mal eine andere Sichtweise in den Raum werfen. Bei der Pendlerpauschale handelt es sich um keine Subvention, sondern nur um die Erstattung der Kosten, die dem pendler entstehen, da der Preis des Mittels Benzin in Deutschland staatlich gesteuert/getrieben ist. Um Arbeit überhaupt noch attraktiv zu halten, werden die damit verbunden Kosten steuerlich geltend gemacht. Ähnlich wie jeder Unternehmer auch seine Kosten "absetzen" kann & die Mehrwertsteuer ihn nicht interessiert. Ist es nicht so, das die Autofahrer z.B. den Sozialstaat subventieren, Krankenkassen ohne staatlichen Zuschuss nicht über die Runden kommen?? Da frage ich mich, weshalb der Pendler hier Leidtragener sein soll. Nicht das man mich falsch versteht: ich bin gegen Subventionen, aber der Pendler ist gegenwärtig das schwächste Glied und autofahren wird für viele unbezahlbar...genauso wenig, haben nicht alle die Möglichkeit in die Stadt zu ziehen um Fahrten zu vermeiden, oder sollen in Zukunft die Arbeitnehmer am besten auf dem Werksgelände leben...??? @trader 10707: oder für einen einheitlichen Steuersatz von z.B. 25%...weshalb wir Arbeit teilweise höher besteuert als Einkünfte aus Kapital...??
Kommentar von zz_marcello:
Ich stimme Simmons Beitrag zu und bin eher über die Kommentare amüsiert. Die Befürworter einer Pendlerpauschale erkennen nach meiner Meinung gar nicht das Gesamtbild eines freien Marktes und des Kapitalismus. Jede staatliche Umverteilung vergrößert den Verwaltungsaufwand, erhöht die Staatsquote und damit die Steuerbelastung für die Allgemeinheit und wird nach Erfahrung der letzten 100 Jahre grundsätzlich auch immer wieder unrechtmäßig in Anspruch genommen bzw. es wird bei der Steuererklärung betrogen. Durch die Pauschale wird die Zersiedlung gefördert, die Hauspreise im ländlichen Raum sind höher als Sie sein müssten und es sind hunderte Steuerangestellte zusätzlich notwendig, um die Steuererklärungen der Bürger abzuarbeiten. Wenn es vor 150 Jahren schon diesen Wahnsinn gegeben hätte, würden wahrscheinlich immer noch die Baumwollweber subventioniert und es gäbe weder Fernsehen noch Internet weil die ultrahohe Steuerbelastung jede Eigeninitiative abgewürgt hätte.
Kommentar von Martin:
@hg67 "weshalb wir Arbeit teilweise höher besteuert als Einkünfte aus Kapital". Weil dem eventuellen Kapital-Gewinn ein Risiko gegenübersteht!?
Kommentar von maddin91:
Das einzige Argument, dass ich in den letzten Tagen für die Pendlerpauschale gelesen habe, ist die Tatsache, dass das Benzin so hoch versteuert wird, der Staat damit also stark am steigenden Benzinpreis mitverdient und damit vielleicht schon gewissermaßen ein Anspruch entsteht, diese Mehreinnahmen wieder auf die autofahrenden Pendler zu verteilen. Allerdings stellt sich hier wieder die Frage, inwiefern wir Bürokratie innerhalb der Bürokratie innerhalb der Bürokratie weiter fördern wollen oder ob wir nicht gleich das Benzin "normal" versteuern und stattdessen alle Pendler-Subventionen streichen. Wäre meiner Meinung nach der beste Weg.
Kommentar von hg67:
@martin: da muss ich aber schmunzeln. Nach deiner Logik dürften Unternehmer dann gar keine Steuern bezahlen? Sorry..das passt doch nicht.. @zz_marcello: ist ja irgendwie eine Henne/Ei Geschichte. Erst die Steuerbelastung (Umverteilung) auf Benzin macht meiner Meinung nach die Pendlerpauschale nötig..
Kommentar von SiRtObY:
Ich lese gerne Simons Komentare, jedoch regiert in diesem hier der Unverstand, was die Pendlerpauschale angeht. Der Werbungskostenabzug ist Ausfluss des allgemeinen Gleichheitssatzes (§ 3 GG). Daraus abgeleitet wird das "Objektive Nettoprinzip" der Einkommensbesteuerung bzw. die "Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit". Wer anfängt, an der Pendlerpauschale zu rütteln, stellt den Werbungskostenabzug generell in Frage. Ist das gerecht?
Kommentar von SiRtObY:
Ist es nicht viel ungerechter, dass Simons Kapitaleinkünfte (können über den obigen Link eingesehen werden) nur mit 25% zzgl. SolZ besteuert werden? Arbeitnehmer mit Einkommen in entsprechender Höhe zahlen fast das doppelte. In meinen Augen ein klarer Verstoß gegen Art. 3 GG.
Kommentar von zz_marcello:
Auf die Idee, über die viel zu hohen maximalen Einkommenssteuersätze zu diskutieren, kommt in diesem Land anscheinend auch niemand mehr; statt dessen wird argumentativ damit schon wieder eine Erhöhung der Kapitalertragsteuern eingeklagt. In den wirtschaftlich erfolgreichstn Ländern mit dem aktuell größten Wachstum gibt es überhaupt keine Kapitalbesteuerung bei einer gleichzeitig deutlich niedrigeren Einkommensbesteuerung. Fast die gesamte Wirtschaft finanziert sich im Endefekt über den Aktien- und Anleihemarkt; welchen Sinn macht es Diesem mit einer hohen Besteuerung die Liquidität zu entziehen? Außerdem wird Kapital mit aktuell >2,5% Inflation pro Jahr entwertet; die Besteuerung 25% + Soli geht bei 0 los. Das heißt ich brauche >3,5% Jahresrendite pro Jahr nur um am Ende bei 0 zu stehen. Die meisten erfolgreichen Bürger bezahlen also aktuell Kapitalertragsteuerung und haben dabei eine negative Kapitalrendite. Das ist Enteignung der Schaffenden und Mästung der Faulen; Semisozialismus! Egal welche Paragraphen man hoch und runter zitiert.
Kommentar von SiRtObY:
@zz_marcello: Seltsame Auffassung von erfolgreich und faul... Der Kern meiner Argumentation im Hinblick auf den Gerechtigkeitsaspekt wurde nicht erfasst. Jedenfalls erfolgt die Besteuerung der Kapitaleinkünfte nicht ab dem ersten EUR mit dem Abgeltungssteuersatz, sondern wird bei der Einkommensteuer-Veranlagung ggf. auf den individuellen Steuersatz (u.U. 0%) herabgesetzt. Im übrigen: warum soll derjenige, der seinen Lebensunterhalt (ausschließlich) aus Kapitaleinkünften speist, nicht zu einer Ertragsteuer herangezogen werden?
Kommentar von Roman Biehler:
Herr Betschinger, Sie haben vollkommen recht. Die FDP standt früher einmal für Bürgerrechte. Diese Zeit ist leider lange vorbei. Selbst ein Public Viewing bei der EM2012 in Düsseldorf wird abgelehnt, man ist pro Pendlerpauschale, pro Studiengebühren und tut so als wären hiervon die Studenten begeistert usw...
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