Information zum Blog
Simon Betschinger
Diplom Volkswirt
Master of Science
Geschäftsführer TraderFox GmbH
Chefredakteur TradeCentre Börsenbrief

Performance
Start: April 2006 mit 100.000 Euro
2006: +58.377 Euro (Bescheinigung)
2007: +367.000 Euro (Bescheinigung)
2008: +140.000 Euro (Bescheinigung)
2009: +362.000 Euro (Bescheinigung)
2010: +236.800 Euro (Bescheinigung)
2011: +70.000 (Bescheinigung)
2012: 142.898,85 (Bescheinigung)
2013: 258.586,98 (Bescheinigung)
2014: +109.136,13 (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG 34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Simon Betschinger handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.

Simon Betschingers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Simon Betschinger schrieb am Sonntag, 25.03. in seinem Trading Tagebuch:
Liebe Trader, ich habe nur noch 3 Aktien im Depot. Ein Handelskrieg zwischen USA und China würde die Quartalsergebnisse der Unternehmen deutlich belasten. Eine starke Kurs-Korrektur der US-Börsen ist möglich. Ich habe mich daher für eine hohe ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 4 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
13.07. 00:03 Uhr
*******************
12.07. 23:46 Uhr
*******************
12.07. 16:59 Uhr
4000 3D Systems gekauft zu 13,21 (Tradegate)
09.07. 09:58 Uhr
4000 Hellofresh gekauft zu 14,21
06.07. 17:11 Uhr
5000 AMD gekauft zu 13,78 auf TradeGate
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Der MasterTrader
Reales 100.000 Trading-Depot
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Samstag, 29. November 2008

Jetzt öffentlich zugänglich: Das Buch des besten Traders aller Zeiten

Vor 68 Jahren hat sich Jesse Livermore das Leben genommen. Livermore war eine schillernde Trader-Persönlichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Zweimal gelang Livermore das Kunststück allein mit Trading ein Mutli-Millionen-Dollar-Vermögen aufzubauen und zu den reichsten Persönlichkeiten der USA zu zählen. 1940, kurz vor seinem Tod, hat Livermorgen ein Buch über seine Trading-Methoden geschrieben. Gestern habe ich entdeckt, dass "How to trade in stocks" mittlerweile kostenlos im Internet verfügt ist.

Jesse Livermore - HOW TO TRADE IN STOCKS - The Livermore Formula for Combining Time Element and Price (PDF)

Dieses Buch sollte jeder Trader gelesen haben. Ich werde irgendwann nächste Woche eine Zusammenfassung der Grundprinzpien von Livermore hier im Blog veröffentlichen.
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Donnerstag, 27. November 2008
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Aktien auf Feuer - Aufwärtsdrang wohin man schaut!

Liebe Leser,

eine Bärenmarkt-Rally kann Kursgewinne von annähernd 100% in wenigen Wochen mit sich bringen. Aktien, die 80% verloren haben, neigen oft zu solchen extremen Erholungsbewegungen. Das bedeutet für uns, lieber Leser, dass wir hochkonzentriert sein müssen. Wenn diese Bärenmarktrally jetzt startet, dann müssen wir kräftig Geld verdienen. Die Zeit ist reif für einen Stimmungsumschwung. Die Monate Dezember bis Februar sind für die Aktienmärkte traditionell starke Monate. Das gigantische Konjunkturpaket, das weltweit von der Staatengemeinschaft auf den Weg gebracht wurde, könnte den wirtschaftlichen Abschwung bremsen. Wenn die Börsen dieses Szenario spielen, stehen Kursfeuerwerke bevor.

Der Aktienkurs von Praktiker ist "on fire". Kein Wunder, schließlich notiert die Aktie immer noch 100% unter Buchwert und den gewaltigen Gewinnhebel von Niedrig-KUV-Aktien habe ich Ihnen vor einigen Wochen erklärt. Der Chart zeigt bereits Momentum. Der Kurs hat das Breakout-Window zurück erobert.

pratiker271108

Ein ganz wichtiges Signal für die Verfassung des Marktes wird sind, wie die Mehrzahl der Aktien auf ihre Momentum-Formationen reagiert. Finden Trendfortsetzungen statt, oder werden Ausbrüche wieder abverkauft. Das müssen Sie verfolgen. Betrachten Sie im TraderFox Aktien-Scanner den Screener "Momentum-Impuls 1". Dort werden Ihnen alle Charts mit Aufwärtsmomentum nach meiner Klassifikation angezeigt.

Wenn nahezu alle Staaten weltweit Konjunkturprogramme mit gigantischen Infrastrukturinvestitionen beschließen, dann müssten doch eigentlich die Baukonzerne wieder in Mode kommen. Hier hat die Börse in den letzten Monaten einen gewaltigen Einbruch der Aktivitäten am Bau eingepreist. Vielleicht fällt dieser dank der Konjunkturprogramme weit weniger dramatisch aus als erwartet. Hochtief entwickelt einen Aufwärtstrend, der vielversprechend aussieht.

hochtief271108
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Dienstag, 25. November 2008
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Der klassische News-Trade bei guter Stimmung

In der Blog-Kategorie "Trading-Schule" stelle ich Ihnen Trading-Strategien vor schildere Ihnen wie Sie als Trader vorgehen sollten.

Mittlerweile bin ich seit über 10 Jahren als aktiver Trader am Markt. Nach so einer langen Zeit entwickelt man eine starke Intuition für die Marktverfassung. Es ist für mich nicht immer einfach diese Intuition in Worten zu fassen, damit Sie nachvollziehen können worauf meine Positionseröffnungen beruhen. Ich versuche Ihnen diese Intuition zu vermitteln, indem ich meine Gedanken in bestimmten Marktsituation schildere.

In den letzten Wochen war das Kursverhalten immer ähnlich. Nach starken Kursgewinnen am Vortag wurden die Aktien gnadenlos abverkauft. Danach sah es auch heute morgen aus. Die meisten Titel rutschten schnell ins Minus. Doch wann wurde ich aufmerksam. Viele Aktien wurden auf einmal von Käufern aufgesammelt und drehten wieder ins Plus. Solarworld ist ein gutes Beispiel. Nach 5% Minus setzten Käufe ein und wenig später standen die Vorzeichnen wieder auf grün.

Dadurch gewann ich in den ersten Handelsstunden einen bullischen Eindruck und ich begann intensiv nach Trading-Chancen Ausschau zu halten. Einer meiner Käufe war Kontron. Das war ein klassischer "News-Trade" wie ich ihn schon lange nicht mehr durchgeführt habe. Wenn die Stimmung gut ist und Marktteilnehmer bereit sind positive Nachrichten aufzunehmen, ist es ratsam Aktien sofort zu kaufen, wenn gute Unternehmensnachrichten über den Ticker laufen. Kontron meldete einen Großauftrag in höhe von 40 Millionen Euro aus der Medizintechnik-Branche. Ich beobachtete noch kurz das Orderbuch, ob jemand die Briefseiten sytematisch auffüllen würde, und kaufte dann 3000 Stück mit Schnitt 5,11. Einige Stunden später konnte ich zu 5,53 verkaufen.

Betrachten Sie untenstehend den Intraday-Chart mit den Orderausführungen

news trading mit kontron 251108
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Dienstag, 25. November 2008
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Indizes verteidigen Gewinne, aber...

Man könnte geneigt sein die gestrigen Kursgewinne von über 10% im DAX als "verrückt" zu bezeichnen, damit würde man aber ignorieren, dass das einzig Verrückte an den Aktienmärkten das tiefe Kursniveau ist. Durch den gewaltigen Satz wurde letztendlich lediglich ein kleiner Schritt auf dem weiten Weg zur Normalität vollbracht.

Tage mit extremen Kursgewinnen sind schön anzuschauen, aber sie gemeinhin wenig informativ
. Shorties müssen eindecken, Trader springen auf steile Trends mit auf, das alles treibt die Notierungen in die Höhe. Ob dahinter fundamentale Kräfte stehen, lässt sich nicht identifizieren. Die großen Aufwärtstrends entstehen nur dann wenn überzeugte Langfrist-Ivnestoren die Aktien einsammeln und in ihren Tresoren verschließen. Die wirklich wichtigen Erkenntnisse über die Stärke eines Trends erhält man an Korrekturtagen. Wenn der DAX morgen wieder um 3% fällt, dann möchte ich endlich wieder Aktien sehen, die dennoch eingesammelt werden. Ich möchte sehen, dass Peaks nach unten sofort gekauft werden und nicht wie in den letzten Wochen die Briefseiten nachgezogen werden. An schwachen Gesamtmarkt-Tagen geben sich die Bullen zu erkennen, sofern es denn welche gibt.

Die Art und Weise wie sich einige Aktien von ihren Tiefs lösen, gefällt mir ausgesprochen gut. SGL Carbon legt eine Rally von 14 auf 20 aufs Parkett. Die neue Leichtigkeit auf dem Weg nach oben, hat etwas. Ob mehr dahinter wird sich erst am nächsten Korrekturtag zeigen.

Fazit: Die Entscheidung, ob man stark in den Markt geht, sollte immer nur an schwachen Tagen getroffen werden. Dann zeigt sich, ob die Kursgewinne der letzten beiden Tage nur ein Strohfeuer waren, oder ob wirklich solvente Investoren in den Markt kommen, die sich an den Unternehmen langfristig beteiligen wollen.


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Sonntag, 23. November 2008
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Einnerungen des letzten Bullens an die saftig grünen Weiden

Heute morgen warf ich einen Blick auf die weiße Winterlandschaft, die so friedlich aussah, dass die kollabierende Wirtschaftsfeld unendlich weit entfernt schien. Ich freute mich über die Sonnenstrahlen und über den Beginn eines neuen Tages. Dieser Funken des Aufbruchs wird irgendwann auch die Aktienmärkte erfassen.

Der größte und bedeutenste Aktienindex der Welt, der S&P 500, hat sich halbiert und das in nicht einmal einem Jahr. Ich werfe einen Blick auf das langfristige Chartbild. In den 1990er Jahren hätte man Aktionär sein sollen. Damals durchliefen die Aktienmärkte die größte Hausse der Menschheitsgeschichte. Börse war eine Einbahnstraße und ohne jede Gegenwehr marschierte der S&P 500 nach oben. Das Ende dieser gewaltigen Hausse ist bekannt. 1998 beschleunigte sich die Aufwärtsbewegung an der Technologiebörse Nasdaq in noch nie gekannte Dimensionen.

In jenem Jahr tätigte ich am "Neuen Markt" meine ersten Investments. Mit dem heutigen Wissen wäre ich wohl in den folgenden drei Jahren Millionär geworden, aber damals stocherte ich blind im Nebel und setzte mein Kapital auf die schwachen Papiere, die am Boden lagen und die optisch günstig erschienen. Selbst trotz dieser Ahnungslosigkeit wurde aus meinen 3000 DM, die ich in Ferienjobs hart verdient hatte, auf dem Höhepunkt der Hause fast 30.000 DM. Wenn Sie damals nicht dabei waren, können Sie sich nicht vorstellen, was damals abging. Ein Beispiel: Ich kaufte die Aktie von Edel Music. Plötzlich begann dieser Titel empor zu schnellen. Es ging 10% nach oben, am nächsten Tag 20% und dann nochmal 20% und an schlechten Tagen stieg die Aktie um 5%. Innerhalb weniger Wochen verünffachte sich das Papier. Diese Entwicklung war kein Einzelfall, sondern es passierte täglich.

Tja, und dann kam der Bär. Während ich mir schon ausrechnete wie viele Jahre es wohl dauern würde, um Millionär zu werden, schlug die Baisse mit gnadenloser Härte zu. Mein Ausbildung begann. In einem knallharten Lernprozess, an dessen Ende mein Depot wieder 5000 DM umfasste, lernte ich Mr. Market die Stirn zu bieten und mit Trading Geld zu verdienen. Heute ist mein Trading-Depot etwa 200 Mal so groß und die noch bessere Nachricht ist: Ich habe im aktuellen Bärenmarkt 2008 mit meinen Trading kein Geld verloren, sogar etwas hinzu gewonnen.

Und jetzt betrachten Sie bitte den untenstehenden Langfrist-Chart des S&P500
. Die goldenen 1990er Jahre fallen Ihnen sofort auf. Auch wird offensichtlich, dass die Jahre 2000 bis 2010 als verlorenes Jahrzehnt in die Geschichtsbücher eingehen werden. Was kommt jetzt? Wie geht es weiter? Meine ökonomische Sichtweise kennen Sie. Der Grund für die Hausse von 1990 bis 2001 war ein Produktivitätsschub in der Wirtschafts, ausgelöst von der Einführung der Informationstechnologie. Ich erwarte zwischen 2010 und 2020 einen weiteren Investitionsschub, der die gesamte Wirtschaft durchdringen und die Produktivität spürbar steigern wird. Die Umstellung auf eine Wirtschaft, die ohne fossile Brennstoffe auskommt, wird das Fundament der neuen Hausse bilden. Momentan fließen jedes Jahr Milliarden von Euro in die Tasche der Ölscheichs. Sobald sich Elektroautos durchsetzen, wird dieses Geld in unserem Wirtschaftskreislauf bleiben und einen Investitionsboom auslösen.

Nun stehen wir als vor dem Abgrund und der Betschinger möchte ihn einfach nicht kommen sehen. Genau so werden die meisten meiner Blog-Leser denken. Und Sie haben Recht. Während die anderen Börsianer im Jammertal des Selbstmitleids ihre Zelte aufschlagen, betrachte ich den S&P500-Chart und bedanke mich bei Mr. Market für jeden Prozentpunkt, den es tiefer geht. Je tiefer die Kurse jetzt fallen, desto wahrscheinlicher wird im Anschluss eine Entwicklung wie von 1990 bis 2001. Darauf warte ich mit viel Geduld. So viel Geduld kann vermutlich nur ein Trader haben, der schon einmal einen kompletten Hausse-und Baise-Zyklus mitgemacht hat und sich an die exorbitanten Hausse-Gewinne erinnert. Allen, die einen solchen Bullenmarkt noch nicht mit dem eigenen Depot erleben durften, zeigt dieser Blog die Perspektive nach dem Bärenmarkt. Hier finden Sie den letzten Bullen aus alten Zeit, der noch den Geschmack saftig grüner Weiden kennt. Hier finden Sie den letzten Bullen, der weiß, dass sich ein Trading-Depot innerhalb kürzester Zeit vervielfachen kann. Nur an der Börse hat jeder die faire Chance aus dem Nichts ein Vermögen aufzubauen. Darum ist und bleibt die Börse eine der faszinierensten Institutionen unserer Zivilisation.

Jetzt werde ich gleich einen Spaziergang in dieser wunderbaren Winterlandschaft machen, voller Optimismus in die Sonnenstrahlen blinzeln, wohl wissen, dass der nächste Sommer nur eine Frage der Zeit ist.

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Samstag, 22. November 2008
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Eine aufschlussreiche Trading-Selbstanalyse

Im MasterTraders Börsenforum hat Stefan (steffb) eine perfekte Trading-Selbstanalyse durchgeführt. Ich zitiere:

1. ich habe im bärenmarkt versucht zu lange an meinen positionen festzuhalten - in einem bärenmarkt fallen alle, wirklich alle aktien!

2.sobald der gesamtmarkt nur den leichtesten zucker nach oben gemacht hat bin ich sofort aufgesprungen und rein in den markt gegangen damit ich ja nichts verpasse, meistens bin ich dann am selben tag noch mit den positonen im minus gewesen, spätestens jedoch nach wenigen tagen. und warum ist mir das passiert?! - ich hatte kein klares tradingsetup! dem markt hinterherzulaufen ist nicht zielführend.

3. positionen die ich wie im punkt 2 beschrieben eingegangen bin und dann unter einstandskurs notierten habe ich nicht abgestoßen sondern habe mit blick auf den chart der indizes weiter gehalten, denn dow und dax werden bestimmt an dieser und jener unterstützungslinie drehen. - es gibt keine unterstützungslinien, ich hatte nur gehofft, aber zu hoffen ist eine denkbar schlechte art seine positonen zu managen. teilweise bin ich schon fast zitternd bis 22 uhr vor dem dow chart gesessen und habe gehofft dass er wenigstens heute mal im plus schließt. in den letzten zwei wochen habe ich alle newsletter welche sich mit chartanalysen beschäftigen abgemeldet, darauf kann ich gut verzichten.

4. verflixte ungeduld. Immer die angst etwas verpassen zu können. ich bin in einem marktumfeld das einfach nicht viel hergibt immer wieder reingesprungen und das obwohl ich genau wusste, dass wieder eine zeit kommen wird in der man sich zurücklehnen und den aktien beim steigen zusehen kann. GEDULD!!!

5. ich brauche ein ordentliches tradingsetup - es gilt das trading an das jeweilige umfeld anzupassen. es gilt sich auf das wesentliche zu konzentrieren - hier komme ich nochmals auf das tradingjournal zurück - es ist nicht wesentlich seine trades in ein unglaublich kompliziertes tradingjournal zu schreiben oder tag täglich irgendwelche unterstützungslinien und dergleichen in charts einzuzeichnen - wirklich wichtig ist im richtigen moment das richtige zu tun. es geht um den richtigen einstieg und den richtigen ausstieg - diese zwei dinge sagen mir kein trading-journal, kein indikator, und erst recht keine zeichnung
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Freitag, 21. November 2008
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Die Kanarienvögel werden von den Adlern gefressen

Liebe Leser,

wie Sie wissen gibt es an der Börse die Gattung der "Chartmaler" oder "Linienzeichner". Diese Trader zeichnen mit Lineal und Bleistift Linien in die Chartbilder und erhoffen sich daraus die Zukunft ablesen zu können. Aberglaube findet eben auch an den Finanzmärkten genügend Anhänger. Zur Unterstützung ihrer Malkünste berechnen die Chartmaler noch zahlreiche Indikatoren. Zur Berechnung eines Indikators werden die Kursdaten durch mathematische Formeln gejagt und am Ende erscheinen weitere Kurven. Ich bezeichne Chartmaler als "die Kanarienvögel der Börse". Sie sehen in ihrem Käfig ganz nett aus, sorgen manchmal für Unterhaltung und das war es auch schon. Gestern hatte es offenbar einen bekannten Chartmaler und Buchautor zerbröselt als der Dow Jones mit -5% auf neue Tiefs durchrutschte. Der Chartmaler setzte mit seinem ganzen Geld auf eine Bodenbildung, weil irgend ein Indikator in der Vergangenheit diese Bodenbildung richtig vorher gesagt hatte. Man muss mit solchen Leuten kein Mitleid haben. Durch solche sinnlosen Zockereien wurden auf größerer Ebene das Bankensystem ins Wanken gebracht. Zocker haben an der Börse nichts verloren, sondern gehören ins Casino. Damit Ihnen nicht das gleiche passiert wie einigen Kanarienvögeln, formuliere ich für Sie einige wichtige Regeln:

  • Die kurzfristige Index-Entwicklung ist zufällig und kann nicht prognostiziert werden. Als Trader muss auf Entwicklungen frühzeitig reagieren, darf aber nicht versuchen diese vorwegzunehmen
  • Linien in Charts haben keinerlei Bedeutung
  • Charttechnische Indiaktoren haben keinerlei Bedeutung. Im Gegenteil: Sie sind sogar gefährlich, weil der ungebildete Mensch dazu neigt in die zufälligen Muster etwas hinein zu interpretieren was eigentlich gar nicht existiert.

Wie systematisches Trading funktioniert, können Sie in meinem Blog regelmäßig lesen. Vor zwei Wochen habe ich die neue Rubrik "Trading-Schule" gestartet. Diese fülle ich nach und nach mit sinnvollen Trading-Strategien und realen Trading-Beispielen aus der Praxis.

Die wichtigste Lektion, die sich Ihnen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Trader mitgeben kann, lautet: Haben Sie Geduld! Sie müssen nicht jeden Tag wie verrrückt traden, wenn es keine klaren Chancen gibt. Ich habe gestern nur einen einzigen Trade durchgeführt. Und das war dieser hier:

-> Kauf 10.000 United Internet zu 4,25
-> Verkauf 10.000 United Internet zu 4,50

Mehr gab es nicht zu tun. Die Funktionsweise des Panik-Peak-Trading habe ich Ihnen weiter unten schon ausführlich geschildert. Es basiert darauf wirklich immer nur dann zu zu schlagen, wenn das Chance-Risiko-Verhältnis optimal ist.

Trade United Internet

In der derzeitigen Marktphase gibt es leider nur solche DayTrading-Chancen, die präzise durchgeführt werden müssen. Ich bin von diesem Umfeld genervt, denn ich möchte diesen Blog wieder viel mehr auf mittelfristige Trading-Chancen ausrichten, die auch von beruftstätigen Börsianern sinnvoll genutzt werden können. Wann das wieder möglich sein wird, weiß ich nicht. Uns bleibt wirklich nichts anderes übrig als die Märkte zu beobachten, ständig eine Watchlist mit den besten Aktien zu führen und wirklich erst dann groß zu zu schlagen, wenn sich wieder Aufwärtstrends etablieren.

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Dienstag, 18. November 2008
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Ein Mann, eine Vision, mein Beifall!

Es gibt wenige gute Börsenkolumnisten, deren Kommentare ich regelmäßig lese und die in der Lage sind einen Blick über den Horizont zu werfen. Die Kolumnen von Thomas Gebert in " Der Aktionär" lese ich sehr gerne. In der heuten Ausgabe lautet die Überschrift "Der kommende US-Boom: Ab Herbst 2009 wird die US-Wirtschaft wieder wachsen". Thomas Gebert führt für seinem Artikel folgende Argumente dafür an. Ich zitiere:

  • Aus der Zinsstruktur lässt sich ziemlich genau die künftige Wirtschaftsentwicklung der USA ablesen. Die Differenz aus 10-Jahres-Rendite der Staatsanleihen und Tagesgeld um anderthalb bis zwei Jahre zeitversetzt lässt sich in den USA mit dem Wirtschaftswachstum zur Deckung bringen....Die aufgrund der deutlichen Zinssenkungen der Notenbank wieder positive Differenz Ende 2007 lässt für den Herbst 2009 auf positive Wachstumsraten schließen.

  • Auch längerfristig muss man sich um die US-Wirtschaft keine Sorgen machen. Denn die Amerikaner haben die Demographie auf ihrer Seite. Von jetzt 300 Millionen wird die Bevölkerungszahl in den nächsten Jahrzehnten auf 400 Millionen steigen. Allein im letzten Jahr sind in den USA so viele Baby geboren worden wie noch nie zuvor.


  • Die Zahl der Führerscheinbesitzer steigt jedes Jahr um drei Prozent. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass dadurch der Automobilabsatz in den USA, der von 16 Millionen im Zuge der Krise wohl auf 12 Millionen in diesem Jahr abgesackt ist, in einigen Jahren 20 Millionen betragen wird.

  • Der Babyboom der 1950er Jahre bescherte einer Generation Wachstum und die Geburtenwelle der letzten Jahren übersteigt die Geburtenzahl von damals deutlich, sodass für die nächsten 30 Jahre für Wachstum gesorgt ist. Auch wenn man es im Momentan noch nicht so ganz glauben mag, rosige Zeiten liegen vor uns.
Fazit: Ein fundierter Blick in die Zukunft, der zeigt, dass ich die jeztige Wirtschaftskrise als historischer Irrtum entpuppen wird. Wir Börsianer werden insbesondere mit der Erholung der Automobilbranche sehr viel Geld verdienen können. Viele Autozulieferer werden auf Insolvenzniveau bewertet. Wenn wider der jetzigen Konsens-Meinung 2009 doch wieder ein Aufschwung einsetzen wird, winkt bei den Zulieferer-Aktien eine Kursvervielfachung!
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Dienstag, 18. November 2008
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Ich mache eine Currywurst-Bude auf!

Liebe Leser,

ist die Börse vollkommen durchgeknallt oder bin ich es? Erfolgreiche Unternehmen werden am Aktienmarkt derzeit für ein Butterbrot verkauft - zumindest nach meinen Vorstellungen von Unternehmensbewertung. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob ich der einzige Sehende under Blinden bin oder ob die panische Masse mit ihrer Einschätzung richtig liegt, dass die Welt in einer tiefen Depression versinken wird.

Ich sehe die Dinge immer pragmatisch. Wenn die Welt in der Depression versinkt, dann sollte man sich ein zweites Standbein in einem Geschäftszweig aufbauen, der immer gut läuft. Darum gebe ich heute ein "Currywurst-Bude-Versprechen". Wenn die Aktie von United Internet (die ich für maßlos unterbewertet halte) Ende 2009 immer noch unter 5 Euro notiert, dann mach ich irgendwo in der Stuttgarter Gegend eine Currywurst-Bude auf und jeder Leser dieses Blogs ist herzlich eingeladen zu einer kostenlosen Currywurst mit Pommes.

United Internet (aktuellers Kurs 4,94) wird an der Börse für ein Butterbrot verschenkt.

PS: Ein Getränkt eurer Wahl gibt es dann natürlich auch gratis dazu.

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Sonntag, 16. November 2008
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Klare Worte zu den Opel-Rettungsplänen

Liese Leser,

von Henry Kissinger ist folgendes Zitat überliefert
"Der Kommunismus findet nur dort Zulauf, wo er nicht herrscht."

Eine kommunistische Weltanschauung zeugt auf den ersten Blick immer von edlen Motiven, auf dem zweiten Blick enttarnt sie sich jedoch als menschenfeindlicher Populismus. Das möchte ich Ihnen anhand der Rettungspläne, die für den Autobauer Opel im Raum stehen, erklären. Als Anfang letzter Woche in der Presse erstmals Gerüchte über eine Schieflage bei Opel die Runde machten, dachte ich: Gott sei dank, endlich findet die notwendige Marktbereinigung in der Automobilindustrie statt: Wenn Opel umfällt, dann haben Daimler, BWM und Volkswagen wieder Luft zum Atmen, können in neue Technologien investieren und mehrere 100.000 Arbeitsplätze sind gesichert. Genau das ist die Stärke unserer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung. Unternehmen, die nicht effizient arbeiten werden aus dem Markt gedrängt. Die bessere Konkurrenz kann expandieren und neue Arbeitsplätze schaffen. Das ist die Grundlage unseres Wohlstandes.

Die Welt könnte so schön sein, wenn das deutsche Volk endlich mal kompetente Politiker in die Regierung wählen würde. Aber leider sind die Parlamente vollgestopft mit Juristen, die von Wirtschaftspolitik recht wenig Ahnung haben (Ich habe wirklich nichts gegen Juristen. Meine Freundin, hat auch Jura studiert, aber Ökonomie und Jura sind nun mal zwei Paar Schuhe). So war es nur eine Frage der Zeit bis unsere Politiker lautstark Bürgschaften für den Autobauer Opel fordern würden - mit der haarsträubenden Begründung die etwa 18.000 Arbeitsplätze bei Opel Deutschland sichern zu wollen. Ich verstehe ich die Welt nicht mehr, ich verstehe nicht die Gerechtigkeitsprinzipien, die einer solchen Forderung nach Bürgschaften für Opel zu Grunde liegen. Damit es 18.000 Menschen besser geht, soll es über 100.000 Menschen schlechter gehen und obendrein der Steuerzahler noch Geld dafür bezahlen? Damit 100 Arbeiter bei Opel an den Bändern stehen dürfen, sollen 1000 andere Arbeiter bei Volkswagen, BMW, Audi, Daimler und anderen Konznern nur noch halbtags arbeiten dürfen? Das ist hochgradig ungerecht. Diese Art der Politik will einfach nicht in meinen Kopf gehen.

Fazit: Bitte helfen Sie mir ein wenig ökonomische Aufklärungsarbeit zu leisten. Eine kommunistische Weltanschauung ist schlichtweg assozial. Damit es wenigen Menschen besser geht, muss es vielen anderen Menschen schlechter gehen. Wenn Politiker eine Rettung von Opel in Aussicht stellen, jubelt das Volk, obwohl sich für viel mehr Menschen die Situation verschlechtert als verbessert. Das darf doch alles nicht mehr wahr sein...

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Freitag, 14. November 2008
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Daimler denkt an Staatshilfe - absurd

Heute lese ich auf Spiegel online:

    Die Finanzkrise trifft Daimler mit voller Wucht: Wegen der dramatisch gesunkenen Absatzzahlen denkt Unternehmenschef Zetsche darüber nach, Kurzarbeit einzuführen - und staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Berlin - Daimler-Chef Dieter Zetsche schließt wegen der eingebrochenen Auto-Nachfrage staatliche Hilfen nicht aus, um sich frisches Geld auf dem Kapitalmarkt zu besorgen. Wenn es längerfristig nicht möglich sei, sich am Finanzmarkt mit Geld zu versorgen, müsse auch die Automobilindustrie den Staat um Unterstützung bei der Finanzierung fragen, sagte er der "Bild"-Zeitung. Vorerst will Daimler jedoch keine Hilfe in Anspruch nehmen. "Wir wollen die Krise allein meistern", sagte Zetsche.

Zetsche scheint sich in die Riege seiner Vorgänger, die durch zahlreiche Fehlentscheidungen das Kapital der Aktionäre vernichtet haben, nahtlos einzureihen. Bis Oktober hat die Daimler-Vorstandsetabe ein vollkommen sinnloses Aktienrückkaufprogramm durchgeführt. Gut 37 Millionen Daimler Aktien wurden zu einem Durchschnittpreis von knapp 39 über die Börse erworben. Anstatt ein gutes Liquiditätspolster für schwere Zeiten anzulegen, wollte das Management die kurzfristige Rendite im Konzern maximieren. Ein Ruf nach staatlicher Hilfe verbietet sich daher von selbst.

Ich bin ein großer Gegner von Aktienrückkaufprogrammen. Dem Aktionär nutzen sie überhaupt nichts, weil er das veränderte Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital in seinem Portfolio auch selbst abbilden könnte. Es sollte die Aufgabe von Vorständen sein attraktive realwirtschaftliche Investitionsmöglichkeiten ausfindig zu machen. Ein Aktienrückkaufprogramm ist meist immer ein Armutszeugnis für fehlende Ideen oder der Versuch die Aktionärsstruktur zu beeinflussen, um die eigene Macht zu zementieren.
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Donnerstag, 13. November 2008
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Leise Revolution im Sachverständigenrat

Still und heimlich werden unter deutschen Ökonomen keynesianische Ansätze in der Wirtschaftspolitik wieder populär. Noch vor drei Jahren war das Wort "Konjunkturpaket" ein böses Schimpfwort, das man hier zu Lande nicht in den Mund nehmen durfte. Wirtschaftspolitik sollte allein angebotsorientiert sein. Mit der Forderung nach einem 25 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket bricht der Rat der Wirtschafts-Weisen diese Tradition. Es scheint als hätte sich Bofinger, der schon immer für eine staatliche Nachfragestimulierung eintrat, durchgesetzt.

Der Weisen-Rat bezeichnet das Konjunkturpaket der Bundesregierung als "Sammelsurium von Einzelmaßnahmen" und kritisierte es damit heftig. Nicht viel besser finde ich allerdings die Vorschläge des Sachverständigenrates selbst. Infrastrukturinvestitionen sollten getätigt werden, zum Beispiel in den Straßenbau, lautete eine Forderung. Nur leider hat das Wort "Investition" hier allerdings eine etwas fehl platzierte Bedeutung. Das haben die Wirtschaftsexperten wohl noch nicht so ganz verstanden. Unter einer "Investition" verstehe ich, dass heute Geld eingesetzt wird, um in der Zukunft daraus Geldströme zu erhalten. Den Zahlungsstrom einer frisch geteerten Straße muss man allerdings mit der Lupe suchen. Allenfalls Multiplikatoreffekte lassen sich ableiten.

Eine richtige und sinnvolle gesamtvolkswirtschaftliche Investition ist das "CO2-Gebäudesanierungsprogramm". Ein Gebäude, das jetzt saniert wird, führt erstens zur Beschäftigung von Handwerken und zweitens zu deutlichen Einsparungen beim Energieverbrauch. Es muss weniger Heizöl importiert werden und weniger Geld fließt in die Taschen der Ölscheichs. Genau hier muss die Politik mit ihrem Konjunkturprogramm ansetzen. Investitionen, die heute zu einer besseren Energieeffizienz führen, machen unsere Wirtschaft in einigen Jahren wettbewerbsfähiger und kurbeln den Binnenkonsum an, weil die Milliardensummen, die heute noch für Ölimporte ausgegeben werden, dann hier im Land ausgegeben werden.

Auch an der Börse wird das "CO2-Gebäudesanierungsprogramm" gespielt. Auf die Centrotec-Aktie als größten Profiteur hatte ich Sie letzte Woche im Premium-Blog bereits hingewiesen. Die Aktie konnte seitdem um fast 30% zulegen.

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Mittwoch, 12. November 2008
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Volkswagen VZ: Hier entsteht gerade die zweite Spekulationsblase

Das Thema Volkswagen wird uns so schnell nicht verlassen. Nachdem zuerst die Stammaktien Kapriolen schlugen, scheinen die Fehlspekulationen der Hedge-Fonds nun auf die Volkswagen Vorzugsaktien durchzuschlagen. Die massiven Kursverluste der Vorzugsaktien will man so recht nicht verstehen. Der Volkswagen Konzern ist momentan der erfolgreichste Autobauer der Welt. Die Premium-Marke Audi verzeichnet in diesem Jahr Absatzzuwächse und in China und anderen Schwellenländern wächst der Autoabsatz der Kernmarke zweistellig.

Woher der starke und systematische Verkaufsdruck in den Vorzugsaktien von Volkswagen kommen könnte, lassen jüngste Presseartikel erahnen. Ich zitiere aus der Financial Times:

    "Auch die Fondsgesellschaft DWS hat sich in den vergangenen Monaten mit VW-Aktien verspekuliert. Die Gesellschaft hatte in mindestens fünf ihrer Publikumsfonds auf steigende Kurse von VW-Vorzugsaktien und zugleich einen Kursverlust der VW-Stammaktien gesetzt. Dies geht aus den Geschäftsberichten der Fonds hervor"

Wenn der Vorstand einer großen Fondsgesellschaften nun beschließt sämtliche Spekulationen mit Volkswagen aufzulösen, müssen die Long-Positionen in den Vorzügen verkauft werden und die Leerverkäufe in den Stammaktien eingedeckt werden. Ich denke diesen Prozess können wir zur Zeit beobachten. Nach dem Auslaufen der Verkaufswellen wird es in den Vorzügen wird es eine dynamische Gegenbewegung geben.

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Dienstag, 11. November 2008
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General Motors: Ein Geschwulst der Wirtschaft

Die Aktie von General Motors stürzte gestern in New York um 23% ab. Die Deutsche Bank hatte als Kursziel 0 Euro ausgegeben. Der amerikanische Autobauer blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. GM wurde 1908 gegründet und eroberte sich in den 1930er Jahren die Position als größter Autohersteller der Welt. Der harte Kampf zwischen Ford und General Motors in den 1930er Jahren um Marktanteile findet auch heute noch Platz in jedem Lehrbuch der Unternehmensführung.

Dieses traditionsreiche Unternehmen steht nun also vor dem Konkurs und schon wird überall nach staatlichen Rettungsmaßnahmen gerufen! General Motors hat in den letzten 20 Jahren nahezu alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Warum sollte dieses Unternehmen vor dem Konkurs gerettet werden? Naheliegend ist es natürlich auf die Arbeitsplätze zu verweisen, die von einem Konkurs bedroht sind auf die vielen Zulieferer, die ohne General Motors nicht überlebensfähig wären. Aber all diese Argumente für eine staatliche Intervention sind falsch und man ist sie eigentlich nur von Kommunisten gewöhnt.

Als vor 100 Jahren die ersten Autos produziert wurden, gab es eine Branche, die darunter sehr zu leiden hatte. Die Branche der Pferdekutschen. Tausende von kleineren Unternehmen hatten sich auf die Produktion von Pferdekutschen spezialisiert. Das Holz zum Bau der Kutschen wurde wiederum von Zulieferbetrieben bezogen, die viele Holzfäller und andere Arbeiter beschäftigten. Die Pferde wurden auf Höfen gezüchtet und trainiert. Würden unsere Politiker in der damaligen Zeit leben, hätten sie gefordert, die Pferdekutschen-Hersteller mit Staatskrediten am Leben zu erhalten.

Dieses Beispiel der Pferdekutschen veranschaulicht wie absurd es ist, einen wirtschaftlichen Anpassungsprozess aufzuhalten. Die Automobilbranche steht vor ihrem größten Strukturwandel. Autos mit Verbrennungsmotoren werden in 30 Jahren vermutlich kaum noch existieren. Autos mit Elektromotoren werden in wenigen Jahrzehnten das Straßenbild bestimmen.

Wenn das "Geschwulst General Motors", das offenbar nur noch durch Kredite am Leben erhalten werden kann, durch den Staat gerettet wird, hat das sehr viele schädliche Folgeeffekte. Ein Konkurs von GM würde den anderen Autoherstellern Luft zum Atmen geben. Es könnten sichere Arbeitsplätze geschaffen werden. Die erzielten Gewinne könnten in Forschung und Entwicklung investiert werden, um die Markteinführung von Elektroautos schneller voranzutreiben. Aber vermutlich wird General Motors lange, weitere Jahre vor sich hinsiechen und die bessere Konkurrenz ebenfalls an den Rand des Abgrunds treiben. Es werden auf dieser Welt zu viele Autos produziert. Der Konkurs eine großen Automobilkonzerns ist notwendig, um den Markt zu bereinigen.

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Freitag, 07. November 2008
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Extreme Range Trading: Solaraktien als Volatility-Pinball

Liebe Abonnenten,

antizyklische Trading-Strategien an den Pivotal-Time-Points erzielen momentan die größten Trefferquoten. Ich zeige Ihnen heute erneut ein Beispiel für das "Extreme Range Trading". Die Vorgehensweise für diese Trading-Strategie ist folgendermaßen:

1. Schauen Sie etwa ab 17 Uhr auf der TraderFox Rebound-Matrix welche Aktien seit ihrem Tageshoch oder seit dem gestrigen Hoch am stärksten verloren haben.
2. Bevorzugen Sie Aktien von Unternehmen, die keine schlechten Nachrichten in jüngster Zeit gemeldet haben.
3. Ein Pluspunkt ist wenn Sie als Verkäufer der Aktie kurzfristige Trader identifizieren können, die zum Beispiel aufgrund eines Gerüchts erst eingestiegen sind und dann wieder aussteigen, weil sich keine Kursgewinne einstellen.
4. Eröffnen Sie die Position in einem Downpeak zwischen 17 Uhr und 17.30 Uhr oder direkt in der Schlussauktion.
5. Wenn der Trade erfolgreich ist, geht es am nächsten Tag zügig nach oben!

Die Situation in der Rebound-Matrix gestern gegen 17 Uhr

Viele Aktien zeigten extrem überverkaufte Situationen mit Kursverlusten von 30% in nur 48 Stunden. Beispiele:

Q-Cells
REpower
Roth & Rau

Heute früh, kurz nach Handelsbeginn, lagen die genannten Titel zeitweise bis zu 15% im Plus, obwohl die US-Vorgaben alles andere als positiv waren.

Meine Trading-Duchführung in der Praxis:

Gekauft habe ich Roth & Rau um 17.16 Uhr und Q-Cells in der Schlussauktion. Betrachten Sie den unten eingefügten Charts mit den Orderausführungen zu Roth & Rau!

Fazit: Systematisieren Sie Ihr Trading. Ziehen Sie Ihre Trading-Strategien täglich konzentriert durch. Orientieren Sie sich nicht an der Panik der anderen Marktteilnehmer, sondern betrachten Sie nüchtern Ihr Chance-Risiko-Verhältnis!

Trading-Schule Roth & Rau 07.11.08
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Donnerstag, 06. November 2008
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Adidas intraday - Panik identifizieren - zuschlagen - Gewinne kassieren

Liebe Leser,

Trading ist kein Hexenwerk. Es besteht darin jeden Tag die gleichen erfolgreichen Konzepte anzuwenden. Das versuche ich Ihnen in meinem Blog zu vermitteln. Traden Sie nur Situationen, in denen ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis vorliegt. Wenn es diese Chancen nicht gibt, schaue ich dem Kurstreiben einfach unbeteiligt zu. Heute gab es viele Panik-Peaks, die man zum Einstieg nutzen konnte. Betrachten Sie zum Beispiel meinen Adidas-Trade

Adidas zeigte heute morgen einen kleinen Anflug von Panik und rutsche schnell Richtung der Marke von -10% ab. Wenn ich Panik in den Kursen sehe, weiß ich immer, dass das Chance-Risiko-Verhältnis sehr gut ist.

1. Kauf 1000 Adidas zu 26,70
2. Verkauf 1000 Adidas zu 27,73

Fazit: Legen Sie sich eine Sammlung effektiver Trading-Strategien zurecht. Ziehen Sie diese dann einfach jeden Tag konzentriert durch. Ihre Kapitalkurve wird kontinuierlich, ohne große Schwankungen, nach oben zeigen.

Trading-Schule Adidas 06.11.2008
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Donnerstag, 06. November 2008
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Die Aufgabe eines Bankanalysten!

Bankanalysten sind Menschen, die im Nachhinein erklären können warum etwas so passiert ist, wie etwas passiert ist. Die meisten Bankanalysten halten sich bei ihren Vergangenheitserzählungen erstaunlicherweise für wahnsinnig intelligent. Wenn Sie auf einer Investorenkonferenz mit einem Bankanalysten ins Gespräch kommen, werden Sie Ihren Ohren vermutlich nicht trauen. Ihnen steht jemand gegenüber, der seine Kursziele ständig den Aktienkursen anpasst und diese Arbeit gleichzeitig als sehr anspruchsvoll und sogar sinnvoll erachtet.

Beispiele:
  • Die WestLB senkt ihr Kursziel für die Aktie von Gildemeister heute von 25 auf 8,50 (Quelle: DPA AFX). Der Analyst sitzt bestimmt gerade beim Mittagessen und ist stolz auf sein Bewertungsmodell, das einen fairen Aktienkurs von 8,50 ausspuckt. Nur schade, dass die Aktie bereits von 25 auf 8,50 gefallen ist. Sie können sich sicher sein, liebe Leser, dass die WestLB ihr Gildemeister Kursziel wieder anheben wird, sobald der Aktienkurs gestiegen ist

  • Die Deutsche Bank hat gestern reihenweise die Kursziele der Solar-Aktien gesenkt und viele Titel auf "Sell" gestuft (Quelle: DPA AFX). Nur schade, dass sich die meisten Aktien im Vorfeld schon geviertelt haben. Nachdem ich Sie schon seit über einem Jahr auf die offensichtliche Überbewertung der Solar-Aktien hinweise, kommt nun auch der Analyst der Deutschen Bank auf den Trichter, dass der Solarmarkt ein reiner Konkurrenz- und Wettbewerbsmarkt ist, in dem keine hohen Gewinnmargen verdient werden können.

  • Aber am meisten gelacht habe ich über die Analsten vom Bankhaus Lampe, die Ende Oktober tatsächlich feststellten, dass es in der Automobilbranche gerade nicht so gut läuft. Das Kursziel für die Leoni-Aktie wurde von 30 Euro auf 12,50 Euro reduziert - wohl gemerkt - nachdem die Leoni Aktie bereits auf 12,50 gefallen war. Wetten, dass die Kursziele erst dann wieder erhöht werden, wenn ein steigender Aktienkurs eine Branchenerholung in der zyklischen Autobranche ankündigt!
Fazit: 90% aller Aktienanalysen sind das Papier nicht Wert, auf dem sie geschrieben werden. Die Banken sollten sich überlegen für ihr Aktien-Research Historiker einzustellen, denn anders als mit "Geschichtenerzählung" kann man die Tätigkeit der Research-Abteilungen ohnehin nicht beschreiben. Die Kursziele werden lediglich der Kursentwicklung angepasst. Dazu werden schöne Geschichten erzählt warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist.

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Dienstag, 04. November 2008
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Kaufrausch!

Liebe Abonnenten,

die Märkte erholen sich. Betrachten Sie die Performance einiger Aktien:

Repower +27%
Nordex +34%
Fuchs Petrolub +18%
H&R Wasag +20%
Q-Cells +12%
Gerry Weber +12%
Gildemeister +12%
und so weiter

Diese Kursgewinne sind gerechtfertigt. Es handelt sich um keine Übertreibung. Vollkommen irrational und ungerechtfertigt war hingegen der starke Kursverfall während der Finanzkrise. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass 2010 bis 2010 das goldene Jahrzehnt der Weltwirtschaft wird. Der DAX wird höchstwahrscheinlich bereits 2009 an die Marke von 9000 Punkten heran laufen!

Machen Sie sich keine Sorgen wenn Sie bislang noch nicht genug verdient haben. Die meisten Aktien sind immer noch absurd unterbewertet. In den nächsten Wochen wird es richtig interessant. Demnächst wird eine heftige Korrekturbewegung kommen, die dann von Anschlusskäufen beantwortet wird. Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um mit richtig großen Position in den besten Aktien long zu gehen!

Auffällig sind heute die Automobilaktien und die Automobilzulieferer. Gestern wurden dramatische Absatzeinbrüche im Sektor gemeldet. Schauen Sie jetzt wie die Aktien reagieren:

BMW +10%
MAN +7%
Daimler +5%
Leoni +9%
Elringklinger +14%

Das wundert mich überhaupt nicht. Die von Untergangssehnsüchten geprägten deutschen Aktionäre verschenken Weltkonzerne für den Preis eines Butterbrotes. Die Aktienbewertungen beinhalten eine tiefe Rezession, die so schlimm eigentlich gar nicht kommen kann!
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Dienstag, 04. November 2008
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Die überschwängliche Obama-Windparty

Die Obama-Windaktien-Story(siehe weiter unten im Blog) wird mit einem überschwänglichen Feuerwerk an Kursgewinnen gefeiert. Den Vogel schießt die Aktie von REpower ab. Der Titel ist in nur einer Woche um 200% gestiegen! Ich hoffe Sie konnten von meinem Hinweis profitieren.

Nordex hat um 50% zugelegt. Auch heute steigt die Aktie um 17%


Der Marktführer Vestas Wind lässt sich auch nicht lumpen und stürmt zielstrebig nach oben
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Montag, 03. November 2008
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Leoni +17% - DAS IST DER GEWINNHEBEL

Im letzten Beitrag habe ich Ihnen die Kraft des Gewinnhebels geschildert, der Niedrig-KUV-Aktien nach oben katapultiert, sobald sich die Börsenlage wieder etwas aufhellt. Schauen Sie wie explosiv Leoni heute nach oben schießt. Aktuell steht der Titel bei +16% auf 11,36. Seit 9,20 Euro bin ich mit der ersten Position dabei, bei 10 habe ich weiter dazu gekauft und jetzt verdiene ich richtig Geld mit dieser Aktie!

Fazit: Lassen Sie bitte auch die anderen Aktien, die ich Ihnen gestern im Premium-Blog genannt habe, nicht aus den Augen. Vieler dieser Titel zeigen bereits Aufwärtsdynamik!

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Sonntag, 02. November 2008
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Der gewaltige Gewinnhebel von Niedrig-KUV-Aktien!

Liebe Leser,

man muss die Kräfte verstehen, die Aktien bewegen. Große Aktiengewinne sind nur deshalb möglich, weil die Masse der Börsianer in Boomphasen zu optimistisch und in Rezessions-Phasen zu pessimistisch auf Unternehmensnachrichten reagiert. Lesen Sie sich die Einstufungen der Bankanalysten durch. Das Bankhaus Lampe senkt zum Beispiel das Kursziel der Leoni-Aktie von 30 Euro auf 12,50 Euro (hier geht es zur Analyse). Ein dreijähriges Kind, das die Kursziele der Kursentwicklung einfach automatisch anpasst, hätte es nicht schlechter gemacht.

Ich weiß, dass ich mich mit folgenden Aussagen in der Branche - wie schon so oft - unbeliebt mache. Aber genau dieses prozyklische Massenverhalten der Institutionellen Anleger und Anlysten ist unsere Chance. Seit Jahrzehnten wissen wir, dass die Automobilbranche eine zyklische Branche ist. Und dann, wenn allle Jahre wieder ein zyklischer Brancheneinbruch kommt, sind alle zutiefst schockiert und wollen von den Aktien nichts mehr wissen. Ich prophezeie Ihnen, dass in zwei oder drei Jahren die ganze Mannschaft von Bankanalysten wieder zutiefst überrascht sein wird, dass eine neue Konjunkturerholung eingesetzt hat und die Gewinne der Zykliker wieder steigen. Dann werden die Kursziele wieder parralell zu den steigenden Kursen nach oben gesetzt.

Die stärksten Kurssteigerungen werden an den Börsen in jungen Aufschwungsphasen von Aktien mit niedrigem KUV erzielt, sobald die Unternehmen wieder steigende Gewinne ausweisen können. Der Autor O' Shaughnessy hat in dem Buch "Die besten Anlagestrategien aller Zeiten" verschiedene Faktoren untersucht, die zu einer guten Kursentwicklung führen. Niedrig KUV-Aktien erzielten zu Beginn von Aufschwungphasen überragende Ergebnisse. Es lohnt sich einen Blick in das Buch zu werfen.



Warum zeigen Niedrig-KUV-Aktien eine so starke Performance? Der extrem hohe Gewinnhebel zeichnet sich dafür verantwortlich. Um Ihnen das zu veranschaulichen, habe ich im untenstehenden Schaubild die Umsatz- und Gewinnentwicklung eines Unternehmens skizziert. Während der Konjunkturdelle werden alle Börsianer pessimistisch und bewerten die Aktie weiterhin mit einem KGV von 10. Wenn wider erwarten ein neuer Aufschwung kommt und die Gewinne des Unternehmens anziehen, würde das KGV deutlich absinken. Die Aktie wird gekauft, weil die Börsianer jetzt wieder optimistischer werden und immer noch ein 10er KGV als angemessene Bewertung betrachten. Das Beispiel ist zwar idealisiert, aber es gibt ein ein gutes Gefühl dafür was mit "Gewinnhebel" gemeint ist!

Niedrig-KUV-Aktien

Wie müssen Sie nun vorgehen, um mit diesem Wissen hohe Gewinne zu erzielen?

1. Stellen Sie sich eine Watchlist von Aktien mit sehr niedrigem KUV zusammen
2. Überlegen Sie sich welches dieser Unternehmen über eine gute Marktstellung verfügt und in zwei Jahren voraussichtlich wieder hohe Gewinne schreiben wird.
3. Warten Sie ab bis sich ein charttechnischer Aufwärtstrend ausbildet und die Aktie eindeutig zeigt, dass Sie nach oben will. Die Preisentwicklung ist meistens der beste Frühindikator dafür, dass die Geschäftsaktivität wieder anzieht.

Ich zeige Ihnen eine praktische Trading-Durchführung

Weil ich um den enormen Gewinnhebel von Niedrig-KUV-Aktien weiß, gehe ich bei solchen Aktien sehr aggressiv mit, sobald Kaufdruck in den Markt kommt. Ich habe genug Erfahrung, dass ich Punkt Nummer drei nicht immer erst abwarten muss, sondern bereits im Orderbuch erkennen kann wann Kaufdruck entsteht. Einer meiner Lieblings-Aktien mit niedrigem KUV ist Gildemeister. Letzte Woche habe ich mit Gildemeister knapp 4000 verdient. Betrachten Sie den untenstehenden Chart mit den Orderausführungen.

Fazit: Die Niedrig-KUV-Strategie müssen Sie zur Sammlung Ihrer Trading-Strategien ungedingt hinzufügen. Wenn Sie meine Hilfe bei der Aktienauswahl benötigen oder wissen wollen welche Niedrig-KUV-Aktien meiner Meinung nach am aussichtsreichsten sind, dann greifen Sie bitte auf den Premium-Blog zurück. Dort habe ich vorhin meine Watchlist eingestellt und meine Favoriten genannt.

Orderausführung_Gildemeister
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