Information zum Blog
Simon Betschinger
Diplom Volkswirt
Master of Science
Geschäftsführer TraderFox GmbH
Chefredakteur TradeCentre Börsenbrief

Performance
Start: April 2006 mit 100.000 Euro
2006: +58.377 Euro (Bescheinigung)
2007: +367.000 Euro (Bescheinigung)
2008: +140.000 Euro (Bescheinigung)
2009: +362.000 Euro (Bescheinigung)
2010: +236.800 Euro (Bescheinigung)
2011: +70.000€ (Bescheinigung)
2012: 142.898,85€ (Bescheinigung)
2013: 258.586,98€ (Bescheinigung)
2014: +109.136,13€ (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG §34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Simon Betschinger handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.

Simon Betschingers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Simon Betschinger schrieb am Sonntag, 25.03. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Trader, ich habe nur noch 3 Aktien im Depot. Ein Handelskrieg zwischen USA und China würde die Quartalsergebnisse der Unternehmen deutlich belasten. Eine starke Kurs-Korrektur der US-Börsen ist möglich. Ich habe mich daher für eine hohe ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 2 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
17.07. 17:10 Uhr
*******************
17.07. 12:31 Uhr
*******************
13.07. 00:03 Uhr
Trading-Depot: Meine Aufmerksamkeit gilt Hellofresh!
12.07. 23:46 Uhr
Fokussiertes Investing-Depot: Mein Plan zum 10.000.000 € Depot!
12.07. 16:59 Uhr
4000 3D Systems gekauft zu 13,21 € (Tradegate)
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Der MasterTrader
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Dienstag, 29. Juni 2010

DAX bricht ein: Krugman warnt vor dritter Depression

Liebe Leser,

der amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman kritisiert die deutsche Wirtschaftspolitik in einem Handelsblatt-Interview aufs Schärfste und lässt kein gutes Wort an Bundesbank-Chef Axel Weber. Ich zitiere einige Passagen aus dem Interview:

  • "Aus amerikanischer Sicht sind das keine großen Defizite. Wir würden gerne mehr sehen. Ich habe kein Problem damit, dass man in fünf oder zehn Jahren versucht, den Haushalt auszugleichen. Die Frage ist doch, ob man damit beginnen soll, wenn die Wirtschaft sieben oder acht Prozentpunkte unter ihrer normalen Auslastung liegt und die Leitzinsen bei null stehen. Ich bin gerne ein fiskalpolitischer Falke, wenn wir aus der aktuellen Depressionsfalle heraus sind. Jetzt ist nicht die Zeit, um sich über Defizite Sorgen zu machen."

  • "Nein. Ich kenne ihn zwar nicht persönlich. Aber er wehrt sich ja selbst gegen die moderaten Käufe von Staatsanleihen durch die EZB. Weber macht sich Sorgen über Inflation, wenn es keine Inflation gibt. Ich würde lieber einen EZB-Präsidenten sehen, der Deflationsgefahren und dem Risiko einer langen Stagnation mehr Bedeutung beimisst."

  • "Ohne integrierte Arbeitsmärkte und ohne eine gemeinsame Fiskalpolitik sollte das Inflationsziel etwas höher angesetzt werden. Die Euro-Zone braucht vermutlich drei oder vier Prozent Inflation, um zu funktionieren. Wenn man allerdings jemanden sucht, der auf eine Inflation von null Prozent zielt, während die Arbeitslosigkeit auf 13 Prozent steigt, dann ist Weber sicher der richtige Mann."

Krugman wurde nach diesem Interview von allen Seiten hart angegangen und ich möchte diesen Blog-Beitrag nutzen, um ihn zu verteidigen. Krugman sagt, dass es vollkommener Schwachsinn sei, die Konjunktur zuerst mit staatlicher Nachfragepolitik zu stabilisieren und dann auf einmal mit dem Sparen anzufangen, wenn die Industrie deutlich unter ihren Produktionskapazitäten produziere. Das ist auch die Meinung, die ich in meinen letzten TradeCentre-Editorials vertreten habe. Die richtige Zeit zum Sparen ist in Zeiten wie 2006 oder 2007 wenn die Ökonomie auf Hochtouren läuft und die Fabrikhallen des Landes mit der Produktion kaum nachkommen. Wenn, wie derzeit noch der Fall, nur mit 90% der Kapazitäten produziert wird, kann ein Sparpaket verheerende Wirkungen entfalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer zweiten Amtsperiode bereits zwei schwerwiegende Fehler begangen:


1. Fehler: Angela Merkel hat aus Europa eine Haftungsgemeinschaft gemacht, in der starke Länder ganz im Sinne des Sozialismus für die schwächeren Länder haften müssen.

2. Fehler: Angela Merkel betriebt wirtschaftspolitisch kompletten Unsinn, indem sie zuerst keynesianische Nachfragepolitik betreibt, diese dann aber in der frühen wirtschaftlichen Erholungsphase zurückzieht. Das ist nicht Keynes, das ist Merkel-Schwachsinn!

Krugman schreibt einen Blog auf den Seiten der New York Times. In einem Beitrag vom Wochenende "The Third Depression" weißt er auf die Gefahren einer dirtten Depression hin, wenn die Politiker die Fehler der Vergangenheit, sprich der 1930er Jahre wiederholen.

Die deutsche Wirtschaftspolitik hat sich seit Jean-Baptiste Say, der vor zweihundert Jahren postulierte, ein Angebot würde sich seine Nachfrage selbst schaffen, nicht weiterentwickelt. Das ist jetzt kein Polemik von mir, sondern die Realität der gegegenwärtigen Ereignisse. Sonst würden die politischen Entscheidungsträger die Notwendigkeit begreifen, die aggregierte Nachfrage stabil zu halten und den autodeflationären Druck bekämpfen. Was von den Inflationsängsten der deutschen Bundesbank-Hartliner um Axel Weber zu halten ist, zeigt der Bund Future. Dieser klettert wöchentlich auf neue Hochs und signalisiert damit unverändert einen extrem starken Deflations-Druck!



Jeder Trader hat gelernt nicht gegen den Markt zu spekulieren, der dann meistens doch Recht hat. Die deutsche Bundesbank vertritt die Meinung, Millionen von Marktteilnehmer müssen falsch liegen und nur sie wäre im Besitz der absoluten Weisheit. Krugman hat vollkommen Recht: Die Eurozone braucht drei bis vier Prozent Inflation. Anders kommen Länder wie Griechenland und Spanien aus ihrer Wirtschaftsmisere nur schwer heraus.
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Montag, 28. Juni 2010
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Der Joseph-Pfennig: Zerstört sich das Geldsystem von selbst?

Liebe Leser,

Karl Marx hätte sich seine mehreren hundert Seiten lange Abhandlungen über die "Akkumulation von Kapital" wohl sparen können, denn eine Geschichte scheint die Menschen immer wieder davon zu überzeugen, dass unser Geldsystem dem Untergang geweiht ist. Die Geschichte über den Joseph-Pfennig. Wenn Josoph für seinen Sohn Jesus vor 2000 Jahren einen Euro-Cent zu 5% Verzinsung angelegt hätte, dann wäre daraus heute ein Vermögen von 295 Weltkugeln aus purem Gold geworden, so rechnet Dirk Müller bei Markus Lanz vor. Betrachten Sie dazu folgenden Video-Mitschnitt:
http://grilleau.blog.de/2010/05/28/dirk-mueller-erklaert-markus-lanz-ursache-weltwirtschaftskrise-8687727/

Dass an dieser Kapital-Akkumulationstheorie irgendetwas nicht stimmen kann, verrät schon der Blick auf die Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt. Wo stehen die Namen der großen Industriellen, die Anfang des 20 Jahrhunderts die amerikanische Wirtschaft dominierten? Weder die Carnegies, die Rockefellers, noch die Goulds oder Morgans tauchen auf er Liste der reichsten Menschen noch auf. Warum ist das so? Um diese Frage zu beantworten, ist es zunächst wichtig zu verstehen wie der Zins eigentlich entsteht? Ich zitiere hierzu aus meiner Arbeit "Schumpeters Wirtschaftsmodell". Versuchen Sie bitte der Argumentation zu folgen. Dieses Zinsverständnis ist elementar wichtig zum Verständnis des kapitalistisches Prozesses und des Joseph-Pfennig-Problems.

Der Ursprung des Zinses

...leitet sich auch der Zins als notwendiges "Element des wirtschaftlichen Prozesses" ab. Der Zins entsteht in Prosperitätsphasen gleichauf mit den Produktivitätsverbesserungen des gesamtwirtschaftlichen Produktionsapparates und tendiert in rezessiven Phasen wieder zu verschwinden, wenn die Innovationstätigkeit zum Erlahmen kommt und alte Strukturen aus dem Wirtschaftssystem verschwinden.

"Zins ist ein Agio auf vorhandene gegenüber zukünftigen Zahlungsmitteln oder … Zins ist der Preis, den ein Darlehensnehmer für die Erlaubnis einer sozialen Gesellschaft zahlt, die es ihm gestattet, Waren und Leistungen zu erwerben, ohne vorher die Bedingungen erfüllt zu haben,…, d.h. ohne vorher andere Waren und Leistungen zum volkswirtschaftlichen Kreislauf beigetragen zu haben."

Der Eckpfeiler des Zinses oder anders ausgedrückt, die wirklich ausschlaggebende Ursache, dass sich ein positives Agio auf vorhandene gegenüber zukünftigen Zahlungsmitteln bildet, ist der Unternehmergewinn, der im kapitalistischen System für die erfolgreiche Durchführung einer Innovation bezahlt wird. Unternehmen sind nur bereit einen positiven Zins zu zahlen, wenn der aufgenommene Kredit so investiert werden kann, dass sich in Zukunft ein höherer Betrag als die ursprüngliche Investitionssumme verdienen lässt.

In einer stationären Wirtschaft, die sich im allgemeinen Gleichgewicht befindet und die aus Routineunternehmern besteht, deren einzige Aufgabe es ist, den Produktionsapparat zu erneuern, haben die Wirtschaftssubjekte keinen Grund anzunehmen, dass kaufkraftrelevante Veränderungen eintreten. Es besteht keine schlüssige Notwendigkeit eines positiven Zinssatzes für den Produktions- und Verteilungsprozess der Güter. Schumpeter schlussfolgert, dass "der reine Zins die Tendenz hat zu verschwinden, wenn sich das System dem vollkommenen Gleichgewicht nähert."

Damit verteidigt Schumpeter 27 Jahre nach dem Erscheinen der "Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" seine Zinstheorie, die schon damals für heftige Diskussionen mit "Eugen Böhm von Bawerk" geführt hat, dessen Zinsverständnis als etablierte Lehrmeinung galt. Von Bawerk nannte in seinem Werk "Kapital und Kapitalzins" drei maßgebliche Gründe für die Existenz des Zinses.

1. die Verschiedenheit der Bedarfsdeckung zwischen Gegenwart und Zukunft.
2. die perspektivische Unterschätzung künftiger Bedürfnisse.
3. die technische Überlegenheit der gegenwärtigen Güter, die aus der Mehrergie-bigkeit zeitraubender Produktionsumwege entspringt.

Schumpeter lehnte die Vorstellung ab, dass die Zeitpräferenzen von Konsumenten ausreichen, um die Entstehung eines positiven Zinssatzes zu begründen. Er stellt fest, dass man unter Kapitalzins das "dauerhafte Reineinkommen" versteht, das der Kapitalistenklasse zufließt. Aber was ist die Rechtfertigung für diese Einkommensquelle? Wenn das Kapital in einer Firma gebunden ist, die nur Routineaufgaben durchführt, dann wird diese dem Konkurrenzdruck nicht lange standhalten und es wird dauerhaft keine positiven Zahlungsüberschüsse geben, die an die Kapitalisten ausgeschüttet werden können . Die einzige Möglichkeit dem "Sturm der schöpferischen Zerstörung" zu entkommen, sind Produktivitätsverbesserungen, sprich innovative Unternehmertätigkeit. Routineaufgaben werfen langfristig im Kapitalismus keine Gewinne ab und ohne Gewinne verschwinden die Kapitaleinkommen der Eigentümer und damit der Zins. Zins tendiert ohne innovative Tätigkeit zu verschwinden .

Während Schumpeter 1912 noch die Meinung vertrat, dass ohne Entwicklung ein Nullzins vorherrschen würde, lockert er diese Annahme 1939 auf und räumt ein, dass es andere Ursachen für die Entstehung eines positiven Zinses geben kann wie zum Beispiel Staatsschulden, was aber nichts daran ändert, dass die Innovation allein ausreicht, "um den Zins beim Fehlen jeder anderen Ursache zu erzeugen". Die große Errungen-schaft von Schumpeters Zinstheorie, die später noch näher diskutiert wird, ist eine soziologische Schlussfolgerung. Die Kapitalistenklasse sollte kein Einkommen durch Untätigkeit erzielen. Sie muss unternehmerisch tätig werden oder Unternehmungen finanzieren, um in den Genuss eines Zinseinkommens zu gelangen. Das eröffnet eine ganz neue Perspektive auf die Kosten-und Nutzenrechnung von Staatsschulden.

Zins entsteht mit dem Unternehmergewinn. Der Unternehmergewinn ist im Kapitalismus begrenzt

Eine unternehmerische Handlung liegt dann vor, wenn eine neue Innovation in den Wirtschaftskreislauf eingeführt wird. Die Belohnung für die Einführung einer Innovation ist im kapitalistischen System der Gewinn. Der Unternehmergewinn ist zeitlich begrenzt. Im Prozess des Wettbewerbs und der Imitationen seitens der Konkurrenz wird der Gewinn schnell wieder verschwinden. Schumpeter spricht vom "selbstmörderischen Reiz der Gewinne".

Der Aktienkurs von Microsoft ist ideal geeignet um nachzuvollziehen wie die innovative Unternehmertätigkeit mit Profiten belohnt wurde. In den 1990er Jahren ging es steil nach oben. Nun befindet sich Microsoft mittendrin im "Sturm der schöpferischen Zerstörung". Innovative Konkurrenzunternehmen versuchen Microsoft die Monopolrenditen streitig zu machen. Die Umsatzrendite von Microsoft gerät zunehmend unter Druck. Der Aktienkurs sinkt....



Zurück zum Joseph-Pfennig

Es ist wichtig sich klarzumachen, dass der Zins keine universelle Gesetzmäßigkeit darstellt, auf die man sich berufen kann. Zins entsteht gesamtwirtschaftlich nur durch innovative Unternehmertätigkeit. Ruht sich die Kapitalistenklasse auf ihrem Kapitalvermögen aus, ohne unternehmerisch zu handeln, tendiert der Zins zu verschwinden.

Das Beispiel des Joseph-Pfennig ist nur ein hypothetisches Gedankenspiel, das in Wirklichkeit nicht annähernd so stattfinden kann. Jeder milliardenschwere Anleger muss um jeden Prozentpunkt Rendite kämpfen und je höher das Vermögen ist, desto schwieriger wird es im Kapitalismus dieses Kapital im Prozess des Wettbewerbes zu verteidigen. Davon kann selbst Warren Buffett ein Lied singen. Die Rendite von Berkshire Hathaway gleicht sich immer mehr der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an. Das Vermögen ist zu groß geworden, um es allein in innovative Unternehmungen zu investieren. Die Rendite im Bestandsgeschäft in etablierten Wirtschaftssektoren unterliegt dem kapitalistischen Wettbewerbsdruck...

Wir sehen, es steckt kein Fehler im System. Das Problem der Staatsschuld muss jedoch etwas differenzierter betrachtet werden. Dazu vielleicht schon in dieser Woche mehr....
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Mittwoch, 23. Juni 2010
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Im Angesicht des ersten Juglarzyklus des neuen Kondratieffs!

Liebe Leser,

was wir bislang unter dem Begriff "Globalisierung” verstanden, wird nicht annähernd der wirtschaftlichen Perspektive der Jahre 2010 bis 2020 gerecht, dem goldenen Jahrzehnt, bzw. dem ersten Juglarzyklus des neuen Kondratieffs. Die kapitalistische Wachstumsmaschine entwickelt sich in Zyklen, angestoßen von inneren Veränderungsfaktoren wie neuen Innovation, die das gesamte Wirtschaftsbild innerhalb weniger Jahrzehnte verändern. 1787 bis 1842 waren es überwiegend die Textil- und die Stahlindustrie, die für ungeahnte Produktivitätszuwächse sorgten. Der zweite Kondratieff stand ganz im Zeichen der Eisenbahnen, die sämtliche alten Standortkalkulationen auf den Kopf stellten und die Transportkosten radikal minimierten. 1896 bis spät in die 1940er Jahre waren Elektrizität und die Erfindung des Automobils die maßgeblichen Auslöser für starkes Wirtschaftswachstum, während ab den späten 1970er Jahren der Mikroprozessor die Art des Wirtschaftens von Grund auf veränderte. Der neue Veränderungsfaktor, der die weltweite Produktivität in den nächsten Jahrzehnten nach oben katapultieren wird, ist der Technologietransfer von Europa und den USA nach Asien.

Die jüngsten Zahlen der Autokonzerne geben einen Vorgeschmack auf den weltweiten wirtschaftlichen Boom des nächsten Jahrzehnts. Erst zwei Prozent aller Chinesen besitzen ein Auto. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 56% der Bevölkerung. Eine Studie von McKinsey prognostiziert für das Jahr 2020 einen PKW-Absatz in China von 20 bis 21 Millionen. Damit wäre China der größte Automarkt der Welt. Die wachsende Mittelschicht wird sich Autos leisten, sobald das Geld dazu da ist. Erst dann, wenn das Pro-Kopf-Einkommen der Chinesen zu den jetzigen Werten der europäischen Industrienationen aufgeschlossen hat, wird der Wachstumsstimulus der Globalisierung seinen Höhepunkt erreicht haben. Unternehmen wie Apple, die mit innovativen Produkten neue Maßstäbe setzen, können dann auf einem Weltmarkt mit fast 3 Milliarden Konsumenten agieren. "Globalisierung” war bislang ein Begriff, der in der Bevölkerung überwiegend mit Ängsten belegt war. In 10 Jahren werden mit diesem Begriff Prosperität und Wohlstand assoziiert sein.

Dies ist das aktuelle Editorial des TradeCentre Börsenbriefs Nr. 362. Weitere Themen im Börsenbrief auf www.tradecentre.de

Aktienbulle der Woche
ElringKlinger: Prognose nochmals rauf?
Qiagen: Wachstum in neue Dimensionen?
Dialog bekräftigt Jahresplanung
MANZ: Prognose hat noch Luft!
PWO erwarte erhebliches Wachstum
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Dienstag, 22. Juni 2010
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Autoaktien-Hausse: Grammer gelingt der Ausbruch!

Liebe Leser,

manchmal sind die naheliegensten Gedanken die Besten. Wenn eine von Kurzarbeit und dramatischen Einbrüchen gebeutelte Branche wie der gesamte Automobilsektor plötzlich über eine Auftragsflut berichtet, mit der niemand gerechnet hat, bietet es sich an die Zulieferer zu kaufen. Dass ich bei Grammer eingestiegen bin, habe ich Ihnen letzte Woche hier im freien Blog berichtet. Damals notierte der Titel noch unter 9,50€. Heute geht Grammer mit einem Plus von 7% zu 10,62€ aus dem Handel. Dass dies an einem schwachen Handelstag wie heute geschieht, ist umso erfreulicher.

Fazit: Fundamental unerwartete Entwicklungen haben das Potenzial deutlich Kursbewegungen auszulösen. Der Nachrichtenticker klärt uns auf, welche Aktien wir beobachten müssen. Der Kursticker zeigt uns dann, wann die Zeit reif ist, diese Titel einzusammeln. Das Zusammenspiel fundamentaler Daten mit charttechnischen Mustern ergibt die besten Trades!

Grammer
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Montag, 21. Juni 2010
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Autokonzerne ertrinken in Auftragsflut! Presse berichtet über den deutschen Auto-Boom!

Liebe Leser,

die deutsche Presse hat den Auto-Boom in ihren Schlagzeilen aufgegriffen.

Der Spiegel schreibt:

    Daimler, BMW, Audi
    Autokonzerne jubeln über Export-Boom

    Die deutsche Autoindustrie hat ihre schwere Krise offenbar überwunden. Die Nachfrage im Ausland zieht kräftig an, vor allem in China sind Luxus-Limousinen sehr gefragt. Daimler, BMW und Audi fahren bereits Sonderschichten, in manchen Werken fallen sogar die Sommerferien aus.

    Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,701745,00.html


Die FAZ schreibt:


Der Pivotal Point im Sektor wurde allerdings bereits vor zwei Wochen mit den Absatzzahlen von Audi, Volkswagen und Mercedes markiert. Diese Meldungen hatte ich zum Einstieg in Daimler und den Zulieferer Leoni genutzt. Bei Leoni werde ich die Gewinne weiter laufen lassen und verfolgen wie weit der Trend die Aktie trägt!
Leoni

Mein zweiter Play unter den Automobilzuliefern ist Grammer. Die Aktie wirkt momentan noch etwas gehemmt, arbeitet sich nur langsam nach oben!
Grammer

Wenn es Daimler gut geht, geht es auch Tognum gut. Diese Aktie hatte ich mir als kleinen Korrelationsplay Anfang letzter Woche ebenfalls ins Depot gelegt. Es hat sich gelohnt. Der Kurs geht steil nach oben!

Tognum
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Dienstag, 15. Juni 2010
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Was für eine grandiose Show meiner Favoriten-Aktien

Liebe Leser,

manchmal ist die Welt merkwürdig. Wochenlang geht an der Börse so gut wie gar nichts. Kaum liege ich dann unter der spanischen Sonne, schaue täglich nur eine halbe Stunde auf die Börsenentwicklung und schon werden meine Aktien von einer Leichtigkeit beflügelt, die mein gesamtes Depot in die Höhe schnellen lässt. Es zeigt mir, dass meine Aktienauswahl richtig war. Eine kleine Entspannung am Gesamtmarkt reichte, um die Bullen aufzuwecken.

LPKF Laser stürmt wie entfesselt nach oben. Die Überlegungen, die ich letzte Woche hier im Blog beschrieben habe, scheinen Institutionelle auch durchzuführen.
lpkf

2G Bio-Energietechnik: Sind dezentrale Blockheizkraftwerke das neue Top-Thema im Bereich regenerative Energien? Gut möglich! Es kann nie schaden dabei auf einen der Marktführer zu setzen.
2g bio

Leoni: Trendwechsel mit Ankündigung!
leoni

Bei Grammer bin ich nun auch eingestiegen. Die Chartsituation ist explosiv!
grammer
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Freitag, 11. Juni 2010
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Geht doch: Leoni zieht los!

Liebe Leser,

der Gedanke, dass die Hausse von BMW und Daimler auch auf die Zulieferer übersetzen würde, war naheliegend und er war richtig. Schauen Sie wie unsere Leoni nahezu jede Stunde stärker wird. Ich bin nun fast einen Euro je Aktie im Plus (Einstiegskurs siehe Premium-Blog). So macht die Börse Spass!

Leoni
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Freitag, 11. Juni 2010
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Superbulle LPKF Laser: Ausbruch vom Feinsten

Liebe Leser,

so muss es laufen. Seit einigen Tagen nimmt der Markt bullische Signale von der Nachrichtenseite wieder an. Wir hatten zum einen die Autoaktien, die nach grandiosen Absatzzahlen ausbrachen und zum anderen zeigen sich auch Einzeltitel wieder empfänglich für gute Nachrichten. So wie LPKF Laser. Auch wenn man es bei einem Blick auf den Chart kaum glauben mag. Die Aktie ist noch nicht teuer, angesichts der jüngsten Erfolgsmeldungen. Das 2011er KGV dürfte sogar noch deutlich einstellig sein, wenn die Unternehmensentwicklung so weitergeht, wie sich derzeit andeutet.

lpkf laser

Auch einer meiner anderen Favoriten, 2G Bio-Energietechnik, tastet sich wieder zaghaft an das Mehrjahreshoch bei 11,49€ heran. Das sieht sehr vielversprechend aus. Der Börsenwert von 2G beträgt 44 Mio. €. Analysten rechnen 2010 bereits mit Umsatzerlösen von 70 Mio. € und einem EBIT in Höhe von 6 Mio. €. Wenn das gelingt, ist der Titel sehr günstig. Aber der Markt traut diesen Wachstumserwartungen noch nicht so ganz. Warten wir es ab, vielleicht schenkt uns dieser Sommer doch noch einige Bullenritte.

2g Bio-Energietechnik
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Donnerstag, 10. Juni 2010
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Hausse der deutschen Autoaktien! Daimler und BMW ziehen DAX nach oben!

Liebe Leser,

der Gewinner der Globalisierung ist die deutsche Autobranche. Daimler, Volkswagen und BWM werden ihre Premium-Autos seit etwa einem halben Jahr in China regelrecht aus den Autohäusern gerissen. So gewaltig wächst die Nachfrage. Die chinesische Mittelschicht hat die Einkommensschwelle nun offenbar erreicht, um sich ein teures, deutsches Auto leisten zu können!

Nach den gestrigen US-Vorgaben dachte ich bereits, der DAX würde heute auf Tauchfahrt gehen. Aber Fehlanzeige! In den deutschen Autotiteln herrscht ein riesiger Akkumulationsdrang. Auch Dividendenaktien wie BASF weigern sich den Abwärtstrend weiter mitzumachen. Der Trade-Off zwischen Staatsanleihen und Aktien, den ich Ihnen gestern bereits beschrieben hatte und dem sich jeder Großinvestor stellen muss, scheint immer öfters zugunsten der Aktien auszufallen.

Schauen Sie sich das an. Daimler ist der neue Top-Momentum-Stock am deutschen Markt. Gestern hat die Aktie ein neues Jahreshoch markiert und heute zieht sie so richtig nach oben durch - trotz extrem schlechter US-Vorgaben. Absolut beeindruckend.

Daimler

BMW steht dem in nichts nach!

BMW

Wenn es bei den Automobilkonzernen gut läuft, dann läuft es auch bei den unzähligen nachgelagerten Zuliefererbetrieben gut. Behalten Sie auch Leoni im Blick!

Leoni
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Mittwoch, 09. Juni 2010
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Gedanken zu Aktien und den Märkten

Liebe Leser,

eigentlich können die Börsen doch gar nicht fallen. 10jährige deutsche Staatsanleihen bringen eine jährliche Rendite von 2,5%. Kein Investor, der Geld verdienen möchte, kommt an den Aktienmärkten vorbei. Das mag auch der Grund sein, warum der DAX trotz der Sorgen um die europäischen Staatshaushalte keine richtige Abwärtsdynamik entwickelt. Eine BASF bietet zum Beispiel eine Dividendenrendite in Höhe von 4,5% und die Chance am Wachstum in Asien und den USA teilzuhaben. Würde ich die aktuell diese Aktie verkaufen, um mein Geld in Staatsanleihen umzuschichten? Nie im Leben, zumal es in Zeiten der EU-Haftungsgemeinschaft nicht einmal klar ist, ob deutsche Staatsanleihen wirklich 100%ige Sicherheit bieten. Dann behalte ich doch lieber meine BASF. Und so denken offenbar auch die Großinvestoren.

Für die deutschen Autobauer ist der schwache Euro natürlich ein Glückfall. Absatzwachstum wird sowieso nur noch in Asien oder den USA erzielt. Die Daimler-Aktie zeigt sich angesicht dieses positiven Umfeldes von ihrer besten Seite. Während der DAX sich in einer Sequenz fallender lokaler Hochs bewegt, entwickelt Daimler Aufwärtsmomentum und zeigt eine Sequenz ansteigender lokaler Tiefs. So sieht relative Stärke aus! Daimler als Top-Momentum-Titel im DAX. Wer hätte das für möglich gehalten?

Daimler

Volkswagen meldet heute seine Produktionskapazitäten in China auf drei Millionen Autos verdoppeln zu wollen. Damit reagiert der Konzern auf die extreme Nachfrage. Die Chinesen reißen den Deutschen ihre Qualitätsprodukte aus der Hand. Wenn es darum geht mit dem teuer verdienten Geld ein Auto kaufen zu wollen, stellt der Chinese seinen Patriotismus glücklicherweise zurück und entscheidet sich für deutsche Autos. Allein in den ersten fünf Monaten 2010 verkauft Volkswagen 778.000 Fahrzeuge. Das entspricht einer Steigerung um 48%!

Wenn die deutschen Automobilkonzerne neue Fabriken aus dem Boden stampfen, dann müssten doch eigentlich auch Zulieferer wie Dürr gute Geschäfte machen. Dürr ist Weltmarktführer für Lackieranlagen und liefert auch noch andere Komponenten für Autofabriken, wie zum Beispiel Filtrationsanlagen. Ich beobachte die Aktie von Dürr täglich, aber noch ist dem Ticker keine Begeisterung zu entnehmen. Erst einsteigen wenn Chart und Fundamentaldaten eine einheitliche, klare Sprache sprechen. Das ist eine meiner wichtisten Grundregeln.

Dürr
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Dienstag, 08. Juni 2010
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Diese Börse ist zum in den Urlaub fahren!

Liebe Leser,

wann war die Börse zuletzt so langweilig mangelns fehlender Gewinnchancen? Ich weiß es nicht! Ich weiß nur, dass ich mich derzeit bei einem Blick auf den Kursticker sehr schnell wieder abwende. Es gibt einfach nichts, was es sich zu traden lohnt. Nach oben scheint es bei den meisten Aktien eine gläserne Decke zu geben und vor einem klaren Ausverkauf drückt sich der Mark gleichermaßen. Ich werde mich deshalb nächste Woche erst einmal in den Urlaub verabschieden und die Märkt für maximal eineinhalb Stunden am Tag vom Hotelpools aus beobachten.

Dann kann ich in Ruhe über meine Immobilienprojekte nachdenken. Der Bund Future steigt heute über die 130, d.h. der 20jährige Bauzins dürfte morgen unter 3,7% fallen. Ich spekuliere auf eine weitere Fortsetzung der Bund Future Hausse. Wenn die Länder in Südeuropa und Osteuropa straucheln, fliehen instituionelle Anleger in deutsche Staatsanleihen. Diese genießen in Europa unter Institutionellen den Nimbus der letzten verbleibenden 100%ig sicheren Anlage. Wenn der 20jährige Bauzins unter 3,5% fällt, muss ich zuschlagen.



Wir bräuchten mehr Aktien wie Kloeckner & Co, die von ihren Hochs deutlich zurückommen. Kloeckner & Co hat vom Jahreshoch bereits 44% verloren. Nur durch solche starken Kursverluste, entsteht eine gute Ausgangslage für kräftige Rebounds. Noch allerdings ist es nicht so weit. Betrachten Sie den Abwärtstrends der Aktie. Erst ist gleichmäßig und stabil. Von einer Übertreibung oder Überverkauftheit ist im Chartbild nichts zu erkennen. Wer solche Charts kauft, greift in das sprichwörtlich bekannte fallende Messer. Das sollte man nicht tun, es gibt keine kalkulierbare Grundlage für eine Reboundspekulation. Einen solchen oder ähnlichen Eindruck, dass es keine klaren Chancen gibt, machen gerade fast alle Aktien. Die Langweile ist nur schwer auszuhalten.

Kloeckner & Co

Über meinen Urlaub lasse ich nur einige Perlen im Depot, so wie LPKF Laser. Das ist momentan der einzige Bulle am deutschen Aktienmarkt, der neue Haussehochs mit guten Zahlen und einem guten Newsflow bestätigt. Der neuerliche Großauftrag über 6 Mio. € wird vermutlich zu einem Übertreffen der bisherigen Umsatzprognosen führen. Im Gesamtjahr 2010 sind nun Erlöse zwischen 65 Mio. € und 70 Mio. € realistisch. Auch die EBIT-Marge wird vermutlich zielstrebig Richtung 20% laufen, ich tippe bereits auf 16% in diesem Jahr. Operative Margen von 20% rechtfertigen eine KUV-Bewertung von 2. Wenn die Fondsmanager durchdrehen, wie etwa bei Aixtron, kann es auch schon mal zu einerm 4er KUV kommen. Aber sind solche Überlegungen im aktuellen Umfeld etwas wert? Nur Mr. Market weiß es!

lpkf laser 2
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Dienstag, 01. Juni 2010
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DAX: Der Markt der größtmöglichen Schmerzen!

Liebe Leser,

wenn ich die Börsenentwicklung steuern könnte, mit der Aufgabe, den Tradern größmögliche Schmerzen zu bereiten, dann würde ich den DAX genau so laufen lassen wie in den letzten Wochen. Wer Ende April bei 6200 Punkten dachte die Staatschuldenproblematik würde den Markt zum Einsturz bringen, hatte damit prinzipiell Recht, aber welcher Shortspekulant hat schon damit gerechnet, dass der Index zuerst auf 5655 fällt, um dann wieder auf fast 6300 Punkte zu steigen. Dieses Short-Squeeze hat wahrscheinlich jeden Bären platt gemacht. Ähnlich hinterhältig sind die Verlockungen auf der Longseite. Einzelne Aktien erholen sich so dynamisch von ihren lokalen Tiefs, dass man als Trader eigentlich gar nichts anders kann, als dem Momentum des einen oder anderen Wertes zu folgen. Aber immer wenn es darum geht auf neue Hochs vorzustoßen, kommt eine gläserne Decke, die die Aktien wieder nach unten drückt.

Ich beobachte den Markt nahezu den gesamten Tag und kann damit sehr schnell auf Börsenumschwünge reagieren. Müsste ich End-of-Day handeln, wäre ich derzeit vermutlich hoffnungslos verloren. Ich habe einen riesen Respekt vor berufstätigen Börsianerern, die in diesem Umfel mit aktivem Handeln Geld verdienen.

Achterbahnfahrt im DAX
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