Information zum Blog
Simon Betschinger
Diplom Volkswirt
Master of Science
Geschäftsführer TraderFox GmbH
Chefredakteur TradeCentre Börsenbrief

Performance
Start: April 2006 mit 100.000 Euro
2006: +58.377 Euro (Bescheinigung)
2007: +367.000 Euro (Bescheinigung)
2008: +140.000 Euro (Bescheinigung)
2009: +362.000 Euro (Bescheinigung)
2010: +236.800 Euro (Bescheinigung)
2011: +70.000 (Bescheinigung)
2012: 142.898,85 (Bescheinigung)
2013: 258.586,98 (Bescheinigung)
2014: +109.136,13 (Bescheinigung)

Hinweis nach WPHG 34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte:
Simon Betschinger handelt regelmäßig mit in diesem Blog besprochenen Wertpapieren und besitzen eventuell Positionen in den genannten Papieren.

Simon Betschingers Trading Channel besteht aus einem Trading Tagebuch für mittelfristige Strategiebesprechungen und einem Live Trading Ticker für neue Käufe, Verkäufe und kurze Marktkommentare.
Simon Betschinger schrieb am Donnerstag, 25.06. in seinem Trading Tagebuch:
Ich hatte vor drei Wochen die Strategie aufgestellt, dass ich konjunktursensible Titel in diesen Markt antizyklisch handeln möchte. Airbus hat das letzte Verlaufstief rausgenommen, jetzt setze ich auf die Gegenbewegung. Risikotoleranz nur etwa 3 % ...
Außerdem verfasste er in den letzten Tagen 5 Meldungen in seinem Live Trading Ticker, die unmittelbar an seine Kunden per Mail gesendet wurden:
Live Trading Ticker
06.08. 17:54 Uhr
*******************
06.08. 17:26 Uhr
*******************
03.08. 16:05 Uhr
6000 Plug Power gekauft zu 8,33 USD an der Nasdaq
03.08. 10:09 Uhr
Aktuelle Depotübersicht und Kommentar
03.08. 09:16 Uhr
MTU Aero Engines verkauft via 3000 UBS Turbo Calls (WKN UD5X3F) zu 4,31 in Stuttgart
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Der MasterTrader
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Dienstag, 03. November 2009

Die originalen Worte von Mr. John Maynard Keynes zur Börse, Teil I

Liebe Leser,

das Jahrhundertwerk "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" von John Maynard Kenyes hat in seinem Veröffentlichungsjahr 1936 die etablierte klassische Wirtschaftstheorie in eine Identitätskrise gestürzt. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass 73 Jahre später führende Ökonomen (zum Beispiel die Nobelpreisträger Krugman und Schiller) die neoklassische Theorie "verdammen" und wieder einen starken gedanklichen Schwenk zu Keynes vollziehen. Zu diesem Thema verweise ich auf den Blog-Beitrag "How Did Economists Get It So Wrong?" von Paul Krugman in der New York Times, der für sehr viel Wirbel in der Ökonomenzunft gesorgt hat.

Das gedankliche Rahmenwerk von Keynes hat den neoklassischen Modellen voraus, dass es die Finanzmärkte explizit berücksichtigt. Darum finden sich in seinem Buch, das Geschichte schrieb, auch sehr viele Zitate, die für Börsianer interessant sind. Ich nenne Ihnen untenstehend eine kleine Auswahl. Textpassagen aus "Allgemein Theorie der Beschäftigung, des Zines und des Geldes" von John Maynard Keynes :
  • Die hervorstechende Tatsache ist die äußerste Unsicherheit der Wissensgrundlage, auf der unsere Schäztungen der voraussichtlichen Erträge gemacht werden müssen. Unsere Kenntnisse der Faktoren, die den Ertrag einer Investition nach einigen Jahren bestimmen werden, ist gewöhnlich sehr gering und oft vernachlässigbar. Wenn wir ehrlich sein wollen, müssen wir zugeben, dass unsere Wissensgrundlage für die Schätzungen der Erträge nach zehn oder sogar fünf Jahren einer Eisenbahn, eines Kupferbergwerkes, einer Weberei, des Markenwertes einer Patentmedizin, eine atlantischen Dampfers, eines Gebäudes in der City von London sehr gering und manchmal null ist...

  • In früheren Zeiten, als die Unternehmen hautpsächllich im Besitze jeder waren, die sie leiteten , oder ihrer Freunde und Teilhaber, stützten sich die Investitionen auf ein genügendes Angebot an Einzelnenen von sanginischem Temperament und konstruktiven Eingebungen, die sich das Geschäft zur Lebensaufgabe machten, ohne wirklich auf eine genaue Berechnung des voraussichtlichen Gewinns zu vertrauen. Das Geschäft war teilweise eine Lotterie, deren endgültiges Ergebnis allerdings zum großen Teil davon abhing, ob die Fähigkeiten und der Charakter der Leiter über oder unter dem Durchschnitt lagen...

  • Geschäftsleute treiben ein Spiel, in dem Geschicklichkeit und Zufall vermischt sind, und dessen durchschnittliche Ergebnisse den Spielern, die sich daran beteiligen, nicht bekannt sind.

  • Mit der heute vorherrschenden Trennung von Eigentum und Management und mit der Entwicklung organisierter Investmentmärkte ist jedoch ein neuer Faktor von großer Wichtigkeit eingeführt worden..Die Börse schätzt aber viele Investments jeden Tag neu ein... Die täglichen Neubewertungen an der Börse aber,..., üben unvermeidlicherweise einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der laufenden Investitionen aus. Denn es hat keinen Sinn, eine neue Unternehmung mit höheren Kosten aufzubauen als jene, zu denen eine ähnliche bestehende Unternehmung gekauft werden kann...Einige Arten der Investitionen werden somit durch die durchschnittliche Erwartung jeder bestimmt, die an der Börse handeln und welche sich eher im Preis der Aktien als in den echten Erwartungen des berufsmäßigen Unternehmers ausdrückt.


  • Die allmähliche Zunahme desjenigen Anteils am Eigentum der gesamten Kapitalinvestition des Gemeinwesens, der sich im Besitz von Menschen befindet, die das betreffende Unternehmen weder leiten noch eine besondere Kenntnis seiner tatsächlichen oder voraussichtlichen Gegebenheiten haben, hat zu einer ernstlichen Abnahme des wirklichen Einblicks in die Bewertung von Investitionen durch jene geführt, die sie besitzen oder zu kaufen beabsichtigen.

  • Schwankungen von Tag zu Tag in den Gewinnen bestehender Investitionen, die offensichtlich flüchtig und bedeutungslos sind, haben die Tendenz, einen durchaus übertriebenen und selbst widersinnigen Einfluss auf den Markt auszuüben... Eine konventionelle, auf der Massenpsychologie einer großen Zahl unwissender Menschen beruhende Bewertung ist heftigen Schwankungen ausgesetzt als Folge einer plötzlichen Meinungsänderung, verursacht durch Faktoren, die eigentlich keinen großen Einfluss auf den voraussichtlichen Ertrag haben, denn es gibt keine stark verwurzelte Überzeugung, die der Bewertung Beständigkeit verleihen könnte. ..Denn es hat keinen Sinn, für ein Investment 25 zu bezahlen, von dem man glaubt, dass sein voraussichtlicher Ertrag einen Wert von 30 rechtfertigt, wenn man gleichzeitig glaubt, dass der Markt es nach drei Monaten mit 20 bewerten wird.

  • Der tatsächliche private Zweck der geschicktesten Investments von heute ist es, den Markt zu schlagen - "to beat the gun", wie die Amerikaner es so trefflich ausdrücken - schlauer zu sein als die Masse und das schlechte oder sich entwertende Geldstück an den Nächsten abzustoßen. Für diesen Wettkampf der Gerissenheit, die Grundlage der konventionellen Bewertung für ein paar Monate vorauszusehen, statt den voraussichtlichen Ertrag einer Investition während einer langen Reihe von Jahren,...

  • Oder, um den Vergleich etwas zu ändern, kann das berufsmäßige Investment mit jenen Zeitungswettbewerben verglichen werden, bei denen die Teilnehmer die sechs hübschesten Gesichter von hundert Lichtbildern auszuwählen haben, wobei der Preis dem Teilnehmer zugesprochen wird, dessen Wahl am nächsten mit durchschnittlichen Vorlieber aller Teilnehmer übereinstimmt, so dass jeder Teilnehmer nicht diejenigen Gesichter auszuwählen hat, die erst selbst am hübschesten findet, sondern jene, von denen er denkt, dass sie am ehesten der Vorliebe der anderen Teilnehmer entsprechen werden, welche alle das Problem vom gleichen Gesichtspunkt aus betrachten. Es handelt sich nicht darum, jede auszuwählen, die nach dem eigenen Urteil wirklich die hübschesten sind, ja sogar nicht einmal jene, welche die durchschnittliche Meinung als die hübschesten betrachtet. Wir haben den dritten Grad erreicht, wo wir unsere Intelligenz der Vorwegnahme dessen widmen, was die durchschnittliche Meinung als das Ergebnis der durchschnittlichen Meinung erwartet.

morgen folgt Teil 2

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